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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HEREDiUM - Dark Future RPG


primus
Dienstag, 24. Januar 2006, 10:36
Moinsen! :)

Obwohl sich das Spiel noch im Aufbau befindet, stelle ich mal hier die Vorstellung rein. Gerade jetzt kann nämlich Feedback noch berücksichtigt werden, weswegen nach und nach alle verfügbaren Materialien in Betaversionen zum Download bereit gestellt werden...:wingrin:

Greets, Primus.
___

HEREDIUM - Dark Future RPG
Im Jahre 2190 zerreißt ein Meteorit die Mondoberfläche. Durch die Wucht des Aufpralls wird ein Brocken des Erdtrabanten auf den blauen Planeten zu geschleudert, der nur knapp oberhalb der Erdatmosphäre vorbeizieht und die Weltmeere in Wallung versetzt. Gaja taumelt und wird aus der Bahn geworfen, ein Jahrzehnt vergeht, bis sie wieder mit sich selbst in Einklang ist. Während dieser Zeit werden an der Erdoberfläche Staaten und Kulturen von Naturkatastrophen heimgesucht, bis Jahrtausende alte Fundamente schließlich zusammenbrechen und die Weltgemeinschaft als solche nicht mehr existiert. Eine Zeit des Chaos und des Umbruchs, die in der Vergangenheit liegt.

Zehn Jahre später treten fünf Zivilisationen in den Wettstreit um die Planetenmutter. Jede einzelne dominiert den Großteil ihres Kontinents, vereint Technik und Philosophie zu einem neuen Fundament. Eine weitestgehend friedliche Koexistenz bislang, doch es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis das Naturell des Menschen ihn zu neuen Eroberungen und Kriegen antreibt. Und dazu, sich die Natur und damit die Erde selbst ein weiteres Mal Untertan zu machen. Doch Gaja ist erwacht und sie spürt alten Zorn aufwallen. In ihrem Schoß keimt ein neuer Samen, bereit, an die Oberfläche zu kriechen und zu erblühen, willens, die Menschheit mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Die Naoh-Mutation ist ihr Werkzeug – unerbittlich erkämpft sich die Natur in Gestalt mutierter Bestien und Urwälder zurück, was einst ihr alleine gehörte.

Dark Future.
Man muss nur einen Blick in die Nachrichten und Zeitungen werfen, um von den Schrecken der heutigen Zeit eingeholt zu werden. Tausende Menschen sterben in sinnlosen Kriegen, Tiere werden abgeschlachtet und die Natur bis auf den letzten Blutstropfen ausgebeutet. HEREDiUM spiegelt auf der Basis dieser Entwicklungen eine fiktive Zukunft wider, deren Kernthema nicht das Ende eines Zeitalters, sondern eine letzte Chance ist, ein neues Zeitalter, das vielleicht das letzte sein könnte. Vielleicht. Der Mondfall war eine Sintflut, die nicht nur die Menschheit in ihren Grundfesten erschütterte, sondern auch die Erde selbst ins Wanken brachte. Wieder geht es um Vorherrschaft, wieder geht es um die Kontrolle über die Natur. Aber diesmal wird sich Mutter Erde nicht kampflos geschlagen geben.

Die Spieler schlüpfen in die Rollen unserer Nachfahren, die sich in neuen Zivilisationen formiert und weiterentwickelt haben. Doch sie tragen noch immer unser Erbe in sich, und alle damit verbundene Schuld. Ihre Mission ist es, gegen den Zorn eines Gegners zu bestehen, der für den menschlichen Geist nicht fassbar ist – die Erde selbst. Werden sie einen Weg zur Aussöhnung finden? Verstricken sie sich in den Wirrungen eines neuen Zeitalters, in dem jeder nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist? Oder haben sie ihre Lektion gelernt?

Fünf neue Zivilisationen.
Asien: Zusammengepfercht in einer gewaltigen Biosphäre klammern sich die acht Millionen Menschen Temoras an das Erbe ihrer Vorfahren. Sie sind hoch technisiert, noch immer übernehmen Computer die wichtigsten Verwaltungsaufgaben, noch immer werden Waffen produziert. Aber irgendwann wird die jetzt schon überfüllte Hirohito City keine weiteren Menschen mehr aufnehmen können, und dann heißt es umdenken.

Europa: Eden, die Hauptstadt der Nordallianz, gleicht einem industriellen Krebsgeschwür. Statt Metastasen fressen sich Schienen durchs Land, die dem einfachen Bauern die Weisheit der Hegemonialkirche indoktrinieren und ihn zum willenlosen Arbeiter in den Faktoreien der Postindustriellen machen. Alles gedeiht gottgefällig, so wie der übermächtige Klerus es mag.

Australien: Das Revier von Raging Bull, dem Abschaum der Menschheit. Sie haben nichts dazu gelernt, tanzen glücklich und zufrieden auf den Resten der Zivilisation in den Abgrund. Ihre Hauptstadt Checkpoint ist ein El Dorado für Schrottsammler, Piraten und Söldner. Es zählt allein das Recht des Stärkeren.

Amerika: Früher jagte man sie als Absonderliche, jetzt gehört den Debellatoren der gesamte Norden Amerikas. Ihre Vision ist eine bessere Zukunft, die Auswahl ihrer Mittel reicht von überlegener Waffentechnik, übermenschlichen Fähigkeiten bis zu einem alles überragenden Intellekt. Aber wer will sich schon gerne von Übermenschen beherrschen lassen?

Afrika: Der Wüstenkontinent ist ihr neues Paradies, unermüdlich arbeiten die Hezekieliten an den fruchtbaren Küsten für einen bescheidenen Wohlstand und ein einfaches Leben. Sie sind die Gesandten des Propheten Hezekiel, erschaffen aus dem Meer, gekommen um die Welt zu erneuern. Sie verachten die Technik, obgleich durch ihre Adern auch Naniten pulsieren. Und sie dulden keinen Widerspruch, so wie Hezekiel kein Versagen duldet. Alles muss funktionieren. Ausnahmen unerwünscht.

Simple Regeln.
Statt das Rad neu erfinden zu wollen, setzen die Regeln von HEREDiUM auf altbewährte Prinzipien. Gewürfelt wird mit 2W6 gegen einen zu erreichenden Zielwert, es gibt Vor- und Nachteile, ein auf Lebenspunkten basierendes Kampfsystem und für zwei der Zivilisationen übernatürliche Fähigkeiten (PSI- und Nanitenkräfte). Außerdem neue Technologien: von Brennstoffzellen angetriebene Turbokopter, Plasmawaffen und vieles mehr - es ist also für jeden etwas dabei.

Weitere Informationen
Hintergrundinfos sowie PDF-Downloads zu HEREDiUM findet ihr auf www.heredium-rpg.de - ebenso einen Newsletter und ein Forum für alle weiteren Fragen. Schaut einfach mal rein, wir freuen uns auf euer Feedback!

Euer HEREDiUM-Team

NeonSamurai
Dienstag, 24. Januar 2006, 11:21
Klingt eigentlich recht interessant :D

primus
Dienstag, 24. Januar 2006, 11:40
Wir tun unser Möglichstes. :D

Bil
Dienstag, 24. Januar 2006, 11:48
Hinterläßt einen leichten Degenesis-Nachgeschmack bei mir. Die große, alles umwälzende Katastrophe + Mutationen, nur daß halt diesmal mehr Technologie erhalten geblieben ist.
Aber gut, ich werd's mir bei Gelegenheit mal mit Wohlwollen genauer ansehen. :)

primus
Dienstag, 24. Januar 2006, 12:27
Hm ja, diese Vermutung liegt nahe, und ich hatte befürchtet, dass es zu dieser Diskussion kommt. :cool:

Da ich zufälligerweise an beiden Systemen mitarbeite, kann ich jedoch sagen, dass der Eindruck nur oberflächlich entsteht. Die Unterschiede sind auf den Punkt gebracht eigentlich folgende:

Degenesis basiert auf einer Version unserer Welt, die sich zwar etwas weiterentwickelt hat, aber im Jahre 2073 noch immer sehr stark der unsrigen gleicht, bevor sie ein jähes Ende findet. Das Zeitalter des Tieres und die 500 Jahre zwischen Eshaton und Spielzeit führen zu einer komplett neuen Gesellschaftsstruktur, nur wenig ist vom Urvolk geblieben. Die lebensfeindliche Umwelt (Sporen und Psychovoren) ist etwas durch den Primer erschaffenes, ebenso wie der Homo Degenesis letztendlich ein Produkt des Kometeneinschlags, eines externen Eingriffs ist.

Bei HEREDiUM entwickelt sich die Version unserer Welt bis ins Jahr 2190 fort. Die so genannte Naoh-Mutation ist von Menschen verursacht, die der Meinung waren, technisch in die Natur zu intervenieren, um sich keine Gedanken mehr um Umweltsünden machen zu müssen. Bei dem Versuch im großen Stil die Atmosphäre von Schadstoffen zu reinigen, ist allerdings ein Nebenprodukt entstanden, das die Mutation von Tier- und Pflanzenwelt, aber auch die vom Menschen zum Debellator bewirkt hat. Selbst verursachte Probleme, die bereits vor dem Mondfall zu starken Veränderungen in der Welt geführt haben. Der Meteorit ist letztendlich ein Stilmittel, ein beliebtes Apokalypseszenario um viel Staub aufzuwirbeln. Diesmal trifft der Himmelskörper den Mond, nachdem das Ding zuvor aus seiner Flugbahn gebombt wurde. Wieder selbst verschuldet (zumindest ein bisschen).

Die eigentliche Katastrophe liegt erst 10 Jahre zurück, und ihre Nachbeben sind noch spürbar. HEREDiUM ist damit eine Zukunftsversion, in der sich einiges durch den Menschen selbst getan hat. Naoh-Mutation, Brennstoffzellen, Plasmatechnik. Der Mondfall hat allerdings die Menschheit extrem dezimiert und dafür gesorgt, dass die Erdbewohner für ihre Versäumnisse einstehen müssen. Gerade weil sich jetzt niemand mehr effektiv gegen die Naoh-Mutation zur Wehr setzen kann. Und ganz wichtig - es ist warm, denn im Gegensatz zu Degenesis, das in eine Eiszeit steuert, sind bei HEREDiUM die Polarkappen und Gletscher geschmolzen, begleitet von einem Anstieg der Temperatur.

Ein weiterer Unterschied liegt im Spielprinzip. Während sich Degenesis auf Europa und Africa verdichtet, arbeitet HEREDiUM mit einem dezentralen Prinzip. 60 Millionen Menschen verteilen sich auf fünf Kontinente. Dazwischen ist viel Whitespace. Und letztendlich die Mechanismen. Degenesis setzt durch das KatharSYS auf Erzählen, HEREDiUM baut auf einem Old-School-Würfel-System auf.

Ich denke, es kommt halt auf die persönlichen Vorlieben an. Ich selbst mag natürlich beides. ;)

Greets, Primus.

Jadetiger
Dienstag, 24. Januar 2006, 14:21
@primus
Ich bin noch sehr unentschieden was ich von dem RSP halten soll.
Ist das ein Privatprojekt oder soll das veröffentlicht werden?
Wo genau siehst du die Innovation dabei?

primus
Dienstag, 24. Januar 2006, 14:43
Ich bin noch sehr unentschieden was ich von dem RSP halten soll.
Was ja ganz normal ist. ;)

Ist das ein Privatprojekt oder soll das veröffentlicht werden?
Beides. Andy, der Kopf von Heredium, plant definitiv eine Veröffentlichung im Eigenverlag. Allerdings wird aus so einem Nischenspiel sicherlich kein Megaseller wie bspw. DSA werden. Es ist mehr Spaß an der Sache.

Wo genau siehst du die Innovation dabei?
Hm, schwierige Frage, die sich am besten jeder selbst beantworten sollte. Ich bin kein Fanboy, der eine Sache bis auf Blut verteidigt. Ich weiß genau, dass viele Ideen in dem Spiel schonmal irgendwie verwurstet worden sind. Andere dafür (meines Wissens nach) noch nicht. Aber ich kenne auch nicht alle eingängigen SciFi, Endzeit oder Dark Future Romane, Filme oder Spiele. Es ist halt ein weiteres Rollenspiel, wer es mag, mag es, wer nicht, der nicht. Und das muss halt jeder selbst entscheiden. :)

Greets, Primus.

Jadetiger
Dienstag, 24. Januar 2006, 15:52
Ich hab nur nach der Innovation gefragt, weil falls ihr das Spiel vermarkten wollt, sollte es zumindest eine neuartige oder besonders interessante Sache bieten, mit deren Hilfe man das Spiel anpreisen kann. Mit "ist halt noch so ein Rollenspiel" hat noch niemand was verkauft.

Den Hintergrund würde ich nach kurzem Überfliegen als "Endzeit" bezeichnen. Dazu kommt, dass du ja selbst das Regelwerk als "oldschool und nichts Besonderes", ja noch viel schlimmer als "Würfelsystem" (ein ganz schlimmes Wort, das der Veteran sofort mit Rollplaying in Verbindung bringt) beschrieben hast.
Du solltest dir also überlegen, warum jemand ausgerechnet Heredium und nicht einfach Degenesis, Endland oder Lodland ( :eek3: ) spielen sollte. All diese Spiele haben ja schon eine gewisse Lobby unter den Rollenspielern und stellen eine direkte Konkurrenz in der Nische dar, in die ihr als Neulinge reinwollt.

primus
Dienstag, 24. Januar 2006, 16:10
Ich hab nur nach der Innovation gefragt, weil falls ihr das Spiel vermarkten wollt, sollte es zumindest eine neuartige oder besonders interessante Sache bieten, mit deren Hilfe man das Spiel anpreisen kann. Mit "ist halt noch so ein Rollenspiel" hat noch niemand was verkauft.
Ja, das ist vollkommen richtig. Aber ich will Heredium gar nicht verkaufen, sondern nur darauf verweisen, dass es das Spiel gibt. Und das aus einem ganz einfachen Grund - Heredium ist für mich ein Hobbyprojekt. Aber mit Deinen Hinweisen hast Du natürlich vollkommen Recht. :)

Den Hintergrund würde ich nach kurzem Überfliegen als "Endzeit" bezeichnen. Dazu kommt, dass du ja selbst das Regelwerk als "oldschool und nichts Besonderes", ja noch viel schlimmer als "Würfelsystem" (ein ganz schlimmes Wort, das der Veteran sofort mit Rollplaying in Verbindung bringt) beschrieben hast.
Hehe. Ja, das habe ich mit Absicht geschrieben, um den Fokus vom System wegzulenken. Das Regelsystem ist nach dem KISS (Keep it simple and stupid) Prinzip entstanden. Es soll schnell, trotzdem durch optionale (auch wenn eigentlich alle Regeln optional sind) Regeln ausbaufähig sein. Und ja, man muss auch würfeln.

Du solltest dir also überlegen, warum jemand ausgerechnet Heredium und nicht einfach Degenesis, Endland oder Lodland ( :eek3: ) spielen sollte. All diese Spiele haben ja schon eine gewisse Lobby unter den Rollenspielern und stellen eine direkte Konkurrenz in der Nische dar, in die ihr als Neulinge reinwollt.
Joa, das ist natürlich auch vollkommen richtig. Aber ich wollte eigentlich gar kein Hardcore-Marketing machen, weil ich natürlich dadurch, dass ich auf mehreren Hochzeiten tanze, schnell zwischen den Stühlen sitzen könnte - und das versuchte ich eigentlich zu vermeiden. Außerdem versuche ich so gut es eben geht, jedem Rollenspiel seine Existenzberechtigung zuzusprechen. Überall steckt ne Menge Arbeit drin, was jetzt besser ist, liegt immer im Auge des jeweiligen Betrachters.

Okay, zum USP von Heredium: Es gibt eine ganze Menge Freiräume für Spieler und Spielleiter, weil die Welt groß und das erschlossene Gebiet klein ist und bleiben wird. Als Spieler kann ich u.a. Mutanten (Debellatoren) oder eine Mischung aus Amish-und-Borg (Hezekieliten) spielen, die übernatürliche Kräfte haben. Andere Zivilisationen verfügen dafür im Ausgleich über wesentlich mehr Technik. Es gibt keinerlei Fantasyrassen und es nimmt sich nicht unbedingt durchgängig nur ernst, denn wo sonst kann man einen Charakter mit dem Nachteil Hamsterschreck spielen? ;)

Greets, Primus.

apesch
Dienstag, 24. Januar 2006, 17:19
Also mir kommt da jetz nich mal zuerst Degenisis ins Gedächtnis, obwohl das natürlich irgendwo durchschimmert... aber vielmehr fühl ich mich doch etwas an Fallout erinnert... Plasmawaffen... Mutationen und Übermenschen... das Recht des stärkeren.... und ein versklavender Glauben.... irgendwie eine Mischung aus beiden Teilen...

Jason_Frost
Mittwoch, 25. Januar 2006, 10:23
jo ich sag halt wenn mich das genre interessiert und das szenario auch, dann schaut man halt mal rein.
wenn ich klassisches fantasy zock, wirds wohl nicht so mein fall sein ... und es mir nicht angucken.

wie bereits erwähnt, den vergleich mit degenesis wird es sich gefallen lassen müssen weils oberflächlich betrachtet einige ähnlichkeiten gibt und im detail doch unterschiedlich, aber man betrachtet die meisten dinge eben oberflächlich.
das wird wohl eher das "problem" sein ... gut evtl will jadetiger mit innovation auch sagen dass ihm der meteor zu bekannt ist.
oft muss der "aufhänger" ja nichtmal gut sein, solange es irgendwie die welt begründet (vgl. SR) ... nur eben die idee so grob neu.

Ansonsten versteh ich das mit innovation nicht so ganz, so was komplett neues zu erfinden wird schwierig nachdem schon so einiges auf dem markt vorhanden ist.

ich werd mir das system mal naschauen und gucken wie es sich spielt, genügend material wirds wohl bald auf der homepage geben, somit kann ja jeder den es interessiert es sich anschauen.

primus
Mittwoch, 25. Januar 2006, 10:43
Moinsen!

Hm, ich muss leider zu meiner Schande gestehen, dass ich Fallout nie selbst gespielt habe, sondern es nur vom Hörensagen her kenne. :rolleyes:

Ich denke, einer der Vorteile von Heredium ist die dezentrale Herangehensweise, denn man kann im Prinzip aus fünf völlig verschiedenen Settings wählen oder die gesamte Welt zum Setting erklären. Ich bemühe mal gängige Filme und sowas, um einen ersten, recht groben Eindruck zu verschaffen.

Vorneweg mal die Karte von Heredium:
>> http://www.heredium-rpg.de/files/Heredium-Final-Small.jpg

Australien / Raging Bull ist Smoker aus Waterworld meets Mad Max. Gesetzlose auf Seefahrtzeugen, die alles zusammenraufen, was noch übrig ist, und sich als Söldner verdingen.

Europa / Nordallianz tendiert in Richtung Equilibrium meets Wild West. Zum einen gibt es ein immer totalitärer werdendes Staatssystem, bestehend aus Hegemonialkirche, Allianzgarde und Postindustriellen, zum anderen ist Europa fast vollständig von mutierten Naoh-Dschungeln überwuchert, durch die sich wie zur Gründerzeit Pioniere vorankämpfen, um die verbliebenen Städte und Dörfer an das Schienennetz anzugliedern.

Nordamerika / Debellatoren ist so eine Art X-Men-Schule in Landform meets Red Dawn. Während die Debellatoren sich hier hin zurückgezogen, um eine eigene Gesellschaft zu gründen und ihren Kampf gegen die Menschheit voranzutreiben, reagieren die Einwohner in gewohnter Manier und gründen aus ehemaligen Milizen die Sekte der Technoiden, um sich gegen die 'Mutanten' zur Wehr zu setzen.

Afrika / Hezekieliten ist Borg meets Amish meets Der Schwarm. Eine wasseraffine Sekte, die Naniten im Blut trägt und für ihren Propheten Hezekiel nach und nach die Welt erobern will, aber Technik verabscheut. Ein Widerspruch, jep, aber die Naniten kontrollieren die Hezekieliten, nicht umgekehrt.

Asien / Temora ist so eine Art, tja, hm, vielleicht Crying Freeman meets Robo Cop? In einer hochtechnisierten und völlig überfüllten Biokuppel drängt sich ein ganzes Volk zusammen, während der Rest des Landes von marodierenden Kannibalen und Warclans tyrannisiert wird. Glücklicherweise ist man in Hirohito City Dank moderner Technologie recht sicher.

Neben diesen fünf Zivilisationen gibt es noch Südamerika, in dem es eine freie Stadt namens Subsuelo gibt, in der sich die Zivilisationen mischen. Und auch sonst gibt es einige Flecken auf der Erde, an denen die fünf sich aneinander reiben, viele regionale Randgruppen, die ihre eigenen Ziele verfolgen und den großen fünf zusetzen (bspw. die o.g. Technoiden). Viele der Zivilisationen sind untereinander verfeindet, andere haben bspw. Handelsabkommen oder gemeinsame Projekte, etc. Man kann also schon einiges herausausreizen, und es ist nicht alles Endzeit, aber eben auch.

Greets, Primus.

Gigi
Mittwoch, 25. Januar 2006, 12:05
Erst mal: Die Karte ist echt gut geworden :)

Dann: Dschungel in Eden? Auch wenns n Mutantendschungel ist, braucht der ein Feuchtwarmes Klima, dazu müsstet ihr den "Nordpol" eurer Karte ein wenig anders setzen ^^ Wohl eher Urwald, wie im guten alten Germanien oder? ;)

primus
Mittwoch, 25. Januar 2006, 12:18
Erst mal: Die Karte ist echt gut geworden :)

Dann: Dschungel in Eden? Auch wenns n Mutantendschungel ist, braucht der ein Feuchtwarmes Klima, dazu müsstet ihr den "Nordpol" eurer Karte ein wenig anders setzen ^^ Wohl eher Urwald, wie im guten alten Germanien oder? ;)
Jep, es ist Urwald, er heißt sogar Teutares. Mea culpa. Es war früh und ich brauchte nen Kaffee. ;)

apesch
Mittwoch, 25. Januar 2006, 20:27
Hm, ich muss leider zu meiner Schande gestehen, dass ich Fallout nie selbst gespielt habe, sondern es nur vom Hörensagen her kenne. :rolleyes:


Schäme er sich! Aber das kann nachgeholt werden. Soll ich Dir mal beide Teile mitbringen? :D

Die Karte find ich übrigens auch gut.. nur scheinbar bin ich zu blind um einen Nordpol zu lokalisieren. Ich hatte erstmal schon Probleme zu checken wo was sein soll *G* Des gugt alles so anders aus:susp:

primus
Donnerstag, 26. Januar 2006, 00:41
Schäme er sich! Aber das kann nachgeholt werden. Soll ich Dir mal beide Teile mitbringen? :D
Hehe, die Spielernatur in mir sagt - JAAAA!!! Die arbeitsame Seite sagt - AUF GAR KEINEN FALL!!! Aber ich komm drauf zurück. ;)

Die Karte wählt eine etwas andere Perspektive, das ist richtig. Auf der Webseite gibt es sie auch nochmal animiert - das sorgt für Überblick. :)

Greets, Primus.

apesch
Donnerstag, 26. Januar 2006, 09:08
Ok, jetz hab ich mir die animierte reingezogen.. und bin noch viel verwirrter... aber gut.. is ja schließlich in weiter Zukunft... äh... irgendwie hab ich das, was Du Amerika nennst, als Arabisch-Asiatischen Raum identifiziert *g* ....

primus
Donnerstag, 26. Januar 2006, 09:48
Hehe. Die Karte spiegelt den gestiegenen Wasserstand wieder, weswegen einiges anders wirkt und viele Länder einfach weg sind. Außerdem ist der Aufbau in etwa so, als ob Du einen Wasserballglobus aufschneidest und flach an die Wand nagelst. Daher ballt sich alles so. :)

Greets, Primus.

yennico
Freitag, 27. Januar 2006, 14:35
Ich bin nach dem Lesen der Post von Primus und der Welthistory auf der Seite des Urhebers auch noch unentschlossen, was ich von dem RPG halten soll.

Zum Positiven:
Die History und einen Teil von Primus Posts macht mich neugierig auf mehr. Ich fühle mich auch wie Apesch an Fallout erinnert. Dieses ist nicht schlecht, aber es gibt schon ein Fallout RPG. :)

Über das ,was das Spiel ausmacht, was z.B. einen Unterschied zu Fallout darstellen würde, wird mir bis jetzt zu wenig gesagt: Ich würde gerne mehr über die Naoh-Mutation wissen. Was kann ich von ihr erwarten? Sind die Mutationen einfach nur größere und zum Teil intelligentere Tiere? Haben nur bestimmte Tiere eine beschleunigte Evolution durchgemacht bzw. wie sehen diese dann jetzt aus?
Ich weis nicht ob dem so ist, aber wenn Evolution und Mutation so ein zentraler Bestandteil des RPGs ist, würde ich gerne ein paar Beispielseiten des ich nenne es mal Mutations- und Tierevolutionskataloges sehen. Die Beispielseiten müssen nicht mit vollen Spielwerten versehen sein, sondern es reicht eine Beschreibung des Tieres um zu sehen, auf welche Ideen für z.B. Tiere die Entwickler des RPGs gekommen sind. Einige Ideen aus der History finde ich orginell (z.B. Toxicarbres). Sie erinnern mich an eine Sendung über die Erde in der Zukunft mit fortgeführter Evolution. Auf ihrer Erde gäbe es dann nur noch eine einzige Säugetierrasse gibt (eine Nagetierart, die als Haustier bei Insekten gehalten wird). :)

Zehn Jahre später treten fünf Zivilisationen in den Wettstreit um die Planetenmutter.
Ich würde mich hier nicht so auf die Fünf festlegen. Wer weis ob man nicht noch eine coole Idee für eine görße Zivilisation später hat. :)
Statt fünf würde ich "die größten" schreiben.


Doch Gaja ist erwacht und sie spürt alten Zorn aufwallen.
Ist Gaja, die Erdenmutter in Heredium sowas wie eine intelligente Göttin mit ensprechender "Macht"? Falls ja, was hindert sie alle Menschen einfach per Naturkatastrophen zu töten oder per Unfruchtbarkeit aussterben zu lassen?

Nun zum Negativen.
Bei Primus Posts sind aber auch Beschreibungen über die Welt drin, die mich eher abtörnen als reizen. Es kann sein, dass dieser Effekt durch seine geraffte Zusammenfassung zustande kommt.
Es kommt mir so vor als werden zu viele Klischees verhackstückt.
Bei den Beschreibungen der Zivilisationen in seinem Eingangspost fühlte ich mich zumindest bei Asien, Europa und Australien in Klischees bestätigt, denn diese bedienen meiner Meinung nach zu sehr Klischees.
Mich hätte neugieriger gemacht, wenn man ausgetreten Pfade mal verlassen hätte.

Ich möchte es am Beispiel Australien mal demonstrieren. Ich weis nicht, ob ich das was ich meine gut schriftlich rüberbringen kann.
Zu Australien fällt einem spontan ein: frühere Strafkolonie, große Wüste, Ayers Rock, Aboriginies
Das Wasteland Szenario bietet sich ja an, aber das wäre meiner Meinung nach zu traditionell. Etwas was ich dort erwarten würde.
Warum nicht mal was anderes probieren:
Mit Ayers Rock und Aboriginies hat Australien viel Mythos. Das Land von Australien ist auch erwacht und ebenso vom Naoh Mutationen bewohnt, aber in weiten Teilen hat sich statt der Wüste z.B. eine Baumlandschaft breit gemacht. Die Mensch, die dort leben sind sehr naturverbunden und entsagen der meisten Technik, ihnen zürnt Gaya wenig. Vielleicht gibt es dort soetwas wie eine Klasse des Druidens, der von der Natur/ Gaya besondere Fähigkieten (kein keine Zauber :)) gegen entsprechende Nachteile verliehen bekommt. Die Menschen, die sich dort die Erde untertan machen wollen, werden schleunigst von der Insel vertrieben. Australien ist die letzte Hoffnung der Menschen auf überleben und es könnte die Keimzelle der neuen Welt sein, sofern sich Gaya dazu durchringt den Menschen zu überleben lassen. :)
Nach Australien zu kommen ist schwierig, den in den Meeren um Australien herum schwimmen viele von Naoh mutatierten Wasserwesen z.B. Rostbaktieren die Eisenschiffsrümpfe auffressen.

Beispiel Asien:
Asien als hochtechnisierte Enkalve ist auch meiner Meinung nach zu vorhersehbar. Das hat man irgendwo schon mal gelesen oder gesehen, es ist also nichts überaus neuartiges, auch wenn es im kleinen vielleicht anders als das Gesehene ist.
Warum nicht folgende Beschreibung:
Asien vertraute in der Vergangenheit ganz auf seine Technik. Das technischen Wettrüsten mit der Natur hat die Asiaten in zwei Gruppen gespalten: in die Traditionalisten, die das Wettrüsten und den Technikglauben nicht mit machen wollten und in die Technophilen, die sagten, es gäbe nichts was die Natur hervorbringen kann was, sie nicht besiegen oder bezähmbar machen. Diese Technophilen wollten "Gott" spielen und die Natur zahlte es ihnen heim. Je mehr die Technophilen hochrüsteten, desto gewaltiger war die Antwort der Natur und letztendlich besiegte die Natur die Technophilen. Jetzt liegt Asien in Trümmern, einige hochtechnische Innovationen sind noch in den Ruinen zu finden, aber in Asien herrscht noch immer ein zwiespältiges Verhältnis zur Technik. Neben den Traditionalisten, und den nicht aussterben wollenden Technophilen gibt es nun die gemässigten Technophilen, die ihre Lehre aus der Niederlage gegen die Natur gezogen haben, aber die auf Technik nicht ganz verzichten möchten.

Warum ist statt eines ganzer Zivilisation nicht die am technisch weitentwickelste menschliche Siedling eine von der Welt vergessene und entlegende Forschungsstation einer ehemaligen Großmacht z.B. in Südamerika.
Sie ist mir der umgebenden Natur entweder im offenen Krieg mit vielleicht derzeitigen Waffenstillstand oder forscht nicht zur Zerstörung der Natur, so das die Natur sie in Frieden lässt.

In Europa hätte ich eine Festung des christlichen Gottesglaubens erwartet.
Interessanter wäre es gewesen die letzte Festung des christlichen Glaubens nach Südamerika zu verlegen. :)

Wenn der Mensch schon überall rumfuhrwerkt, hat er vielleicht auch per Gentechnik intelligente Wesen erschaffen. Ein paar von denen könnten ja eine eigenen Kultur entwickelt haben.


Okay, zum USP von Heredium:

Ich würde als USP von Heredium sehen, dass es ein Evolutions-RPG ist.
Vielleicht ist es auch so etwas wie Cy- oder Bioborg meets intelligentes Baumwesen.


Es gibt eine ganze Menge Freiräume für Spieler und Spielleiter, weil die Welt groß und das erschlossene Gebiet klein ist und bleiben wird.
Außer vieleicht bei DSA, gibt es bei vielen RPGs Areas mit White Spaces, die der Verlag nicht füllt, sondern den Käufern überlässt. Für manche finden sich Webprojekte, die diese Felder füllen wollen.


Als Spieler kann ich u.a. Mutanten (Debellatoren) oder eine Mischung aus Amish-und-Borg (Hezekieliten) spielen, die übernatürliche Kräfte haben.

Die PCs sind wohl alles Menschen oder menschliche Mutanten. Kann man auch z.B. intelligente teiersche Naoh-Mutationen spielen?


Ansonsten versteh ich das mit innovation nicht so ganz, so was komplett neues zu erfinden wird schwierig nachdem schon so einiges auf dem markt vorhanden ist.
Wenn ein Spiel keine Innovation hat, werden viele es sich nicht kaufen, denn noch ein weiteres Dark Future werden sie sich nicht in den Schrank stellen wollen.

Jadetiger
Freitag, 27. Januar 2006, 14:52
@Jason_Frost
Wenn ein Spiel keine Innovation hat, werden viele es sich nicht kaufen, denn noch ein weiteres Dark Future werden sie sich nicht in den Schrank stellen wollen.
Genau das hab ich mit Innovation gemeint. Das Spiel muss eben was Neues bieten, das sich von allem schon dagewesenem wenigstens soweit unterscheidet, dass es einen ausreichend großen Spiel- und Kauf-Anreiz bietet. Es wirft ja auch niemand "Das Schwarze Augenlid - Ein Spiel genau wie DSA" auf den Markt. Warum sollte das jemand kaufen?

primus
Freitag, 27. Januar 2006, 15:38
Hehe, viele gute Punkte und sehr viel Wahres dran. :)

Bei so einer Mini-Systemvorstellung muss man sich auf die wesentlichen Sachen beschränken, die sind größtenteils recht Klischee beladen, da stimme ich yennico zu.

Ich denke, ein großes Problem ist momentan ganz einfach, dass noch nicht alle Downloads verfügbar und deshalb die Eindrücke von der Welt noch recht vage sind. Bspw. gibt es neben den großen fünf mehrere Randgruppen, die (noch) nicht den Status einer Zivilisation haben, und recht eigenständig sind. Stellenweise grotesk und unspielbar, stellenweise mystisch und die eigentliche Natur des Landes bzw. seiner Einwohner widerspiegelnd. Zur Naoh-Mutation wird es übrigens auch ein eigenes Kapitel geben, das allerdings noch in Arbeit ist, Tiere sind (bislang) nicht als spielbar gedacht.

Fazit: Heredium ist alles andere als fehlerfrei oder perfekt dargestellt. Alle Entwickler sind betriebslind. Um die Stärken und Schwächen eines Systems zu beleuchten, braucht es Feedback von Außen. Das ist nicht immer leicht verdaubar, aber ich denke, dadurch, dass Heredium jetzt nach und nach in der Alphaversion als freier Download erscheint, ist schon mal ein großer Schritt getan. Und konstruktive Threads wie diese hier, tun ihr übriges. Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust, mal im Heredium-Board seine/ihre Meinung kundzutun, da sind dann auch die jeweiligen Spezialisten als Ansprechpartner verfügbar. :)

Greets, Primus.

yennico
Freitag, 27. Januar 2006, 18:21
Hehe, viele gute Punkte und sehr viel Wahres dran. :)
Ich hoffe Du siehst es als konstruktive Kritik und nicht als Beleidung.



Bei so einer Mini-Systemvorstellung muss man sich auf die wesentlichen Sachen beschränken,
Meiner Meinung nach war die Systemvorstellung suboptimal. :)
Wenn ich in einer Beschreibung nur mehr oder weniger bekanntes lese, werde ich nicht weiterlesen. Man sollte mehr die Besonderheit von Heredium hervorheben. Die Besonderheit von Heredium kann sein, wenn es ein zentrales Thema ist und entsprechend ausgeführt wird, die Evolution. Bei einer Systemvorstellung sollte man m.M. weniger Gewicht auf die einzelne Zivilsationen legen, sondern mehr auf den Evolutionscharakter des Wesen und die Naoh-Mutationen, sprich eine Vision entwerfen, was sein könnte, wenn sich die Tiere schnell weiterentwickelt haben.

Ich gebe Dir recht, ausführliche Information würden das Bild über Heredium ändern.

Das ist nicht immer leicht verdaubar,
Nicht jeder (Einzel)Kritik ist berechtigt und muss umgesetzt werden. :)
Solange Heredium ein Fanprojekt bleibt, kann man sich vieles erlauben.
Will man Heredium aber mal verkaufen, muss man andere Kriterien an das RPG anlegen.
Wenn das Endprodukt aber verkauft werden soll, man will ja das Geld des Kunden :), muss man sich von den anderen Mitbewerbern abgrenzen und das Besondere bieten, denn nur dafür zahlt der Kunde. Wenn man Heredium in die Richtung eines uniquen RPGs entwickelt wird es sich wohl auch auf dem Markt verkaufen. :)

Mit einem kostenlosen Download könnte eine hohe Verbreitung einhergehen und vielleicht auch mit viel Resonanz (positiv wie negativ)

Vielleicht hat ja der eine oder die andere Lust, mal im Heredium-Board seine/ihre Meinung kundzutun, da sind dann auch die jeweiligen Spezialisten als Ansprechpartner verfügbar. :)
Derzeit lohnt sich das meiner Meinung nur bedingt, da die meisten Infos zur Welt noch in den Köpfen der Entwickler steckt. :)

primus
Freitag, 27. Januar 2006, 18:29
Ich hoffe Du siehst es als konstruktive Kritik und nicht als Beleidung.
Ne, ne, keine Sorge. :cool:

Derzeit lohnt sich das meiner Meinung nur bedingt, da die meisten Infos zur Welt noch in den Köpfen der Entwickler steckt. :)
Jep, deswegen sage ich ja - erstmal müssen endlich die Downloads her. ;)

Ich gebe auf jeden Fall ein Update, wenn es soweit ist.

Greets, Primus.

primus
Sonntag, 5. Februar 2006, 16:36
So, ein kleines Update. Inzwischen sind zu den Mechanismen auch die Kapitel 1, 2 und 4 online - und damit jede Menge Hintergrundinfos zu den Zivilisationen und Randgruppen. :)

Zum Download geht es hier entlang: http://www.heredium-rpg.de/down.html

Greets, Primus.

yennico
Freitag, 3. März 2006, 15:55
Ich habe mir vor ein paar Tagen die Files gedownloaded und einige auch schon durchgelesen.
Meiner Meinung nach gab es einige Lichtblicke, aber auch Entgleisungen.
Ich werde hier jetzt keine Rechtschreibungsfehler auflisten, sondern nur auf verbesserungswürdige Dinge hinweisen.

Kapitel 1 Mondfall:
Irgendwie sind die Inhalte im Abschnitt "Um was geht es" wirr angeordnet.
Warum schreibt man nicht gleich am Anfang des Kapitels, dass Heredium ein RPG ist und es in einer Dark Future der Erde spielt.
Zwar wird ein Buch nach den ersten gelesenen Zeilen beurteilt und dann gekauft, aber in diesem Kapitel kommen erst mal Belehrungen. :(

Die Belehrungen z.B.
- "Jeder vernunftbegabte Mensch ..... Katastrophe führen können."
- "schon lange überfällig und so dringend gebraucht werden"
- "wenn wir nicht aufwachen und den Worten Taten folgen lassen"
sollten sich die Autoren verkneifen. Ich will hier ein Rollenspielbuch lesen und keine Öko-Meinung. Mit so einer Einleitung verschreckt man einige Leser, selbst wenn der Leser vielleicht eine ähnliche Meinung hat. Was ist, wenn der Leser ein Technikfetischist wäre und diesen auch mal in der Heredium Welt spielen wolllte. Es darf schon düster sein, aber persönliche Meinungen gehören nicht unbedingt in ein RPG-Buch.

Ich verstehe nicht ganz was Heredium (Erbe, Erbgut) mit Flair zu tun hat.

Der letzte Satz dieses Abschnitts ist wirklich klasse.

Ich würde dieses ganze Kapitel umschreiben.
Eine Seite mit einem Text wie aus einem Roman, ähnlich wie bei den Randgruppevorstellung würde ich dem ganzen Kapitel voranstellen. Dieser Text muss die Stimmung, das Flair, die Welt alles gut repräsentieren und transportieren.
Unter der Überschrift: "Um was geht es" würde ich sinngemäß schreiben:
Heredium ist ein Rollenspiel, dass in einer fiktiven düsteren Zukunft spielt, in der die Charactere der Spieler überleben müssen. Den Namen Heredium würde ich auch erklären.
Die Weltbeschreibung in diesen Kapitel würde ich etwas umformulieren und das Key Element von Heredium: Evolution muss mit in dieser Beschreibung besonders hervorgehoben werden.
Den Text ab "Die Idee des Wiederaufbaus" bis zum Ende finde ich klasse und würde ich so übernehmen.

Das Unterkapitel "Was ist Rollenspiel" bringt mich fast auf die Palme.
Ich habe Humor, aber solcher muss in Büchern auch als solcher zu erkennen sein.
Ich würde Rollenspiel nicht als Phänomen und auch nicht als "unser aller liebster Zeitvertreib" bezeichnen. Jeder Spieler setzt andere Prioritäten in seiner Zeitgestaltung.

Heredium, ein RPG-System, das selber durch seine Regeln RPG-Begriffe benutzt bzw. definiert, gibt selber keine Definition von Rollenspiel. d.h. wenn eine RPG-Newbie das Buch Heredium kaufen soll, muss er sich vorher ein Buch mit "Was ist Rollenspiel" kaufen.
Auch wenn es lästig ist, so eine Definition zu schreiben, oder eine Definition zu finden, die allen zusagt, so gehört sie meiner Meinung nach in ein jedes Grundregelwerk. Fehlt diese Definition ist das Buch nur für fortgeschrittene RPGler. Dieses könnte man ja direkt auf dem Einband vermerken *ggg* Only for advanced players *ggg* Wenn einem Newbie so der Einstieg in ein System verwehrt bleibt, bleibt er vielleicht ganz bei einem anderen System.

Den vorletzte Satz finde ich zu sehr anmassend.

Zeitlinie
Wenn man Abkürzungen benutzt sollte man sie auch auflösen. :)
2032: Was ist ETNT? Was die ISS ist weis ich ja :)
2081: In Südamerika lebten vor der Seuche wie viele Millionen Menschen? (Aus dem Kopf habe ich solche Fakten nicht parat. :))
Thema USA in den Jahren 2050, 2068, 2110. Sind die fremden Streitkräfte nicht mit der Wiedererlangung der Souveränität aus dem Land abgezogen worden? 42 Jahre nach Wiedererlangung der Souveränität ist immer noch Chinesische Armee im Land?

Mit gefällt die gescheitere Meeresstation, die auch später im Buch aufgegriffen wird.

Ich etwas ein Problem mit den Zeitdimensionen:
2059 wurde das Naoh Verfahren eingesetzt. Dieses kann man als frühesten Startpunkt der Mutationen ansehen.
11 Jahre später, 2070 werden die ersten Naoh-Mutationen bei Wölfen gesichtet, aber innerhalb von 3 Jahren sollen sich die Nachkommen von normale Wölfen genetisch so verändern, dass sie intelligente, 1,50m große Wölfe werden.
Mit was für einem rasenden Tempo würde dann die Evolution stattfinden. In der Evolution setzt sich die Species die gegenüber anderen Specien einen Vorteil hat bzw. besser an die Umweltbendingungen angepasst ist durch. 3 Jahre sind nicht mal eine Wolfsgeneration. Zwar kann eine Mutation den Evolutionsvorgang beschleunigen, aber so drastisch bezweifele ich mal. Wenn die Wölfe nur größer geworden wären, würde ich das vielleicht noch durchgehen lassen, aber gleichzeitig noch eine Intelligenz entwickeln.
Hier würde ich eine andere Zeitdimension nehmen.

71 Jahre später, 2130, wird der erste Debellator geboren.
Wird die "Mutation" Debellator auch durch die Naoh Mutation verursacht? Warum sind dann die meisten Menschen dagegen resistent?
Warum brauchte die Naoh-Muation beim Menschen im Gegensatz zu Tieren so lange um nur gewisse Menschen mutieren zu lassen?
Wenn der Mensch auch durch die Naoh-Mutation mutiert, gibt es auch nicht überlebensfähige Mutationen. Diese würden auch bekannt werden.

Spielzeit ist 2200, sprich 141 Jahre später.
Selbst mit einen durch Naoh-Mutation beschleunigten Wachstum können Bäume und Pflanzen nicht so viel Land wieder in Besitz nehmen, wie der Mensch bis dahin gerodet hat.

Wie wäre es damit: Nach dem Mondfall 2190 vergehen eine unbekannte Zeitspanne, so ca. 500 - 1000 Jahre.
In dieser Zeit mutiert die Natur weiter und nimmt mehr Land wieder in Besitz.
Der Mensch lebt nur in vielen Enklaven und kann sich nicht um das umliegende Land kümmern. Aus diesen Enklaven entwickeln sich je nach dem die Zivilisationen oder auch die Randgruppen. Während dieser Zeitspanne kommt wegen der wenigen Menschenanzahl nur zu wenigen technischen Erfindungen bzw. viele Technologien werden aus Ruinen wiederentdeckt.

Eine orginelle Geschichte für ein Dark Future RPG auf der Erde zu schreiben ist schwer, denn vieles ist schon irgendwann mal in einen RPG verwurstet worden.
Vielleicht lässt man die Weltgeschichte ganz im Dunkeln, so dass keiner weis was vor der Spielzeit passiert ist bzw. man die Characktere könne versuchen es rauszufinden.
Oder man lässt nur grobe Stücke bzw. sehr wichtige Dinge der Vergangenheit wiederentdeckt z.B. es gab etwas vom Menschen geschaffenes gab, was die Mutationen auslöste und der Mondfall sowie die dadurch veränderte Landschaft.

Die Anordnung der Kapitel im Inhaltsverzeichnis finde ich suboptimal.
Ich würde gerne erst mehr über die Welt erfahren (Kapitel 3) als über die einzelnen Zivilisationen (Kapitel 2). Wenn man die Weltbeschreibung als Kapitel 2 macht, kann man in Kapitel 3: Zivilisationen und Kapitel4: Randgruppen diese dann geographisch anordnen.
Da entsprechende Kapitel noch nicht online sind kann ich nur spekulieren.
Kapitel 5-10 mischen Informationen für Spielleiter und für Spieler wild durch einandern. Das Bestiarium sollte wohl nicht jeder Spieler kennen.
Ich würde Spieler- und GM-Bereich strikt trennen.
Hier meine Kapiteleinteilung:
Kapitel 5: Mechanismen
Kapitel 6: Katalog
Kapitel 7: Paranorm
Kapitel 8: Leben
Kapitel 9: Leitfaden
Kapitel 10: Mondfall

primus
Freitag, 3. März 2006, 16:27
Hey, das ist mal lang geworden. :D

Leider bin ich gerade mitten in einer Lernphase (Montag Prüfung, danach Urlaub) und habe weite Teile von Heredium aus meinem Hirn vedrängt. Deswegen kann ich jetzt nicht in aller Breite darauf eingehen. Aber ich habe einen Mitautor gebeten, hier in Bälde ein detailliertes Feedback reinzuposten.

Greets, Primus.

yennico
Freitag, 3. März 2006, 16:38
Leider bin ich gerade mitten in einer Lernphase (Montag Prüfung, danach Urlaub) und habe weite Teile von Heredium aus meinem Hirn vedrängt. Deswegen kann ich jetzt nicht in aller Breite darauf eingehen.
Das macht doch nichts. :) Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Prüfung und anschliessend einen schönen Urlaub.

Anomander Rake
Freitag, 3. März 2006, 16:41
Hm, hm ,hm...
Diese Endzeitszenarien... Ich fühle mich ein bißchen hinundhergerissen zwischen "wohligen" Fallout- und Tribe8-erinnerungen und so einem Waterworld/Thunderdome/Beowulf-Alptraum.
Also erstmal Respekt vor jedem, der sich die Mühe macht, ein Rollenspiel zu entwerfen und einen Hintergrund zu erschaffen! Hut ab! Btw: Coole Karte!
-Aber: was heißt denn 'postapokalyptisch'? Der Huck an der Sache ist doch irgendwie, daß die Technik völlig verschütt gegangen ist und man sich in kleinen Gruppen irgendwie durchschlagen muß. Wer wird sich denn nach dem Wegfall des Internets und des Fernsehens, etc. in 25 Jahren noch an soetwas wie Amerika erinnern, außer in Legenden? 60 Millionen Leute auf die ganze Welt verteilt, das macht bei heutiger Fläche 1Mensch/2,4qkm... Da kann man ein Stück laufen, bis man mal jemanden trifft. Zudem dürfte sich die Trinkwasser- und vor allem die Nahrungsversorgung als extrem schwierig herausstellen, welcher Junkfood geprägte Neuzeitling ist denn in der Lage, ein Feld zu bestellen oder ein Tier zu schlachten? (Mal ganz von den Widrigkeiten abgesehen, die mit der Beschaffung von Saatgut, Dünger und eventuellen Gerätschaften und Nutztieren zusammenhängen.) Ich weiß nicht, ob man in dieser Situation unbedingt darauf aus ist, mit M16s in fremde Länder einzufallen. Macht sich das nicht irgendwie interessanter, auf einem lowtech Level zu versuchen, sich in der Welt seine kleine Nische zu behaupten? Sonst kann ich auch SR spielen...
Was ist mein Punkt? Ich fände ein Setting, das sich mit "Endzeit" beschäftigt sollte entweder den Belzebub enthalten oder sich nach einer nuklearen/kosmischen/mikrobiellen Katastrophe in sehr kleinem Rahmen abspielen. So, jetzt bin ich hoffentlich keinem zu sehr auf die Füße getreten, wollte auch mal meinen Senf dazugeben...

yennico
Freitag, 3. März 2006, 17:49
Anomander spricht einige Punkte an, die ich übersehen habe.

Also erstmal Respekt vor jedem, der sich die Mühe macht, ein Rollenspiel zu entwerfen und einen Hintergrund zu erschaffen!
Dem kann ich nur zustimmen.


Wer wird sich denn nach dem Wegfall des Internets und des Fernsehens, etc. in 25 Jahren noch an soetwas wie Amerika erinnern, außer in Legenden?

Bei der derzeitigen Entwicklung ist es wahrscheinlich, dass alle Länder in 20 Jahren z.B. nur noch das Internet und gentechnisch verändertes Saatgut, dass von einem Saatgutproduzenten immer wieder gekauft werden muss (so wie derzeit nur in den USA) nutzen. Dieses hat zur Folge, dass die Menschen nicht mehr mit Stiften schreiben können und auch die Technik des Ackerbaus nicht mehr erlernen. Weitere Techniken werden ebenso nicht mehr weitervermittelt.
Hinter diesen Hintergrund sollte die "Katastrophe", die die Erde in dem RPG Setting verändert möglichst bald passieren z.B. 2011.



60 Millionen Leute auf die ganze Welt verteilt, das macht bei heutiger Fläche 1Mensch/2,4qkm... Da kann man ein Stück laufen, bis man mal jemanden trifft.
Derzeit haben wir eine Weltbevölkerung von ca. 6,501,147,320 Menschen.
Durch die Soschenko und seine Auswirkungen würden 6,441147320 Menschen getötet. Deutlich mehr als in WW II.

Sonst kann ich auch SR spielen...
Heredium muss sich gegenüber anderen Rollenspielen des Dark Future Genres schon abgrenzen.
Heredium vs.
- Cyberpunk 2020: CP 2020 spielt meist in Städten, viele Leute sind vercybert, es gibt wenige Tiere in CP 2020. Nimmt man Vampire in Chrome hinzu gibt es sogar Psi-Kräfte. Heredium fehlt die Matrix.
- SR: SR hat Fantasyrassen, Magie und Matrix.
- Rifts: Rifts ist das System was man erhält was wenn man viele RPG-Systeme zusammenmixt. :) Neben einen Mech aus dem 22. Jahrhundert kann man eine Siedlung primitiver intelligenter Humanoider finden. Es gibt Cyberware, Magie, viele Tiere, und eine alternative Erde (Atlantis ist wieder aufgetaucht). Die Zivilisationen begründen ihre hauptächliche Macht entweder auf den Bereich Technologie, Magie, Psi oder eine Mischung aus mehreren Bereichen.


Was ist mein Punkt? Ich fände ein Setting, das sich mit "Endzeit" beschäftigt sollte entweder den Belzebub enthalten
Kurz vor Judgement Day. :)


oder sich nach einer nuklearen/kosmischen/mikrobiellen Katastrophe in sehr kleinem Rahmen abspielen.
Dann kann ich Dark Sun ohne Fantasyrassen ergänzt mit mehr oder weniger Technologieüberresten (z.B. primitive Feuerwaffen) spielen. :)

Anomander Rake
Freitag, 3. März 2006, 18:11
Zitat von yennico
Derzeit haben wir eine Weltbevölkerung von ca. 6,501,147,320 Menschen.
Durch die Soschenko und seine Auswirkungen würden 6,441147320 Menschen getötet. Meine irgendwo was mit 60 Mio im Setting gelesen zu haben, das entspräche der Welt vor 6 - 8.000 Jahren (oder so)...
Zitat von yennico
Deutlich mehr als in WW II. ...ein etwas geschmackloser Vergleich...

Fenris
Samstag, 4. März 2006, 12:09
Ich habe mir vor ein paar Tagen die Files gedownloaded und einige auch schon durchgelesen.
Meiner Meinung nach gab es einige Lichtblicke, aber auch Entgleisungen.
Ich werde hier jetzt keine Rechtschreibungsfehler auflisten, sondern nur auf verbesserungswürdige Dinge hinweisen.
Ja, Stil und Rechtschreibung waren in einigen Fällen nicht ganz perfekt. Allerdings waren das auch größtenteils unlektorierte Rohtexte.
Ich möchte deshalb gern auf folgende News hinweisen
http://www.heredium-rpg.de/smf/index.php?topic=195.new#new
(vorletzter Post)

Im Übrigen seid ihr selbstverständlich eingeladen, euch bei uns im Forum zu registrieren und dort mit uns zu diskutieren :)


Kapitel 1 Mondfall:
Irgendwie sind die Inhalte im Abschnitt "Um was geht es" wirr angeordnet.
Warum schreibt man nicht gleich am Anfang des Kapitels, dass Heredium ein RPG ist und es in einer Dark Future der Erde spielt.
Naja, ein trockenes „HEREDiUM ist ein Rollenspiel und spielt in einer dunklen Zukunft der Erde“ macht gleich am Anfang ein wenig die Atmosphäre kaputt. In der aktuellen Fassung des Mondfalls beginnen wir mit einer Story, es folgt eine knappe Übersicht über die Welt sowie die Zivilisationen und erst dann kommen wir auf das Thema Rollenspiel zu sprechen. Aber ich werde das intern mal zur Diskussion stellen.

Zwar wird ein Buch nach den ersten gelesenen Zeilen beurteilt und dann gekauft, aber in diesem Kapitel kommen erst mal Belehrungen.
sollten sich die Autoren verkneifen. Ich will hier ein Rollenspielbuch lesen und keine Öko-Meinung.
Es darf schon düster sein, aber persönliche Meinungen gehören nicht unbedingt in ein RPG-Buch.
Hm, da ist vielleicht tatsächlich einiges unglücklich formuliert. Ich denke so was klärt sich beim Lektorat ;)

So, grundsätzlich muss ich dazu sagen, dass gerade das erste Kapitel intern bereits überarbeitet und umstrukturiert wurde. Ich werde daher auf von uns bereits geänderte Kritikpunkte nicht allzu ausführlich eingehen;)

Ich verstehe nicht ganz was Heredium (Erbe, Erbgut) mit Flair zu tun hat.
Ist bereits der Überarbeitung zum Opfer gefallen.

Ich würde dieses ganze Kapitel umschreiben. [...]
Die Weltbeschreibung in diesen Kapitel würde ich etwas umformulieren und das Key Element von Heredium: Evolution muss mit in dieser Beschreibung besonders hervorgehoben werden..
Wie gesagt, es ist bereits umgeschrieben und umstrukturiert. Ich gebe die Anmerkungen trotzdem mal weiter, ich denke beim Lektorat checken wir das noch mal.

Das Unterkapitel "Was ist Rollenspiel" bringt mich fast auf die Palme.
Ich habe Humor, aber solcher muss in Büchern auch als solcher zu erkennen sein.
Ich würde Rollenspiel nicht als Phänomen und auch nicht als "unser aller liebster Zeitvertreib" bezeichnen. Jeder Spieler setzt andere Prioritäten in seiner Zeitgestaltung.
Ist beides bereits geändert worden.

Heredium, ein RPG-System, das selber durch seine Regeln RPG-Begriffe benutzt bzw. definiert, gibt selber keine Definition von Rollenspiel. d.h. wenn eine RPG-Newbie das Buch Heredium kaufen soll, muss er sich vorher ein Buch mit "Was ist Rollenspiel" kaufen.
Auch wenn es lästig ist, so eine Definition zu schreiben, oder eine Definition zu finden, die allen zusagt, so gehört sie meiner Meinung nach in ein jedes Grundregelwerk. Fehlt diese Definition ist das Buch nur für fortgeschrittene RPGler. Dieses könnte man ja direkt auf dem Einband vermerken *ggg* Only for advanced players *ggg* Wenn einem Newbie so der Einstieg in ein System verwehrt bleibt, bleibt er vielleicht ganz bei einem anderen System.
Den vorletzte Satz finde ich zu sehr anmassend.
Jap, da ist was dran. Ich denke das kommt auf die to-do Liste.



Zeitlinie
Wenn man Abkürzungen benutzt sollte man sie auch auflösen.
2032: Was ist ETNT?
Steht für End (to) The Nuclear Threat. Erschien uns jetzt nicht so bedeutend. Wenns beim Lesen stört, dass man die Abkürzung nicht kennt.. naja, wir können sie auch einbauen. Dafür gibt's ja Feedback:cool:

2081: In Südamerika lebten vor der Seuche wie viele Millionen Menschen? (Aus dem Kopf habe ich solche Fakten nicht parat. )
Ich auch nicht, aber ich weiß, dass es danach nicht mehr viele sind.

Thema USA in den Jahren 2050, 2068, 2110. Sind die fremden Streitkräfte nicht mit der Wiedererlangung der Souveränität aus dem Land abgezogen worden? 42 Jahre nach Wiedererlangung der Souveränität ist immer noch Chinesische Armee im Land?
Wir haben heute noch amerikanisches Militär im Land;)


Ich etwas ein Problem mit den Zeitdimensionen:
2059 wurde das Naoh [...].
Die Naoh-Mutation wird von uns in einem Unterkapitel detaillierter beschrieben, da dieses Kapitel aber noch nicht fertig ist kann ich hier nur schlecht mit verbindlichen Infos rausrücken ;)
Allerdings muss man beachten, dass die Naoh-Mutation nicht nur das Erbgut verändert, sondern auch lebende Organismen verändert.


71 Jahre später, 2130, wird der erste Debellator geboren.
Hier gilt das gleiche. Kann ich noch nicht erklären, solange intern nicht alles zu Ende geschrieben wurde ;)

Spielzeit ist 2200, sprich 141 Jahre später.
Selbst mit einen durch Naoh-Mutation beschleunigten Wachstum können Bäume und Pflanzen nicht so viel Land wieder in Besitz nehmen, wie der Mensch bis dahin gerodet hat.
Da muss ich widersprechen. ;)


Wie wäre es damit: Nach dem Mondfall 2190 vergehen eine unbekannte Zeitspanne, so ca. 500 - 1000 Jahre
War angedacht, allerdings finden wir es spannender in einer Welt zu spielen, in der die Erinnerung an die „großartige“ Vergangenheit noch lebendig ist. In der viele Menschen das gestern noch kennen und in der sich zeigen muss, ob sie daraus lernen können.


Eine orginelle Geschichte für ein Dark Future RPG auf der Erde zu schreiben ist schwer, denn vieles ist schon irgendwann mal in einen RPG verwurstet worden.
Leider nur zu wahr.

Vielleicht lässt man die Weltgeschichte ganz im Dunkeln, so dass keiner weis was vor der Spielzeit passiert ist bzw. man die Charaktere könne versuchen es rauszufinden.
Oder man lässt nur grobe Stücke bzw. sehr wichtige Dinge der Vergangenheit wiederentdeckt z.B. es gab etwas vom Menschen geschaffenes gab, was die Mutationen auslöste und der Mondfall sowie die dadurch veränderte Landschaft.
Ja, auch das sind mögliche Ansätze. Wir haben unseren für HEREDiUM allerdings schon gewählt ;)


Kapitel 5-10 mischen Informationen für Spielleiter und für Spieler wild durch einandern. Das Bestiarium sollte wohl nicht jeder Spieler kennen.
Ich würde Spieler- und GM-Bereich strikt trennen.
Hier meine Kapiteleinteilung:
Kapitel 5: Mechanismen
Kapitel 6: Katalog
Kapitel 7: Paranorm
Kapitel 8: Leben
Kapitel 9: Leitfaden
Kapitel 10: Mondfall
Werde ich auch intern ansprechen.


-Aber: was heißt denn 'postapokalyptisch'? Der Huck an der Sache ist doch irgendwie, daß die Technik völlig verschütt gegangen ist und man sich in kleinen Gruppen irgendwie durchschlagen muß. Wer wird sich denn nach dem Wegfall des Internets und des Fernsehens, etc. in 25 Jahren noch an soetwas wie Amerika erinnern, außer in Legenden?
In 25 Jahren verliert man mit Sicherheit nicht alle Erinnerungen an z.B. Amerika. Das ist ja einer der interessanten Aspekte HEREDiUMs, der Mondfall ist erst ein Jahrzehnt her. Die meisten Menschen dürften sich noch mehr oder weniger gut an die Welt vor dem Mondfall erinnern.

60 Millionen Leute auf die ganze Welt verteilt, das macht bei heutiger Fläche 1Mensch/2,4qkm... Da kann man ein Stück laufen, bis man mal jemanden trifft.
Theoretisch ja, in der Steppe kann man sehr lange suchen. Andererseits gibt es immer noch große Ballungsräume.


Was ist mein Punkt? Ich fände ein Setting, das sich mit "Endzeit" beschäftigt sollte entweder den Belzebub enthalten oder sich nach einer nuklearen/kosmischen/mikrobiellen Katastrophe in sehr kleinem Rahmen abspielen. So, jetzt bin ich hoffentlich keinem zu sehr auf die Füße getreten, wollte auch mal meinen Senf dazugeben...
Keine Sorge, wir vertragen Kritik =)
Und zum Setting: da haben wir eben eine etwas andere Meinung. Ich finde es interessant, mal eine postapokalyptische Welt als ganzes zu betrachten und nicht nur auf einen Abschnitt beschränkt zu sein, der sich von "den großen Öden im Osten" zu den "strahlenden Bergen im Süden" zieht und von der restlichen Welt abgeschottet ist. ;)


Bei der derzeitigen Entwicklung ist es wahrscheinlich, dass alle Länder in 20 Jahren z.B. nur noch das Internet und gentechnisch verändertes Saatgut, dass von einem Saatgutproduzenten immer wieder gekauft werden muss (so wie derzeit nur in den USA) nutzen. Dieses hat zur Folge, dass die Menschen nicht mehr mit Stiften schreiben können und auch die Technik des Ackerbaus nicht mehr erlernen. Weitere Techniken werden ebenso nicht mehr weitervermittelt.
Ok, da gibt es sicherlich einige interessante Entwicklungen, ABER man sollte nie vergessen, dass wir hier eine Rollenspielwelt entwerfen. HEREDiUM wird kein mögliches Modell einer Welt in 200 Jahren, in dem versucht wird, allen soziologischen, ökonomischen, ökologischen usw Faktoren Rechnung zu tragen.
Und man kann unmöglich voraussehen, was in 50, 100, 200 Jahren tatsächlich sein wird.
Man muss nur 50 Jahre zurückschauen und die damaligen Zukunftsvisionen betrachten, die in mit unserer heutigen Realität nur sehr wenig zu tun haben.


Derzeit haben wir eine Weltbevölkerung von ca. 6,501,147,320 Menschen.
Durch die Soschenko und seine Auswirkungen würden 6,441147320 Menschen getötet.
Abgesehen davon, dass es Soschenko nicht mehr gibt (siehe meinen Link ganz oben), ja. Durch die Katastrophe und ihre Folgen (Anstieg des Meeresspiegels, Fluten, Hungersnöte, Dürren, Seuchen, Anarchie, Seuchen) ist ein Großteil der Menschheit gestorben.


Heredium vs.
- Cyberpunk 2020: CP 2020 spielt meist in Städten, viele Leute sind vercybert, es gibt wenige Tiere in CP 2020. Nimmt man Vampire in Chrome hinzu gibt es sogar Psi-Kräfte. Heredium fehlt die Matrix.
- SR: SR hat Fantasyrassen, Magie und Matrix.
- Rifts: Rifts ist das System was man erhält was wenn man viele RPG-Systeme zusammenmixt. Neben einen Mech aus dem 22. Jahrhundert kann man eine Siedlung primitiver intelligenter Humanoider finden. Es gibt Cyberware, Magie, viele Tiere, und eine alternative Erde (Atlantis ist wieder aufgetaucht). Die Zivilisationen begründen ihre hauptächliche Macht entweder auf den Bereich Technologie, Magie, Psi oder eine Mischung aus mehreren Bereichen.
Also ein Vergleich mit SR (und auch mit anderen CP Spielen) macht in meinen Augen kaum Sinn. Nur Temora hat Ähnlichkeiten mit dem SR Szenario. Rifts kenne ich leider nicht.


Das wars erst mal von meiner Seite.

Gruß Fenris =)

yennico
Samstag, 4. März 2006, 15:46
Erst mal herzlich willkommen in diesem Forum. :)

Naja, ein trockenes „HEREDiUM ist ein Rollenspiel und spielt in einer dunklen Zukunft der Erde“
Dieses muss nicht trocken sein, wenn man es anders und schöner formuliert. :)
Der Abschnitt "Was ist Heredium" ist ein wichtiger Abschnitt. Er könnte so prägnant formuliert werden, dass er in vielen Rezensionen zitiert wird. In diesem Abschnitt muss alles stehen, was man jemanden sagen würde a) der Heredium nicht kennt (Was ist es?) b) der andere RPGs ähnlichen Genres kennt (Wie unterscheidet es sich von anderen?) und c) was Heredium an sich ausmacht (was ist die Innovation von Heredium?, Thema Evolution).


macht gleich am Anfang ein wenig die Atmosphäre kaputt.

Es gibt neben diesen Abschnitt noch mehrere Themen, die die Atmosphäre eines RPGs stören können z.B. was ist Rollenspiel, jegliche Regelmechanismen.
Man kann einen Stimmungsbogen wahrscheinlich nicht über ein ganzen RPG-Regelwerk lang halten.

In der aktuellen Fassung des Mondfalls beginnen wir mit einer Story, es folgt eine knappe Übersicht über die Welt sowie die Zivilisationen und erst dann kommen wir auf das Thema Rollenspiel zu sprechen.
Ein Leser, z.B. ein RPG-Newbie, liest also die Story. Danach wird er mit einer knappen Welt- und Zivilisationsbeschreibung konfrontriert. Der Leser weis diese Dinge nicht wirklich einzuordnen, wenn er nicht vorher weis, dass a) Heredium ein Rollenspiel ist und b) der Leser später in dieser und mit dieser Welt als Character interagieren kann.
Die Anordnung kurze Story, Was ist Heredium, knappe Welt- und Zivilisationsbeschreibung würde ich auf einem Werbeflyer vermuten, bei dem es um Platz sparen geht.
In einen Grundregelwerk würde ich die knappe Beschreibungen der Welt und der Zivilisationen eher weglassen, denn in den jeweiligen Kapitel werden diese Themen sicherlich ausgiebig behandelt.
Wenn man nach Euren Aufbau Story und knappe Beschreibung (Welt, Zivilisationen) gelesen hat, hat man wahrscheinlich schon ein paar Seiten gelesen und eine Stimmung ist über mehrere Seiten aufgebaut worden. Wenn man dann zu so etwas wie "was ist Rollenspiel" einbaut ist dieser Abschnitt ein Stimmungskiller. Da man diese Stimmung länger hatte, ist man entsprechend enttäuschter.
Mit einer Einleitungsstory mache ich die Leser nur neugierig. Stimmung transportiere ich da nur bedingt. Danach: Was ist Heredium und Was ist Rollenspiel einzubauen ist meiner Meinung nach weniger drastisch als bei eurer Lösung, denn bei meinem Vorschlag kann man in den nachfolgenden beschreibenden Kapiteln, in die keine Regeln gehören bis zum Regelkomplex eine Stimmung aufbauen und halten.


Ich auch nicht, aber ich weiß, dass es danach nicht mehr viele sind.

In einem Nebesatz könnte man z.B. der Seuche und ihren Auswirkungen sind X Millionen Menschen zum Opfer, erwähnen.


Die Naoh-Mutation wird von uns in einem Unterkapitel detaillierter beschrieben, da dieses Kapitel aber noch nicht fertig ist kann ich hier nur schlecht mit verbindlichen Infos rausrücken ;)

Das ist verständlich.


Allerdings muss man beachten, dass die Naoh-Mutation nicht nur das Erbgut verändert, sondern auch lebende Organismen verändert.

Das ist äußerst interessant.



War angedacht, allerdings finden wir es spannender in einer Welt zu spielen, in der die Erinnerung an die „großartige“ Vergangenheit noch lebendig ist. In der viele Menschen das gestern noch kennen und in der sich zeigen muss, ob sie daraus lernen können.

In 25 Jahren verliert man mit Sicherheit nicht alle Erinnerungen an z.B. Amerika. Das ist ja einer der interessanten Aspekte HEREDiUMs, der Mondfall ist erst ein Jahrzehnt her. Die meisten Menschen dürften sich noch mehr oder weniger gut an die Welt vor dem Mondfall erinnern.

Diese Ideen finde ich gut.


Theoretisch ja, in der Steppe kann man sehr lange suchen. Andererseits gibt es immer noch große Ballungsräume.

Im Text steht irgendwo 2020 würden "hunderte Millionen Menschen" auf der Erde leben. Das wären maximal knapp unter 1 Milliarde Menschen. Bei fünf Erdteilen wären das maximal 200 Millionen Menschen pro Erdteil.
Als derzeitiges Vergleichsbeispiel: Nord- und Südamerika hätten somit zusammen 200 Millionen Einwohner, wobei derzeit die USA schon alleine über 200 Millionen Einwohner hat.


Ok, da gibt es sicherlich einige interessante Entwicklungen, ABER man sollte nie vergessen, dass wir hier eine Rollenspielwelt entwerfen. HEREDiUM wird kein mögliches Modell einer Welt in 200 Jahren, in dem versucht wird, allen soziologischen, ökonomischen, ökologischen usw Faktoren Rechnung zu tragen.
Und man kann unmöglich voraussehen, was in 50, 100, 200 Jahren tatsächlich sein wird.

Keiner verlangt, dass Heredium eine perfekte Voraussage der Zukunft ist bzw. wird. Heredium wird aus den Utopien unserer Zeit und den Ideen der Autoren gespeist.
Selbst wenn ihr Heredium fertig gestellt habt wird es Kritiker geben, die bestimmte inhaltliche Dinge zu bemängeln haben z.B. Computer in Star Wars:)


Durch die Katastrophe und ihre Folgen (Anstieg des Meeresspiegels, Fluten, Hungersnöte, Dürren, Seuchen, Anarchie, Seuchen) ist ein Großteil der Menschheit gestorben.

Durch viele Ereignisse wurde die Weltbevölkerung auf ca. 1/6 reduziert? Das ist m.M. nach extrem heftig.


Also ein Vergleich mit SR (und auch mit anderen CP Spielen) macht in meinen Augen kaum Sinn. Nur Temora hat Ähnlichkeiten mit dem SR Szenario.

Auch wenn es Dir vielleicht nicht gefällt :) Diesen Vergleichen muss sich Heredium stellen. Die genannten sind z.T. etablierte und/ oder mehr oder weniger bekannte RPG-Systeme, die a) auch Dark Future sind und b) auf der Erde spielen. Heredium muss sich, wenn es auf dem kommerziellen Markt bestehen will, von diesen Systemen abgrenzen können und unterscheiden. Wie erklärt man einem Kenner von SR Heredium ? Warum sollte der SR Spieler zu Heredium wechseln. Dieses sind Verkaufsargumentationen, die auf Euch vielleicht zukommen werden. :)


Rifts kenne ich leider nicht.
Hier (http://www.drosi.de/systeme/rifts.htm) eine kurze Beschreibung.

Fenris
Samstag, 4. März 2006, 16:55
Der Abschnitt "Was ist Heredium" ist ein wichtiger Abschnitt. Er könnte so prägnant formuliert werden, dass er in vielen Rezensionen zitiert wird. In diesem Abschnitt muss alles stehen, was man jemanden sagen würde a) der Heredium nicht kennt (Was ist es?) b) der andere RPGs ähnlichen Genres kennt (Wie unterscheidet es sich von anderen?) und c) was Heredium an sich ausmacht (was ist die Innovation von Heredium?, Thema Evolution).
Hm, wie gesagt, wir diskutieren das mal intern durch. Bis auf den "was ist ein Rollenspiel"-Abschnitt haben wir diese Einleitung bereits. Gleiches gilt für die Struktur des Einleitungskapitels (dein folgender Absatz).

In einem Nebesatz könnte man z.B. der Seuche und ihren Auswirkungen sind X Millionen Menschen zum Opfer, erwähnen.
Halte ich nicht unbedingt für nötig.

Im Text steht irgendwo 2020 würden "hunderte Millionen Menschen" auf der Erde leben. Das wären maximal knapp unter 1 Milliarde Menschen. Bei fünf Erdteilen wären das maximal 200 Millionen Menschen pro Erdteil.
Als derzeitiges Vergleichsbeispiel: Nord- und Südamerika hätten somit zusammen 200 Millionen Einwohner, wobei derzeit die USA schon alleine über 200 Millionen Einwohner hat.
Jap, da steht "wenige Hundert Millionen Menschen". Aber wo liegt jetzt das Problem?:mel:


Keiner verlangt, dass Heredium eine perfekte Voraussage der Zukunft ist bzw. wird. Heredium wird aus den Utopien unserer Zeit und den Ideen der Autoren gespeist.
Dann sind wir uns ja einig :)


Durch viele Ereignisse wurde die Weltbevölkerung auf ca. 1/6 reduziert? Das ist m.M. nach extrem heftig.
Was meinst du denn was passiert, wenn mehrere Jahre lang aufgrund von Wetterquerelen so ziemlich alle Ernten ausfallen? Nebenbei jede Ordnung zusammenbricht. Der Meeresspiegel ansteigt und die meisten Küstenstädte mit sich reisst. Gewaltige Stürme durch das Land toben, Dürre und Fluten sich abwechseln, Geld nichts mehr wert ist...


Auch wenn es Dir vielleicht nicht gefällt :) Diesen Vergleichen muss sich Heredium stellen. Die genannten sind z.T. etablierte und/ oder mehr oder weniger bekannte RPG-Systeme, die a) auch Dark Future sind und b) auf der Erde spielen. Heredium muss sich, wenn es auf dem kommerziellen Markt bestehen will, von diesen Systemen abgrenzen können und unterscheiden. Wie erklärt man einem Kenner von SR Heredium
Klar kann man HEREDiUM mit allem möglichen vergleichen, nur ob das Sinn macht? SR ist ein Cyberpunk Szenario in abestürzten Metropolen, mit Cyberware und mächtigen Konzernen. Die Schnittpunkte mit HEREDiUM sind minimal.

yennico
Montag, 6. März 2006, 14:35
Jap, da steht "wenige Hundert Millionen Menschen". Aber wo liegt jetzt das Problem?:mel:

Mein Beispiel sollte nur zeigen, dass jeder Staat in Heredium nun deutlich weniger als die Hälfte seiner heutigen Bevölkerung hat.
Bei diesen Vergleichen ist aber noch nicht der prognostizierte Anstieg der Weltbevölkerung im Jahre 2050 auf 9 Milliarden Menschen berücksichtigt.


Was meinst du denn was passiert,

Die Katastrophe in Heredium ist also vergleichbar mit dem großen Dinosauriersterben?
Ich liste hier jetzt keine genauen Todeszahlen von Natur- und anderen Katastrophen auf, die kann man im Internet suchen und nachlesen.


wenn mehrere Jahre lang aufgrund von Wetterquerelen so ziemlich alle Ernten ausfallen?

Mehrere Jahre sind genau 3. :) Der Mensch lebt nicht von Brot allein. :) Die EU hat z.B. den Butterberg. :) Sicherlich werden die Zahl der Toten sehr hoch sein, aber der Mensch ist ein Allesfresser. :)


Nebenbei jede Ordnung zusammenbricht.

ok, Weltweite Bürgerkriege fordern Tote.


Der Meeresspiegel ansteigt und die meisten Küstenstädte mit sich reisst. Gewaltige Stürme durch das Land toben, Dürre und Fluten sich abwechseln, Geld nichts mehr wert ist...

Ich versuche mit dem folgenden Vergleich die Dimension aufzuzeigen.
In 3 Jahren starben ca. 6 Milliarden Menschen. d. h ca. jedes Jahr 2 Milliarden. Das wären etwas weniger als China und Indien (die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde) gemeinsam an Einwohner haben.
Es mag geschmacklos klingen, aber meiner Meinung nach ist es schon viel, wenn in den drei Jahren insgesamt 2-3 Milliarden Menschen sterben würden.


Klar kann man HEREDiUM mit allem möglichen vergleichen, nur ob das Sinn macht? SR ist ein Cyberpunk Szenario in abestürzten Metropolen, mit Cyberware und mächtigen Konzernen. Die Schnittpunkte mit HEREDiUM sind minimal.
Wenn DU das so siehst. :) Ich wollte Dir nur Argumente zum Abgrenzen von anderen RPGs des gleichen Genres geben.

Fenris
Montag, 6. März 2006, 17:37
Mein Beispiel sollte nur zeigen, dass jeder Staat in Heredium nun deutlich weniger als die Hälfte seiner heutigen Bevölkerung hat.
Bei diesen Vergleichen ist aber noch nicht der prognostizierte Anstieg der Weltbevölkerung im Jahre 2050 auf 9 Milliarden Menschen berücksichtigt.
Jap, ist auch korrekt. Im Prinzip gibt es in HEREDiUM kein Staatsgebilde mit mehr als 8 Millionen Menschen (Temora).

Die Katastrophe in Heredium ist also vergleichbar mit dem großen Dinosauriersterben?
Ich liste hier jetzt keine genauen Todeszahlen von Natur- und anderen Katastrophen auf, die kann man im Internet suchen und nachlesen.
Wenn beim großen Dinosauriersterben ähnlich viele Individuen gestorben sind, dann ja.

Mehrere Jahre sind genau 3. :) Der Mensch lebt nicht von Brot allein. :) Die EU hat z.B. den Butterberg. :) Sicherlich werden die Zahl der Toten sehr hoch sein, aber der Mensch ist ein Allesfresser. :)
Es gibt keine EU mehr. Niemanden mehr, der einen Butterberg verteilen kann.


Ich versuche mit dem folgenden Vergleich die Dimension aufzuzeigen.
In 3 Jahren starben ca. 6 Milliarden Menschen. d. h ca. jedes Jahr 2 Milliarden. Das wären etwas weniger als China und Indien (die beiden bevölkerungsreichsten Länder der Erde) gemeinsam an Einwohner haben.
Es mag geschmacklos klingen, aber meiner Meinung nach ist es schon viel, wenn in den drei Jahren insgesamt 2-3 Milliarden Menschen sterben würden.
Ich finde es auch viel, so ist das nicht.
Jedenfalls sind das die Zahlen, die uns vorschweben. Nur sollte man nicht vergessen, dass es für das Szenario nicht ausschlaggebend ist, ob noch 200 Millionen, 800 Millionen, 1 Milliarde oder 2 Milliarde Menschen leben. Da der Großteil der Menschen nicht in den großen Zivilisationen organisiert ist, ist ihre Anzahl nebensächlich. Wem HEREDiUM zu "klein" ist, der kann auch problemlos an alle Bevölkerungszahlen eine 0 hängen. Oder sie mit 3 multiplizieren..
Wen das Szenario interessiert, der sollte sich nicht von einer abstrakten Zahl abhalten lassen;)


Wenn DU das so siehst. :) Ich wollte Dir nur Argumente zum Abgrenzen von anderen RPGs des gleichen Genres geben.
Es ist nur so, dass ich SR nicht ins gleiche Genre einordnen würde ;)
Denn wie ich bereits aufgezeigt habe sind die Schnittpunkte zwischen Cyberpunk und unserer Dark Future minimal, und noch dazu nur in einem unserer Settings (Temora) vorhanden.

NeonSamurai
Montag, 6. März 2006, 17:51
Es gibt keine EU mehr. Niemanden mehr, der einen Butterberg verteilen kann.


Es müsste aber noch genügend Leute geben, die ihn sich einfach nehmen ;)

Fenris
Montag, 6. März 2006, 18:29
Es müsste aber noch genügend Leute geben, die ihn sich einfach nehmen ;)
Klar, das passiert im ersten Jahr. Danach gibts keine Höfe mehr, weil alles geplündert wurde..

yennico
Montag, 6. März 2006, 18:38
Jap, ist auch korrekt. Im Prinzip gibt es in HEREDiUM kein Staatsgebilde mit mehr als 8 Millionen Menschen (Temora).
8 Millionen Menschen als Staatsbevölkerung riecht fast nach nur einer oder zwei Megacities. :)
Ich gebe Dir recht, die Zahlen kann jeder für sein Heredium selber verändern. Mein Heredium würde eben mehr Bevölkerung haben als Eures :), aber das ist dann meine persönliche Vorliebe. :)

Fenris
Montag, 6. März 2006, 20:00
8 Millionen Menschen als Staatsbevölkerung riecht fast nach nur einer oder zwei Megacities. :)
Ich gebe Dir recht, die Zahlen kann jeder für sein Heredium selber verändern. Mein Heredium würde eben mehr Bevölkerung haben als Eures :), aber das ist dann meine persönliche Vorliebe. :)
Einer. Temora ist eine gewaltige Kuppelstadt.:)
Die nächstgrößte Organisation müssten die eher lose organisierten Debellatoren sein mit gut 7 Millionen. Und naja, wenn dir 30 Millionen besser gefallen... hab ich kein Problem mit;) :)

Achja, ich wiederhole gern meine Einladung, auch in Zukunft eure Ideen und Anregungen direkt bei uns im Forum einzubringen:)
http://www.heredium-rpg.de/smf/

primus
Freitag, 5. Januar 2007, 00:16
Soderle.

Erstmal allen ein frohes neues Jahr! :)

Und dann: Etliche Monate und einen Haufen Arbeit später gibt es eine neue Webseite und ein 172seitiges Lightregelwerk als Download. Es hat sich einiges getan. :)

Wer mag, kann ja mal vorbeischauen: www.heredium-rpg.de

Greets, Primus.

necRon
Donnerstag, 15. Januar 2009, 19:59
Gnihi, ich nutz mal die Gunst der Stunde und verweise auf das Erscheinen des kompletten Regelwerks:
http://www.heredium-rpg.de/
und bei Amazon gäbe es das Ding zu erstehen - aber verlink ich jetzt mal nicht, will ja keine Werbung machen *hust* ^^

Tom
Donnerstag, 15. Januar 2009, 21:35
Und im Games In kann man es auch erwerben. :D

yennico
Donnerstag, 15. Januar 2009, 23:45
Gnihi, ich nutz mal die Gunst der Stunde und verweise auf das Erscheinen des kompletten Regelwerks:
Du bist etwas spät dran. ;) Das komplette Regelwerk gibt es seit der Spiel letzten Jahres.