Jadetiger
Dienstag, 25. Oktober 2005, 00:27
Dieser Thread ist ein Kreuzzug der "Vier Seile" (siehe Claudio):
Rhea alias Wu Yuanyin (Das Schwert mit den Knöpfen)
Fabian alias Shi Shu (der von den Bergen gleitet)
Claudio alias Yang Yunchong ("Ein Seil kann ein Schwert sein. Denk darüber nach!")
Rupert alias Lai Fu (Komm zurück, Lai Fu!!!)
Leiden schweißt zusammen!
Wir Vier (s.o.) waren gestern, am 24.10., in einer Testvorführung im Mathäserkino. Wir sahen dort zuerst einen Trailer zu "Die Sieben Schwerter" (Regie Tsui Hark). Nicht schlecht, dachten wir uns, Schwerter, fliegende Chinesen, mystische Story, eine Gothic-Supergirl-Chinesin mit ner großen Sichel in der Hand, den könnte man sich mal anschauen. Doch dann bekamen wir im Anschluß den Film in voller Länge zu sehen.
Das gewaltige 3-Stunden-Epos begann gleich mal mit dem grottigsten Erzähler und den studiomäßigsten Synchronsprechern, die ich jemals gehört habe. Begleitet von westlicher (!) synphonischer Musik der untersten pathetischsten Schublade.
Die Story begann als durchschnittlicher High-Flying-Kung-Fu-Film, wurde dann aber minütlich immer verworrener, undurchschaubarer und einfach sinnloser.
Die Schauspielerische Leistung der (Laien-)Darsteller war unerträglich und als einziger Künstler agierte Lai Fu, das treue Pferd eines der Helden. In einer 10-MINUTEN-SZENE (!!!) wurde das Pferd mit vielen Artgenossen in einer weiten Marlboromantischen Landschaft von seinem Besitzer davongejagt, der dann Rotz und Wasser heulte als er es geschafft hatte ("Lai Fu, komm zurück!").
Zu den Kampfszenen: Die absolut dilletantisch geschnitenen Kampfszenen hatten ein Manko: Durch viel zu viele Nahaufnahmen waren sie total unübersichtlich, von den Aktionen der Kämpfer bekam man meist nur einen Arm oder ein Bein mit und die getroffenen, sterbenden Gegner waren meist völlig außerhalb des Bildes (Was hilft einem schon eine Tötungsszene, wenn der Gegner neben und nicht vor der Kamera stirbt???). Zudem starben bis auf einen netten Endkampf alle Hauptpersonen mehr oder weniger unspäktakulär so mal nebenbei.
Habe ich schon erwähnt dass die Handlung, die Dialoge und die Entscheidungen der Protagonisten zumeist völlig willkürlich, unlogisch und kein bischen durch den Film erklärt waren?
Wir saßen mit den anderen 596 Zuschauern zunächst fassungslos im Kino, dann wanden wir uns unter Schmerzen und die letzte Stunde entrang uns einen kollektiven geisteskranken Lachkrampf der Verzweiflung. Ich habe noch nie soviel in einem Kinofilm gelacht.
Die Fragebögen, die wir nach dem Film ausfüllen sollten, wurden mit irrer, krakeliger Handschrift mit den schlimmsten Schimpfwörtern, die uns einfielen ausgefüllt.
Fazit: AAAARRRGGGHHHHH!!!
Wertung: -10 von 5 Schwertkämpfern
Rhea alias Wu Yuanyin (Das Schwert mit den Knöpfen)
Fabian alias Shi Shu (der von den Bergen gleitet)
Claudio alias Yang Yunchong ("Ein Seil kann ein Schwert sein. Denk darüber nach!")
Rupert alias Lai Fu (Komm zurück, Lai Fu!!!)
Leiden schweißt zusammen!
Wir Vier (s.o.) waren gestern, am 24.10., in einer Testvorführung im Mathäserkino. Wir sahen dort zuerst einen Trailer zu "Die Sieben Schwerter" (Regie Tsui Hark). Nicht schlecht, dachten wir uns, Schwerter, fliegende Chinesen, mystische Story, eine Gothic-Supergirl-Chinesin mit ner großen Sichel in der Hand, den könnte man sich mal anschauen. Doch dann bekamen wir im Anschluß den Film in voller Länge zu sehen.
Das gewaltige 3-Stunden-Epos begann gleich mal mit dem grottigsten Erzähler und den studiomäßigsten Synchronsprechern, die ich jemals gehört habe. Begleitet von westlicher (!) synphonischer Musik der untersten pathetischsten Schublade.
Die Story begann als durchschnittlicher High-Flying-Kung-Fu-Film, wurde dann aber minütlich immer verworrener, undurchschaubarer und einfach sinnloser.
Die Schauspielerische Leistung der (Laien-)Darsteller war unerträglich und als einziger Künstler agierte Lai Fu, das treue Pferd eines der Helden. In einer 10-MINUTEN-SZENE (!!!) wurde das Pferd mit vielen Artgenossen in einer weiten Marlboromantischen Landschaft von seinem Besitzer davongejagt, der dann Rotz und Wasser heulte als er es geschafft hatte ("Lai Fu, komm zurück!").
Zu den Kampfszenen: Die absolut dilletantisch geschnitenen Kampfszenen hatten ein Manko: Durch viel zu viele Nahaufnahmen waren sie total unübersichtlich, von den Aktionen der Kämpfer bekam man meist nur einen Arm oder ein Bein mit und die getroffenen, sterbenden Gegner waren meist völlig außerhalb des Bildes (Was hilft einem schon eine Tötungsszene, wenn der Gegner neben und nicht vor der Kamera stirbt???). Zudem starben bis auf einen netten Endkampf alle Hauptpersonen mehr oder weniger unspäktakulär so mal nebenbei.
Habe ich schon erwähnt dass die Handlung, die Dialoge und die Entscheidungen der Protagonisten zumeist völlig willkürlich, unlogisch und kein bischen durch den Film erklärt waren?
Wir saßen mit den anderen 596 Zuschauern zunächst fassungslos im Kino, dann wanden wir uns unter Schmerzen und die letzte Stunde entrang uns einen kollektiven geisteskranken Lachkrampf der Verzweiflung. Ich habe noch nie soviel in einem Kinofilm gelacht.
Die Fragebögen, die wir nach dem Film ausfüllen sollten, wurden mit irrer, krakeliger Handschrift mit den schlimmsten Schimpfwörtern, die uns einfielen ausgefüllt.
Fazit: AAAARRRGGGHHHHH!!!
Wertung: -10 von 5 Schwertkämpfern