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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kommlink und Hacking von Cyberware in SR4


Slash.T
Mittwoch, 26. April 2006, 22:47
Hi,

aus den SR4-Regeln bezüglich der unterschiedlichen Kommlink-Modi und der Zugänglichkeit von Cyberware per Wireless geht (meiner Ansicht nach) nicht klar hervor wie die Übernahme von Cyberware bzw. das Abfangen von Wireless-Daten und das Hacking anderer kommlinks vor sich gehen soll (ich habe da ein logisches Problem):

Zunächst einmal einmal ist mir nicht klar warum ein Cyberarm per WiFi erreichbar sein sollte. Der Arm muss schließlich primär an die Nerven des "Gastkörpers" angeschlossen werden, was vollkommen ohne WiFi-Anbindung funktionieren sollte. Die einzige Methode irgendwelche Cyberware (mal abgesehen vom Smartguns die wohl Wireless mit dem Smart-Gegenstück im Auge kommunizieren) von aussen erreichbar zu machen, wäre sie an das Kommlink des Besitzers anzubinden; und wer sollte denn bitteschön so dämlich sein während eines Feuergefechts zu tun.
Wenn die Cyberware nun aber doch (durch einen dummen Zufall) per WiFi ansprechbar ist - wie werden Hacking-Proben abgewickelt ?

Beim Hacking eines Kommlinks bzw. Eindringen in die PANs z.B. eines feindlichen Runner- oder Kon-Teams habe ich ein Problem zu verstehen, wie denn eine WiFi-Nachricht abgefangen werden soll. Das ursprüngliche Ziel der Nachricht wird - da sich Funkwellen eben auch weiter ausbreiten wenn sie von einer dritten Partei abgehört wurden - die Nachricht erhalten und ein Hacker der versucht sich als der Sender auszugeben wird sofort entdeckt.

Um meine Endlos-Sätze etwas zu verdeutlichen - ich stelle mir das Inplay etwa folgenermaßen vor:
Auf einem Run kommt es zu einem Kampf mit sagen wir Konzern-Sicherheitsteam, d.h. die Magier bezaubern sich, die Samurai und anderen weltlichen Kämpfer beschießen sich, verstecken sich voreinander, bringen sich in günstigere Position usw.
Wenn die Runner ihre Kommlinks im versteckten Modus betreiben, sollten sie in der Lage sein noch untereinander, aber nicht mit irgendwelchen fremden Kommlinks zu kommunizieren. So etwas dürfte etwa ablaufen wie:
- Achtung, ich bin 15 Meter vor dir in der dunklen Ecke, gleich kommen zwei von links!
- "Runter, du stehst in der Schußlinie!"
- "Ich ätze mich mit nem Säurestahl durch die Panzertür im 2. Stock!"
- "Hey, wir brauchen dringend eine Karte vom Keller, Hacker, hast du Zugriff auf ein Terminal, das noch nicht gesperrt ist?"
usw.

Die Sicherheitskräfte gehen natürlich genauso vor.

So wie ich die Regeln verstanden habe, kann der Hacker jetzt aber trotzdem "feindliche" WiFi-signale abhören und editieren (mit schlimmstenfalls zwei Proben, WiFi abfangen und entschlüsseln).
Ich halte das jedoch für logisch falsch, da wenn das kommlinks des Hackers nur mit den eigenen Leuten kommunizieren kann, er auch nicht fremde PANs hacken können sollte.
Meiner Ansicht nachmüsste mehr Aufwand betrieben werden, zum Beispiel könnte der Sam mit dem Hacker einen Wächter schnell und leise ausschalten, der Hacker beeilt sich dann, dessen PAN zu hacken und kann sich so in die Kommunikation der Wachen einklinken und sie stören (ich würde das dann so sehen - oder er macht sein eigenes Kommlink auf und hackt das PAN des Gegners). Die Krux ist natürlich, dass er bei letzterem Versuch selbst "hackbar" wäre.

Wie handhabt ihr das in Euren Runden, oder habt Ihgr tiefere Einblick in die Regeln (ich habe die deutsche Ausgabe des GRW - das wieß man nie:( )

Grüße

/T

NeonSamurai
Mittwoch, 26. April 2006, 23:01
Wichtig ist halt das Signalrating des zu hackenden Gegenstandes, bei nem Cyberarm musst du halt auf 3 Meter ran, wenn du nicht den Umweg über das Comlink gehen willst.
Wenn die Cyberware über Skinlink verkabelt ist, siehts sowieso düster aus.

Ich seh das auch so, als Hacker unterstützt man die Gruppe mit Informationen und stört die Gegner mit falschen Infos oder modifiziert die Umgebung.

"2 Ziele kommen die Treppe hoch, hab ihre Pans gecheckt, haben keine modifierten Augen. Jungs, ich schalt mal das Licht aus..."

Der Hacker im Kampf in SR4 ist die aufgemotzte Version eines Battletac aus SR3, so in etwa seh ich das.

Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.

Jadetiger
Donnerstag, 27. April 2006, 00:54
Wenn die Runner ihre Kommlinks im versteckten Modus betreiben, sollten sie in der Lage sein noch untereinander, aber nicht mit irgendwelchen fremden Kommlinks zu kommunizieren.[...]
Die Sicherheitskräfte gehen natürlich genauso vor.

So wie ich die Regeln verstanden habe, kann der Hacker jetzt aber trotzdem "feindliche" WiFi-signale abhören und editieren (mit schlimmstenfalls zwei Proben, WiFi abfangen und entschlüsseln).[...]
Der Hacker im Kampf in SR4 ist die aufgemotzte Version eines Battletac aus SR3, so in etwa seh ich das.
Wenn zwei Profi-Teams mit Hackern aufeinendertreffen, entsteht das, was bei SilCore "Electronic Warefare" heißt. Gefechte laufen also eigentlich immer auf zwei Ebenen gleichzeitig ab:
Einmal ist da das offensichtliche Feuergefecht. Zum Zweiten gibt es dann noch das Gefecht der gegnerischen Hacker, die sich gegenseitig den Funk, die Zugriffsrechte, die Cyberware usw. stören.
Ich finde in etwa dieser Art sollte man Profi-Auseinendersetzungen bei SR4 auch darstellen.