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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage Rätsel


Manu
Freitag, 29. August 2008, 15:58
Hey Leute,
ich spiel mit meinen Freunden öfter DSA und bald bin ich wieder dran mit meistern.
Am liebsten hab ich es wenn ich die Spieler in ein Dorf, eine Burg... schicke und sie sich dort frei bewegen können, während sie ein Rätsel lösen oder mysterium aufklären. Leider habe ich das Problem, dass diese Rätsel fast unmöglich zu lösen sind ohne die Hilfe Vom SL, aber wenn ich Tipps gebe, wird es fast immer zu einfach.

Habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie ich die Spieler zu Lösung hinführen könnte, ohne ihnen die Lösung unfreiwillig zu verraten?

LG Manu

Minza
Freitag, 29. August 2008, 17:44
Ich bewerkstellige solche Dinge immer mit semi-intelligenten Ideen von NPCs, die nichts verraten aber auf die Lösung hinführen. Falsche Fährten, deren Ansatz man dennoch nutzen kann, um das Rätsel zu knacken... einer der Gründe, warum ich fast immer ein paar NPCs in der Gruppe mitführe (und seien es nur meine eigenen PCs, die ich hier als Pseudo-NPC mitschleppe).

NeonSamurai
Freitag, 29. August 2008, 17:51
Gib mal bitte ein Beispiel für so ein Rätsel/Abenteuer. :)

Zwiborach
Montag, 1. September 2008, 18:54
Wieso sind die Rätsel fast unmöglich zu lösen? Sind sie zu schwer, zeigen deine Spieler zu wenig Eigeninitiative, fehlt ihnen vielleicht auch etwas Hintergrundinformation? So allgemein ist die Frage recht schwierig zu beantworten.

Manu
Montag, 1. September 2008, 19:17
ICh überleg gerade wie ich die Situation am besten beschreiben könnte.
Morgen geb ich ein Beispiel.

Chrome
Dienstag, 2. September 2008, 20:16
Du könntest kleine Tips geben (z.B. "dies und jenes ist es nicht" oder "dies und jenes ist nah dran") und Deinen Spielern immer nur häppchenweise diese Tips geben, bis sie die Lösung haben. Dann können sie ein wenig knobeln und sich die Lösung schrittweise "erarbeiten".

Möglich wäre es auch, zuerst ein großes, (noch) unlösbares Rätsel zu stellen und die Hinweise dafür in Form von einfachen Rätseln nachzuschieben.

Manu
Dienstag, 2. September 2008, 20:36
Ich weiß schon, aber genau damit hab ich Probleme. ICh bin einfach nich gut darin, kleine Tipps zu geben, die wirklich helfen, und gleichzeitig das Rätsel anspruchsvoll bleibt.

Naja, vielleicht brauch ich auch einfach mehr Erfahrung und Übung.

Wenn ich bei meinem nächsten Abenteuer wieder das Problem habe, schreib ich s einfach hier rein.

Aber danke für die Hilfen

yennico
Dienstag, 2. September 2008, 22:36
(Mehrere) Tipps geben schmälert das Erfolgsgefühl, das Spieler haben, wenn sie das Rätsel (selbstständig) lösen.

Wichtig wäre es zu wissen, ob die Mehrheit Deiner Spieler überhaupt Rätsel bzw. das Knobeln mögen. Spieler, die so etwas nicht mögen, werden sich von gar nicht bis zu wenig und unmotiviert an der Lösung des Rätsels beteiligen.

Manu
Dienstag, 2. September 2008, 23:04
Jaja,
die habens gern zwischen durch ein wenig Detektiv zu spieln^^

bigyogi
Montag, 13. Oktober 2008, 13:28
im GamesIn hab ich letzte woche so ein rätsel-sammlungsbuch gefunden, ca. €10,-
unterteilt in verschiedene kategorien, wie rechenrätsel usw.
hab ich mal mitgenommen und kurz reingeguckt, sieht passabel aus und ist universell verwendbar für jedes system.

andi

Kark001
Mittwoch, 15. Oktober 2008, 13:39
Rätsel haben per se dasselbe Problem wie soziale Konflikte.
In einem Kampf im vergleich ist alles klar, da kann man nur auf Werte defaulten. Bei intellectuellen Leistungen (Rätsel) oder sozialen Problemen kommt dann immer wieder der Spieler zum vorschein.
Ein Rätsel zu entwerfen, welches sowohl Spieler als auch Charakter fesselt ist äußerst schwer. Generell ist das Beste (in meinen Augen) die klassische Detektivarbeit mit rumsuchen, rumfragen von einen Ort zum nächsten.
Dabei können sich sowohl die Spieler einbringen (beim kombinieren) als auch die Charakterwerte (beim finden von Informationen).
Selbst wenn das Rätsel dann gelöst ist, muß es noch lange nicht zuende sein. Wie zb. weist man dem Baron Hieb und Stichfest das vergehen nach, bzw. wer kann überhaupt über ihn richten.
Generell sind solche Rätselbücher auch sehr nett, wobei ich von manchen aka .ie.e ..o..e .ie. (viele Trolle hier) doch abraten würde.
Wenn deine Runde die "Klassiker" noch nicht kennt, schick mir einfach ne pm und ich versuch mal einige aus meiner Rollenspielzeit zusammenzukramen.

Ariochs Herold
Freitag, 17. Oktober 2008, 15:24
Ein Grund, dass Rätsel nicht gelöst werden ist auch der, dass sich Spieler nicht die richtigen Fragen stellen, die zur Lösung notwendig sind, sondern auf etwas anderes fokussieren.
Das stellen von richtigen Fragen ist etwas anderes als ein Tipp und kann von NSC übernommen werden:

z.B. Fragt der Vorgesetzte (Bekannte,NSC...) der Ermittler:
"Aber wie passt das zusammen? Die Tür war zu und doch ist er tot. Außerdem was hat das mit dem Russ auf sich?"
SC: "Vielleicht kam der Täter durch den Schornstein?"
NSC" Eine gute Idee, dem sollten sie nachgehen..."

vG
AH

gurgor feuerbart
Freitag, 17. Oktober 2008, 15:31
Wenn ich als Spieler einen solchen Tipp bekommen hätte, dann wäre ich etwas entmutigt. Zum einen, weil ich nicht selber drauf gekommen bin und zum anderen, weil der SL offensichtlich denkt, dass ich zu blöd wäre. Man müsst es so machen, dass man ihnen hilft, ohne, dass sie es merken. Zum Beispiel mal bei einem Wahrnehmungswurf zu Gunsten der Spieler schummeln.

mfg Leo

Ariochs Herold
Freitag, 17. Oktober 2008, 15:37
Das macht man natürlich erst wenn's hakt und alle Fakten gefunden, aber nicht zusammengefügt werden, weil in die andere Richtung gedacht wird. :) Außerdem kommt der Spieler selbst darauf, es war eben kein Tipp, sondern eine Denkhilfe. Man nennt nichts das nicht schon bekannt ist.

gurgor feuerbart
Freitag, 17. Oktober 2008, 15:44
Ich gehe grade von mir persönlich als Spieler aus. Wenn ich eine merhmals eine solche Hilfe bekomme, höre ich auf zu denken, denn der NPC wird mich schon hinführen und würde mich dann nach ner Weile wundern, wenn kein riesieges leuchtendes Schild hinter dem SL auftaucht.

NeonSamurai
Freitag, 17. Oktober 2008, 16:20
Zum Beispiel mal bei einem Wahrnehmungswurf zu Gunsten der Spieler schummeln.


Warum dann erst würfeln?
Es gibt einige Rollenspieler, die Würfeldrehen beim Spielleiter nicht mögen (auch nicht zu ihrem Wohl).

gurgor feuerbart
Freitag, 17. Oktober 2008, 16:23
Weil sie es beim Würfeldrehen nicht bemerken.

NeonSamurai
Freitag, 17. Oktober 2008, 16:34
Weil sie es beim Würfeldrehen nicht bemerken.

Wenn der Charakter etwas wichtiges bemerken soll, dann lege ich da keinen Wurf vor die Entdeckung. Wozu eine Change einbauen, dass er es übersieht und vorallem danach das Ergebnis ändern - nur um wieder bei der Ausgangssituation zulanden...

Allerdings schweifen wir hier gerade vom Thema ab.

gurgor feuerbart
Freitag, 17. Oktober 2008, 16:46
Allerdings schweifen wir hier gerade vom Thema ab.
Stimmt. Wir können das auch wann anders klären. Zum Beispiel beim Rollenspieltreffen;)

mfg Leo

gurgor feuerbart
Freitag, 17. Oktober 2008, 18:37
Aber ok. Rätsel: ich hatte zuletzt einen Irren, der in einer unbekannten Sprache gesprochen hat.
Hmm... Das erinnert mich an meine erste RS-Runde überhaupt. Ein an denn Boden gefesselter Barbar. Einer aus der Runde wollte ihn dann bepinkeln, um die Wunde am Rücken zu renigen...

Back to Topic:
Man könnte auch Puzzlerätsel machen. Für mein WH-Abenteuer hatte ich eine Karte angefertigt und dann zerrissen. Die Spieler haben dann im verlauf des Abenteuers die einzelnen Stücke gefunden und mussten die zusammenfügen.

Chrome
Sonntag, 19. Oktober 2008, 01:15
Es gibt auch noch das sehr gute "Der Palast der Rätsel" von Wolfgang Kramer. Ist mittlerweile schwer zu bekommen und sicher sind nicht alle Rätsel fürs Rollenspiel geeignet, es macht aber viel Spaß sich durchzuarbeiten. Und es ist ein bißchen wie ein Solospielbuch aufgebaut.

Ein Beispiel:
"Richte Dich nicht nach dem Schein, denn er trügt!"
Ein Schneider hatte einen Gesellen, der ungeschickt und unaufmerksam war und so gar keine Neigungen hatte, das Schneiderhandwerk zu erlernen. Er saß meist da, Nadel und Faden in der Hand, und dachte an alles andere, nur nicht ans Nähen. Der Schneider merkte bald, dass sein Geselle recht intelligent war und gut rechnen konnte. Deshalb erwog er, ihn in seinem Laden zu beschäftigen. Um ihn zu prüfen, erzählte er ihm folgende Geschichte:

Zwei Schneidergesellen trugen Kleider zum König. Da sagte der eine: "Nimm mir mein Kleid ab, damit wir die gleiche Anzahl Kleider tragen, oder gib mir ein Kleid dann trag ich doppelt soviel wie du".
"Wie viele Kleider trugen die beiden Gesellen insgesamt?" fragt der Schneider seinen Gesellen. Dieser wusste es. Wenn Sie es auch wissen und zu dieser Zahl nach 25 hinzuzählen, dann kennen Sie die Nummer des nächsten Raumes.

Nachteil ist, dass man schon mal hängen kann, da aber bei den schwierigsten Rätseln auch für falsche Lösungen (Um-) Wege eingebaut sind, ist es schon zu schaffen.

Anaphiel
Samstag, 28. Februar 2009, 19:47
Es ist oft auch hilfreich, mit Propheteiungen zu arbeiten. Die sind in sich ein wenig rätselhaft, können aber mitunter auf die richtige Spur führen. Ansonsten kann man auch mit verschlüsselten Texten arbeiten. Den Spielern macht es Spaß, den Schlüssel zu knacken (dafür kann man, wenn sie nicht weiterkommen, mal ein oder anderen Intelligenz-Check (oder ein passendes Äquivalent) würfeln lassen und falls erfolgreich einen Hinweis zur Entschlüsselung geben, wohlgemerkt nur zur Entschlüsselung des Textes, nicht zur Lösung des Rätsels), und wenn sie das haben (was durchaus auch erfordern kann, ein kleines Seitenabenteuer zu bestehen, um Gelehrten XY zu finden, der als einziger noch diese alte Schrift entschlüsseln kann), so ist der entschlüsselte Text ein Hinweis auf die Lösung des "großen" Rätsels. Wie hilfreich der Hinweis ist, sollte natürlich davon abhängen, wie groß der Aufwand war, ihn zu entschlüsseln.