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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DND Prestigeklassen Wettbewerb


yennico
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 13:09
Hier gibt es sicherlich auch ein paar D&D-SpielerINNEN, die selbstgebastelte Prestigeklassen in ihren Runden benutzen. :)

Das DND-Gate hat mit Unterstützung des Verlages Feder & Schwert, der für das deutsche D&D verantwortlich ist, einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem man eine selbstgebastelte Prestigeklasse einsenden kann. Eine Jury bewertet die Einsendungen und die Sieger gewinnen eine D&D Publikation. Einsendeschluß ist der 15.02.2006 um 23 Uhr 59.

Zum Wettbewerb geht es hier (http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=1272) lang.
Für Ungeduldige: :) Die genauen Regeln des Wettbewerbs stehen hier (http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=1273).

Tom
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 13:27
Oh Gott und ich dachte in Deutschland werden wir von solchem Quatsch verschont. :(

NeonSamurai
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 14:43
Tja, Tom. Man hatts nicht leicht, aber leicht hatts einen =)

Tom
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 15:01
Tja, Tom. Man hatts nicht leicht, aber leicht hatts einen =)
Wohl war. Zum Glück ist der DnD Virus nicht lange genug bei mir hängengeblieben, wer weiss was ich sonst machen würde.

Spielt mehr Cthulhu (http://www.nurcthulhu.de). :laugh:

Gigi
Mittwoch, 28. Dezember 2005, 18:22
Wobei ich schon gern die Klassen sehn würde, all die Vampirschwarzmagier, Amazonenbarbarpriester und die Zwergenhalbriesenhexergladiatoren :)

Jadetiger
Donnerstag, 29. Dezember 2005, 00:13
Das sieht mir doch langsam nach einem Trend aus:

Die Redaktion will keine Autoren bezahlen und schreibt deshalb "Die Internet-Gemeinde darf ihre Ideen einbrigen".

Tom
Donnerstag, 29. Dezember 2005, 07:01
Das sieht mir doch langsam nach einem Trend aus:

Die Redaktion will keine Autoren bezahlen und schreibt deshalb "Die Internet-Gemeinde darf ihre Ideen einbrigen".
Das siehst Du ganz falsch. Man will der Community nur die Möglichkeit geben sich in ihr Lieblingsrollenspiel einzubringen. :laugh: ;)

yennico
Freitag, 30. Dezember 2005, 10:09
@Tom: Sei froh dass es keine Deutsche SRD gibt, denn sonst würdest Du in D20 Material ertrinken. :)

@Gigi: wenn ich diese oder andere deutsche Namen für Klassen oder Prcs lese, weis ich wieder warum ich mir nur die englischen Bücher kaufe. :)

@Tiger: Für diesen Contest möchte ich Dir widersprechen.
Wir erhoffen uns davon eine weitere hochkarätige Aufstockung unserer ohnehin schon gut gefüllten Prestigeklassensektion.

Also nix mit Veröffentlichung in einen F&S Buch.
Vielleicht versucht das Gate mit dem Wettbewerb seine Verbindung zum F&S Verlag zu stärken und durch das zusätzliche Material der deutschen Anlaufpunkt in Sachen D&D zu bleiben bzw. zu werden.

Zum Trend:
Wie sonst sollen Verlage an Nachwuchsautoren kommen?
Keith Baker (Eberron), hat es durch den Campaign Setting Wettbewerb von WotC geschafft. Jetzt hat er seine eigene Welt als kommerzielles RPG-Produkt. Ein Wermutstropfen: Baker hat auch schon vorher für Rpgs geschrieben.

Ich sehe diese Wettbewerbe als Brainstorming- oder Idea Harvesting-Möglichkeit für Verlage für neue Ideen in ihren neuen Büchern. Ob sie nun von Ideen aus einem Wettbewerb oder durch das Lesen der Posts eines Forums über ihr RPG inspiriert werden, ist letztendlich egal,:) so lange sie die Originalidee nicht verwenden. :)

Wenn ein Verlag nicht auf die Wünsche der Internetgemeinde horcht, wird ihm das auch negativ vorgehalten.

Tom
Freitag, 30. Dezember 2005, 10:29
@Tom: Sei froh dass es keine Deutsche SRD gibt, denn sonst würdest Du in D20 Material ertrinken. :)

Wovon man 95% in die Tonne werfen kann. Genauso wie beim englischen Material.

Also nix mit Veröffentlichung in einen F&S Buch.
Was auch die Lizenbedingungen nicht vorsehen. Selbst wenn F&S wollte, sie dürfen nicht.


Zum Trend:
Wie sonst sollen Verlage an Nachwuchsautoren kommen?
Keith Baker (Eberron), hat es durch den Campaign Setting Wettbewerb von WotC geschafft. Jetzt hat er seine eigene Welt als kommerzielles RPG-Produkt. Ein Wermutstropfen: Baker hat auch schon vorher für Rpgs geschrieben.

Es muss ja nicht unbedingt ein Prestigeklassenwettbewerb sein. Riecht halt nach Powergamertum. Wie wäre es mit einem Abenteuerwettbewerb?
Okay es könnte schlimmer kommen und sie hätten den Magische Artefakte Wettbewerb ausrufen können.

Eberron ist okay, gefällt sogar mir als jemand der mit DnD nun wirklich nichts anzufangen weiss.

yennico
Freitag, 30. Dezember 2005, 10:40
Wovon man 95% in die Tonne werfen kann. Genauso wie beim englischen Material.
Da muss ich Dir leider zustimmen.


Was auch die Lizenbedingungen nicht vorsehen. Selbst wenn F&S wollte, sie dürfen nicht.

So etwas dachte ich mir schon.


Es muss ja nicht unbedingt ein Prestigeklassenwettbewerb sein.

F&S hat gerade die deutsche Übersetzung der "Complete"-Bücher herausgebracht, und diese Bücher sind nun mal Bücher mit vielen Prestigeklassen. :)


Wie wäre es mit einem Abenteuerwettbewerb?

Den gab es schon letztes Jahr (http://www.dnd-gate.de/gate3/page/index.php?id=839).

Tom
Freitag, 30. Dezember 2005, 11:39
Ich werde DnD Spieler nie verstehen. Ich frag mich angesichts der vielen Prestigeklassen und optionalen Regeln wo der Fokus des Spiels liegt. Jedenfalls nicht im Geschichtenerzählen. Eher schon im fabulieren und im feilen am ultimativen Charakter.
Wobei es natürlich auch auf den Welthintergrund ankommt. Eberron oder die leider eingestellten Scarred Lands dürften hier ganz oben zu nennen sein.

Ronin
Freitag, 30. Dezember 2005, 17:01
Ich werde XXX Spieler nie verstehen. Ich frag mich angesichts der vielen optionalen Regeln wo der Fokus des Spiels liegt. Jedenfalls nicht im Geschichtenerzählen. Eher schon im fabulieren und im feilen am ultimativen Charakter.
Wobei es natürlich auch auf den Welthintergrund ankommt. Eberron oder die leider eingestellten Scarred Lands dürften hier ganz oben zu nennen sein.

Ich nur sehr wenig an deinem Post verändert, aber so passt er auf nahezu jedes RPG.

Powergamer und Muncher sind keine einzigartige Erscheinung von D&D, sondern von gewissen Personen.
Man kann auch D&D sehr gut "normal" spielen und man kann in jedem(!!!) anderen Spiel munchen.

Sorry, aber das was du hier bringst ist keine Kritik an D&D, sondern Kritik an Powergamer verpackt in Kritik an D&D.

Versteh es bitte nicht als Angriff, so ist es nicht gemeint. Mich stört nur, dass ein paar Spielsysteme "niedergemacht" werden, weil viele Powergamer sie spielen.

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass vernünftig gespieltes D&D (SR, DSA...) sehr viel Spaß machen kann.
Und wegen Spaß wird ein Spiel doch gespielt?

NeonSamurai
Freitag, 30. Dezember 2005, 17:31
Hm, aber die Plattform DnD ist schon sehr ausgelegt dafür.
Ausser Shadowrun fällt mir eigentlich kein weiteres Rollenspiel ein, wo so extrem möglich ist durch Regelfuchserei einen starken Vorteil zuerreichen.

chaotic
Freitag, 30. Dezember 2005, 17:50
Hm, aber die Plattform DnD ist schon sehr ausgelegt dafür.
Ausser Shadowrun fällt mir eigentlich kein weiteres Rollenspiel ein, wo so extrem möglich ist durch Regelfuchserei einen starken Vorteil zuerreichen.

Ja, stimmt.
In D&D ist es sehr einfach, einen superstarken Krieger zu machen, der alle plattwalzen kann.
Wem solche Charaktere gefallen, der wird von D&D noch unterstützt, einen Powergamer-Char zu machen.
Aber das hängt auch vom SL ab, ob der die Spieler bremst, oder einfach sie das maximale rausholen lässt. (und das maximale ist sehr heftig in D&D)

Loki
Freitag, 30. Dezember 2005, 17:54
Ich gebe hier Ronin vollkommen recht. Powergamen ist in jedem System möglich. Ich erinnere mich z.B. hier an einen Thread, in dem es darumging, einen L5R-Charakter zu bauen, der möglichst viel Schaden macht (um mal ein Beispiel aus einem System zu nennen, das angeblich nicht zum Powergamen geeignet sein soll).

Aber das hängt auch vom SL ab, ob der die Spieler bremst, oder einfach sie das maximale rausholen lässt. (und das maximale ist sehr heftig in D&D)
Richtig. Oder es gibt auch SLs die dann auch zum Gegenschlag ausholen und dann dem PGer das PGen abgewöhnt. So einer ist hier registriert (wers ist sag ich nicht :D)

Gigi
Freitag, 30. Dezember 2005, 18:47
oder die leider eingestellten Scarred Lands dürften hier ganz oben zu nennen sein.

Und dafür werden sie ewig im Fegefeuer brennen :P

Tom
Samstag, 31. Dezember 2005, 00:18
Powergamer und Muncher sind keine einzigartige Erscheinung von D&D, sondern von gewissen Personen.
Man kann auch D&D sehr gut "normal" spielen und man kann in jedem(!!!) anderen Spiel munchen.


In meinen mehr als 25 Jahren Rollenspielerfahrung sind mir aber die meisten Munchkins und Powergamer bei DnD begegnet. Das liegt vielleicht auch an der grossen Verbreitung des Spiels. Sogar bei dem von mir bevorzugten System Call of Cthulhu hab ich schon Powergamer diesseits und jenseits des Tisches getroffen. :(


Sorry, aber das was du hier bringst ist keine Kritik an D&D, sondern Kritik an Powergamer verpackt in Kritik an D&D.


Was für mich einfach das gleiche ist. DnD = Powergaming. Ich will aber DnD garnicht kritisieren, ich hab eigentlich nur einen Kommentar zu dem imo überflüssigen Wettbewerb abgegeben. Prestigeklassen dienen in meinen Augen und nach meiner Erfahrung einfach dazu das Powergamertum zu fördern.


Versteh es bitte nicht als Angriff, so ist es nicht gemeint. Mich stört nur, dass ein paar Spielsysteme "niedergemacht" werden, weil viele Powergamer sie spielen.


Ich mache DnD doch nicht nieder. Hab selbst jahrelang ADnD I + II ohne Powergamertum mit sehr viel Spass als SL geleitet.
Ich erinnere mich da nur an das geniale aber viel zu wenig unterstützte Lankhmar Setting.


Ich bin nach wie vor der Meinung, dass vernünftig gespieltes D&D (SR, DSA...) sehr viel Spaß machen kann.
Und wegen Spaß wird ein Spiel doch gespielt?


Da geb ich Dir vollkommen recht. Leider hab ich bei meinen versuchten Wiedereinstieg bei DnD 3.0 nur Powergamer der übelsten Sorte kennengelernt. Und das verleidet ein für alle mal das System.

Allenfalls bin ich etwas negativ eingestellt, da ich halt nur Enttäuschungen erlebt habe bei dem Versuch mal wieder DnD zu spielen / leiten.

Wenn ich ein System niedermachen würde, dann sähe das ganz anders aus. :D

yennico
Samstag, 31. Dezember 2005, 17:26
Ich frag mich angesichts der vielen Prestigeklassen und optionalen Regeln wo der Fokus des Spiels liegt.

All die vielen optionalen Regeln braucht man eigentlich nicht. Man auch kann nur mit den Core-Books spielen und viel Spass dabei haben.

@NeonSamurai: Selbst in dem klassenlosen System von Gurps 3rd Edition war es möglich mit den Startpunkten, von den man seine Eigenschaften kaufen musste, den "Übermagier" zu bauen.

@chaotic: Klar kann man sich den "Überkrieger" bauen, aber auch dieser hat Nachteile, die ein guter GM ausnutzen kann und tut. :) Ein Powergamer sitzt bei einem guten GM immer am kürzeren Hebel. :)

Bevor ein GM eine neue Campaign jeglichen RPG-Systems startet, sollte er sich mit allen Spielern zusammensetzen. Bei diesem Gespräch sollte erkannt werden, ob man die gleichen Rollenspielansichten hat und mindestens genauso wichtig auf welchem "Powerniveau" der einzelne Spieler spielen will. Damit sinkt die Gefahr, dass sich ein Powergamer in eine neustartende Runde einnistet und alle wissen, was man von der Runde erwarten können.
Nur wenn alle Spieler und der GM für ein bestimmtes Powerniveau sind (welches das auch immer ist :)), dann sollen sie ihre Campaign spielen und damit Spass haben. :)
Das Powerniveau zweier Runden des gleichen RPG-Systems wird nicht unbedingt gleich sein.


Was für mich einfach das gleiche ist. DnD = Powergaming.

Damit machst Du es Dir zu einfach. :) und tust vielen normal spielenden D&Dlern Unrecht. :)


Prestigeklassen dienen in einen Augen und nach meiner Erfahrung einfach dazu das Powergamertum zu fördern.

Prestigeklassen sind Elemente von D&D 3.X sowie Kits Elemente von AD&D waren. Sie sind als Element für D&D notwendig, da D&D ein Klassensystem benutzt.
Stell Dir vor Du willst in D&D einen höher-leveligen Fighter, der sein Geld mit dem Austragen von Duellen verdient, spielen.
Mit Prestigeklassen wäre der PC einfach zu erstellen. Es gibt eine Prestigeklasse Duelist.
Ohne jede Prestigeklasse gäbe es nur zwei Möglichkeiten:
1. reiner Fighter
2. Barde/Fighter oder Rogue/Fighter Kombination

Ein großer Nachteil von Möglichkeit 1 ist, dass der reiner Fighter nicht die nötigen Skill points und Class Skills hat. Somit gefällt Dir dieser PC als Duelist nicht wirklich.:)

Ein Vorteil von Möglichkeit 2 ist, dass der PC viele Fähigkeiten erhält (z.B. Bardenzauber oder Sneak Attack). Ob diese Fähigkeiten in Dein Bild vom PC passen ist etwas ganz anderes. :)
Ein Nachteil von Möglichkeit 2 ist, dass er mit jedem nicht-Fighter Level etwas von seinem Base Attack und seinen Hit Points einbüsst. Diese Einbusse ist für eine Person, die durch Kämpfen sein Geld verdient fatal.
Auch bei Möglichkeit 2 besteht also die Gefahr, dass Dir der PC nicht wirklich so zusagt.


Ich erinnere mich da nur an das geniale aber viel zu wenig unterstützte Lankhmar Setting.

Von Scarred Lands und Lankhmar habe ich einige Bücher im Regal stehen, aber zum Spielen habe ich noch keine Zeit gefunden.

Ronin
Samstag, 31. Dezember 2005, 18:15
Loki und und chaotic haben m.M. nach recht damit, dass letztendlich der Spielleiter Powergaming erlaubt.
Nicht das System.

Denn solang es ein Regelwerk gibt, wird es auch Spieler geben, die diese Regeln bis an die Grenze ausnutzen.
Egal ob das Spielsystem jetzt D&D, Cthulu oder XYZ heißt.

Der Spielleiter hat mehrere Möglichkeiten dem entgegenzuwirken:
Er kann den Charakter einfach nicht zulassen oder er bringt ein Setting, das dem Charakter gar nicht liegt. (Powergamer vergessen meist, dass es nicht nur Kämpfe (oder sonstirgendwas) gibt)

Also was macht der von chaotic so schön beschrieben Superfighter, der alles niedermähen kann, wenn er sich auf einmal in einer Detektivgeschichte wiederfindet? ;)

Tom
Samstag, 31. Dezember 2005, 20:10
All die vielen optionalen Regeln braucht man eigentlich nicht. Man auch kann nur mit den Core-Books spielen und viel Spass dabei haben.

Aber sie verleiten dazu sich einen optimalen Charakter zu erschaffen. Das war schon zu Zeiten von ADnD II so.


@chaotic: Klar kann man sich den "Überkrieger" bauen, aber auch dieser hat Nachteile, die ein guter GM ausnutzen kann und tut. :) Ein Powergamer sitzt bei einem guten GM immer am kürzeren Hebel. :)

Ist mir leider noch nie passiert. Die DnD SLs die ich kennenlernen musste hatten dem PGTum nichts entgegenzusetzen.


Bevor ein GM eine neue Campaign jeglichen RPG-Systems startet, sollte er sich mit allen Spielern zusammensetzen. Bei diesem Gespräch sollte erkannt werden, ob man die gleichen Rollenspielansichten hat und mindestens genauso wichtig auf welchem "Powerniveau" der einzelne Spieler spielen will.

Ist halt nur traurig wenn die Gruppe menschlich okay ist, alle Spieler einem sympathisch sind, das Powerniveau passt und man am ersten Abend entsetzt feststellt das erstmal eine Stunde oder so debattiert wird welche optionalen Regeln noch dazu kommen, obwohl man eigentlich nur nach den Corebooks spielen wollte.


Damit sinkt die Gefahr, dass sich ein Powergamer in eine neustartende Runde einnistet und alle wissen, was man von der Runde erwarten können.

Powergamer haben einen hohen Skill in der Fertigkeiten Tarnen. :dry:


Damit machst Du es Dir zu einfach. :) und tust vielen normal spielenden D&Dlern Unrecht. :)

Ich mach es mir immer einfach und verurteile pauschal. Damit bin ich zwar schon des öfteren angeeckt aber wie heisst es so schön, nur getroffene Hunde bellen. :eek:

Also ihr braven DnD Spieler da draussen, falls es euch gibt, fühlt euch nicht von mir angesprochen. :laugh:


Prestigeklassen sind Elemente von D&D 3.X sowie Kits Elemente von AD&D waren. Sie sind als Element für D&D notwendig, da D&D ein Klassensystem benutzt.

Ich hab doch nix gegen Prestigeklassen, nur ist es halt so das die meisten selbsterstellten PKs extrem unausgewogen sind und ein Machtlevel / Powerniveau jenseits von Gut und Böse haben und ohne jeglichen Nachteil sind.


Von Scarred Lands und Lankhmar habe ich einige Bücher im Regal stehen, aber zum Spielen habe ich noch keine Zeit gefunden.
Fritz Leiber ist einer meiner absoluten Lieblingsautoren im Bereich der Fantasy. Eigentlich ist Nehwon eine High-Level-Fantasy Welt aber die Geschichten darin und darum machen das Spiel einfach zu etwas besonderem.

Das Material über die Scarred Lands hab ich fast komplett, sehr schön, interessantes Setting, stösst aber bei vielen DnD Spielern auf Ablehnung da sie sich nicht in der Lage fühlen ihre Powercharaktere aus den Forgotten Realms etc. umzusetzen bzw. ähnliches zu entwickeln. Es gibt in dieser Welt leider keine Level 20 Magier an jeder Ecke.

yennico
Dienstag, 3. Januar 2006, 13:33
Ich stimme Ronin vollkommen zu.

Ist halt nur traurig wenn die Gruppe menschlich okay ist, alle Spieler einem sympathisch sind, das Powerniveau passt und man am ersten Abend entsetzt feststellt das erstmal eine Stunde oder so debattiert wird welche optionalen Regeln noch dazu kommen, obwohl man eigentlich nur nach den Corebooks spielen wollte.
Zum Diskutieren gehören immer mindestens zwei. :) Wenn vorher abgestimmt wurde, dasss nur Core Rules gelten und alle damit einvestanden waren, dann kann bzw. sollte der GM die Diskussion im Keim ersticken. :)

Sei froh, dass Du keine lange Diskussion über Regelauslegungen innerhalb der Session hattest :D

Ich hab doch nix gegen Prestigeklassen, nur ist es halt so das die meisten selbsterstellten PKs extrem unausgewogen sind und ein Machtlevel / Powerniveau jenseits von Gut und Böse haben und ohne jeglichen Nachteil sind.
Du hast recht, manche selbstgebastelten Prestigeklassen sind unausgewogen, aber der GM jeder Runde hat die Aufgabe in seiner Runde für die Spielbalance zu sorgen.

Im Internetzeitalter kann sich ein GM, bevor er eine selbstgebastelte oder auch eine offizielle PrC zulässt, in den entsprechenden Foren informieren, ob diese PrC balanced, under- oder overpowered, etc. ist.
Sollte er die PrC selbstgebastelt haben, kann er sie in den entsprechenden Foren auch zur Diskussion stellen und erhält dort dann entsprechende Meinungen bzw. auch Verbesserungsvorschläge. Nicht selten wird dort eine PrC kooperativ entwickelt.

Es gibt in dieser Welt leider keine Level 20 Magier an jeder Ecke.
Warum leider? :)

NeonSamurai
Dienstag, 3. Januar 2006, 14:45
Ich find auch nahezu alle Prestige Klassen aus dem Fightersbook (und Konsorten) total aus der balance. Meines Wissen stammen die dort gesammelten Klassen ja aus dem Dragon Magazin.

Tom
Dienstag, 3. Januar 2006, 16:45
Warum leider? :)

Leider von im Sinne zum Leidwesen des Powergamers.

Und ich bin immer noch der Meinung das die meisten Prestigeklassen vollkommen unausgewogen sind und daher so ein Wettbewerb unnötig ist. :D
Um nix anderes geht es hier. ;)

Alien
Montag, 16. Januar 2006, 18:39
Leider von im Sinne zum Leidwesen des Powergamers.

Und ich bin immer noch der Meinung das die meisten Prestigeklassen vollkommen unausgewogen sind und daher so ein Wettbewerb unnötig ist. :D
Um nix anderes geht es hier. ;)

Nach meinen Erfahrungen kann man in D&D die extremsten Munchkin-Charaktere produzieren, wenn man einen reinen Kleriker verwendet. Die meisten Prestigeklassen sind dagegen harmlos.

D&D gibt sich wesentlich mehr Mühe, auf Spielbalance zu achten als die meisten anderen Systeme, die ich kenne. Auch die meisten Prestigeklassen passen im Machtniveau gut zu den Charakter-Klassen in den Grundregeln.
Bei ein zwei Klassen ist das vielleicht ein bisschen schief gegangen, aber so richtig katastrophale Über-Charakterklassen sind mir nicht aufgefallen

Aber versteh mich jetzt nicht falsch: Ich halte D&D nicht für ein gutes System. Ich halte es sogar für ein ziemlich schlechtes System. Das Hit-Point System ist eine Katastrophe, das Skill System favorisiert in meinen Augen den Zufall viel zu stark gegenüber dem Können und die Magie kann in meinen Augen einfach viel zu viel bewirken - es ist echt schwierig, in D&D ein Setting zu finden, das etwas anderes ist als generisches D&D, weil die Magie das Setting so stark diktiert. Eberron ist ein wunderschönes Setting, aber es funktioniert auch nur für niedrigstufige Charaktere gut.

Obwohl D&D so ein mieses System ist, kann es erstaunlich viel Spass machen, es zu spielen.

Und als Extra-Bonus noch so trefflich darüber streiten, warum welche Prestigeklasse viel zu stark ist und nie zugelassen werden sollte. ;)

Aber ehrlich, wenn Du über Spielbalance schimpfen willst, schau Dir ein beliebiges anderes System an. Bei CoC (zumindest in den Uralt-Regeln, die ich kenne) war es das Attribut Ausbildung das einfach viel zu stark war.

Ach so ja: Ein Prestige-Klassen Wettbewerb löst auch bei mir ein gewisses Grauen aus, wenn ich daran denke, was für Resultate so etwas wahrscheinlich produziert.

Alien

Loki
Montag, 16. Januar 2006, 19:00
... es ist echt schwierig, in D&D ein Setting zu finden, das etwas anderes ist als generisches D&D, weil die Magie das Setting so stark diktiert.
Hier empfehle ich Midnight. Magie und Magic Items sind dort von der Obrigkeit verboten. Besitz/Ausführen wird (soweit ich jetzt wei, flow kann da mehr sagen) mit dem Tode bestraft.

Jadetiger
Dienstag, 17. Januar 2006, 10:24
Natürlich muss man dazusagen, dass die herrschende Macht sehrwohl Magie und Magic Items benutzt.
Auch das Prinzip, nach dem die meisten Magic Items funktionieren ist sehr schön nicht-generisch.
Ein Beispiel: Ein Schwert ist zu Beginn nur ein normales Schwert. Wenn es aber viel mitgemacht hat und dann "Das Schwert das von Grimgolf dem Roten in der Schlacht am Blutpass gegen 1000 Orks geführt wurde" geworden ist, bringt es allein durch die Legenden, und seinen Ruf dem Träger und mit dem Träger kämpfenden Gefährten verschiedene Boni.

Loki
Dienstag, 17. Januar 2006, 17:59
Dann musst du Arcane Kodex spielen. Da kann man Gegenständen auch Ruhm abgeben. Mit der Zet entwickeln sie dann magische Eigenschaften, die zur Geschichte passen.

NeonSamurai
Dienstag, 17. Januar 2006, 19:58
Jo, ist bei Warhammer auch so.

yennico
Donnerstag, 19. Januar 2006, 00:58
Nach meinen Erfahrungen kann man in D&D die extremsten Munchkin-Charaktere produzieren, wenn man einen reinen Kleriker verwendet.

Ich glaube Du spielst u.a. auf die Feat Kombination Extra Turning + Domain Spontaneity an. Hier liegt es in den Händen des GMs z.B. das Feat Domain Spontaneity einfach nicht zuzulassen.

und die Magie kann in meinen Augen einfach viel zu viel bewirken - es ist echt schwierig, in D&D ein Setting zu finden, das etwas anderes ist als generisches D&D, weil die Magie das Setting so stark diktiert.
D&D ist nun als High Magic System konzipiert, aber es gibt einige in Foren, die D&D in einem Low Magic System spielen. Ob es dazu schon irgendwo eine Publikation gibt weis ich aber nicht.
Ich hörte D20 Conan soll auch nicht so magielastig sein.


Obwohl D&D so ein mieses System ist, kann es erstaunlich viel Spass machen, es zu spielen.

Dem stimmte ich zu.


Und als Extra-Bonus noch so trefflich darüber streiten, warum welche Prestigeklasse viel zu stark ist und nie zugelassen werden sollte. ;)

Ich glaube viele PrCs werden wahrscheinlich nur zu reinen Unterhaltung gelesen, denn spätestens wenn der GM einen NPC ohne Charaktergenerator Unterstützung erstellen muss, überlegt er sich zwei Mal, ob dieser NPC wirklich diese nicht im Charactergenerator enthaltene PrC braucht, so dass er den NPC per Hand erstellen muss. :)