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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Midgard: das Brettspiel" am 12.04.



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Sonntag, 6. April 2008, 22:26
Ich möchte gerne am Samstag, 12.04. "Midgard: das Brettspiel" anbieten. Es ist für 3-5 Spieler und sollte mit Erklären etwa drei bis dreieinhalb Stunden dauern, so dass auf Wunsch eine zweite Partie möglich wäre (oder natürlich noch ein anderes Brettspiel).

Das Spiel ist ein Abenteuerbrettspiel ähnlich wie Runebound oder Rückkehr der Helden, um nur einige zu nennen. Das Spielbrett ist stark abstrahiert, im Prinzip liegen nur Platten für die einzelnen Städte, die man bereisen kann, nebeneinander - eine "Landkarte" in dem Sinn gibt es nicht. Da das Spiel vom gleichen Autoren stammt wie Rückkehr der Helden sind gewisse Ähnlichkeiten im Design unbestreitbar, allerdings sind die Spielregeln eher an die Regeln des Midgard Rollenspiels angelehnt.

Im Spiel reisen die Spieler zwischen des Städten, um Aufträge zu erledigen und damit Erfahrungspunkte, Geld und Schätze zu sammeln. Mit den Erfahrungspunkten kann man um "Grade" (Level/Stufen) aufsteigen und wer zuerst einen bestimmten Grad erreicht hat, ist Sieger. Ein schöner Spielmechanismus ist dabei, dass man zum Bewältigen von Aufgaben andere Spieler um Hilfe bitten kann. Wenn diese zustimmen ist die Aufgabe gemeinsam leichter zu bewältigen, und die Helfer bekommen natürlich auch was von der Belohnung ab.

Hier ein Link, um sich genauer zu informieren:
http://www.boardgamegeek.com/thread/132417

Spieler
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Sonntag, 13. April 2008, 17:23
So, jetzt hatte ich trotz fehlender Anmeldungen doch noch eine Fünferrunde :)

Fazit:

Die starke Anlehnung an die Regeln eines Rollenspiels ist für ein Brettspiel meiner Meinung nach nicht wirklich geeignet. Die Prüfwürfe für Fertigkeitsproben funktionieren zwar gut, aber das Kampfsystem hätte unbedingt komprimiert werden müssen. Beim Rollenspiel ist es kein Problem, wenn die Abwicklung eines Kampfes eine halbe Stunde dauert, schließlich sind alle beteiligt und niemand muss sich langweilen. Bei einem Brettspiel dauert es aber schlichtweg zu lange, wenn für einen einzelnen Kampf eines Spielers für Intiativwurf, Angriffs- und Abwehrwürfe zusammen schon mal zwanzig mal oder gar öfter gewürfelt werden muss.

Schlecht gemacht ist leider auch, dass die Angaben auf den Aufgaben-, Abenteuer-, Monsterplättchen und -karten ziemlich minimalistisch sind. Etwas mehr Text hätte da viel Rätselraten, was das Spiel jetzt denn eigentlich von einem will, zu vermeiden geholfen.

Sehr positiv dagegen fand ich, dass die Umsetzung von Rollenspiel als Brettspiel wirklich gut gelungen ist, besser als beispielsweise bei Rückkehr der Helden oder Runebound. Man reist von Stadt zu Stadt und hat dort wahlweise Zufallsbegegnungen, nimmt kleine Transport- oder Geleitaufträge an (nimm diesen Gegenstand und bringe ihn nach XY) oder begibt sich zusammen mit anderen Spielern (die sich am gleichen Ort befinden müssen) ins große Abenteuer (gemeinschaftlich drei kleine Aufgaben und einen Kampf gegen einen Endgegner bestehen). So stelle ich mir das Leben eines Abenteurers in einer Fantasywelt vor. Allerdings ist es bei diesem Spiel auch extrem wichtig, dass man die Möglichkeit nutzt, zusammenzuarbeiten. Als Einzelkämpfer kommt man auf keinen grünen Zweig, während diejenigen, die kooperieren, den großen Reibach machen.

Es hat trotzdem viel Spaß gemacht und vielleicht biete ich es mal wieder an, wenn das gewünscht wird.