Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ToC vs CoC - Gumshoe oder nicht?
NeonSamurai
Dienstag, 13. Mai 2008, 03:44
Nachdem ich mir endlich Trial of Cthulhu zugelegt habe, wollte ich mal wissen, wie ihr das seht.
Klassisch oder neu?
Wo liegen die Vorteile des Neuen?
Resourcenmanagement oder klassisches Kopfzerbrechen?
Ist für euch das "Kopf-zermatern" wichtig, oder lieber wo die gefundene Spur hinführt?
Ich bin gespannt auf eure Anworten. :)
Tom
Dienstag, 13. Mai 2008, 09:17
Setting gut, System Geschmackssache. Mir taugt es nicht. Einige Eindrücke dazu finden sich im Cthulhu Forum (http://www.cthulhu-forum.de/thread.php?threadid=6141&boardid=8).
Ariochs Herold
Dienstag, 13. Mai 2008, 11:02
Ich hab da mal rein gelesen und erst gar nicht verstanden, welches grundlegende Problem die mit dem System überhaupt lösen wollen. Die Idee mehrere Hinweise an einem Ort unterzubringen und die dann abarbeiten zu lassen ist mir irgendwie schonmal selbst gekommen. ;) Und das ein Abenteuer wegen eines einzigen Würfelwurfs nicht weitergehen soll ist mir auch noch nicht passiert.
%-System vs. Zielwert ist wohl reine Geschmackssache. Mir schmeckt ersteres besser :)
NeonSamurai
Dienstag, 13. Mai 2008, 16:44
Ich hab da mal rein gelesen und erst gar nicht verstanden, welches grundlegende Problem die mit dem System überhaupt lösen wollen. Die Idee mehrere Hinweise an einem Ort unterzubringen und die dann abarbeiten zu lassen ist mir irgendwie schonmal selbst gekommen. ;) Und das ein Abenteuer wegen eines einzigen Würfelwurfs nicht weitergehen soll ist mir auch noch nicht passiert.
%-System vs. Zielwert ist wohl reine Geschmackssache. Mir schmeckt ersteres besser :)
Sie legen halt den Fokus anders. Was ich eigentlich sehr interessant finde.
Nicht das finden der Spur ist das wichtige, sondern wo die Spur hinführt.
Ich mein, wenn man den xten Mordschauplatz gesehen hatt, wird die Spurensuche langweilig. (Ich nenn das gerne gerne das "Shadowrun-Syndrom" - Nach dem xten Run ist das Planen einfach Routine.)
Bei Gumshoe gibt die Gruppe begrenzte Resourcen aus um den "Fall" zulösen.
@Black Alfred Ich fand das überhaupt nicht "savage", da es ja auch optionale Regeln anbietet, je nachdem man CoC lieber pulpig-amerikanisch oder gruselig-europäisch spielt.
Laws ist ein innovativer Rollenspieldesigner, dem wir unter anderem auch Feng Shui verdanken.
Das BRP ist halt ein altes Fantasy-System und nahezu jeden CoC-Spielleiter den ich kenne lässt die meissten Regeln weg (was auch gut ist).
Gumshoe wirkt auf mich, ohne Spielerfahrung, kurz kompakt und ohne unnötige Altlasten. Mit dem Fokus auf der Geschichte.
Weiterhin hatt man mit Gumshoe als Spielleiter mal wirkliche gute Hilfswerkzeuge um anständige Abenteuer für Detektivabenteuer zuplanen.
Ariochs Herold
Dienstag, 13. Mai 2008, 17:26
Ich glaub' ich hab den Unterschied immer noch nicht verstanden? :)
Man findet einen Hinweis und geht ihm nach. Das sind doch (schon immer) zwei getrennte Sachen. Finden & Nachgehen.
Klar oft ist ein bestimmter Hinweis u.U. essentiell für den weiteren Verlauf, aber das hat doch nichts damit zu tun, wie ich ihn gefunden habe. Klar OB ich ihn gefunden habe schon, aber da wird ja so getan, als ob man beim alten System permanent deshalb nicht weiter kommt, weil man einen "Spot Hidden" nicht geschafft hat.
Wenn man nicht weiterkommt, dann doch zumeist deshalb, weil man zwar den Hinweis hat, ihn aber nicht richtig verwendet oder für unwichtig hält. Das ist doch im neuen wie im alten System so.
Ich würde dem SL was erzählen, wenn er mir am Ende eines abends offenbaren würde, dass es da ja noch den Brief gab, den leider aber keiner gefunden hat. :) Da findet den halt der Buttler und erlaubt sich nen dummen Spruch den Chars. gegenüber. Oder ein ähnlicher Hinweis tauscht später noch einmal an einem anderen Ort auf.
Dass das neue System es durch gute Strukturierung einfacher macht einen sinnigen Plott zu erstellen unterscheibe ich sofort.
NeonSamurai
Dienstag, 13. Mai 2008, 17:37
Natürlich macht man das als guter Spielleiter, aber hast du dir mal offizielle Abenteuer angeschaut?
Da ist es eben nicht so und du als Spielleiter musst immer schrauben (oder Butler vorschicken). ;)
Für mich ist halt Gumshoe ein schlankes System, dass seinen Regelfokus dort hatt, wo er hingehört - bei der Ermittlung.
Das alte CoC ist halt ein Fantasy-System, dass gut funktioniert, weil man die Hälfte weglässt und als Spielleiter erzählerisch kompensiert (Charge, Butler!).
Jadetiger
Mittwoch, 14. Mai 2008, 19:28
Hi Leute!
Also zunächst mal muss ich sagen, dass ich Trail of Cthulhu als Gesamtkustwerk genial finde (@Neon Da ich beruflich an Pharmazeutischen Studien, sog. "Trials", mitarbeite hat mich dein Vertipper von oben besonders hart getroffen ;) ).
Die Frage ob Gumsoe oder nicht ist sicherlich eine Geschmacksfrage, aber grundsätzlich finde ich, dass sich mit Gumshoe eine Detektivstory sehr viel flüssiger erzählen läßt. Das BRP ist doch recht statisch und klobig und ist eben grundsätzlich gesehen ein Fantasy-System.
Zumindest in dem Nischengenre "Investigative Roleplaying" bildet IMO Gumshoe die Atmösphäre wesentlich besser ab.
Tiefergehende Begründungen folgen, aber jetzt geh ich erstmal nachhause.
CU!
+++Edit: Ich hab mir mal erlaubt, den Threadtitel zu ändern, ich denke so passts besser+++
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