Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage horror-rollenspiel und abenteuer
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 09:55
moin,
ich denke mal, daß ihr hier sicher ein paar gute vorschläge für mich habt. :)
inspiriert durch ein paar stephen king romane/filme usw. hätte ich mal lust auf ein horror-rollenspiel.
so....was schlagt ihr denn für systeme vor? sollten ziemlich simpel sein, nichts stört die atmosphäre mehr, als regel-blättern in spannenden szenen.
und abenteuerszenarios...oder -vorschläge zum ausbauen....bevor ich mich selber an so was wage, würde ich mal versuchen, ein gekauftes abenteuer zu leiten.
also, her mit den vorschlägen!
andi
Nirraven
Montag, 19. Januar 2009, 10:22
Call of Cthulhu von Pegasus
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 10:25
World of Darkness. Die Core Rules. Einfaches System, schnelle Charaktererschaffung und fertig.
In welche Richtung sollen denn die Abenteuer gehen? Guck dir mal die hier an: Scouts of Darkness (http://www.games-net.de/hosted/dorp/content/WoD/scoutscomplete.rar).
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 10:42
Call of Cthulhu von Pegasus
das gerade eben nicht.....da gibts mir mittlerweile schon fast zu viel material dazu....oder reicht das core-buch? wie sind die regeln? gibts abenteuer dazu?
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 10:48
Im Prinzip reicht sogar das kostenlose Cthulhu für Einsteiger (http://www.pegasus.de/fileadmin/downloads/cthulhu/Cthulhu_fuer_Einsteiger_2Ed.pdf).
Die Regeln sind BRP, seit 25 Jahren quasi uinverändert. Sprich Attribute werden mit 3W6 gewürfelt, der Rest (Fertigkeiten, Kampf) basiert auf dem W%.
Abenteuer gibt es mehr als Du in deiner gesamten Rollenspielerlaufbahn, wirst spielen können.
Trotz meiner Affinität zu Cthulhu, empfehle ich doch die nWoD. Cthulhu erscheint mir dann doch ein wenig zu tödlich bei dem was Du eingangs beschrieben hast. :)
Jadetiger
Montag, 19. Januar 2009, 10:58
Im Prinzip reicht sogar das kostenlose Cthulhu für Einsteiger (http://www.pegasus.de/fileadmin/downloads/cthulhu/Cthulhu_fuer_Einsteiger_2Ed.pdf).
@Bigyogi
Wann sehen wir uns das nächste Mal?
Ich bring dir dann ein gedrucktes Exemplar mit.
Meine Empfehleung, falls es auch was Exotischeres sein darf:
Dread (http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11974.phtml)
Allgemein gehaltenes Horror-RPG, das zur Task-Resolution einen Jenga-Turm verwendet. Echt gut gemacht!
Matthias
Montag, 19. Januar 2009, 12:06
das gerade eben nicht.....da gibts mir mittlerweile schon fast zu viel material dazu....oder reicht das core-buch? wie sind die regeln? gibts abenteuer dazu?
Das Grundregelwerk - bzw. die Einsteigerregeln - reichen vollkommen. Alles andere ist optional.
Glaub mir: Cthulhu ist GENAU das was Du suchst. Super simpel und beliebig ausbaubar. Im Prinzip kannst du auch den ganzen Cthulhu-Mythos ignorieren und Geister/Zombie/Vampir/sonstnochwas Abenteuer damit spielen.
(Wobei der Mythos aber schon sehr reizvoll und stimmungsgeladen ist. Ich kann den nur wärmstens empfehlen)
Cthulhu erscheint mir dann doch ein wenig zu tödlich bei dem was Du eingangs beschrieben hast
Gerade die Tödlichkeit von Cthulhu macht die Sache so spannend. Wenn man sich vor Monstern nicht fürchten muss verfehlt ein Regelwerk zu einem Gruselrollenspiel imho das Klassenziel.
Gruß,
Matthias
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 12:20
[QUOTE=Cthulhu.de;33472]Im Prinzip reicht sogar das kostenlose Cthulhu für Einsteiger (http://www.pegasus.de/fileadmin/downloads/cthulhu/Cthulhu_fuer_Einsteiger_2Ed.pdf).[QUOTE]
@Bigyogi
Wann sehen wir uns das nächste Mal?
Ich bring dir dann ein gedrucktes Exemplar mit.
Meine Empfehleung, falls es auch was Exotischeres sein darf:
Dread (http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11974.phtml)
Allgemein gehaltenes Horror-RPG, das zur Task-Resolution einen Jenga-Turm verwendet. Echt gut gemacht!
hm, spätestens zum bretspiel-treffen, würde ich sagen.
oder schaffen wir was vorher?
dread habe ich auch schon gelesen, soll sehr cool sein.
was sagt ihr zu Unknown Armies?
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 12:33
Das Grundregelwerk - bzw. die Einsteigerregeln - r
Gerade die Tödlichkeit von Cthulhu macht die Sache so spannend. Wenn man sich vor Monstern nicht fürchten muss verfehlt ein Regelwerk zu einem Gruselrollenspiel imho das Klassenziel.
Gruß,
Matthias
Ich hab mich hier eher auf die literarische Spielart bezogen. Zwischen Lovecraft und dem Eingangs von Big Yogi erwähnten Stephen King besteht schon ein Unterschied.
Und wenn ich bei Cthulhu den Mythos weglasse, dann kann ich auch nach nWoD Regeln spielen. Die sind zeitgemäßer. :)
Unknown Armies ist kein Horrorrollenspiel im klassischen Sinne. Es gibt keine Monster, Vampire, Dämonen etc. Letztendlich ist der Mensch das größter aller Ungeheuer. Bei UA geht es eher darum. Wie weit würde ich gehen um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 12:45
hm, es sollte eben wie gesagt ein sehr einfaches system sein.
horror in all seinen facetten, also schon auch dämonen, geister, zombies.
die inspiriation kam am wochenende, habe "Haus der Verdammnis" von stephen king angeguckt, da fiel mir dann auch gleich wieder das "Geisterschloß" (http://www.imdb.de/title/tt0171363/)ein.....so was in dem style würde ich gerne mal machen.
die spieler sind relativ "normale" menschen, reporter, evtl. wissenschaftler, whatever.
vielleicht ein bißchen paranormale fähigkeiten, wie geister spüren oder so.
und dann bräuchte ich am besten mal ein komplett fertig ausgearbeitetes abenteuer, um mich mal reinzufinden in das thema.
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 12:56
Wie gesagt schau dir die nWoD an. Simple Regeln. Leider auf deutsch nicht mehr erhältlich (bzw. nur noch als PDF für rd. 12 EUR bei DriveThruRPG) da F&S das Spiel eingestellt hat.
Auf englisch dürfte es evtl. sogar noch der Games In haben. Du hast die ganze Palette und es ist von seiner Art her besser auf das ausgelegt, was du spielen willst. Letzteres behaupte ich jetzt einfach, obwohl wir uns nicht kennen, nur in Bezug auf deine Posts in diesem Thread.
Jadetiger
Montag, 19. Januar 2009, 13:05
was sagt ihr zu Unknown Armies?Bei UA ist das Setting schon sehr speziell. Es geht eher, wie Tom schon sagt, um die moralische Frage wie weit Du gehen würdest, um Macht zu erlangen. Von der Stimmung würde ich es nicht unbedingt als Horror bezeichnen. Stell Dir einfach vor, David Lynch hätte zu seinen besten und verdrehtesten Zeiten "Fletcher's Visionen" (mit Mel Gibson) gedreht.
Zudem sind die UA Regeln zwar relativ kurz, bieten aber doch mehr Crunch als man zu Anang erwartet.
Ich persönlich würde eher die Abenteuer von UA nehmen (die sind wirklich absolute Spitzenklasse! Und zwar alle!), und sie dann z.B. mit den Cthulhu-Einsteiger-Regeln spielen.
Zur Tödlichkeit:
Für mich ist es so ziemlich das Wichtigste an einem Horror-RPG, dass die Regeln tödlich sind. So ist das Angst-Moment bei den Spielern wesentlich höher.
Denk immer daran: Nicht die Charaktere müssen sich fürchten, sondern die Spieler!
Matthias
Montag, 19. Januar 2009, 13:22
Ich denke schon, dass Cthulhu das richtige für dich ist. Und mit dem Einsteigerregeln (die oben schon verlinkt sind) hast du auch gleich ein Abenteuer mit dabei. Weitere kostenlose Abenteuer findest Du hier: http://pegasus.de/955.html
Das ist wirklich alles, was du zum reinschnuppern brauchst und es kostet Dich keinen einzigen Cent.
Oder du kommst mal zum Rollenspieltreffen wenn jemand eine Cthulhu-Runde anbietet und schaust es dir mal persönlich an.
Gruß,
Matthias
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 13:34
Argh Matthias du bist ja ein hartnäckigerer Verteidiger von Cthulhu als ich. :) Und ich rate immer noch zu der Welt der Dunkelheit. Einfach weil es das modernere und stimmigere Setting ist.
Bei Cthulhu dreht sich einfach alles um den Mythos, Geister, Zombies und Vampire passen da irgendwie wenig rein und sind ja auch erst nachträglich dazu gekommen.
NeonSamurai
Montag, 19. Januar 2009, 13:38
Ich würd dir "the Esoterrorists" empfehlen. Offenes Setting, gute Regeln, nicht teuer (kostet als pdf im Moment 9$, als Buch nur etwas teurer).
Klick mich, ich bin ein Link. (http://www.rpg.net/reviews/archive/12/12778.phtml)
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 13:41
Ich würd dir "the Esoterrorists" empfehlen. Offenes Setting, gute Regeln, nicht teuer (kostet als pdf im Moment 9$, als Buch nur etwas teurer).
Klick mich, ich bin ein Link. (http://www.rpg.net/reviews/archive/12/12778.phtml)
Auch keine schlechte Wahl. Besser als Cthulhu. Esoterrorists Webseite (http://www.pelgranepress.com/gumshoe/esoterrorists/index.html)
Jadetiger
Montag, 19. Januar 2009, 14:32
Ich würd dir "the Esoterrorists" empfehlen. Offenes Setting, gute Regeln, nicht teuerWohl eher: Gute Regeln, Setting total für den Eimer.
Da hier explizit nach einem Horror-RPG gefragt wurde, empfehle ich Fear itself (http://www.pelgranepress.com/gumshoe/fearitself/index.html) was auf den gleichen Regeln basiert wie Esoterrorists.
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 15:40
Wie gesagt schau dir die nWoD an. Simple Regeln. Leider auf deutsch nicht mehr erhältlich (bzw. nur noch als PDF für rd. 12 EUR bei DriveThruRPG) da F&S das Spiel eingestellt hat.
Auf englisch dürfte es evtl. sogar noch der Games In haben. Du hast die ganze Palette und es ist von seiner Art her besser auf das ausgelegt, was du spielen willst. Letzteres behaupte ich jetzt einfach, obwohl wir uns nicht kennen, nur in Bezug auf deine Posts in diesem Thread.
hast du da einen schönen link für mich?
ich les mir auf jeden fall mal das einsteiger-cthulhu an.
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 15:42
hast du da einen schönen link für mich?
ich les mir auf jeden fall mal das einsteiger-cthulhu an.
Aber ja doch: Welt der Dunkelheit Grundregelwerk (http://rpg.drivethrustuff.com/product_info.php?products_id=28561&it=1).
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 15:46
denn, cthulhu an sich klingt ja ganz nett, aber da hat wohl alles mit dem mythos zu tun, oder irre ich mich?
Tom
Montag, 19. Januar 2009, 16:22
Das Cthulhu Rollenspiel ist, wie du schon vermutest, einfach auf den Cthulhu Mythos ausgelegt. Und dadurch macht es sich in meinen Augen von den Spielmechanismen her einfach unbrauchbar für die Art von Horror die dir vorschwebt.
Natürlich kannst Du die Regeln vom Setting lösen. Das hab ich schon öfter erlebt. Du kannst bei Cthulhu auch Vampire und Werwölfe auftauchen lassen. Aber dann vergibt man einfach ein wunderbares Setting.
bigyogi
Montag, 19. Januar 2009, 17:03
hm, ich les mir auf jeden fall mal das cthulhu für einsteiger durch, aber du hast recht, ich hätte schon gerne was davon losgelöstes, und auch ein cooles abenteuer dazu.
NeonSamurai
Montag, 19. Januar 2009, 17:20
Wohl eher: Gute Regeln, Setting total für den Eimer.
Geschmackssache, ich sehe es eher offen und nicht in irgendwelchen Eimern. Und offen sucht bigyogi ja scheinbar, weil er möglichst verschiedene Abenteuer leiten will. Darum hab ich Esoterrorists und nicht Fearitself empfohlen, Fearitself ist relativ speziell (z.B. "das Bestiarum"). Esoterrorists streut da breiter. Schon alleine wegen den sehr guten Kaufabenteuern.
yennico
Montag, 19. Januar 2009, 18:00
Ich werfe mal "Beyond the Supernatural" (http://en.wikipedia.org/wiki/Beyond_the_Supernatural) von Palladium (http://www.palladiumbooks.com/Merchant2/merchant.mvc?Screen=PROD&Store_Code=1001&Product_Code=700) in den Ring. Ich besitze nur die erste Edition und kenne die zweite Edition nicht. Für die erste Edition gab es nur das Regelwerk und einen Abenteuerband. Die Regeln sind Standard Palladium-Regeln und somit mit anderen Palladium Systemen kompatibel.
In der ersten Edition konnte man wählen, ob jeder im Abenteuer Victims (sprich normale Menschen oder Kinder) oder Personen mit übernatürlichen Fähigkeiten (meistens Psi-Fähigkeiten) spielt. Generell wurde aber eher von Pcs mit Psi-Fähigkeiten ausgegangen. Es gibt so etwas wie einen Horrorfaktor bei verschiedenen Monstern. Gegen diesen muss man würfeln, ansonsten hat man Angst. Da ich persönlich Horror nicht mag, habe ich dieses System immer für meine a la Ghostbusters Runde hergenommen (damals gab es noch kein Inspectres).
Jadetiger
Montag, 19. Januar 2009, 18:28
Geschmackssache, ich sehe es eher offen und nicht in irgendwelchen Eimern. Und offen sucht bigyogi ja scheinbar, weil er möglichst verschiedene Abenteuer leiten will. Darum hab ich Esoterrorists und nicht Fearitself empfohlen, Fearitself ist relativ speziell (z.B. "das Bestiarum"). Esoterrorists streut da breiter. Schon alleine wegen den sehr guten Kaufabenteuern.Grundsätzlich gebe ich dir recht, die Esoterrorists-Gumshoe-Version ist auf jedenfall die am allgemeinsten verwendbare, aber das mitgelieferte Setting ist mir einfach zu sehr "Wir sind alle US-amerikanische Terror-Paranoiker und befreien die Welt von der übernatürlichen PSI-Al-Qaida, die üebrall im Schatten lauert".
Natürlich MUSS man das nicht so spielen.
Streicher
Montag, 19. Januar 2009, 18:53
Dann werf ich mal ein weiteres "Fear Itself" in den Raum.
"Esoterrorists" hab ich leider nicht. Das exzellente "Trail of Cthulhu" würde auch gehen. Ist aber schon deutlich stärker in das Setting verwoben worden.
Zu einem der genannten Spiele hab ich mir ziemlich fest vorgenommen vorgenommen ein "Silent Hill" Abenteuer zu leiten.
Zur Tödlichkeit:
Treffender finde ich die Aussage, das Kampf/Survival-System muss total erbarmungslos sein.
Es muss dem Spieler einen kleinen Funken Hoffnung geben, doch noch entkommen zu können. Und wenn es nicht gelingt, eiskalt zudrehen.
Es gibt viele tödliche Systeme. Aber viele basieren nur auf Lucky-Shots oder wenig Hitpoints.
Gumshoe hat dieses Problem durch seine Pools ziemlich gut gelöst.
flow
Montag, 19. Januar 2009, 19:30
Unhallowed Metropolis
Cthulhu Tech
auch gut geeignet ist Dark Heresy
thestor
Montag, 19. Januar 2009, 21:54
Wie wichtig ist das System überhaupt?
Selbst der Punkt Tödlichkeit sollte sich doich recht leicht herstellen lassen, und Horror muss ja nicht auf die Hitpoints gehen, fügt man Sanitypoints ein und davon weniger.
Und im Lovecraftian Horror (so wie ich ihn verstehe) würde ich vielelicht auch mal auf Wahrnehmung oder Intelligenz (oder ein beliebig anderes Attribut) würfeln lassen, mit üblen Konsequenzen wenn der Wurf gelingt.
Tom
Dienstag, 20. Januar 2009, 08:03
Unhallowed Metropolis
Cthulhu Tech
auch gut geeignet ist Dark Heresy
Okay dann wollen wir mal sehen. Die Anforderungen waren:
inspiriert durch ein paar stephen king romane/filme usw. hätte ich mal lust auf ein horror-rollenspiel.
so....was schlagt ihr denn für systeme vor? sollten ziemlich simpel sein, nichts stört die atmosphäre mehr, [...]
und abenteuerszenarios...oder -vorschläge zum ausbauen..
Dann kommen wir mal zu:
- Unhallowed Metropolis:
Hier gibt es eine schöne Rezi: Unhallowed Metropolis (http://www.blutschwerter.de/f39-rezensionen/t36364-unhallowed-metropolis.html)
- Cthulhu Tech:
ist für die Anforderung von BY imo weniger geeignet. Cthulhu meets Battletech. Eher für Leute die mit ihrem Battemech in einer Endzeitwelt Cthulhu eins auf die Mütze geben wollen.
- Dark Heresy:
dann sag ich Warhammer FRP. Hat auch eine lovecraftsche (Horror) Atmosphäre. Aber 40K ist letzten Endes dann doch eher ein SF Spiel, aber kein Horror. der kommt bei GW dann doch eher wegen ihrer Geschäftspolitik auf.
bigyogi
Dienstag, 20. Januar 2009, 09:35
Wie gesagt schau dir die nWoD an. Simple Regeln. Leider auf deutsch nicht mehr erhältlich (bzw. nur noch als PDF für rd. 12 EUR bei DriveThruRPG) da F&S das Spiel eingestellt hat.
Auf englisch dürfte es evtl. sogar noch der Games In haben. Du hast die ganze Palette und es ist von seiner Art her besser auf das ausgelegt, was du spielen willst. Letzteres behaupte ich jetzt einfach, obwohl wir uns nicht kennen, nur in Bezug auf deine Posts in diesem Thread.
hab mir zu nWoD mal ein paar rezensionen durchgelesen, klingt im prinzip nicht schlecht, aber ich vermute, in dem grundregelwerk ist zu wenig für mich drin. (beziehe mich auf folgende rezension (http://www.dragonworld.de/catalog/product_reviews_info.php?products_id=18194&reviews_id=3194&osCsid=bb8c4e6c944198cbce768bda2d89dea0)
klingt nach sehr basic, ohne ne handvoll gegner oder sowas. und auch dafür wäre ein abenteuer fein, um sich reinzulesen.
hab mir gestern abend mal die cthulhu-einsteigerregeln angeguckt.....ganz nett, aber eben wie ein teaser gestaltet....reichen meiner meinung nach nicht ganz, um eine runde zu leiten.....etwas sehr abgespeckt.
das abenteuer.....naja.....nicht so das, was ich mir vorstelle. les jetzt nochmal eins der kostenlosen abenteuer von der webseite.
Sartokos
Dienstag, 20. Januar 2009, 09:38
Wie wichtig ist das System überhaupt?
Selbst der Punkt Tödlichkeit sollte sich doich recht leicht herstellen lassen, und Horror muss ja nicht auf die Hitpoints gehen, fügt man Sanitypoints ein und davon weniger.
Prinzipiell hast Du recht, wie wichtig ist schon ein System?
Grade Horror kann man nicht in Werte fassen. Wenn ich auf irgendwelche Werte (Sanity-Punkte, Angstproben, etc.) ausweichen muss um den Horror "darzustellen" - dann sollte ich als Spielleiter lieber was anderes suchen.
Horror, Angst und Spannung entstehen hier einzig und allein durch die Beschreibungen der Situationen, durch dass Sich-Hinein-Versetzen. Grade Spannung durch das nicht-Wissen ob jemand (oder etwas) hinter mir ist, das knarzen der Dachbalken oder das plötzliche Aufschwingen einer Tür kann mehr Angst bringen als jedes anormale Wesen - und da mag mir ein Spielleiter noch so oft sagen "Du hast Drei Punkte Verrücktheit gewonnen und Deinen Mutwert versagt, Du hast jetzt Angst zu haben." Letzteres ist kein Horror... oder zumindest kein überzeugender.
Daher würd ich gar nicht nach einem System für ein "Horror Setting" suchen, sondern nach dem was Andi sucht, lieber ein System, was leicht Spielbar ist, gut zum irdischen Setting passt oder so, und dazu eher passende Szenarien.
Grüßle
Mike
Tom
Dienstag, 20. Januar 2009, 10:00
klingt nach sehr basic, ohne ne handvoll gegner oder sowas. und auch dafür wäre ein abenteuer fein, um sich reinzulesen.
Abenteuer für die WoD gibt es in dem Sinne nicht, mit Ausnahme der von mir in diesem Post (http://www.doder.org/showpost.php?p=33468&postcount=3) genannten. Im Zusatzband Antagonisten gibt es jede Menge Monster und Gruppierungen. Ist natürlich finanziell schon wieder so ne Sache.
hab mir gestern abend mal die cthulhu-einsteigerregeln angeguckt.....ganz nett, aber eben wie ein teaser gestaltet....reichen meiner meinung nach nicht ganz, um eine runde zu leiten.....etwas sehr abgespeckt.
das abenteuer.....naja.....nicht so das, was ich mir vorstelle. les jetzt nochmal eins der kostenlosen abenteuer von der webseite.
Klar die Einsteigerregeln sind ja im Prinzip nichts anderes als ein Teaser. Sowohl Matthias als auch Rupert spielen lange genug Cthulhu und haben das ein oder andere Regelwerk daheim um auch ohne Probleme nach den Einsteigerregeln zu leiten. Man hat ja alles intus.
Fairerweise sollte man sagen, wenn Du richtig mit Cthulhu anfangen willst kommst Du um das Spieler- und Spielleiterhandbuch nicht herum.
Ich werde mal meine Sammlung durchgehen, vielleicht ist noch etwas geeignetes für dich dabei, das ixch empfehlen kann.
bigyogi
Dienstag, 20. Januar 2009, 10:20
okay.....so wie es mike formuliert hat, stimmt es eigentlich.
ich bräuchte mal ein richtig feines, ausgearbeitetes szenario, um mich daran mal zu versuchen, horror zu leiten.
welches system, ist dann eigentlich echt zweitrangig, wobei natürlich simple regeln im vordergrund stehen sollen, genauso wie schnelle charakter-erschaffung, um sowas auch mal auf einem treffen fix zu machen.
fear itself sieht gut aus.....bloß woher bekommen? v.a. sieht fear itself danach aus, als ob ich mit dem einen buch alles habe, was ich brauche, evtl. das zusätzlich erschienene monster-buch, fertig.
bei cthulhu brauch ich mind. 2 bücher, wenn ich das richtig sehen, genauso wie bei DnD, spieler- und spielleiter-handbuch.
Tom
Dienstag, 20. Januar 2009, 11:32
Fear Itself bekommst Du beim Roland (http://www.sphaerenmeisters-spiele.de/). Einfach Fear Itself über die Produktsuche eingeben. Das Spiel kostet 18,95 EUR und ist derzeit sogar lieferbar.
Mit den Cthulhu Büchern hast Du recht.
Unabhängig davon möchte ich jedem der sich für Horror im Rollenspiel / Horrorrollenspiele interessiert Nightmares of Mine (https://shop.strato.de/epages/15455106.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/15455106/Products/ICENOM) von Ken Hite empfehlen.
Jadetiger
Dienstag, 20. Januar 2009, 12:13
Klar die [Cthulhu] Einsteigerregeln sind ja im Prinzip nichts anderes als ein Teaser. Sowohl Matthias als auch Rupert spielen lange genug Cthulhu und haben das ein oder andere Regelwerk daheim um auch ohne Probleme nach den Einsteigerregeln zu leiten. Man hat ja alles intus.Ich hab mit Erscheinen der neuen Version der Einsteigerregeln meine gesamte Victorian-Horror-Kampagne auf dieses Heftchen umgestellt.
Klappt prima!
Es ist aber natürlich gut wenn man das Spielerhandbuch als Notfall-Backup zur Verfügung hat.
@Flow
Die von Dir genannten Systeme sind meiner Meinung nach zu speziell mit den Settings verbunden und haben deutlich zuviel Regel-Crunch, um BigYogis Prämissen zu erfüllen. Sind aber trotzdem wohl alles sehr gute RSPs
flow
Dienstag, 20. Januar 2009, 14:39
@jadetiger&Cthulhu.de: Das sollte ja kein Hinderniss sein, wenn ein System ein eigenes Setting mitführt. Die Regeln in den von mir genannten RPGs sind etwas umfangreicher, das ist richtig, aber was man davon alles nutzt ist dem Leiter überlassen, und man kann alle drei Systeme auch nur mit den allernötigsten Regeln spielen, was sie nicht schlechter macht.
Grundsätzlich finde ich, wie Mike schon sagte, dass es nicht so sehr am System hängt, sondern am SL. Prinzipiell kann man in jedem Setting Horror erzeugen, das geht bei manchen besser als bei anderen, aber es ist möglich.
Zu Cthulhu Tech kann ich nur sagen, dass es mitnichten ein Mix aus Battletech und Cthulhu ist. Mechs sind ein Bestandteil der Welt, das ist richtig, aber man kann auf sie verzichten. Und man gibt auch in diesem System keinem großen Alten was auf die Mütze, wie es so schön formuliert wurde. Man kann, wie mit dem normalen Cthulhu-System auch ,schöne Geschichten erzählen, die sowohl unterschwelligen Horror beinhalten als auch Stories, die etwas actionlastiger sind. Aber dieses System als billige Mischung aus Cthulhu und Mecha abzutun, ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt.
Und noch kurz zu Dark Heresy: Hier kann man sogar noch viel besser mit dem Horror spielen, und das Regelsystem bietet zudem eine prima Umsetzung für Angst, Wahnsinn und Verseuchung durch das Chaos. Schon allein aus dem Konflikt zwischen Imperium und Chaos lassen sich wunderbare Geschichten spinnen. Und auch hier muss Action nicht im Vordergrund stehen (geht auch prima im FRP).
Letzendlich liegt es am Spielleiter, und wie er es rüberbringt, aber man muss nicht hergehen und das Cthulhu-System als "den Repräsentanten" für Horror-RPGs hinstellen.
Tom
Dienstag, 20. Januar 2009, 15:14
Zu Cthulhu Tech kann ich nur sagen, dass es mitnichten ein Mix aus Battletech und Cthulhu ist. [...] Aber dieses System als billige Mischung aus Cthulhu und Mecha abzutun, ist meiner Meinung nach ungerechtfertigt.
Bei meinen Spieltests kam es bisher so rüber. Kann aber auch am SL gelegen haben. Trotzdem halte ich es immer noch nicht für ein Horrorrollenspiel wie es BigYogi spielen möchte. Da ist aber nur meine Sicht der Dinge.
Und noch kurz zu Dark Heresy: Hier kann man sogar noch viel besser mit dem Horror spielen, und das Regelsystem bietet zudem eine prima Umsetzung für Angst, Wahnsinn und Verseuchung durch das Chaos. Schon allein aus dem Konflikt zwischen Imperium und Chaos lassen sich wunderbare Geschichten spinnen. Und auch hier muss Action nicht im Vordergrund stehen (geht auch prima im FRP).
Für mich als eher wenig bedarften WH40K Spieler ist selbiges auf den ersten Blick nur eins: Military SF. Klar es verfügt über ausgezeichnete regeltechnische Elemente um den Horror ins Spiel zu bringen. Sonst siehe meinen vorletzten und letzten Satz zu Cthulhu Tech.
[...] und das Cthulhu-System als "den Repräsentanten" für Horror-RPGs hinstellen.
Das hab ich auch nicht gemacht. :wingrin: Würde ich auch trotz aller Präferenzen für dieses Spiel nicht machen.
NeonSamurai
Dienstag, 20. Januar 2009, 16:55
[QUOTE=Cthulhu.de;33525]Military SF.QUOTE]
Wie kommst jetzt darauf? :blink: DH ist vieles, aber kein Military SF und je mehr ich darüber nachdenke, muss ich Flow rechtgeben (OMFG! :eek:) - es hat schöne Regeln für nen zünftigen Grusel...
bigyogi
Dienstag, 20. Januar 2009, 17:15
... - es hat schöne Regeln für nen zünftigen Grusel...
regeln dafür brauch ich nicht, das soll durch das abenteuer selbst passieren.
ich les mir mal die abenteuer durch, die cthulhu.de mir hier empfohlen hat:
In welche Richtung sollen denn die Abenteuer gehen? Guck dir mal die hier an: Scouts of Darkness (http://www.games-net.de/hosted/dorp/content/WoD/scoutscomplete.rar).
mal sehen, ob das die richtung ist, die mir gefällt.....und dann werd ich mal nach nem passenden system suchen. vielleicht doch auch cthulhu.....das %-würfeln gefällt mir sehr, ist sehr einfach und transparent....das kampfsystem muß ich mir evtl. noch genauer angucken.
oder gibts noch andere simple systeme, die auf %-würfen basieren?
n paar waffen, n bissl ausrüstung, n paar monster, und ich bin zufrieden :P
ganz ehrlich, ich bin ein fauler hund, bzw. mir fehlt die zeit, mir das selber aus den fingern zu saugen, deswegen hätte ich das alles gerne in einem regelwerk....und das zu einem moderaten preis. denn zum testen will ich nicht einen haufen geld ausgeben :rolleyes:
flow
Dienstag, 20. Januar 2009, 18:00
Das hast du falsch verstanden.
Klar soll der Grusel aus dem Abenteuer entstehen, neon meinte damit, dass bei DH der geistige Verschleiß, welcher durch den Grusel entsteht, der wiederum aus dem Abenteuer sich ergibt, sehr schön geregelt ist. Dadurch kommt das alles sehr gut rüber;)
Du wirst echte Schwierigkeiten haben, den Spielern selber das Gruseln zu lehren, aber der Verfall der Charaktere ist schön darzustellen, und damit kann man den Spielern gut vor Augen führen, was sie eigentlich gerade durchmachen. So kann man dann ein schönes Ambiente erschaffen, bei denen die Spieler dann auch ein klein wenig mitfiebern (oder auch mehr, je nach dem).
Nitewolf
Dienstag, 20. Januar 2009, 18:14
Die Regeln in den von mir genannten RPGs sind etwas umfangreicher, das ist richtig, aber was man davon alles nutzt ist dem Leiter überlassen, und man kann alle drei Systeme auch nur mit den allernötigsten Regeln spielen, was sie nicht schlechter macht.
Ja genau, die Dark Heresy Regeln kann man sehr schön vereinfachen, indem man einfach die komplexen Modifikatoren weg läßt. Dann wird das Spiel auch purer Horror, weil die Charaktere es garantiert nicht mal aus dem Bett schaffen, ohne sich was zu brechen. =)
flow
Dienstag, 20. Januar 2009, 18:24
Des hat dir echt zugesetzt, was? :)
Und so komplex sind die Mods gar nicht. Ist ne einfache Abstufung, die man schnell in den Kopf kriegt. Außerdem kan der SL al gusto entscheiden, wie er einen Wurf modifiziert, somit braucht er dann die regeleigenen Mods nicht, und schon ist das ganze fast narrensicher.
Jadetiger
Dienstag, 20. Januar 2009, 18:38
Tut mir leid wenn ich da schon wieder den Advocatus Diaboli spielen muss, aber meiner Meinung nach ist Dark Heresy nicht besonders für BigYogis Ansprüche geeignet.
Meine Meinung entsteht hauptsächlich daraus, dass das Rollenspiel sehr stark auf Character-Templates (-> Karrieren) mit festen oder zumindest nur teilweise variablen (und Setting-verbundenen) Skill-Lists basiert. Die müsste man alle komplett umarbeiten, wenn man das Setting ändern wollte. Zudem muss man sich schon ganz schön in das System reingraben, um die Prinzipien hinter den Modifikatoren und hinter den Charakterverbesserungen bei Stufenanstieg zu verstehen.
Es ist auf jeden Fall nicht die "Quick & Dirty"-Lösung die BigYogi sucht.
Nichtsdestotrotz ist DH ein sehr schönes System!
@BigYogi
Ein %-basiertes System, das schnell spielbar und settingfrei ist? Kauf Dir Basic Role-Playing (http://catalog.chaosium.com/product_info.php?cPath=37&products_id=1256) von Chaosium. Da kannst Du die Komplexität der Regeln sehr schön von ganz ganz einfach bis ziemlich komplex selbst skalieren.
Tom
Dienstag, 20. Januar 2009, 19:28
Military SF.
Wie kommst jetzt darauf? :blink: DH ist vieles, aber kein Military SF und je mehr ich darüber nachdenke, muss ich Flow rechtgeben (OMFG! :eek:) - es hat schöne Regeln für nen zünftigen Grusel...
Martialisches Auftreten, große Wummen, das ist für mich Military SF.
@BigYogi
Ein %-basiertes System, das schnell spielbar und settingfrei ist? Kauf Dir Basic Role-Playing von Chaosium. Da kannst Du die Komplexität der Regeln sehr schön von ganz ganz einfach bis ziemlich komplex selbst skalieren.
Womit wir doch wieder bei Cthulhu wären, dessen Regelsystem ja nichts anderes als eine Vereinfachung von BRP ist.
Matthias
Dienstag, 20. Januar 2009, 23:20
Ich verstehe hier irgendwie nicht, wieso Cthulhu nicht das richtige für bigyogi sein soll.
Begutachten wir nochmal die Anforderungen:
1. einfache Regeln für ein Gruselrollenspiel
2. gute Verfügbarkeit von Abenteuern
3. ausbaufähig
Sag mir bitte jemand (mit Begründung), welches der oberen Kriterien Cthulhu nicht erfüllt?
Ich kann da beim besten Willen - und ich strenge mich wirklich an! - nichts sehen.
Der Cthulhu für Einsteiger Band ist:
1. mit einfachen Regeln versehen
2. mit einem (wenn auch nicht überragendem) Abenteuer ausgestattet
3. durch Spieler- und Spielleiterband ausbaufähig
4. kostenlos! Eine Eigenschaft die allen anderen genannten Alternativen fehlt!
Gerade der vierte Punkt sollte eigentlich für ein bloßes "Reinschnuppern" der wichtigste sein. Oder soll bigyogi erst mal 100 Euro an Regelwerken kaufen bevor er sich entscheidet? Was wenn Gruselrollenspiele doch nicht sein Ding sind?
Das "Manko" mit dem beigefügten Abenteuer zählt nicht wirklich, da das Netz voll mit guten - und wiederum (!) KOSTENLOSEN - Szenarien ist.
Daher mein Rat an Dich, bigyogi:
- probier eine Runde Cthulhu aus, es kostet Dich keinen Cent.
- Schau dir kostenlose Fanzines im Netz an, diese bieten teilweise hervorragende Abenteuer. Siehe z.B. http://www.anduin.de und http://www.der-ruf.de
- sagt Dir das ganze zu kannst du immer noch die beiden Grundregelwerke dazu kaufen - wobei die aber nur nötig sind, wenn Du mit dem Mythos-Hintergrund spielen möchtest.
Das bringt mich zu einem weiteren Punkt: Was ist bitteschön schlecht am Mythos? Wie man an Cthulhu Now (http://pegasus.de/233+M540a1423964.html) (einem Setting in der Gegenwart) sehen kann läßt sich das wunderbar in die moderne Welt einbauen und ist keinesfalls ein einengender, verstaubter 20er Jahre Hintergrund. Hier ist wirklich alles möglich! Auch ein notgelandetes Space Shuttle das einen "Gast" mit an Bord hat. Oder die Tournee einer amerikanischen Rockband. Oder die Computersysteme eines Traumforschungsinstitutes. Oder eine Tiefsee-Expedition. Oder mysteriöse Todesfälle auf der Mondbasis. Oder ...
Kann mir daher bitte jemand erklären wieso das Setting nicht den eingangs definierten Bedürfnissen entspricht? Auch hier kann ich - wiederum beim besten Willen - keine Diskrepanz sehen.
Da Cthulhu auf dem BRP aufbaut lässt sich damit wirklich jede Art von Horror spielen. Da sehe ich absolut kein Problem. Dazu muss man kein Gehirnchirurg an Bord der ISS sein - das bekommt jeder im Handumdrehen hin.
Ein weiterer Vorteil des Systems ist, dass man ganz normale Menschen in unserer Welt spielt, keine Superhelden mit Spezialfertigkeiten die wiederum settingabhängig sind. Nein, hier gibt es alltägliche Fertigkeiten wie "Buchhaltung" oder "Chemie". Und sollte man doch einmal "Plasmakanonenwartung" benötigen, dann schreibt man genau das auf's Charakterblatt - fertig.
Zudem muss man sich nicht vorher in ein 100 Seiten dickes Setting einlesen weil es in unserer Welt spielt - mit der selbst jeder Rollenspielneuling seit seiner Geburt vertraut ist. Auch entfällt der Kauf teuerer Quellenbücher. Man geht einfach zur örtlichen Bibliothek und holt sich z.B. einen Band über die Inkas, Medizin, Literaturgeschichte, Architektur der Spätgotik, Psychologie oder Quantenphysik.
(wobei die Cthulhu-Quellenbände aber größtenteils dennoch sehr zu empfehlen sind. Aber die braucht man höchstens, wenn man mit Mythoshintergrund spielen möchte)
Abschließend möchte ich noch kurz flow widersprechen: Cthulhu gilt eben doch als DER Repräsentant für Gruselrollenspiele. Es war das erste seiner Art und hätte sich sicherlich nicht 25 Jahre gehalten, wenn es diesen Ruf nicht verdient hätte.
Andere Rollenspiele sind erblüht und wieder vergangen - Cthulhu erfreut sich einer konstanten Beliebtheit und Anhängerschaft.
Gruß,
Matthias
ps: Ich erkläre mich auch gerne bereit, mal ne Proberunde für Dich zu leiten. :)
pps: Auch die Großen Alten empfehlen "Cthulhu das Rollenspiel"! ;)
Jadetiger
Dienstag, 20. Januar 2009, 23:33
Nur weils hier reinpasst:
Weiß jemand was über Chill (http://index.rpg.net/display-generalinfo.phtml?key=system&value=Chill) ?
bigyogi
Dienstag, 20. Januar 2009, 23:59
ps: Ich erkläre mich auch gerne bereit, mal ne Proberunde für Dich zu leiten. :)
das würde ich auch sehr gerne annehmen, um da mal reinzufinden.
pps: Auch die Großen Alten empfehlen "Cthulhu das Rollenspiel"!
das ist natürlich ein unschlagbares argument :)
Tom
Mittwoch, 21. Januar 2009, 06:39
Nur weils hier reinpasst:
Weiß jemand was über Chill (http://index.rpg.net/display-generalinfo.phtml?key=system&value=Chill) ?
Was willst Du über Chill wissen?
Fred
Mittwoch, 21. Januar 2009, 11:08
Was ist mit Kult? Ist allerdings nicht sehr subtiler Horror, sondern Splatter a la Hellraiser oder The Mist. Die Regeln waren einfach, wenn ich mich recht entsinne.
Klatschpappe
Mittwoch, 21. Januar 2009, 12:39
Vor ein paar Jahren wurde schonmal Beyond the Supernatural in den Ring geworfen.
Kann dazu jemand noch was sagen?
Wollte es mir fast schon kaufen, da ich das Palladium Megaverse ansonsten recht lustig finde. (Wobei lustig gerade für ein Horrorsetting eigentlich falsch ist)
thestor
Donnerstag, 22. Januar 2009, 07:46
(Wobei lustig gerade für ein Horrorsetting eigentlich falsch ist)
Dann schaff dir GURPS an und lass die PCs viel sterben, so dass viele neue Charaktere gemacht werden müssen. Allein die Vorstellung jagt mir einen kalten Schauer über den Rücken ;)
Tom
Donnerstag, 22. Januar 2009, 08:16
Vor ein paar Jahren wurde schonmal Beyond the Supernatural in den Ring geworfen.
Kann dazu jemand noch was sagen?
Wollte es mir fast schon kaufen, da ich das Palladium Megaverse ansonsten recht lustig finde. (Wobei lustig gerade für ein Horrorsetting eigentlich falsch ist)
Kann ich nichts zu sagen, hab zwar die 1. Auflage, aber nie gespielt.
Vielleicht hilft dir die Review von RPGNet weiter: Beyond the Supernatural (http://www.rpg.net/reviews/archive/11/11481.phtml).
bigyogi
Donnerstag, 22. Januar 2009, 12:19
ps: Ich erkläre mich auch gerne bereit, mal ne Proberunde für Dich zu leiten. :)
wann könnten wir sowas mal in angriff nehmen?
Klatschpappe
Donnerstag, 22. Januar 2009, 12:43
Cthuluhu würd' mich auch mal eine Proberunde interessieren.
Aber am Treffen anzubieten ist fast zu langweilig, oder?
yennico
Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:03
Vor ein paar Jahren wurde schonmal Beyond the Supernatural in den Ring geworfen.
Kann dazu jemand noch was sagen?
Frag, was willst Du wissen?
Meine Aussagen beziehen sich auf die erste Edition. Es wurde eine zweite Edition angekündet, die dann aber mit Jahren der Verspätung auf dem Markt kam.
Die erste Edition besteht genau aus zwei Bücher: dem Grundregelwerk und dem Abenteuerband Boxed Nightmares. Letzteres ist nicht zum Spielen notwendig.
Das Regelsystem ist wie bei Rifts & Palladium FRPG und mit diesen kompatibel, wobei man zu Rifts aufpassen muss (ich sage nur S.D.C. und M.D.C.). Die meisten Attribute und Hand to Hand Combatstile geben Boni auf den D20 Wurf, die Skills werden mit %en gewürfelt. Skills lassen sich nicht individuell steigern, sondern je Level steigen die Skills um eine bestimmte %-Anzahl.
Wie bei Rifts üblich sind die PCs am Anfang schon stark. Entweder spielt man bei BTS Victims (normale Menschen, Kinder) oder Personen mit Psi-Begabung.
Als Psi-Begabung kann man Psi Sensitive, Physical Psychic, Psi-Mechanic (kann seine Psi-Kräfte nur durch bestimmte selbstgebaute Apparate nutzen, Latent Psychic (kann Psikräfte aus allen Bereichen nehmen, die sich nach und nach manifestieren) und Psi-Healer (Psi-Heilung) sein. Bei Psi kann je nach Klasse nur bestimmte Kräfte nehmen z.B. ein Psi-Sensitive kann nur sensitive Kräfte nehmen d.h. er spürt alles (z.B. die "Monster"), aber kann sie nicht mit Psi-Bekämpfen, während Physical Psychic mit Psi nur Schaden (z.B. Pyrokinesis) machen kann, aber mit Psi nichts spüren kann. Die Psi-Kräfte sind die gleichen wie bei Rifts/Palladium.
Als weitere Klassen gibt es noch den Arcanisten (Zauberer), Natural Genius (auf irgendeinem Gebiet), Parapsychologist, Nega Psychic (glaubt nicht an das Übernatürliche, hat ein Feld um sich, dass Magie und Psi stört).
Ich habe mit BTS kein Horror gespielt, da ich Horror nicht mag. Ich habe BTS vor etlichen Jahren für eine lange ernsthafte Ghostbuster-Campaign genutzt und es hat allen Spaß gemacht.
Klatschpappe
Donnerstag, 22. Januar 2009, 13:55
Danke für die ausführliche Antwort.
Klar, System wird wie bei den meisten Palladium Spielen sein. Was mich stört, dass PSI so im Vordergrund steht. (Sehr lustig der Nega Psychic)
Naja, war ja abzusehen.
Meine Frage ist was man damit spielt.
Palladium ist meist so Over-the-top dass man es nicht mehr ernst nehmen kann.
Für Ghostbusters (was für mich nach einer Funrunde klingt) scheint es ideal.
Aber kann man damit ein ernstes Abenteuer in dem man z.B. gegen einen(!) Poltergeist "kämpft" spielen? Also eher alltägliche kleine Monster, anstelle eines 80m Marshmellow Manns.
Matthias
Donnerstag, 22. Januar 2009, 14:12
@bigyogi & Klatschpappe:
Ich schaue dieses Wochenende mal wieder zum RSP-Treffen vorbei und werde auch abends zum Jubiläumsstammtisch kommen. Falls Ihr auch da seid, können wir ja nen Termin ausmachen. Spielen können wir gerne bei mir, Zeit hätte ich (muss ja noch ein Abenteuer vorbereiten) ab dem nächsten Wochenende (31. Jan)
Gruß,
Matthias
Klatschpappe
Donnerstag, 22. Januar 2009, 14:18
Wie läuft das eigentlich am Treffen?
Macht sich jeder ein Namensschild mit echtem und Online-Namen?
Ok, bei dir Mathias wird das nicht so schwer sein =)
Matthias
Donnerstag, 22. Januar 2009, 14:59
Nö, einfach vorbei kommen. Soo groß ist der Raum auch nicht. Und wenn du jemanden suchst, kannst du dich zur Not immer an die Veranstalter wenden, die kennen die üblichen Verdächtigen.
:)
bigyogi
Donnerstag, 22. Januar 2009, 15:05
@bigyogi & Klatschpappe:
Ich schaue dieses Wochenende mal wieder zum RSP-Treffen vorbei und werde auch abends zum Jubiläumsstammtisch kommen. Falls Ihr auch da seid, können wir ja nen Termin ausmachen. Spielen können wir gerne bei mir, Zeit hätte ich (muss ja noch ein Abenteuer vorbereiten) ab dem nächsten Wochenende (31. Jan)
Gruß,
Matthias
dieses wochenende kann ich leider nicht, bin schon ausgebucht.
aber wir können gerne so in kontakt bleiben (PN/ICQ/tele) und ein treffen ausmachen.
yennico
Donnerstag, 22. Januar 2009, 15:15
Was mich stört, dass PSI so im Vordergrund steht.
Was erwartest Du von einem Rollenspiel, das Beyond the Supernatural heißt ;) Im Untertitel heißt es "A Role-Playing Game Of Contemporary Horror".
Man kann eine Victims-Campaign oder Abenteurer nur mit normalen Menschen und Kinder spielen. Was man spielt liegt an den Vorlieben der Runde.
Meine Frage ist was man damit spielt.
Palladium ist meist so Over-the-top dass man es nicht mehr ernst nehmen kann.
Für Ghostbusters (was für mich nach einer Funrunde klingt) scheint es ideal.
Aber kann man damit ein ernstes Abenteuer in dem man z.B. gegen einen(!) Poltergeist "kämpft" spielen? Also eher alltägliche kleine Monster, anstelle eines 80m Marshmellow Manns.
Es gibt keine Werte eines Marshmellow Manns.;) Ich habe es immer ernsthaft gespielt. Man kann die Spieler gegen einen Poltergeist antreten lassen. Es gibt desweiteren Werte für Vampire, Evil Intelligences, Werewölfe, Dybbuks, Gargoyles, Sowkis, etc. Und man kann alle Tiere & Monster aus Palladium FRPG auch nehmen.
Klatschpappe
Donnerstag, 22. Januar 2009, 15:25
Ach jetzt verstehe ich das.
Man hat einfach beide Möglichkeiten.
Man kann sowohl einen Psi-Fähigen Monsterjäger nehmen, das wäre dann a la Ghostbusters oder SuperRTL 21:15
Oder man spielt Victims:
Normalsterbliche gegen Monster. Kinder gegen Werwolf. Trucker gegen Vampire.
Gefällt mir.
yennico
Donnerstag, 22. Januar 2009, 15:42
Man hat einfach beide Möglichkeiten.
Jepp. In wie weit BTS aber ein gutes Horrorsystem ist, kann ich dir aber nicht sagen.
Man kann sowohl einen Psi-Fähigen Monsterjäger nehmen,
Es müssen keine Monsterjäger sein, man könnte auch Akte X mit den PCs als besonders begabte Ermittler, Twilight Zone, oder sonst etwas mit Psi-Fähigen PCs spielen. Bei mir waren es immer harte Kämpfe und es gab einen ernsten Hintergrund, so dass nie der reine Funfaktor von Ghostbusters aufkam. Ein Abenteuer spielte auf einem Kreufahrtschiff im Bermudadreieck und den besonderen Ereignissen dort. Vielleicht wenn ich die Mumie 3 gesehen habe, habe ich vielleicht wieder die Motivation an meinen chinesischen Abenteuer für BTS weiterzuarbeiten.
Oder man spielt Victims:
Normalsterbliche gegen Monster. Kinder gegen Werwolf. Trucker gegen Vampire.
Ja. Je nach Intention sollte man bei diesen Runden aber aufpassen, was man den PCs gegenüberstellt. Mit Victims kann ich mir das ganze als Horror-RPG vorstellen. Als Monster halten (klassische) mythische Wesen her.;)
Streicher
Donnerstag, 22. Januar 2009, 21:10
Auf keinen Fall Mumie 3 gucken. Der Film erzeugt soviel Hass und später Resignation beim Gucken, es ist unglaublich.
Thestor, noch ein besseres Horror-RPG wäre dann im Grunde Rolemaster mit ordentlich viel Optionsregeln. Und dann ganz viele Charaktere sterben lassen. Das ständige neu erschaffen dürfte der reinste Horror sein. ;)
Ich finde gerade Horror benötigt funktionierende Regeln, die Atmosphäre schaffen können und nicht im Weg stehen.
Bei Fear Itself gibt es zum Beispiel eine Charaktereigenschaft die einem Protagonisten einen, für ihn, triftigen Grund gibt, noch in derselben Nacht auf den Friedhof zu gehen um dort nachzuforschen, anstatt sinnvollerweise auf den nächsten Morgen zu warten.
Wenn ich mich richtig erinnere verwendet Trail of Cthulhu auch diese Regel.
thestor
Donnerstag, 22. Januar 2009, 21:31
(hier bitte ein nerdy-besserwisser smiley vorstellen') Ich postuliere (<-) zwei Arten von Horror-Rollenspielen:
1. Horror als ein Setting, Modernes Setting (modern = ab 1900) mit einem Schuß bösartigem ÜBernatürlichem, man siehe Call of Cthulhu oder auch Unknown Armies, mit dem Hauptunetrschied zu anderen Settings dass die Spieler noch auf den geisteszustand ihrer Charaktere ahcten müssen.
2. Horror als ein Rollenspiel, bei dem sich die SPIELER gruseln sollen. Ich behaupte nun, dass ein reines Horror-Rollenspiel in diesem Sinne nciht möglich ist, weil Horror bei Spielern Zeit zum aufbauen braucht, nichtmal der Horror an sich, sondern das Fundament, die Atmosphäre. Eine Aneinanderreihung and für die Charaktere ganz entsetzlichen Abscheulichkeiten stumpft die Spieler ab, irgendwann werden Shoggoten zu aufgeputschten Goblins. Ich behaupte, dass man hier besser ein reguläreres Abenteuer spielt, und dann den Horror einbringt.
yennico
Donnerstag, 22. Januar 2009, 21:50
2. Horror als ein Rollenspiel, bei dem sich die SPIELER gruseln sollen.
Wie soll dass denn gehen, die Gruselschwelle und Abgestumpftheit ist von Spieler zu Spieler unterschiedlich. Was den einen nicht mal juckt, könnte für den anderen zu viel sein.
Ich behaupte, dass man hier besser ein reguläreres Abenteuer spielt, und dann den Horror einbringt.
Du meinst ein reguläres Abenteuer mit subtilen Horror? Das wäre für mich aber ein normales Horror-RPG.
Matthias
Donnerstag, 5. Februar 2009, 22:06
@bigyogi:
Schau doch morgen bei unserem Cthulhu-Stammtisch vorbei. Da stehen dir eine ganze Reihe von "Großen Alten" Cthulhuexperten Rede und Antwort.
Infos zu wo und wann findest du im offiziellen Cthulhu-Forum (http://www.cthulhu-forum.de/thread.php?threadid=1205&boardid=55&styleid=2)
Ich werde auch Spieler- und Spielleiterhandbuch mitbringen.
bigyogi
Donnerstag, 5. Februar 2009, 22:33
mist :( morgen bin ich leider schon verplant...
aber wie sieht es denn so allgemein mal aus, wann würde denn mal eine runde für einsteiger laufen?
Matthias
Freitag, 6. Februar 2009, 12:31
@bigyogi:
Ich habe mir gestern noch nen Supportabenteuer durchgelesen in der Absicht, das mit Euch zu spielen, aber das Szenario ist eher mau und nicht geeignet, jemanden von Cthulhu zu überzeugen. Daher werde ich mir wohl was anderes suchen. Aber ich habe in einer Woche endlich für 2 Wochen Urlaub und dann auch massig Zeit was vorzubereiten und zu leiten. Dann auch gerne mal unter der Woche.
Gruß,
Matthias
bigyogi
Freitag, 6. Februar 2009, 13:49
okay, super.
muß es bloß ein paar tage im voraus wissen, dann kann ich mir den termin auch sicher freihalten.
vBulletin® v3.8.4, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.