Tom
Donnerstag, 5. August 2010, 00:31
„Hier Kein Ausgang!“
- Bret Easton Ellis -
„Wenn man an eine Weggabelung gelangt, muss man manchmal einfach die Gabel darin sehen und sich auf sein verdammtes Essen stürzen.“
- Rich Dansky -
Um zunächst mal ein bisschen den Hintergrund für das folgende Abenteuer zu beleuchten, sei gesagt, dass der grösste Teil der Handlung in oder um die Rancho Mirago Wohnwagensiedlung spielen wird, in einem winzig kleinen Fleckchen mitten in der Wüste bekannt als Hellmouth, Arizona. Der Name der Siedlung ist etwa so sehr korrektes Spanisch wie man im „Argentinischen Steakhaus“ echte lateinamerikanische Küche bekommt, aber die Siedlung ist andererseits auch kein Ort, an dem die Leute sich wegen solcher Feinheiten groß anstellen.
Um ehrlich zu sein, zerfällt Rancho Mirago (oder Hellmouth insgesamt) nicht erst jetzt zu Staub, der vom Winde verweht wird. Das ist schon vor langer Zeit pas- siert. Die Rancho-Siedlung selbst ist eine Einöde voll verlassener, staubbedeckter Wohnwagen und umherfliegender skelettierter Büsche. Hier gibt es nur noch ein Sammelsurium menschlicher Hinterlassenschaften, die jetzt der Wüstenwind abträgt.
Sechs Rollen gibt es in meinem kleinen Stück. Um der besseren Übersicht willen sind sie im folgenden erstmal zusammengefasst:
- Kenneth Kerr, Bankräuber, Strauchdieb, Killer wenn nötig, aber eigentlich ein ziemlicher Durchschnittstyp, der Kinder gern hat und Frauen in Not jederzeit zur Seite steht.
- Kevin Kerr, Kenneth‘ jüngerer Bruder, ein ebensolcher Strauchdieb mit goldenem Herzen.
- Rebecca Borgstrom, alleinerziehende Mutter, die in einer schlechten Welt ein guter Mensch sein möchte.
- Timothy James Borgstrom, ein zehnjähriger Junge, der die Gebrüder Kerr, seine Mama, und seinen Hund Sparky mag.
- Uli von Mensch, ein Abtreibungsarzt im Ruhestand und Ex-Kommunarde, der sich vor dem Gesetz versteckt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt.
- Rich Dansky, ein Akademiker mit Hang zur Boheme, der ein einfaches Leben als Verwalter der Wohnwagensiedlung führt. Er hängt mit Uli rum.
Die Gegend um Hellmouth
Hellmouth und Umgebung liegen mitten im Nirgendwo, abseits der großen Highways, in einer Gegend tief in der Wüste, die nicht mal dann besiedelt werden würde, wenn man anfinge, die Vororte von Los Angeles bis auf den Mond auszudehnen. Hier fängt keiner was an, hier gehen Dinge zu Ende. Dieser Stillstand und der träge Verfall sind Teil der übergreifenden Atmosphäre.
Landschaftlich handelt es sich bei der Gegend von Hellmouth um hochgelegene, heiße, trockene Wüste. Kümmerliche Vegetation, plattes Land und ein beinahe völliges Fehlen von Erosion durch Wasser formen eine stille Landschaft voller Luftspiegelungen und seit Jahrzehnten verlassener Hütten.
Rancho Mirago hat seine besten Tage in den frühen 50ern erlebt und ist seitdem auf dem absteigenden Ast. Die Wohnwagensiedlung ist im Zuge von Uranfunden in der Region entstanden, aber als die Suche nach Erz erfolglos verlief, versank die Siedlung bald in zombiehaftes Unleben. Zwischen 1969 und 1972 flackerte noch einmal etwas Aktivität auf, als die Siedlung vorübergehend eine Kommune beherbergte. Obwohl sie aufgrund von inneren Spannungen schnell wieder zerfiel, sind Spuren der einst 35 Köpfe zählenden Gemeinschaft noch heute hier und dort auszumachen: Viele der verlassenen Wohnwagen sind im Inneren mit brüchigem Stoff in Batikmustern behängt, mal in Fetzen, mal scheinbar unversehrt, aber zart wie Spinnweben.
Überall stehen Autowracks herum. Ulis letztem Wagen, einem kürzlich liegengebliebenen Pinto, wurde das Dach abgesägt. Kofferraum und Schnauze wurden ebenfalls entfernt und der mit Erdreich gefüllte Rumpf dient nun als Anzuchtbecken für seinen Kaktusgarten. Ein Hudson Hornet lehnt mit der Schnauze nach unten in einem flachen, ausgetrockneten Flussbett und rutscht fünf oder auch fünfzehn Zentimeter weiter ab, wenn sich das Wadi durch die seltenen Regenfälle weiter vertieft. Die vom Sand blank geschmirgelte Karosserie eines VW-Busses (ein weiteres Überbleibsel der Tage der Kommune in der Siedlung) steht genau im Tor, über dem ein grob gezimmertes Schild mit Einschusslöchern baumelt, das die Aufschrift trägt: „Rancho Mirago. Wir machen Träume wahr!“.
23 Wohnwagen stehen in Rancho Mirago, von winzigen Anhängern aus den 40ern bis hin zu einem vergleichsweise palastartigen Luxusmobil, das die Gebrüder Kerr belegen. Nur vier davon sind bewohnt. Die übrigen werden langsam aber sicher vom Sand und dem ausgesprochen spärlichen Regen dem Erdboden gleich gemacht. In vielen der verlassenen Wohnwagen ruht nach wie vor die verstreute Habe der letzten Bewohner, von lang verschwundenen Plünderern durchwühlt und von einem dicken Mantel aus dem feinem Staub von Arizona bedeckt.
Wer bis hierher durchgehalten hat, dem sei gesagt, ja ich biete eine Runde auf dem Treffen an. Los geht es gegen 12:00 Uhr. Die Charaktere könnt ihr euch vorher schon aussuchen. Platz ist für 6 Spieler. Regelkenntnisse sind nicht von nöten, an Würfeln braucht ihr 2W10.
Mitspieler:
- Aphysmael (Kenneth Kerr)
- Marcus (Uli von Mensch)
- misakilina (Rich Dansky)
- Freundin von misakilina (Kevin Kerr)
- Klatschpappe (Timothy James Borgstrom)
- Waldzwölf (Rebecca Bergstrom)
Warteliste:
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- Bret Easton Ellis -
„Wenn man an eine Weggabelung gelangt, muss man manchmal einfach die Gabel darin sehen und sich auf sein verdammtes Essen stürzen.“
- Rich Dansky -
Um zunächst mal ein bisschen den Hintergrund für das folgende Abenteuer zu beleuchten, sei gesagt, dass der grösste Teil der Handlung in oder um die Rancho Mirago Wohnwagensiedlung spielen wird, in einem winzig kleinen Fleckchen mitten in der Wüste bekannt als Hellmouth, Arizona. Der Name der Siedlung ist etwa so sehr korrektes Spanisch wie man im „Argentinischen Steakhaus“ echte lateinamerikanische Küche bekommt, aber die Siedlung ist andererseits auch kein Ort, an dem die Leute sich wegen solcher Feinheiten groß anstellen.
Um ehrlich zu sein, zerfällt Rancho Mirago (oder Hellmouth insgesamt) nicht erst jetzt zu Staub, der vom Winde verweht wird. Das ist schon vor langer Zeit pas- siert. Die Rancho-Siedlung selbst ist eine Einöde voll verlassener, staubbedeckter Wohnwagen und umherfliegender skelettierter Büsche. Hier gibt es nur noch ein Sammelsurium menschlicher Hinterlassenschaften, die jetzt der Wüstenwind abträgt.
Sechs Rollen gibt es in meinem kleinen Stück. Um der besseren Übersicht willen sind sie im folgenden erstmal zusammengefasst:
- Kenneth Kerr, Bankräuber, Strauchdieb, Killer wenn nötig, aber eigentlich ein ziemlicher Durchschnittstyp, der Kinder gern hat und Frauen in Not jederzeit zur Seite steht.
- Kevin Kerr, Kenneth‘ jüngerer Bruder, ein ebensolcher Strauchdieb mit goldenem Herzen.
- Rebecca Borgstrom, alleinerziehende Mutter, die in einer schlechten Welt ein guter Mensch sein möchte.
- Timothy James Borgstrom, ein zehnjähriger Junge, der die Gebrüder Kerr, seine Mama, und seinen Hund Sparky mag.
- Uli von Mensch, ein Abtreibungsarzt im Ruhestand und Ex-Kommunarde, der sich vor dem Gesetz versteckt und den lieben Gott einen guten Mann sein lässt.
- Rich Dansky, ein Akademiker mit Hang zur Boheme, der ein einfaches Leben als Verwalter der Wohnwagensiedlung führt. Er hängt mit Uli rum.
Die Gegend um Hellmouth
Hellmouth und Umgebung liegen mitten im Nirgendwo, abseits der großen Highways, in einer Gegend tief in der Wüste, die nicht mal dann besiedelt werden würde, wenn man anfinge, die Vororte von Los Angeles bis auf den Mond auszudehnen. Hier fängt keiner was an, hier gehen Dinge zu Ende. Dieser Stillstand und der träge Verfall sind Teil der übergreifenden Atmosphäre.
Landschaftlich handelt es sich bei der Gegend von Hellmouth um hochgelegene, heiße, trockene Wüste. Kümmerliche Vegetation, plattes Land und ein beinahe völliges Fehlen von Erosion durch Wasser formen eine stille Landschaft voller Luftspiegelungen und seit Jahrzehnten verlassener Hütten.
Rancho Mirago hat seine besten Tage in den frühen 50ern erlebt und ist seitdem auf dem absteigenden Ast. Die Wohnwagensiedlung ist im Zuge von Uranfunden in der Region entstanden, aber als die Suche nach Erz erfolglos verlief, versank die Siedlung bald in zombiehaftes Unleben. Zwischen 1969 und 1972 flackerte noch einmal etwas Aktivität auf, als die Siedlung vorübergehend eine Kommune beherbergte. Obwohl sie aufgrund von inneren Spannungen schnell wieder zerfiel, sind Spuren der einst 35 Köpfe zählenden Gemeinschaft noch heute hier und dort auszumachen: Viele der verlassenen Wohnwagen sind im Inneren mit brüchigem Stoff in Batikmustern behängt, mal in Fetzen, mal scheinbar unversehrt, aber zart wie Spinnweben.
Überall stehen Autowracks herum. Ulis letztem Wagen, einem kürzlich liegengebliebenen Pinto, wurde das Dach abgesägt. Kofferraum und Schnauze wurden ebenfalls entfernt und der mit Erdreich gefüllte Rumpf dient nun als Anzuchtbecken für seinen Kaktusgarten. Ein Hudson Hornet lehnt mit der Schnauze nach unten in einem flachen, ausgetrockneten Flussbett und rutscht fünf oder auch fünfzehn Zentimeter weiter ab, wenn sich das Wadi durch die seltenen Regenfälle weiter vertieft. Die vom Sand blank geschmirgelte Karosserie eines VW-Busses (ein weiteres Überbleibsel der Tage der Kommune in der Siedlung) steht genau im Tor, über dem ein grob gezimmertes Schild mit Einschusslöchern baumelt, das die Aufschrift trägt: „Rancho Mirago. Wir machen Träume wahr!“.
23 Wohnwagen stehen in Rancho Mirago, von winzigen Anhängern aus den 40ern bis hin zu einem vergleichsweise palastartigen Luxusmobil, das die Gebrüder Kerr belegen. Nur vier davon sind bewohnt. Die übrigen werden langsam aber sicher vom Sand und dem ausgesprochen spärlichen Regen dem Erdboden gleich gemacht. In vielen der verlassenen Wohnwagen ruht nach wie vor die verstreute Habe der letzten Bewohner, von lang verschwundenen Plünderern durchwühlt und von einem dicken Mantel aus dem feinem Staub von Arizona bedeckt.
Wer bis hierher durchgehalten hat, dem sei gesagt, ja ich biete eine Runde auf dem Treffen an. Los geht es gegen 12:00 Uhr. Die Charaktere könnt ihr euch vorher schon aussuchen. Platz ist für 6 Spieler. Regelkenntnisse sind nicht von nöten, an Würfeln braucht ihr 2W10.
Mitspieler:
- Aphysmael (Kenneth Kerr)
- Marcus (Uli von Mensch)
- misakilina (Rich Dansky)
- Freundin von misakilina (Kevin Kerr)
- Klatschpappe (Timothy James Borgstrom)
- Waldzwölf (Rebecca Bergstrom)
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