PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tips für Abentuer auf dem Treffen


Informationsschnipsel
Samstag, 19. September 2009, 18:16
Bei rpg.net gibt es gerade eine Kolumne zum Thema Abenteur auf Rollenspieltreffen:
http://www.rpg.net/columns/oneshot/oneshot17.phtml

Das Meiste scheint mir sehr gut für die Abenteuer / das Spielleiten auf dem Treffen geeignet zu sein. Aus meiner Sicht besonders wichtig sind die vorgefertigten, zum Abenteur passenden Charaktere (hierfür muss natürlich auch ein Abenteuer ausgearbeitet sein). Als Spieler habe ich auch schon erlebt, dass keine Charaktere gestellt wurden, was zu sehr mäßigen Spielrunden führte.

Wie wärs, wenn für die Spielleiter eine Checkliste erstellt wird, damit gewisse Mindeststandards eingehalten werden? Wenn ein Spielleiter davon abweichen will, sollte er das vorher ankündigen.

NeonSamurai
Samstag, 19. September 2009, 19:43
Wie wärs, wenn für die Spielleiter eine Checkliste erstellt wird, damit gewisse Mindeststandards eingehalten werden? Wenn ein Spielleiter davon abweichen will, sollte er das vorher ankündigen.

War seit dem Bestehen des Treffens nicht nötig und wird, in meinen Augen, auch nie nötig sein. Vorgefertigte Charaktere machen auch nicht immer Sinn, vorallem nicht bei Systemen, bei der die Erschaffunf nur 10 Minuten dauert.

Informationsschnipsel
Sonntag, 20. September 2009, 10:16
Aus meiner Sicht sollen die Chars halt zum Abenteur passen, und das tun sie am besten, wenn sie genau dafür erstellt werden. Auch bei SW und ähnlich schnellen System für die Charaktererschaffung muss halt der Hintergrund stimmen, und den kann nur der SL passend fürs Abenteur erstellen. Alles andere ist Faulheit und nix anderes.

Ronin
Sonntag, 20. September 2009, 10:57
Alles andere ist Faulheit und nix anderes.

Bitte erst nachdenken, bevor du sowas in den Raum wirfst!

Als Spieler will ich meinen Charakter spielen, selbst wenn es nur ein Oneshoot oder eine Kennenlernrunde ist.
Vom Spielleiter gestellte Chars nehm ich nur dann an, wenn es nicht anders geht. (Zu lange Erstellung, Chars die absolut passen müssen, vollkommen unbekanntes System)

Ein guter Spielleiter bringt die Chars so zusammen wie sie sind und nicht weil er sie so erstellt hat.
Ich hab in mehr Runden mitgespielt, bei denen ich meine Chars selber erschaffen durfte, als in solchen, bei denen sie gestellt wurden. Und es hat funktioniert.

Von wegen Mindeststandards: Soll es jetzt einen TüV für Spielleiter geben? Damit sie auf einem privaten Treffen eine Runde leiten?
Da fällt mir wirklich nur noch "WTF" ein.

NeonSamurai
Sonntag, 20. September 2009, 12:36
Wo isn das Problem? Ich sag halt den Spielern: "Das ist ein Abenteuer für eine Dschungelexpedition, was wollt ihr denn spielen?" Der Spieler soll sich ja mit seinem Charakter wohlfühlen. Ein schnelles System erlaubt es, direkt auf die Wünsche der Spieler einzugehen. Es gibt viele Spieler, die wollen keine vorgefertigten Charaktere, oder schrauben dann so lange daran rum, dass die Erschaffung auch nicht länger gedauert hätte.
Und was auf rpg.net für die Amis passt, muss es nicht hier tun, denn der aufmerksame Leser weiss ja, dass über dem großen Teich die Rollenspiele meisst ganz anders gespielt werden als in Europa.

Mit deinen restlichen Aussagen wäre ich vorsichtiger, du unterstellst hier vielen Leuten Faulheit.

Also mal hübsch langsam mit den jungen Pferden...

chaotic
Sonntag, 20. September 2009, 15:53
Ich bin da der selben Meinung wie NeonSamurai: Ein guter Spielleiter fragt seine Spieler, was sie spielen wollen. Auch wenn die Spieler das System nicht kennen, können sie dem Leiter eine Richtung vorgeben, was er für einen Charakter er für sie machen soll.
Bei Systemen bei denen die Erstellung länger dauert (z.B. DSA, D&D. Shadowrun) muss der Leiter eben vorher fragen (im Thread) was die Spieler spielen wollen. Die Spieler müssen dem Leiter dann rechtzeitig vorher sagen, was sie spielen wollen, damit er ihnen einen passenden Charakter machen kann.
Einen vorgefertigten Charakter, der nicht zu mir passt, kann und will ich nicht spielen.

gurgor feuerbart
Sonntag, 20. September 2009, 17:21
Ich stimme eher mit Ronin überein. Selbst wenn die Charaktererschaffung etwas länger dauert, lasse ich die Spieler erstellen. Ich sage ihnen ungefähr, was das Abenteuer sein wird (Retter der Galaxis, Skaven etc.) und erstelle auf dem Treffen dann mit ihnen.
Denn ich möchte einen Spieler keinen Helden geben den er nicht mag. Der Spieler selbst kennt seine Figur am besten, weiß, welche Skills am besten passen und welche Feats. Natürlich sind vorgefertigte Chars auch schön, aber ich persönlich habe bei denen dann immer ein gewisses Problem, mich in die rein zu fühlen. Da ich viele Spieler vor der Runde nicht kenne, weiß ich auch nicht, was sie mögen und ehe dann das Spaßometer im Keller ist, nehme ich mir die Zeit und erstelle auf dem Treffen.

Jadetiger
Montag, 21. September 2009, 08:52
Aus meiner Sicht kann man nicht verallgemeinern, ob gestellte oder erstellte Charaktere besser sind. Das hängt stark vom System und von den Absichten des SL ab:

Wenn ich ein sehr spezielles Setting leiten will, in dem es wichtig ist, dass die Charaktere stark miteinander und mit dem Background verflochten sind, macht es durchaus Sinn, Charaktere vorzugeben, vielleicht sogar mit einem kleinen Text, der dem Spieler den Charakter und dessen Hintergrund erläutert.

Wenn die Charaktererschaffung sehr langwierig ist, kann sie unverhältnismäßig viel Zeit verschlingen, wodurch mir auf dem Treffen keine Zeit mehr für ein ordentliches Abenteuer bleibt. Mechanical Dream und Shadowrun wären hier wohl gute Beispiele. Bei so einem System kann ich entweder Charaktere vorgeben oder -aus meiner Sicht die bessere Lösung- mit "Templates" arbeiten, die die Spieler dann noch kurz nach eigenen Wünschen modifizieren können.

Wenn ich aber ein neues Rollenspielsystem vorstellen möchte, also einen Systemtest leite, dann MUSS ich als SL die Spieler die Charaktere neu erstellen lassen, weil die Charaktererschaffung ein wichtiger Teil eines RSP-Regelwerkes ist und ohne diesen kein repräsentatives Bild des Systems entstehen kann.

Von Orga-Seite kann ich dazu sagen: Es wird sicherlich keine verbindliche Checkliste für SLs geben. Manöverkritik vor Ort ist hier sicherlich das Mittel der Wahl.

Informationsschnipsel
Montag, 21. September 2009, 19:01
Ich möchte mich für meine Wortwahl entschuldigen und die Kritik / Anregung nur noch für - aus meiner sicht klassische - one-shots stehen lassen, bei denen das Abenteuer und die darin agierenden Charaktere eng miteinander verwoben sind.

Ich bin davon ausgegangen, dass solche Abenteur für das Treffen ideal sind. Eure Reaktion hat mir gezeigt, dass meine Meinung da eher die Ausnahme ist.

Dass für besondere Systeme wie Inspectres oder eher experimentelle Runden (z.B. die von Jadetiger) vorgefertigte Charaktere oft nicht sinnvoll sind, war mir auch schon klar.

Danke, dass Ihr so klar gesagt habt, was ihr vom Treffen erwartet.

thestor
Montag, 21. September 2009, 22:33
Was man vorgefertigten Charakteren zu gute halten muss, Sie können die Spieler überraschen. Ich erinner emich an ein Cthulhu-Runde auf einer ärmlichen Nordseeinsel... meine Fertigkeiten waren teilweise rehct überraschend, und die Hintergrundgeschichte war interessant, wobei die Charaktere meiner Mitspieler da in nichts nachstanden.
Hmmm... come to think of it, vorgefertigte Charaktere könnten sich echt für ein nciht 100%iges Coop Spiel anbiten... Wie wär's mit ner Pen&Paper Version vom Battlestar Galactica-Brettspiel?

Jadetiger
Montag, 21. September 2009, 23:40
Wie wär's mit ner Pen&Paper Version vom Battlestar Galactica-Brettspiel?Könnte man da nicht einfach das Battlestar Galactica RPG nehmen?;)
Ich persönlich variiere gerne zwischen den verschiedenen Charaktervarianten (neu erstellt, vorgegeben oder Template)

Der große Vorteil von vorgegebenen Charakteren ist einerseits, wie Thestor sagt, dass man super eine interne Gruppenspannung vorgeben kann. Andererseits bieten sie auch die Gelegenheit, Spielern absichtlich für sie unter normalen Umständen unpassende Charaktere zu geben (z.B. muss Gigi wenn er das nächste Mal bei mir mitspielt einen Elfen spielen :D ;)). So müssen sich die Spieler um eine für sie neue Perspektive und Herangehensweise bemühen. Das kann sehr interessante Ergebnisse liefern!

Jadetiger
Dienstag, 22. September 2009, 13:52
Ihr macht euch aber einen Kopf. mei, wenn ich mitspielen will und es gibt nur pre-gen chars ... so what?Aus meiner Sicht geht es hier auch im die grundsätzliche Diskussion, welche Art von Chars (pre-gen, neu erstellt oder template) sich am besten für ein Rollenspieltreffen eignet. Daher der Kopf.
Wenn ich die Wahl hätte, dann entscheide ich mich natürlich für einen selbst ausgewürfelten Charakter. Na klar.Warum "na klar"? Haben vorgegebene Charaktere nicht auch ihren Reiz? Ich denke da bekommt man doch häufig Typen in die Hand, auf die man selbst nie gekommen wäre.

Davidan
Dienstag, 22. September 2009, 21:58
Pre-Gen oder selber gebaut? Hmmm Das kommt für mich auf die Länge der Char-Erschaffung an. Bei System in denen das (sehr) kurz geht kein Problem das auf dem Treffen zu machen.

Ich kann mich an eine Gurps-Runde (ohne Fortsetzung) erinnern bei der wir erst kurz vor zwei zu Spielen angefangen haben. *örks*

Was mir bei sowas gut gefällt ist, wenn mehrere unterschiedliche Charaktere angeboten oder sogar Charaktere nach Spielerwünschen erstellt werden.