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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : LRRPG (Low-Resolution Role Playing Game)


thestor
Freitag, 8. Januar 2010, 14:25
Ich habe mir in letzter Zeit weiter Gedanken zu Würfelsystemen gemacht. Folgende Grundannahmen:
Das System gliedert sich grundsätzlich in Attribute und zugeordnete Fertigkeiten, jeweils mit jeweils 1-5 Stufen/Leveln. Folgende Ideen sind mir bisher dazu gekommen:

Poolsystem: Man würfelt 5W12, und muss 10 oder höher erwürfeln und eine bestimmte Anzahl Erfolge erzielen. Für jeden Punkt im passenden Attribut das man hat, kann man bei einem Würfel eines dazuzählen, beispielsweise könnte man mit drei Punkten im Attribut eine gewürfelte 7 zum Erfolg machen oder drei 9er. Für jeden Punkt im passenden Skill wird die Schwierigkeit um um 1 gesenkt, bei Fertigkeit 3 müsste man also 7 oder höher würfeln.

Verschiedene-Würfel-System: Man würfelt 5 Würfel und muss 6 oder höher Würfeln um einen Erfolg zu erzielen. Bis zu der Stufe in der man sowohl Attribut als auch fertigkeit hat nimmt man W10er, für jede Stufe die man nur Attribut ODER Fertigkeit hat W8er und die restlichen Würfel sind W6er.
Beispiel: Attribut 1, Fertigkeit 3, man nimmt einen W10 (Attribut endet bei eins), zwei W8 (zwei weitere Level in der Fertigkeit) und zwei W6 für die restlichen zwei Würfel.
Beispiel: Attribut 5, Fertigkeit 2, man nimmt zwei W10 (Fertigkeit endet auf Stufe 2) und drei W8 (Attribut geht bis 5) und keine W6er.


Schwierigkeitsvergleich: Zu jeder Probe wird ein Schwierigkeitslevel festgelegt und mit dem Level der Fertigkeit oder des Attributs verglichen, anschließend muss der Spieler höher würfeln als der Spielleiter, die Würfel hängen von der Differenz ab:
Schwierigkeit gleich Fertigkeitswert: W6 gegen W6
1 Level Differenz: W6 gegen W8
2 Level Differenz: W6 gegen W10
3 Level Differenz: W6 gegen W12
4 Level Differenz: W6 gegen W20

Was sind den eure Meinungen zu diesen Varianten?

Alien
Freitag, 8. Januar 2010, 15:01
Bisher waren meine Erfahrungen mit Pool-Systemen mit variabler Schwierigkeit nicht so gut. Eine Veränderung der Schwierigkeit hat viel drastischere Auswirkungen auf die Erfolgschance als eine Veränderung der Würfelanzahl.

Aber gut, dieser drastische Unterschied ist bei Dir wohl gewollt.

Warum legst Du Wert darauf, dass die Anzahl der Würfel immer konstant ist?

Beide Würfelsysteme sind möglich, aber beide scheinen relativ aufwändig zu sein. Bei 5W12 könnte auch die Verfügbarkeit von genügend W12 ein Problem sein.

In jedem Fall würde ich Dir empfehlen, Wahrscheinlichkeitstabellen zu machen:

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit für mindestens 1 Erfolg, mindestens 3 Erfolge bzw. 5 Erfolge bei verschiedenen Attributs- und Skillwerten.

NeonSamurai
Freitag, 8. Januar 2010, 16:06
Bei nem Poolsystem sollte man immer über ne fixe Schwierigkeit arbeiten und nur die Poolgröße modifizieren, alles andere ist unnötig komplex und bremst die Spieldynamik.

Jadetiger
Freitag, 8. Januar 2010, 17:25
Ich bin grundsätzlich nicht der Meinung, dass man irgendeinen Wert konstant halten MUSS. Ob man Würfelanzahl, Schwierigkeit oder einzelne Würfelergebnisse modifiziert, ist eine Frage der angstebten Wahrscheinlichkeitsverteilung. Hier sind wohl die Statistiker gefragt.
Ich bin aber sehr wohl der Meinung, dass das Auszählen und die Interpretation des Wurfergebnisses den Spielfluß nicht unnötig unterbrechen sollte (siehe hierzu die DSA-Skillwürfe :( ). Hier bin ich mit Neon einer Meinung.

Warum nennst du das System denn LRRPG wenn du derart komplexe Regelmechanismen anstrebst?
Unter LRRPG stelle ich mir eher sowas wie "(W6+fixer Wert)-Zielwert muss > 0 sein" vor.