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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [D&D 3.5]: yennico's FR Runde. IN-GAME


Dewsliver
Montag, 1. Mai 2006, 21:16
Ein Thread für Geschichten, Zusammenfassungen und alles Sonstige, was ihr IN-GAME loslassen wollt oder was passiert. Auch für den Master, falls er mal Hintergrundmaterial posten will. Bitte keine out-of-game Posts oder Organisatorisches. Dafür haben wir ja 2 andere Threads.

allgemeiner Thread:
http://www.doder.org/showthread.php?t=773

Terminthread:
http://www.doder.org/showthread.php?t=784


Der Vollständigkeit halber, habe ich alle bisherigen In-Game Posts hierher kopiert:



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Dewsliver:

Vheranion Thal

http://www.lrz-muenchen.de/~flolaq/Mist/wHITE-HAiR.jpg

Geboren und aufgewachsen in Saerloon in Sembia, erkannten seine Eltern, ein mittelständisches Händlerehepaar, schon früh sein magisches Talent und schickten ihn zu einem Lehrmeister namens "Nasac der Jüngere". Dieser hatte bereits einen beträchtlichen Status als Magier in Sembia, obwohl er noch relativ jung zu sein schien. Vheranion, der unter der Obhut seines Lehrers schnell lernte, sollte jedoch bald herausfinden, dass die Jugend seines Meisters mit magischen Mitteln erkauft war.

Während seines ersten Lehrjahrs wurde der junge Schüler Zeuge eines schrecklichen Ereignisses, als sein Meister, bei dem Versuch einen Baatezu zu beschwören die Kontrolle über das Wesen verlor. Der Teufel verwüstete das Labor, verwundete Nasac und fügte Vheranion eine Wunde am Arm zu, die eine Narbe an seinem linken Oberarm hinterließ. Der hilflose, junge Zauberlehrling war ohne die Hilfe seines bewusstlosen Meisters der Kreatur schutzlos ausgeliefert. Sein Antlitz allein ein Vorgeschmack auf die Hölle, holte der Baatezu zum tödlichen Schlag aus, als der Beschwörungszauber im letzen Moment endete und ihn zurück nach Baator schickte. Als der Lehrer seinen verwundeten und verstörten Schüler im Chaos des Labors fand, sah er, dass dessen Haar sich vollkommen weiß verfärbt hatte.

Seit diesem Ereignis hatte Vheranion eine gute Portion Respekt für seinen Meister eingebüßt, dem er insgeheim die Schuld für das Geschehene gab. Er studierte fleißig die verbleibenden Jahre unter dessen Obhut, stellte jedoch in Nasacs Abwesenheit eigene Nachforschungen an. So lernte er, verängstigt und fasziniert zugleich von seinem Erlebnis mit dem Baatezu, aus Büchern seines Lehrers heimlich Infernal, die Sprache der Neun Höllen.

Als er die Pubertät erreichte, war er oft unsicher wegen seiner ungewöhnlichen Haarfarbe, die eigentlich erst in hohem Alter auftrat. Dies und das an Besessenheit grenzende Streben seines Meisters nach Jugendlichkeit, ließen ihn eine schreckliche Angst vor dem Altern entwickeln. Er hatte das Gefühl seine Jugend zusammen mit der Farbe seiner Haare vorzeitig eingebüßt zu haben.

Als seine Ausbildung sich dem Ende zuneigte und er glaubte ausreichend Erfahrung in magischen Experimenten zu haben, spürte er auf magische Weise das Versteck seines Lehrmeister auf, in dem dieser einen Trank aufbewahrte, der die Auswirkungen des Alterns teilweise rückgängig machen konnte. Da sein Körper, von seinen Haaren einmal abgesehen, jedoch noch nicht gealtert war, sah er keinen Sinn darin diesen Trank zu trinken, der ihn möglicherweise in ein Kind zurückverwandeln würde. In einigen Jahren jedoch...

Also begann er mit dem Trank zu experimentieren, um dessen Zusammensetzung und Wirkungsweise herauszufinden, bevor er ihn wieder in das Versteck zurückbrachte. Die Magie und die Hilfsmittel, die er dazu verwendet hatte, hatten jedoch Auswirkung auf die Wirkung der Flüssigkeit und als sein Meister einige Monate später davon trank, blieb nicht nur die ersehnte Wirkung aus, sondern auch die Wirkung aller Tränke der gleichen Art, die er zuvor getrunken hatte, wurde rückgängig gemacht. All die gestohlenen Jahre holten Nasac in wenigen Minuten wieder ein und er fand sich, als Greis mit gebeugtem Rücken, faltigem Gesicht und wenigen verbliebenen, grauen Haaren wieder.

Außer sich vor Wut, fand er schnell heraus, wem er dies zu verdanken hatte und versuchte in blindem Zorn seinen Lehrling zu töten. Doch Vheranion konnte seinem nun lahmen Lehrer gerade noch entkommen.

Noch ein letztes mal kehrte der Junge heimlich in das Haus seines ehemaligen Meisters zurück, um sein Zauberbuch zu holen und einige Bücher mit arkanem Wissen, Abhandlungen über die Ebenen, und Sprachen langlebiger Wesen, wie Drachen und Elfen, zu stehlen. Nachdem er sich das darin enthaltenen Wissen angeeinget hatte, verkaufte er die Bücher zu einem Spottpreis, um sich Reisen und Ausrüstung zu finanzieren. In Saerloon konnte er nicht bleiben, sein alter Lehrmeister würde ihn bestimmt finden, um Rache zu nehmen, an dem Menschen, der ihm das Wichtigste genommen hatte, seine verlängerte Jugend. So fand Vheranion sich auf einem Schiff nach Lyrabar in Impiltur wieder, fest entschlossen einen Weg zu finden für immer jung zu bleiben und nie zu sterben. Ihm würde das Schicksal seines Meisters erspart bleiben.



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Chyralis:
Islana Quilarion

Islana ist eine noch recht junge Grauelfin, soweit man das Alter bei Elfen überhaupt abschätzen kann, und auch für elfische Standards durchaus recht hübsch. Sie entstammt einer reinblütigen, hochadeligen grauelfischen Familie aus Cormantyr, die zu ihrem Unglück darauf so viel Wert legt, dass sie sich den Veluthara (weiß gerade die genaue Schreibweise nicht) angeschlossen hat. Und wenn wir nun auf ihre Geschichte blicken, werden wir wohl in dieser Tatsache auch den Grund dafür finden, warum sie jetzt weit weg von ihrer Heimat und Familie auf Abenteuer auszieht.

Aber fangen wir doch mal von vorne an: Islana wurde im Jahre ... DR (in welchem Jahr spielen wir denn?) in der Nähe des ehemaligen Cormantyr geboren und war der ganze Stolz ihrer ach so reinblütigen Eltern. So wuchs sie auch sehr beschützt und abgekapselt von der restlichen Welt auf, und schließlich zu einer hübschen elfischen Lady heran. Doch je älter sie wurde, desto mehr interessierte sie sich auch für ihre Umgebung und, da von ihren Eltern verboten, begann sie diese heimlich zu erkunden. Statt aus Büchern zu lernen und z.B. eine gebildete Magierin zu werden, schlich sie sich immer öfter durchs Haus, dann auch nach draußen und immer weiter weg.
Da dies aber verständlicherweise nicht unbemerkt blieb, musste sie dann auch desöfteren drakonische Strafen erleiden und die Eltern begannen, sie einzusperren. Der Anlass für sie neue Talente zu entwickeln, wie sich gegenüber seinen Eltern zu verstellen, verschlossene Türen zu öffnen und Warneinrichtungen zu umgehen. So ging dies einige Zeit, bis sie schließlich auf einem ihrer Ausflüge einem anderen jungen Elfen begegnete, einem Wildelfen, der ihr sehr gut gefiel. Ab diesem Zeitpunkt traf Sie ihn ein paar mal, bis er auf einmal nicht mehr kam, was sie sehr traurig machte.
Einige Zeit später belauschte Sie dann zufällig ein Gespräch ihrer Eltern, das sie mit einem Schock für ihr weiteres Leben zurücklies. Aus diesem Gespräch erfuhr sie, dass ihre Eltern den Wildelfenjungen getötet hatten, weil sie herausgefunden hatten, dass diese „unwürdige Kreatur“ sie angeblich „belästigt“ hatte, und sie erfuhr auch so einiges Andere über die Gedanken ihrer „guten“ Eltern. Aus ihrem Schock heraus versuchte sie nun, von zu Hause fortzulaufen, doch sie kam nicht weit, bevor sie von ihren Eltern gefunden wurde.
Wie das Leben danach für sie war, möchte man lieber nicht wissen, aber sie zeigte sich ab diesem Zeitpunkt geduldig, fügsam, fleißig und ... plante. Plante 10 Jahre lang, bis sich die passende Gelegenheit bot und sie aus ihrer „Gefangenschaft“ fliehen konnte.

Mit einer Handelskarawane gelangte sie auf ihrer Flucht schließlich nach Impiltur, wo sie, nach der Freude über ihre gewonnene Freiheit, das Leben wieder einholte. Nein, nicht ihre Eltern, dazu hatte sie es schon weit genug weg geschafft (und wahrscheinlich hatten diese sie längst als Abtrünnige verbannt), sondern die leeren Taschen, der Hunger und das Verlangen ein Kissen zum Schlafen zu haben. Nun lernte sie aus dem richtigen Leben, und dass sie ihre in der Jugend erworbenen Fähigkeiten auch zu anderen Dingen einsetzen konnte, wie z.B. zum Überleben. Auch lernte sie, dass man allein mit einem guten Aussehen an die Geldbeutel mancher Männer herankommen konnte, aber diese wurden im nachhinein dann meist nur lästig, so dass man lieber einen Ortswechsel vollzog. So schön es also war, unter anderen Leuten zu sein, so schwierig war es auch.
In den letzten Tagen war sie wieder einmal unterwegs gewesen. Diesmal nicht wegen lästiger Männer, sondern, weil sie es vorzog noch nicht zu lange an einem Ort zu verweilen. Schließlich konnte sie sich nicht sicher sein, ob ihre Eltern sie nicht vielleicht doch noch suchen ließen, auch wenn es nur dazu diente sie zu foltern oder zu töten. Außerdem hatte sie so lange Zeit an einem kleinen, recht langweiligen Ort gelebt, dass es durchaus verlockend war, durch die Gegend zu ziehen und Abenteuer zu erleben, so wie es die Leute nannten.
Auf jeden Fall hatte sie auf ihrem Weg diesmal auch einen interessanten Mann mit weißen Haaren kennengelernt, der irgendein Päckchen in so ein kleines Dorf bringen sollte. Da er sich anscheinend mit Magie auskannte und sie dies an ihre alten Lehrtage erinnerte, hatte sie einfach vorgegeben die gleiche Richtung zu haben. Vielleicht sollte sie ja auch mal die wenigen Utensilien wieder vorkramen, die sie von ihren Lehrtagen noch besaß. In der Zwischenzeit hatte sie ja eingesehen, dass Magie manchmal sehr nützlich sein konnte. Allerdings wäre es auch praktisch gewesen, wenn sie früher öfter mit dem Bogen oder dem Schwert trainiert hätte. Sie hatte bereits einmal die Erfahrung machen müssen, dass es auch Leute gibt, die es nicht gerade gut meinen.
Aber was nicht ist, kann ja noch werden, schließlich hatte sie Zeit und musste nicht nach Unsterblichkeit streben, wie dieser Magier. Und wichtiger als Unsterblichkeit war doch immer noch die Freiheit und Unabhängigkeit. Vielleicht würde sie ja sogar später einmal was für andere tun können, die ein versklavtes oder unterdrücktes leben führen mussten, wenn sie ihr eigenes auf die Reihe gebracht hatte.

Zum Abschluss gibt es jetzt noch eine Charakterbeschreibung, denn ich habe kein Photo:

Islana ist eine knapp 1,70 m große, schlanke, beinahe zierliche Grauelfe mit bronzefarbener Haut, dunklen Augen und schwarzem langem Haar, das sie meist hochgebunden trägt. Ihre Gesichtszüge sind fein geschnitten, so dass sie manchmal sogar fast zu kantig wirken, ihre Erscheinung würde man gegenüber dem Durchschnitt als anmutig, hübsch und sympathisch beschreiben. Sie trägt eine helle Bluse und an den wichtigen Stellen darüber gehärtetes und geformtes Leder (genannt Lederpanzer), dazu eine dunkelbraune recht eng anliegende Hose, weiche Lederstiefel und Handschuhe, sowie je nach Temperatur und Witterung einen dunklen Umhang mit Kaputze. Ein Dolch am Gürtel, der Bogen auf der Schulter und der Rucksack auf dem Rücken kennzeichnen sie dabei recht deutlich als „Abenteurerin“.




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musquetaire:

Doromir

Fragment eines Gesprächs zwischen zwei verstaubte Nomaden in der Taverne "Zum Lustigen Oger" aus Lucent, ein Ort am Rande der Ebene Mogh:


"Hör mir zu, es geht um viel Gold. Klar kennst Du ihn! Ich meine Doromir! Den jungen Halbork aus unserem Stamm, der Neffe des verrückten Halborks Bo'Balt vom kleinsten Zelt. Bo'Balt, der, wo glaubt dass er ein Ork, und nicht ein Halbork ist.
Dormir! Ja, genau der. Von dem sein Vater, Trathnar war glaub ich sein Name, starb als der Junge klein war. Nee, Bo'Balt war nicht der Vater, der war von dem Trathnar dessen Bruder.

Ja, echt.
Ja Mann!
Klar doch, wenn ich's sage!
Spinnst Du Alter, ich hau dir eine in die Fresse, ich weiß doch, wovon ich rede!
Siehst du, dies ist dein größtes Problem, du glaubst nie, was andere Leute sagen.

Der war von Doromir sein Onkel. Ja, genau so war's.
Die Elisa war seine Mutter, vom Doromir halt. Doch, du kennst die auch, die, wo zusammen mit dem Bo'Balt so Lederzeug gemacht hat, und vom roten Zelt die ganze Zeit Tauschgeschäfte gemacht hat. Die, die jetzt alt is und wir am Pferd festbinden müssen, dass sie nicht beim Reiten umkippt hahaha.

Nee, sie war nicht die Frau vom verrückten Bo'balt, sondern die des verstorbenen. Ja, sie ist Mensch, kein Halbork. Nee, die Alte lebt immer noch.
Bist nicht zu hell heute, was? Hast zuviel gehabt.
Ich red und red und red und der kippt die ganze Zeit einen extra auf die Lampe.
Wirt, bring mir auch noch einen, ich muss den da einholen.
Ihm gib nix mehr, der trinkt es weg.
Dass ist nämlich der Punkt, mein Freund hier säuft wie ein Loch.

Also Doromir ist der kleine Halbork, der uns als Kinder immer die Fresse poliert hat, erinnerst Du dich? Der, dem wir immer gesagt haben, dass er ein Monster ist und die Prügelei ging los und wir uns immer hinten bei die Pferde versteckten und mit Steinen nach ihm geworfen haben, als er vorbeiging.

Also nach einer Zeit war’s mir nimmer lustig, ihn Monster zu nennen oder Steine zu werfen. Er wuchs voran, und sein Onkel hat ihm gezeigt wie man kämpft mit Waffen und so und wie man sich besser kontrolliert.

Klar, jetzt war er hübscher, klarer Blick, lockige Haare, ich will den aber nicht heiraten, was hab ich davon, dass er nett ausschaut, das verdammte Monster. Monster bleibt Monster.

Ich habe mich deswegen trotzdem weiter hinten bei die Pferde versteckt, als er vorbeiging, und habe immer ein paar Steine nach ihm geworfen, nur so, den alten Zeiten zuliebe, bis er mich einmal gekriegt hat, blödes Viech. War richtig wütend, der Medizinmann wusste gar nicht, wo er bei mir zuerst anfangen soll.

Was? Keine Ahnung wo du warst, vielleicht warst du schon hieher gekommen? Siehste, ja, so war's, das war im Jahr als die Heuschrecken kamen, genau. Ja, so war’s, hast das nimmer mitbekommen.

Egal, unterbrich mich nicht mehr, sonst gibt's Ärger. Dass ist dein Nachteil, du unterbrichst immer.

Von dem Doromir sein Onkel hat ihm um die Zeit damals mit die Heuschrecken aber auch recht viel Zeug erzählt, Legenden der Orks und was weiß ich was für'n Scheiß von diese Monster und ihre Taten, so dass der Junge einen Schuss gekriegt hat und dachte, er muss
jetzt gehen und etwas richtig Mutiges in die Welt tun oder so... hörst Du mir eigentlich noch zu oder pennst du?
Verdammter Säufer.
Wirt, bring mir noch einen…"

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Doromir erinnert sich an seiner Jugend - Auszug eines Gesprächs mit Vheranion


"Beim abendlichen Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel erzählte uns Onkel Bobo nach dem Abendessen meistens wunderbare Geschichten über Orcs und Menschen, Legenden von Macht, Krieger und längst vergangene Heldentaten.
Meine Mutter schlief immer als erste ein, doch ich hörte immer gespannt zu und merkte mir jedes Wort: vom mächtigen Orkfürsten Lug, vom starken Othrod, oder Balcmeg der Grausame und dessen Bruder Orcobal, die bei der ruhmreichen Schlacht um Gondolin starben.
Sie alle waren unbändig im Kampf, zäh und ausdauernd, so wie ich eines Tages werden wollte.

Am liebsten aber hörte ich mir die Geschichte um die legendäre Axt Mythun an, einst ein Symbol des Friedens zwischen Ork und Mensch, jetzt ein Sinnbild für den Zwist und den Hass zwischen den beiden Völkern.

"Erzähl dem Jungen kein Blödsinn!", empörte sich manchmal meine Mutter, "wann waren Orks und Menschen befreundet? So ein Unsinn!"
Onkel Bobo lachte, zwinkerte mir zu und antwortete ihr: "Wir stammen von stolzen Kriegern ab, wir müssen die Geschichten unseres schwarzen Blutes kennen." Kaum war sie weg,
schon flehte ich meinen Onkel erneut an, die Geschichte noch einmal zu erzählen.

Und seine Geschichten fruchteten. Im Frühjahr, so um die Zeit des Festes der zwei Monde, wenn die Steppenwinde die Gefühle der jungen Männer durcheinander wirbeln, spürte auch ich in mir den Ruf der Ferne aufbrausen. Mein Blut kochte, mein Herz schlug wilder; zuerst dachte ich, ich wäre krank. Doch nichts fehlte meinem Leibe; meine Seele war's, die schmerzte.
Mehrere Nächte hintereinander träumte ich unruhige Träume von meiner Zukunft als mächtiger Krieger. Ich sah mich siegreich in Schlachten, träumte von Schätzen, ruhmreiche Taten, Orten und Namen, von denen ich noch nie gehört hatte und eines Tages doch
kennen werde.

Ich suchte die Wahrsagerin meines Stammes auf, um mir meine Träume deuten zu lassen.
"Du wirst eines Tages ein ruhmreicher Krieger," sagte sie zu mir. "Du wirst in den Wälder um Impiltur etwas sehr Wertvolles finden". "Die Axt Mythun? Wer die besitzt, sagt die Legende, wird unbesiegbar!" freute ich mich.
Die Wahrsagerin hielt kurz an, darauf sagte sie entschlossen: "ja! Es ist eine Axt! Grosses steht dir bevor. Die Götter meinen es gut mit dir, freue
dich, Doromir!"

Ich bezahlte die Wahrsagerin, bedankte mich und wollte gehen. „Ein Wort der Warnung“, sagte sie noch, und rollte mit den Augen, bis nur noch das Weiße zu sehen war.
„Wehe dir, wenn du dich alleine begibst. Du bist jetzt dafür weder vorbereitet, noch würdig. Deine Hände und dein Herz müssen noch vom Kampf und vom Leben gehärtet werden. Nur das kannst du nicht alleine erreichen - ohne Gefährten bist du verloren."

Ich ging also von ihr fort und fasste den Entschluss, meiner Bestimmung zu folgen.

"Alles Leben hat einen Sinn", sagte ich mir, "sogar meins. Der Sinn des Lebens der Orcs und der Menschen ist, gegeneinander Kriege zu führen.
Der Sinn meines Lebens ist, die Axt zu finden, um diesen Kampf zu beenden!"

In der selben Stunde suchte ich Onkel Bobo und meine Mutter auf, erzählte denen von meiner ruhmreichen Schicksal und von meinem Entschluss..."


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Steckbrief auf einen Baum im Silberwald

Gesucht:
Der Barbar Doromir, Sohn des Trathnar

Rasse:
Halbork

Bild:
(Die Zeichnung stellt in etwa einen Halbork dar,
schlecht gezeichnet, könnte jeder sein)

Besondere Kennzeichen:
Eine Narbe auf der Stirn.

Anklage:
- Entweihung und Plünderung des Heldengrabes vom Bhorat dem Grossen Axthelden

Spätere Vergehen:
- Rauferei in der Stadtkneipe "Zum Lustigen Oger" aus Lucent, wo er zwei ihm bekannte,
angeheiterte Kopfgeldjäger verprügelte und einen hohen Sachschaden verursacht hat

- Beschützer eines Magiers Dharuk, von dem erzählt wird, dass er den bösen Blick hatte.
Der böse Blick des Magiers verursachte Unfruchtbarkeit mehrerer Hennen aus Lucent und die hinterher folgenden Dürremonaten der Region.

Demselben Fluch wird die verspätete Geburt des Sohnes eines mutigen zum Kampf gezogenen Helden aus Lucent erst 14 Monate nach der Zeugung nachgesagt.
Und das obwohl die redliche Frau und der Bruder des Helden unserer Stadt gleichzeitig schwören, dass die Frau redlich ist und der böse Blick des Magiers Dharuk daran schuld sein muss.


Belohnung:
100 Goldstücke
und
Einen Mitagessen im „Lustigen Oger" in Lucent, die Kneipe, wo ihr immer aus reinen Krügen bedient werden und der Rotwein echt und ungepanscht ist !


Hinweis:
Der Gesuchte ist mit einem riesigen Zweihänder bewaffnet und sehr gefährlich. Er kann nur in Überzahl gestellt und am besten mit Magie gefangen werden.




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Fulk
Montag, 1. Mai 2006, 21:48
.....

XXX
Montag, 1. Mai 2006, 21:49
Chyralis:

Islanas Reiseberichte


In den letzten Tagen dieses Spätsommers ist viel passiert, so viel wie wohl in den letzten Jahren nicht. Vielleicht hat sich in meinem Leben ja irgend etwas verändert, was ich noch nicht herausgefunden habe, oder aber es liegt doch an den Anderen, mit denen ich jetzt reise. Schlecht ist es auf jeden Fall mal nicht, aber dafür ziemlich gefährlich.

Angefangen hat Alles damit, dass ich Vheranion getroffen habe, ein etwas ungewöhnlicher Schüler der Magie mit weißen Haaren, der eine Vorliebe für nekromantische Zauber wie Furcht und Schwächestrahlen zu haben scheint.
Er hatte geschäftlich in Gordak, einem kleinen Dorf, zu tun, zu dem ich ihn begleitete, weil ich erstens gerade nichts besseres zu tun hatte und zweitens mich doch mal wieder die Faszination der Magie inne hatte.
Die charakteristischsten Orte in diesem Dorf waren eine Mühle, ein Turm (zu dem Vheranion ging), ein Brunnen und zwei Gasthäuser: Das Rote Rad (feiner Ort, den ich mir sicherlich nicht leisten kann) und der Kupferkessel. Außerdem hat in diesem Dorf wohl noch nie jemand eine Elfin gesehen, denn die haben mich dort alle wie keine Ahnung was angestarrt. Ich sollte mir besser mal was einfallen lassen, anscheinend bin ich in diesem Land zu auffällig.
Als Vheranion zurückkam entschieden wir uns dann, in den Kupferkessel zu gehen, weil es dort das bessere Essen geben sollte (und billiger war). Eine interessante Sache nachträglich gesehen, betrachtet man die weiteren Ereignisse an diesem Abend.
Zuerst einmal habe ich dort Gilean, einen recht stillen und etwas ängstlichen Kleriker der Mielikki, und Ilnanna, eine recht seltsame Kämpferin, getroffen, mit denen ich jetzt auch durch die Gegend ziehe. Dann gab es da einen reichen Kaufmann, an den ich wegen seiner zwei Leibwachen leider nicht heran kam, einen Halbling, der Lieder gesungen hat, aber von keinem beachtet wurde und so einen besoffenen Holzfäller.
Die eine Leibwache war so ein hässlicher und hinterhältiger Halbork, der mich im allgemeinen Getummel unsanft betatschen wollte. Der soll mir nochmal über den Weg laufen, oder vielleicht besser nicht. Keine Ahnung was Ilnanna an dem fand, die die ganze Zeit versuchte die Aufmerksamkeit des Halborks zu gewinnen. Und auch wenn sie stark ist, war sie dem Halbork dann beim Armdrücken klar unterlegen, der sie beim dritten mal gewinnen lies, da sie dafür von ihm aufs Zimmer begleitet werden sollte, ziemlich dämlich. Leider hat sie ihn dort nicht wie gesagt verprügelt.
Der Holzfäller ist dann irgendwann ausgerastet und Ilnanna, Gilean und Vheranion hatten Mühe ihn wieder zu beruhigen (wenn man das so nennen kann). Eine sehr lustige Prügelei, die ich leider nicht zur allgemeinen Verbesserung der finanziellen Lage ausnutzen konnte. Ilnanna hat immer mit so einer langen Kette herumgehauen und sie dann immer fallen lassen und Vheranion hat mitten in der Kneipe so einen Schwächestrahl losgelassen, um dann mit der Armbrust voll ins Getümmel zu schießen. Immerhin hat er den Holzfäller getroffen, der es glücklicherweise überlebt hat, sonst wäre Vheranion wohl länger als eine Nacht ins Gefängnis gewandert. Seltsamerweise kam er am nächsten Tag ohne Verhandlung wieder raus.

Gut für uns, den Vheranion hatte einen Auftrag, der uns 5 GM pro Tag einbringen sollte und nur (dieses Wort würde ich jetzt nicht mehr dafür verwenden) darin Bestand, ein Kästchen in Oakrich abzuliefern.
Wir brachen also noch am selben Tag nach Oakrich auf, das 10 Tage nördlich liegen sollte. Nördlich war eh gut, da der komische Halbork nicht in diese Richtung aufbrach.
Erst verlief auch alles friedlich, bis wir am zweiten Tag in ein kleines Wäldchen kamen. Ich pirschte mich ein wenig voraus, doch statt den vermuteten Hinterhalt zu entdecken (hatte ich doch Eulenrufe am Tag vernommen) wurde ich entdeckt und konnte nur mit Mühe und einer schweren Armbrustwunde entkommen. Wobei ich gleich mal einen Dank an Gilean aussprechen muss, der sich ab diesem Zeitpunkt sehr gut um all unsere Wunden gekümmert hat.
Gemeinsam stellten wir uns dann dem Feind, d.h. den 4 Banditen im Hinterhalt, und wir konnten sie durch Pfeil-, Bolzen- und Kugelhagel schließlich bezwingen.

Nach ein wenig Erholung viel mir auf, dass die Banditen recht schlecht ausgerüstet waren in Bezug auf Nahrung und Wasser, was mich zu dem Schluss brachte, das ein Lager in der Nähe sein musste. Wir hatten Glück und konnten eine Spur finden (auch wenn der große Spurenleser Gilean dabei nicht gerade so gut war wie ich nach seinen Aussagen glaubte). Doch bevor wir das Lager fanden, stieß ich erneut auf einen Halbork: Doromir, ein eher unintelligenter Barbar, der eine Axt mit Namen Mythun sucht, die einer völlig unglaubwürdigen Legende entstammt, die mehr wie ein schlechter Scherz klingt. Andererseits war dieser Halbork viel umgänglicher und ich dachte, er könnte uns sehr hilfreich werden. So nahmen wir ihn in unsere Reisegruppe auf.
Das Lager war von diesem Punkt aus nicht mehr weit, wo wir auf drei weitere Banditen stießen, die einen Waldelfen gefangen hielten und ihn nun verkaufen wollten. Da wir uns jedoch auf keinen „Kaufpreis“ einigen konnten, zahlten zwei der Banditen dafür mit ihrem Leben, wie es ihnen der Barbar versprochen hatte, den dritten mit Namen Garagar nahmen wir Gefangen.
Natürlich befreiten wir den Elfen, Alorius, einen wandernden Mönch, den wir (besonders ich) gerne auch in unsere Gesellschaft aufnahmen. Würden die Leute nicht immer nur noch mich anstarren.
Von dem Gefangenen erfuhren wir, dass sie durch Tauben über das Eintreffen von Reisenden informiert wurden. Die Tauben werden dann immer wieder in das Dorf zurück gebracht. Da er aber nur der kleine Schuhlecker ist, weiß er nichts weiteres. Dafür erwies sich der Gefangene dann in anderer Hinsicht als nützlich, z.B. im Tragen von Ausrüstung oder Ziehen von Wägen, etc. Wir wollten ihn im nächsten Dorf der Gerichtsbarkeit übergeben. So reisten wir also weiter.

Am nächsten Tag stießen wir dann auf eine fahrende Gauklertruppe und den „berühmten“ Barden Lantos, von dem ich noch nie etwas gehört hatte. Die Leute schienen in Ordnung und so setzten wir unsere Reise gemeinsam fort. Ich glaube die Männer waren darüber sehr glücklich, da sie immer um Loranna, die recht attraktive Bardin der Gruppe, herumschwänzelten. Weitere Mitglieder waren Üstos, ein Veteran, und die beiden Zugtiere (kräftige Menschen), die nur noch wenige Stunden lebten. Im allgemeinen Gerede hatten wir uns nämlich sehr unaufmerksam einem weiteren Wäldchen genähert, in dem wir Opfer eines Hinterhalts von 9 Goblins wurden. Ohne die Gauklertruppe und die stimmliche Unterstützung der Bardin hätten wir diese Begegnung wohl nicht überstanden. So konnten wir die Goblins aber doch noch in die Flucht schlagen, die jedoch die beiden Zugtiere getötet hatten. (Aber wozu hat man den Gefangene, wie der Barbar so schön sagte, der dann mit diesem zusammen den Wagen zog.) Lantos war zumindest nur bewußtlos und nicht tot.
Wir setzen unsere Reise etwas geknickt (wegen der Toten) fort und erreichten schließlich Lyrabar, das Dorf, das auf halben Weg zu Oakrich liegen sollte. Allerdings konnte man schon von Ferne erkennen, das dort etwas nicht stimmte (kein Rauch aus den Schornsteinen). So blieb die Gruppe im Schutz der Bäume und ich schlich mich zum Dorf. Ich hatte Glück, dass der Wind günstig stand, denn zu meinem Schrecken musste ich feststellen, dass das Dorf mit Goblins und Wölfen überfüllt war, zu viel für unsere momentane Verfassung und sehr wahrscheinlich auch einfach so.
Da das Dorf leider in einer Senke lag und es keine Möglichkeit gab, diese mit dem Wagen zu umgehen, lagerten wir erst einmal, um dann am Morgen mit einem Trick die Goblins vielleicht doch zu besiegen. Wir wollten sie ködern und vom Dorf weglocken, um sie dann in kleinen Gruppen angreifen zu können. Als Köder diente der Bandit, dem wir dafür seine Freiheit versprachen und auch gaben. Sein Glück, denn die Goblins waren über Nacht aus dem Dorf abgezogen, was wiederum auch unser Glück war. Das Dorf war völlig verwüstet und geplündert, anscheinend aber nicht von den Goblins sondern eher von Orks, wie die Spuren verrieten. Wir konnten hier leider nichts mehr tun.

In den nächsten Reisetagen gab es zwei weitere Ereignisse. Zum einen fanden wir eine Stelle im Wald, die verbrannt war. Hier hatte nicht nur ein Blitz eingeschlagen, sondern es waren auch Leichen verbrannt worden, anscheinend von 8 Menschen. Den Spuren zu Folge konnten die Täter auch Orks gewesen sein. Durch ein wenig Suchen fand ich ein Amulett, dass die Mörder übersehen hatten. Ein Schwert vor einem Baum, das Wappen der Familie Eichenschwert, wie mir später Loranna erzählte. Ich werde es wohl irgendwann der Familie zurückgeben, momentan habe ich es jedoch versteckt angelegt, da es nach Vheranions Aussage eine magische Schutzwirkung hat.
Das zweite Ereignis war ein Angriff von Orks. Gilean würde ja sagen, wir haben die Orks angegriffen, aber das ist seine Meinung. Erst war er mehr über den verbrannten Wald entsetzt als über die Leichen (natürlich mag ich auch kein Feuer im Wald, aber ...) und dann will er mit Orks reden, die anscheinend alles töten und brandschatzen, was ihnen über den Weg läuft, abgesehen davon, dass es Orks sind. Auf jeden Fall hatten wir bei dem Angriff Glück. Durch einen Verstricken-Zauber wurden die heranstürmenden Orks so aufgehalten, dass die meisten fielen, bevor sie überhaupt herankamen.

Wir setzten unseren Weg fort (diese Phrase schreibe ich glaube ich zu oft) und einige Tage später trafen wir auf 8 berittene Wachen von Impiltur, oder eben keine Wachen. Indizien wiesen immer mehr darauf hin, dass es sich um Betrüger und Banditen handelte, die sich nur als Wachen verkleidet hatten. Sie erzählten z.B. eine Geschichte von einer Orkbelagerung um Oakrich und dass sie durchbrechen wollten um Hilfe zu holen, auf dem Weg gab es aber keine Belagerungsringe mehr, die wir auch nur irgendwie bemerkt hätten. Ihre Pferde waren auch nass, schnauften aber kaum. Schließlich kam einem noch in den Sinn, dass es da mal acht Leichen im Wald gab mit dem Wappen eines Adeligen. Vielleicht waren es ja doch keine Orks gewesen. Nun Grund genug sich zurückzuziehen und seinen Weg fortzusetzen, aber die Banditen fühlten sich durch Gileans Worte über nasse Pferde in ihrer Verkleidung ertappt und griffen an. Ein Kampf den viele von uns mit schweren Wunden bezahlten, den wir aber gewinnen konnten, was ich ursprünglich bezweifelt hätte.

Einen Vorteil hatte der Angriff dann auch noch. Wir hatten jetzt 8 Pferde (auch wenn wir die wohl irgendwann an die Autoritäten von Impiltur zurückgeben werden müssen) und unsere Reise verlief dadurch nun viel einfacher und schneller.

Schon bald erreichten wir Oakrich, das wir wie erwartet unbelagert vorfanden, jedoch auch totenstill, das Tor verschlossen. Wie beim letzten Dorf schlich ich mich an und einmal ringsherum bis zum gegenüberliegenden Tor, doch ich konnte nichts Ungewöhnliches sehen, hören oder riechen. Nur das andere Tor war überrannt, jedoch mehr als Täuschung. Es sah zu sehr präpariert als tatsächlich eingerannt aus. Spuren von Wagen und Menschen führten wie auch beim letzten Dorf von diesem weg.
Ich ging zurück und wir näherten uns mit dem Wagen, schließlich hatte ich nichts entdecken können, doch ich hätte besser hinsehen müssen. Als wir uns dem offenen Tor näherten, hörten wir Geräusche und konnten sechs Goblins mit einem gefangenen Kind erspähen. Wir hielten und diskutierten heftig unser weiteres Vorgehen, denn die meisten waren noch aus dem Kampf gegen die falschen Wachen verletzt. Sechs Goblins würden wir nehmen, aber beim letzten mal waren es deutlich mehr. Andererseits war da wiederum dieses Kind, das ich nicht im Stich lassen wollte. So entschieden wir uns, uns als Falle um das Tor herum zu postieren. Ich würde mich hineinschleichen und die tatsächliche Anzahl Goblins abschätzen. Im Falle einer Übermacht wollten wir uns zurückziehen. Doch dazu kam es dann nicht mehr. In dem Moment, in dem ich einige Meter in das Dorf hinein gekommen war, drehte der Wind und zwei riesige Wölfe, die ich noch nicht bemerkt hatte witterten mich. In diesem Augenblick nahm ich besser die Beine in die Hand und der Kampf war unvermeidbar (auch wenn Gilean das wohl glaubte, da er zu Beginn erst einmal davonritt). Die Wölfe waren leider keine normalen Tiere, sondern irgendwelche Bestien, die uns viel Schwierigkeiten bereiteten. Doromir fiel als erster, dann Alorius. Mit großem Einsatz warf sich Üstos den Bestien entgegen, er hielt lange und fügte den Bestien auch schwere Wunden zu. Eine konnten wir töten, mitunter durch den unermüdlichen Einsatz der beiden Barden, die uns durch Gesang und Armbrustfeuer unterstützten. Die zweite Bestie stürzte sich dann auf die Barden nachdem auch Üstos gestürzt war, die in einem heldenhaften Kampf ihr Leben für uns ließen, bevor auch diese endlich zur Strecke gebracht werden konnte. Die Goblins können wir vergessen, sie spielten eine mindere Rolle in dem Kampf, auch wenn sie eigentlich am Tod der Barden schuld sind. Es klingt dramatischer wenn man sagt, sie sind durch die Wolfbestie gefallen.
Alorius war von Üstos noch gerettet worden bevor er selbst starb und Doromir atmete auch noch, wer nicht tot oder bewusstlos war, war stark geschwächt. Ein furchtbarer Kampf, für dessen Ausgang wir denen danken müssen, die tot sind. Wenn ich die Begabung aufbringe, werde ich vielleicht mal über diese Helden ein Lied singen, wie sie es über andere getan haben.

Zumindest hatten wir das Kind befreit, ein Halbelfischer Junge mit dem Namen Alarin. Er erzählte uns, dass vor dem Angriff auf das Dorf ein Geschichtenerzähler (Kadrion) und ein Waldmensch mit einem großen Bogen im Dorf waren. Seine Mutter war wahrscheinlich umgekommen und wir beschlossen ihn nach dem wir uns Erholt hatten in den nahegelegenen Wald zu bringen, wo sein Onkel lebte, der nach den Worten der Mutter Menschen frisst.
Zuerst überprüften wir aber natürlich auch das Ziel unseres Auftrags. Doch wir fanden das Haus aufgebrochen und geplündert, den Besitzer (Managian, oder war das der Name des Auftraggebers? Ich habe es nicht so mit Namen merken) tot. Nur in einer Kiste fand sich ein doppelter Boden, geschützt durch eine Falle, die ich umgehen konnte. 2 PM und eine Schriftrolle waren der Lohn dafür. Wir öffneten auch das Packet, das wir abliefern sollten. Das Passwort dafür war Dreiauge, der Spitzname, den die Kinder des Dorfes dem Auftraggeber wegen seines Monokels gegeben hatten. Auch in dem Packet waren zwei Schriftrollen.

Am 13. Tag unserer Reise verliesen wir das Dorf dann wieder, erholt und die Toten beerdigt zurück lassend. Am Abend kamen wir in den von dem jungen bezeichneten Wald, wo uns ein Hochelf nicht gerade freundlich empfing.
Er, Aladon, und sein Habicht Ilio hatten wohl den Wald als ihr Eigentum beansprucht. Nach einiger Überredungsmühe erklärte er sich jedoch bereit, den Jungen auszubilden und aufzuziehen. Dafür sollten wir eine von Kobolden errichtete Staudammmauer einreisen, die den natürlichen Verlauf des Flussen stört. Wir nahmen an und er gab uns noch ein paar Beeren, die uns helfen würden. Explosive Beeren, wenn man den richtigen Stachel entfernt. Morgen werden wir dorthin aufbrechen.



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musquetaire:

Doromir's Reisebericht

"Doch was ist da? Frau, hübsch, hoppala! Vielleicht wird es was? Doch warte! Was raschelt da im Busch? Kampf? Schmerz. Nochmal Schmerz. Kampf! Banditen. Tötentötentöten. Den nicht, vielleicht später. Hunger. Ist der Kampf zu Ende? Wo sind die anderen? Ich lauf hin. Wartet auf Doromir! Diese Leichen haben nichts brauchbares an sich. Zwei Tauben. Vögel schmecken gut. Jetzt essen? Nein, vielleicht später..."



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Dewsliver
Montag, 1. Mai 2006, 21:53
Aus Vheranions privaten Notizen:

Die Axt des Halborks
Der Halbork, der seit einigen Tagen mit uns reist, erzählt ständig von einer legendären Axt, die einem Orkkönig gehört haben sollte. Anfangs tat ich das als unsinniges Geschwätz ab, was man halt so von einem Ork-Abkömmling erwartet. Doch je mehr ich von ihm erfahre, desto mehr glaube ich, dass die Geschichte einen wahren Kern hat. Er ist zwar alles andere als intelligent, aber ich glaube er ist nicht so dumm, wie er uns manchmal glauben machen will. Er beginnt sogar sich für meine Kunst zu interessieren, was ebenfalls untypisch ist, da seine Art arkaner Magie normalerweise eher skeptisch gegenübersteht. Irgendwie ist er mir sympathisch.

(***hinterher eingefügter Zusatz***)
Wenn ich mich recht entsinne, sagte er etwas über eine lange, machtvolle Herrschaft des Königs, der die Axt besaß. Lange! Sobald ich wieder in einer vernünftigen Stadt bin, werde ich unverzüglich eine Bibliothek aufsuchen und einige Nachforschungen anstellen. Der Name der Axt ist Mythun.


Wohin führt der Weg?
Ich weiß nicht genau, wo uns unsere Reise hinführen wird. Wir leben von Tag zu Tag, ein größeres Ziel haben wir nicht mehr seit wir Managian tot aufgefunden haben. Seltsamerweise tauchen in dem magischen Beutel immer noch täglich Goldmünzen auf, ich vermute jedoch dies wird mit Erreichen des 20. Tages auch aufhören. Wir haben die Schriftrollen, die wir bei dem toten Magier gefunden haben, bei uns. Sie sind für mich von keinem besonderen Wert und ich bin mir unschlüssig darüber, was wir mit ihnen machen sollen. Die offensichtlichste Lösung wäre sie zurückzubringen, doch es ist eine verdammt langer Weg nach Lyrabar und ich bin nicht gewillt ihn auf mich zu nehmen.
Ich habe das ungute Gefühl ich sollte noch etwas mehr Abstand zwischen mich und Saerloon bringen. Nasac war wirklich wütend und ich bin mir sicher, er hätte mich getötet, wenn ich nicht entkommen wäre. Andererseits ist der alte Bastard jetzt genau das, ein verdammt alter Bastard, also sollte ich mir nicht zu viele Sorgen machen.
Impiltur hingegen scheint nicht gerade ein Land zu sein, in dem die arkane Kunst sehr hoch geschätzt wird. Wenn ich nur an meine Verhaftung denke. Und die offiziell vom Staat gesandte Elfe, die Islana jagt, praktiziert die intuitive Form der Magie. Pah! Dilettanten.
Vielleicht sollte ich irgendwann weiterziehen, in die magiereicheren Länder des Ostens. Trotz aller damit verbundenen Gefahren denke ich Thay sollte ein lohnenderes Ziel für mein Vorhaben sein. Ich habe von einigen unsterblichen Magiern aus diesem Lande gehört. Allein zu reisen ist jedoch viel zu gefährlich. Sollte ich dorthin wollen, muss ich die anderen irgendwie davon überzeugen mit mir zu kommen. Nur wie? Vorerst werde ich wohl in Impiltur bleiben müssen.


Die Strapazen der Straße
Seit Tagen nichts als Wildnis. Wir sind mittlerweile seit fast zwei Tendays auf der Reise und es ist kein Ende in Sicht. Die Monotonie der Stunden und Tage wird nur durch blutige Kämpfe unterbrochen. Schlechtes Wetter und schmerzende Wunden erschweren das Vorankommen zusätzlich. Nie zuvor war mir der Nutzen göttlicher Magie so deutlich vor Augen. Ohne Gilean wären wir alle schon längst draufgegangen. Könnte er unsere Wunden nicht schließen, hätten sie sich sicherlich schon längst entzündet bei dem Regen und dem ganzen Dreck der Straße.
Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren, die Strapazen der Straße beginnen ihren Tribut zu fordern. Ich hätte nicht gedacht, dass unser Weg so beschwerlich sein würde, wenigstens haben wir jetzt Pferde.
Ich vermisse Sembia und meine Heimatstadt. Dieses Land ist viel unzivilisierter als es aus den geographischen Archiven Saerloons hervorgeht. Ich würde es auf eine Stufe stellen mit den rauen, monsterverseuchten Landen des Nordens. Barbarisch!


Ruhe!
Durch halborkisches Gebrüll aufgewacht! Seit diese beiden Kopfgeldjäger mit uns reisen ist es noch unmöglicher friedvollen Schlaf zu finden, sie scheinen ständig mit Doromir über die unsinnigsten Sachen zu streiten. Sollte nicht bald Ruhe sein, werde ich einen von ihnen zum Schweigen bringen.
Hinzu kommt, dass mich meine Begleiter kaum eine Nacht ungestört ruhen lassen, es ist als würde sie Raubtiere und Monster magisch anziehen, nur um einen Vorwand zu haben mich zu wecken. Wie soll man sich denn da auf magische Studien konzentrieren?
Werde versuchen noch ein paar Stunden Schlaf zu finden.


Fortschritte in den Nachforschungen
Ich bin bei meinen magischen Forschungen, die ich hier unter extrem erschwerten Bedingungen durchführen muss, auf etwas gestoßen, das viel versprechend aussieht. Ich glaube, es ist mir möglich einen Zauber zu finden, der meine Lebensenergie zumindest temporär etwas anhebt. Wenn es mir doch nur gelingen würde, mir die Energie des Unlebens zu Nutze zu machen. Ich bin kurz davor, ich weiß es...

(***hinterher eingefügter Zusatz***)
Manchmal scheint mir mein Ziel unerreichbar und ich fühle mich hilflos während ich kostbare Tage und Tendays meines Lebens ins Land ziehen sehe. Ich habe den Zauber immer noch nicht entschlüsselt und sollte es mir gelingen, so würde es doch nur einen kleinen Erfolg auf dem Weg zur Unsterblichkeit darstellen. Vielleicht ist mein ganzer Ansatz falsch. Vielleicht ist nach ewiger Jugend zu streben doch nicht der richtige Weg. Sollte ich etwa lieber...
(***der Rest ist durchgestrichen und mit Tinte verschmiert***)Aus Vheranions privaten Notizen:


Die Axt des Halborks
Der Halbork, der seit einigen Tagen mit uns reist, erzählt ständig von einer legendären Axt, die einem Orkkönig gehört haben sollte. Anfangs tat ich das als unsinniges Geschwätz ab, was man halt so von einem Ork-Abkömmling erwartet. Doch je mehr ich von ihm erfahre, desto mehr glaube ich, dass die Geschichte einen wahren Kern hat. Er ist zwar alles andere als intelligent, aber ich glaube er ist nicht so dumm, wie er uns manchmal glauben machen will. Er beginnt sogar sich für meine Kunst zu interessieren, was ebenfalls untypisch ist, da seine Art arkaner Magie normalerweise eher skeptisch gegenübersteht. Irgendwie ist er mir sympathisch.

(***hinterher eingefügter Zusatz***)
Wenn ich mich recht entsinne, sagte er etwas über eine lange, machtvolle Herrschaft des Königs, der die Axt besaß. Lange! Sobald ich wieder in einer vernünftigen Stadt bin, werde ich unverzüglich eine Bibliothek aufsuchen und einige Nachforschungen anstellen. Der Name der Axt ist Mythun.


Wohin führt der Weg?
Ich weiß nicht genau, wo uns unsere Reise hinführen wird. Wir leben von Tag zu Tag, ein größeres Ziel haben wir nicht mehr seit wir Managian tot aufgefunden haben. Seltsamerweise tauchen in dem magischen Beutel immer noch täglich Goldmünzen auf, ich vermute jedoch dies wird mit Erreichen des 20. Tages auch aufhören. Wir haben die Schriftrollen, die wir bei dem toten Magier gefunden haben, bei uns. Sie sind für mich von keinem besonderen Wert und ich bin mir unschlüssig darüber, was wir mit ihnen machen sollen. Die offensichtlichste Lösung wäre sie zurückzubringen, doch es ist eine verdammt langer Weg nach Lyrabar und ich bin nicht gewillt ihn auf mich zu nehmen.
Ich habe das ungute Gefühl ich sollte noch etwas mehr Abstand zwischen mich und Saerloon bringen. Nasac war wirklich wütend und ich bin mir sicher, er hätte mich getötet, wenn ich nicht entkommen wäre. Andererseits ist der alte Bastard jetzt genau das, ein verdammt alter Bastard, also sollte ich mir nicht zu viele Sorgen machen.
Impiltur hingegen scheint nicht gerade ein Land zu sein, in dem die arkane Kunst sehr hoch geschätzt wird. Wenn ich nur an meine Verhaftung denke. Und die offiziell vom Staat gesandte Elfe, die Islana jagt, praktiziert die intuitive Form der Magie. Pah! Dilettanten.
Vielleicht sollte ich irgendwann weiterziehen, in die magiereicheren Länder des Ostens. Trotz aller damit verbundenen Gefahren denke ich Thay sollte ein lohnenderes Ziel für mein Vorhaben sein. Ich habe von einigen unsterblichen Magiern aus diesem Lande gehört. Allein zu reisen ist jedoch viel zu gefährlich. Sollte ich dorthin wollen, muss ich die anderen irgendwie davon überzeugen mit mir zu kommen. Nur wie? Vorerst werde ich wohl in Impiltur bleiben müssen.


Die Strapazen der Straße
Seit Tagen nichts als Wildnis. Wir sind mittlerweile seit fast zwei Tendays auf der Reise und es ist kein Ende in Sicht. Die Monotonie der Stunden und Tage wird nur durch blutige Kämpfe unterbrochen. Schlechtes Wetter und schmerzende Wunden erschweren das Vorankommen zusätzlich. Nie zuvor war mir der Nutzen göttlicher Magie so deutlich vor Augen. Ohne Gilean wären wir alle schon längst draufgegangen. Könnte er unsere Wunden nicht schließen, hätten sie sich sicherlich schon längst entzündet bei dem Regen und dem ganzen Dreck der Straße.
Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren, die Strapazen der Straße beginnen ihren Tribut zu fordern. Ich hätte nicht gedacht, dass unser Weg so beschwerlich sein würde, wenigstens haben wir jetzt Pferde.
Ich vermisse Sembia und meine Heimatstadt. Dieses Land ist viel unzivilisierter als es aus den geographischen Archiven Saerloons hervorgeht. Ich würde es auf eine Stufe stellen mit den rauen, monsterverseuchten Landen des Nordens. Barbarisch!


Ruhe!
Durch halborkisches Gebrüll aufgewacht! Seit diese beiden Kopfgeldjäger mit uns reisen ist es noch unmöglicher friedvollen Schlaf zu finden, sie scheinen ständig mit Doromir über die unsinnigsten Sachen zu streiten. Sollte nicht bald Ruhe sein, werde ich einen von ihnen zum Schweigen bringen.
Hinzu kommt, dass mich meine Begleiter kaum eine Nacht ungestört ruhen lassen, es ist als würde sie Raubtiere und Monster magisch anziehen, nur um einen Vorwand zu haben mich zu wecken. Wie soll man sich denn da auf magische Studien konzentrieren?
Werde versuchen noch ein paar Stunden Schlaf zu finden.


Fortschritte in den Nachforschungen
Ich bin bei meinen magischen Forschungen, die ich hier unter extrem erschwerten Bedingungen durchführen muss, auf etwas gestoßen, das viel versprechend aussieht. Ich glaube, es ist mir möglich einen Zauber zu finden, der meine Lebensenergie zumindest temporär etwas anhebt. Wenn es mir doch nur gelingen würde, mir die Energie des Unlebens zu Nutze zu machen. Ich bin kurz davor, ich weiß es...

(***hinterher eingefügter Zusatz***)
Manchmal scheint mir mein Ziel unerreichbar und ich fühle mich hilflos während ich kostbare Tage und Tendays meines Lebens ins Land ziehen sehe. Ich habe den Zauber immer noch nicht entschlüsselt und sollte es mir gelingen, so würde es doch nur einen kleinen Erfolg auf dem Weg zur Unsterblichkeit darstellen. Vielleicht ist mein ganzer Ansatz falsch. Vielleicht ist nach ewiger Jugend zu streben doch nicht der richtige Weg. Sollte ich etwa lieber...
(***der Rest ist durchgestrichen und mit Tinte verschmiert***)

musquetaire
Montag, 1. Mai 2006, 22:48
Die Legende der Axt Mythun, wie von Onkel Bobo an Doromir erzählt wurde:
"Doromir, wo bisst Du? Komm, setzt dich. Lass die Nase in Ruhe, Onkel Bobo will dir eine Geschichte erzählen.
Vor langer, langer Zeit, als Orcs nett waren und mit den Menschen in Frieden lebten, regierte der gütige Orc - König Sarod. Er war sehr beliebt bei Menschen und Orcs zugleich; seine weise Führung und seine mutige Taten wurden weit, weit über unsere Grenzen hinaus bekannt und brachten viele friedliche Jahre des Wohlstands.
Um seiner Macht einen Symbol zu verleihen, liess Sarod eine wunderbare Axt schmieden. Zwölf Magier schmiedeten zwölf Nächte lang Mythun, die Axt der Macht aus purem Gold und beschrifteten diese mit magischen Formeln, die dem Träger unbesiegbare Macht verleihen sollten. Diese Axt sollte die Feinde fernhalten, es sollte das königliche Symbol des Friedens werden.

In der dreizehnten Nacht, als die Axt fertig war, vor der festlichen Übergabe, als alle schliefen, schlich sich Darfu, der menschliche Hofmagier des Königs an die Axt heran.
Nun, du musst wissen das Sarod den Magier nicht im Kreis der Zwölf Axtschmiede gebeten hatte, weil Darfu's Machtbessessenheit nur zu gut dem König bekannt war. Doch dass diese Gier Darfu noch so weit treiben würde, hätte damals keiner geglaubt.
Hasserfüllt verwünschte der Hofmagier die Axt mit dem letzten Zauberspruch: nie wieder soll ein Orc oder ein Mensch allein die Axt heben können. Danach liess Darfu den König rufen, und erzählte ihm seine Tat.
>>So, jetzt kannst du nur noch zusammen mit mir regieren, sonst bist Du deinen Feinden ausgeliefert! Nur zusammen, Mensch und Orc, können wir die Axt heben und die Feinde fernhalten!<< schrie Darfu. >>Alleine bist du und dein Reich verwundbar, nur zusammen sind wir unbesiegbar!<<
Der Orc König verdunkelte sich vor Wut. Seine Züge wurden immer düsterer, seine Augen blutgetränkt. Sein Grollen erschütterte den Raum. Er packte den Verräter, biss, schlug und riss ihn in Stücke.

Er befahl noch in der Nacht, alle Menschen im Reich zu töten - bis auf einen. Alle Orcs, die von Darfu's Tat hörten, empfanden denselben heiligen Hass gegen die Menschen, und erfüllten den Wunsch des Königs.
Seither hassen wir Menschen, und seither können wir nicht mehr ausgeglichen sein, seit der abscheulichen Tat des Menschen - Verräters Darfu.

Und der König? Die Taten des Orc - Königs Sarod dem Grausamen erschütterten die Feinde. Diese flohen und vermieden es in der Zukunft, Orcs anzugreifen.
Der Orc König liess die verwünschte Axt Mythun begraben, verstecken, keiner weiss wohin.
Ein Orc und der letzte Mensch aus dem Reich trugen zusammen die Axt unserer Väter fort, Richtung Impiltur, und keiner hat jemals mehr von denen gehört.

Doch merke dir! Die Axt darf man auf keinen Fall
... Doromir? Wo ist dieser Knabe?
Bestimmt spielt er wieder mit den Kinder im Schlamm. Dieser Mischling macht mich noch verrückt.
Er wird nie ein richtiger Orc werden!"

kubelick
Dienstag, 2. Mai 2006, 00:49
Ilnannas Aufzeichnungen

Es ist ein jämmerliches Unterfangen. Es scheint mir jedoch recht gut zu gelingen, rauh und vulgär zu erscheinen. Keiner hat bisher den Verdacht gehegt, ich könnte eine Königstochter sein.

Die Obhut meines Meisters verließ ich vor einigen Wochen und begab mich gen Osten – die letzten Gerüchte von Zeros’ Lebenszeichen kamen aus der Nähe des Waterdeep, eine recht große Stadt. Die Beschaffung von Informationen, ohne mich zu verraten, verlangt mir großes Bemühen ab. Meine selbstgenähte Kluft und mein Auftreten wirken dahingegen überzeugend, daß bislang alle, welchen ich begegnete, mich für eine Landsmännin eher barbarischer, niederer Herkunft hielten. Dies, jedoch, ist für freundlichen Austausch und nette Plaudereien eher unförderlich. Auch das heimliche Ausüben von Meditationen bereitet mir Sorgen: der Drang nach Ehrlichkeit ist stark, das Bemühen der Tarnung, ja der Lüge, beschwert mich. Ob dies mein Ziel, die Spiritualität zu erlangen, die mich mit meiner Waffe auf einer höheren Ebene verbinden wird, gefährdet?

In Gordak, ein Dorf, in welchem ich rastete, schloß Ich mich einer Gruppe an. Der junge Magier Vheranion (eine recht sonderliche Erscheinung – weiß-stählerne Haarpacht, die Augen erinnern etwas an den schattigen Blick von Zeros – wo auch immer er sein mag, ich hoffe es geht ihm gut) hat ein Auftrag angenommen - eine Depesche sei zu überbringen. Seine Jugend verleiht seinen Taten Impulsivität und riskanten Idealismus, seiner Magie eine auffällige Polarität: Einerseits ist sein Geist voller Wohlwollen und Reinheit, andererseits die Energie seiner Magie ist durchdrungen von Dunkelheit und selbstsüchtigem Ehrgeiz, Leid und Tod.

Als ich die Ortschaft erreichte, schickte man mich zum »Kupferkessel«, eine schäbige Kaschemme, wo Ich auf die drei Reisende traf. Neben der unmöglichen Plörre und dem ungenießbaren Fraß, welchen ich nicht mal den Schweinen Zuhause zumuten würde, hat das Gequieke des niederträchtigen Tölpel von dem Barden mich aggressiv und reizbar gestimmt. Vielleicht war die Entscheidung mit dem Halborc (dieser stinkende Bastard) zu ringen etwas zu eifrig. Die halbe Nacht stank das Zimmer nach Orc. Doch besser sie nehmen mich für eine kampflustige Schlampe, als daß meine Herkunft in Erfahrung gebracht werden könnte.

Eine weibliche mitreisende ist die Elfin Islanna, eine grazile, feingliedrige, listige Kammerzoffe. Sie kämpft feige aus der Ferne doch ihr Gesicht ist weise und zugleich reserviert. Sie strahlt jedoch was Angenehmes, Sympathisches aus. Ihr Wirken in Verhandlungen wird noch vom großen Nutzen sein.

Ich sehne mich nach Ehrlichkeit und Wärme, nach der Weisheit meines Meisters. Meist in der Nacht, wenn die Gedankten mich bedrängen und die Umarmung des Zweifelns zu fest wird. »Der menschliche Geist mag die Reinheit, aber das Bewußtsein stört ihn, ‘ sagte er mir. Ulkig, wie der Milikke Kleriker, der vierte Mitglied der Reisegruppe, zu Natur eine Verbundenheit hat. Doch die verließ ihn, womöglich waren seine Sinne getrübt durch das Rauschen der Erwartung und Ungeduld.

Wir brachen auf nach der Freilassung des Magiers. (Die Dorfwache hat ihn für sein profilierendes Auftreten während des Kampfes am Abend, verhaftet.) Doch die notwenigen Vorbereitungen für eine Reise, schienen nur der Magier und Ich getroffen zu haben. So überraschte der Hunger die Elfin und den Kleriker. Er bemühte sich Beeren und des gleichen zu finden, und die wenigen, welche ihm glücklicherweise ins Blickfeld gelangten, verspeiste die Elfin. Auch in ihr ist die Selbstsucht stark.

Den einzigen Vorteil, den ich aus der nächtlichen Tete-a-tete mit dem Orc verbuchen konnte, war die Information über die Gegend, welche er mir mit gierigem Blick anvertraute. Es scheint hier von Wegbelagerern aller Art nur so zu wimmeln. Dies teilte ich meiner Reisegefährten unverzüglich mit, so daß wir stets kampfbereit sein würden.

Uns begleiteten die ein wenig irritierenden Geräusche des knurrenden Magens der Elfin. Der Kleriker hielt sich tapfer. Womöglich übt er sich in Verzicht, um eine höhere Bewußtsein und Geisteszustand zu erlangen. So überrasche er mit seiner Aufmerksamkeit, trotz seines Hungers, als er die Rufe von Eulen war nahm, welche in der Nacht weder ihn noch uns merkwürdig erscheinen würden, doch am Tage, Bedenken hervorriefen.

Islanna spähte vor und kehrte schwer verwundet zurück mit wenig erfreulichen Nachrichten: Bandit, oder mehrere, in den Bäumen verschanst, belagerten den Weg durch das überschaubare Wäldchen, welches vor uns lag. Ihre Waffenwahl, nach dem Bolzen, welcher in Islannas Wunde steckte, war leicht zu erraten. Gilean verlor keine Zeit und heilte die Elfin. Wundersam schloß sich ihre Wunde und sie sprang leichtfüßig hinter einem Baum und verschwand aus meinem Blickfeld. Nach dem Gemurmel Gileans nahm ich an, er zaubere. Er erklärte mir, er lasse Kletterpflanzen die Schurken einknoten, und sie somit in ihrer Beweglichkeit hindern. Doch auch ich blieb hinter einem Baum versteckt, denn seine Schlingpflanzen mögen Freund von Feind nicht zu unterscheiden. Da ich keinen Bogen hatte, blieb mir zunächst nichts anderes übrig, als untätig abzuwarten. Ich stellte mich vor dem Klerik um ihn von dem Beschuß der Halunken zu schützen - hungrig und erschöpft würde er keinen einzigen Pfeil überleben. Ich fiel nach wenigen Angriffen zu Boden.

Aus der traumlosen Dunkelheit holte mich eine wonnige Wärme. Doch, als er der Kampf endlich vorbei war, vernahm ich eine seltsame Teilnahmslosigkeit, die mich Tage lang quellte. Der Grund dieses Zustands, vermag ich nicht zu erforschen. Gewiß ist diese kühle Katatonie eine Konsequenz jener Tate, jener Ereignisse, welche sich neulich zugetragen haben. Womöglich war ich übermütig und mußte lernen Dingen ihren eignen Willen zuzulassen. Zu sehen, jedoch nicht einzugreifen, zu leiden, jedoch ertragen lernen. So vernahm ich Tod von guten Kameraden, das Leiden Vieler. Ungerechtigkeit und Boshaftigkeit, Verwirrung und Misere, Hilflosigkeit und Wut. Doch ich blieb unbeteiligt.


http://www.lrz-muenchen.de/~flolaq/Mist/ilnanna.jpg

Chyralis
Dienstag, 2. Mai 2006, 17:16
Wieder sind vier Tage ins Land gegangen und ich muss sagen, man lernt immer dazu, besonders wenn man bestimmte Menschen oder Vertreter anderer Rassen kennenlernt. So denke ich jetzt auch, dass die ersten Eindrücke manchmal ziemlich falsch sein können. Z.B. von Gilean habe ich am Anfang nicht viel gehalten und auch wenn ich manche seiner Denkweisen noch nicht wirklich verstehe und er mich für eine Verbrecherin hält, ist er in der Zwischenzeit der, den ich für den Vernünftigsten halte und mit dem ich am liebsten reise. Ich fand es auch ziemlich mutig, wie er sich zwischen den Bären und den Barbaren geworfen hat um schließlich dem Bären das Leben zu retten. Hätte ich alleine sicherlich nicht so geschafft. Aber doch mal die Ereignisse von vorne.

Wir haben den Wagen zurückgelassen, er wäre in dem steinigen Gelände im Norden eher hinderlich. Auch Alorius ist leider zurückgeblieben, er wollte noch einiges mit Aladon bereden und dann eventuell einen anderen Weg gehen.
Mit der Beschreibung von Aladon war der Weg nicht schwer zu finden, der stetig nach Norden führte. Auf dem Weg entdeckten wir in einer ausgebrannten Mühle vier Hobgoblins mit denen wir uns auf orkisch unterhielten. Sie sind die Vorhut eines Clans, dessen Anführer Grozak heißt und suchen Beute. Meiner Meinung nach sind es Plünderer und vielleicht hätten wir sie lieber ausschalten sollen, aber andererseits waren sie auch nicht aggressiv. Jetzt haben wir sie gegen die Kobolde geschickt, indem wir ihnen von einer großen Beute vorgeflunkert haben. Vielleicht fällt der Clanführer ja darauf rein und „hilft“ uns gegen die Kobolde.
In der Nacht sind wir dann von einem Eulenbär angegriffen worden, ein ziemlich furchteinflösender Gegner, von dem man besser nicht getroffen wird, wenn man weiterleben will. Doromir bekam das heftig zu spüren und ich leider auch. Am nächsten Tag versuchten wir das Lager dieser Kreatur zu finden, aber ohne Erfolg. Aber dieser Tag war eh nicht gerade der, den ich als besonders erfreulich bezeichnen würde.
Hatten wir doch noch eine weitere Begegnung mit vier Leuten: Tasco (eine Art Ranger), Thurell (ein unheimlich dämlicher Barbar), die Halbelfe Ilvaia Summerbrease und der Halbling Rugis Falkenei. Die ersten beiden wollten ein Kopfgeld für Doromir kassieren und ihn mitnehmen, die anderen beiden müssen mich mit irgend einer anderen Grauelfe verwechseln und wollen mich unbedingt nach Lyrabar mitnehmen. Das ganze eskalierte dann ziemlich schnell, obwohl es meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wäre, da Doromir sich wohl nicht zurückhalten konnte. Ich habe diese Unterhaltung aber nicht mitbekommen. Und obwohl Doromir im Nu zu Boden ging, griffen die beiden anderen dann auch an. Leider schliefen Gilean und Vheranion durch einen Zauber ein, sonst hätten wir diese Idioten bestimmt in den Hintern getreten. Alleine habe ich aber lieber das Heil in den Worten gesucht. Und obwohl ich schon gar nicht mehr weiß, was ich da alles dahergeredet habe, konnte ich glücklicherweise beide Parteien davon überzeugen, dass sie von ihrer momentanen Aufgabe vorübergehend ablassen und uns begleiten. T&T, indem ich ihnen von einem Schatz bei den Kobolden erzählt habe und die anderen, indem ich ihnen die Wichtigkeit der vor uns liegenden Aufgabe begreiflich machte (und versprochen habe danach mitzukommen und das Missverständnis aufzuklären).
Doromir versuchte auf dem weiteren Weg dann immer wieder Thurell auszutricksen, was ihm eine Bezauberung durch die Halbelfe einbrachte und sonst auch eher Probleme als Erfolge. Auch die Geschichte mit dem armen Bär kam so zu stande, den wir leicht umgehen hätten können. Doromir hat dafür im allgemeinen Nebelchaos (durch Gilean erzeugt) mit einer großen Axtwunde bezahlt; beinahe hätte ich lachen müssen.
So ging es weiter und immerhin war die Begleitung der anderen auch noch für was gut. Bei Tasco konnte ich einiges über Spuren lernen und auch wenn sie nicht kooperativ sind oder kämpfen, war ich froh, dass wir gegen diese 8 Blutfalken nicht alleine kämpfen mussten. Vheranion und Gilean wären fast verblutet, schrecklich. Für die Nacht und zur Erholung von diesem Kampf fanden wir am Abend dann eine kleine Höhle, die im zweiten Anlauf nicht von einem weiteren Bären bewohnt wurde. Leider hatten wir in der Nacht wieder einen Zwischenfall mit einem Eulenbär, aber vielleicht können wir ja dessen Lager finden.

Fulk
Mittwoch, 3. Mai 2006, 19:24
11. Eintrag
* Ängstliche Hobgoblins *
Heute begegneten wir vier Hobgoblins. Sie versteckten sich in einer ausgebrannten Mühle und hatten offenbar Angst vor uns. Vor uns! Nur Doromir und Islana konnten sich mit ihnen (in deren Sprache) verständigen. Die Hobgoblins erzählten, soweit ich weiß, dass sie Mitglieder eines Clans seien, der die Gegend nach Verwertbarem durchstreift. Islana berichtete ihnen wohl von den Kobolden, die den Damm gebaut hatten, und, dass es dort vielleicht etwas zu holen gäbe. Wenn wir Glück haben, zerstört der Hobgoblin-Clan für uns den Damm - oder aber sie übernehmen die Anlage und wir haben es dort mit Hobgoblins statt Kobolden zu tun.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass es bei dieser Begegnung zu keinerlei Blutvergießen kam.

12. Eintrag
* Hungriger Eulenbär *
Diese Nacht besuchte uns ein Eulenbär. Er hatte wohl Appetit auf einen von uns, aber keiner wollte sich freiwillig fressen lassen. Der Kampf fiel Dank Vheranions Schwächestrahl und Doromirs Schwert kurz aus und wir konnten bald weiterschlafen.

13. Eintrag
* Kopfgeldjäger *
Wir haben vier neue Begleiter. Das ungewöhnliche daran: zwei wollen Doromir mitnehmen und zwei Islana die rechte Hand abschlagen.
Auf dem Weg zum Damm begegneten wir drei Personen, die scheinbar auf uns warteten. Diese waren, wie wir inzwischen wissen, Tasko, Thouril und Ilavia Summerbrease. Tasko und Thouril zögerten nicht lange und schlugen Doromir nach einem kurzen Streit nieder. Sie behaupteten ihn mitnehmen zu wollen, da ein Kopfgeld von 100 GM wegen der Verwüstung eines Lokals auf ihn ausgesetzt sei. Gleichzeitig verkündete Ilavia sie wolle den richterlichen Beschluss, den sie uns vorzeigte, umsetzen und Islana die rechte Hand wegen Diebstahls abschlagen. Ferner sei ein Kopfgeld von 500 GM auf Islana ausgesetzt. Islana bestritt die Vorwürfe und wurde kurz darauf von einer bisher unsichtbaren vierten Person, Rugis Falkenei, von hinten angeschossen. Die Geschehnisse waren zu diesem Zeitpunkt völlig chaotisch. Das Nächste, woran ich mich erinnere, ist, dass man mich weckte - Ilavia hatte einen Schlafzauber auf Vheranion und mich gewirkt.
Inzwischen ist die Situation die, dass die vier uns zum Damm begleiten. Islana versprach danach freiwillig mit Ilavia und ihrem Begleiter Rugis mitzugehen, wohingegen Tasko und Thouril sich ein paar Goldstücke zu Doromirs Kopfgeld hinzuverdienen möchten. Die vier werden uns also bei unserer anstehenden Aufgabe unterstützen und unsere Beziehung zu ihnen sollte friedlich sein, zumindest bis wir den Damm zerstört haben.
Tasko ist ein Mensch, stark, nicht unintelligent, ein guter Spurenleser. Er trägt zwei Kurzschwerter und reitet auf einem Pferd.
Thouril ist ebenfalls ein Mensch, stark, leicht beeinflussbar. Seine Waffe ist eine Greataxe. Er reitet auf einem Pferd.
Ilavia Summerbrease ist äußerst hübsch anzusehen mit ihren langen blonden Haaren. Sie ist eine Halbelfe; spricht sehr wenig; Sorcerin. Auch sie reitet auf einem Pferd.
Rugis Falkenei, der Halbling. Hat einen Bogen und ist ein exzellenter Heiler. Sein Reittier ist ein sabbernder Hund.

14. Eintrag
* Dem Tode nahe *
Heute musste ich am eigenen Leib erfahren, wie gefährlich das Abenteurerleben sein kann. Um ein Haar wäre ich gestorben. Doch Rugis und Ilavia retteten mich.
Ein paar harmlos wirkende rabenartige Vögelein griffen uns an. Zunächst sah ich keine ernsthafte Bedrohung in ihnen, doch Wunden, die sie verursachten, hörten nicht mehr auf zu bluten. Außerdem waren die Vögel derart geschickte Flieger, dass sie einfach nicht zu treffen waren. Ich sah noch wie Vheranion zu Boden sank, konnte ihn jedoch nicht mehr versorgen, bevor ich aufgrund der eigenen Verletzungen das Bewusstsein verlor. Später erfuhr ich, dass Ilavia und Rugis uns einen ihrer Heiltränke gaben und uns so das Leben retteten. Ich stehe tief in deren Schuld.
Weit weniger aufregend: Doromir überredete Thouril einen Bären, den wir unterwegs sahen, als Trophäe zu erlegen. Mit einem Trick gelang es mir ihn gerade noch davon abzuhalten. Positiv überrascht war ich von Islana, die ebenfalls dem Bären zu Hilfe eilte.

// Die zweite Begegnung mit einem Eulenbären war Gilean bisher keinen Eintrag wert.

musquetaire
Donnerstag, 4. Mai 2006, 16:25
Doromirs Grabrede für Thurell:
-------------------------------
"Ein grosser Mann ist heute von uns gegangen.
Ihr hättet aber Thurells Vater mal sehen sollen, der war doppelt so groß.

Keiner hat den wahren Thurell richtig gekannt.
Kein Wunder, ich habe nie mehr als "OH", "UH" oder Körpergeräusche von ihm gekriegt, hat er euch jemals mehr als das gesagt?

Thurell war nicht ein Mann der vielen Worte, er war eben ein Mann der Taten.
Erinnert ihr Euch, als er mir im Nebel eine reingedroschen hat, weil er glaubte, dass ich der Eulenbär bin? Oder wie mutig er Bären - Töten gegangen ist, ohne viel darüber nachzudenken, ob er es allein schaffen kann?

Er war eben so bescheiden, zuerst kamen wir, er erst an zweiten Stelle.
Als ich zum Beispiel zuerst die Höhle des Bären auskundschaften musste, weil er selber Angst hatte.

Wir werden dich nie vergessen, Thurell!
Zumindest lange Zeit nicht... wie lange dauert es, bis Narben verschwinden?

Trete in das Licht, Thurell!
Du gehst jetzt in einer besseren Welt, eine, die dich eben so akzeptieren muss, wie du bist. Gehe in das Licht... oder, besser gesagt, damit du es auch verstehst:

GUCK, THURELL, LICHT! GEH SCHON, LICHT! JA, SO IST GUT!"


------------------------
Wunden heilen langsam/
Du und ich gemeinsam...

musquetaire
Donnerstag, 11. Mai 2006, 13:16
Doromir's Wunden schmerzen höllisch. Er schwankt, doch dafür hat er jetzt keine Zeit.
Er hat Augen nur für das kühl schimmernde Schwert - ohne dabei der mysteriösen Gravierung Achtung zu schenken. Die Form des Schwertes, die Linie... perfekt. Er muss es haben!

"Es ist das perfekte Geschenk!" denkt er. "Hoffentlich nimmt es mir keiner weg!"
Gierig reicht er die Hand...

"Nein!!!!" schreit Vheranion entsetzt. "Es ist ..."

Zu spät. Ein Blitz. SCHMERZ ! Finsternis.

König Doromir der Erste blinzelt.
"Endlich Sind sie wieder zurück, o, Herr!". Adnana, seine Lieblings- Gespielin, lächelt ihm bezaubernd zu. „Sie waren wieder weg, es muss wieder dieser schreckliche Traum gewesen sein.“
Er schaut sich um. Er sitz auf dem Thron im Thronsaal, er hält die Axt Mythun in seiner rechten Hand.
Mythun. Das Gewicht der heiligen Axt fühlt sich vertraut an.

Die halbnackten Dienerinen sind da, um ihm jeden Wunsch zu erfüllen; doch sie weichen vor Adnana, die Schönste unter ihnen. Sie trägt ein silbernes Tablett voller Früchte und süße Speisen und reicht sie ihm mit einer tiiiefen Verbeugung.
Komisch, denkt Doromir, wie sehr sie seiner unglücklichen Jugendliebe ähnelt: Adnana, die, die ihn immer ausgelacht und verpönt hatte.
Er schüttelt sich. Verpönt? Einen König auslachen? Wer würde so etwas wagen? Blödsinn, was sind das für Gedanken.
Er schlagt mit der Axt durch die Luft, als würde er einen unsichtbaren Feind entzweien wollen.
Die im Thronsaal versammelten Höflinge jubeln.
Der Hofnarr rennt zum Fenster und ruft: „er hat die Axt gehoben!“ Aus der Ferne hört man das Volk im Palasthof jubeln. „Do-ro-mir…! Do – ro-mir…!“
Der Ruf scheint jetzt von Näher zu kommen. Ein Gesicht erscheint verschwommen… „Do-ro-mir! Doromir? Wach auf! So ist's gut, bleib bei mir! Gilean, versuch ihn zu stabilisieren! Wir verlieren ihn wieder! Verdreh nicht die Augen! Doromir! Do-ro-mir!“
Er dreht sich um. Die halbnackte Adnana reicht ihm eine Frucht. Der Narr versucht etwas zu sagen, doch Doromir schneidet ihm das Wort ab: „Halts Maul, Du Wurm!“

Doromir widmet sich Adnanas Früchten. Er grinst, und greift zu. Es ist gut, der König zu sein.
Adnana lächelt beschämt. „Mein König…“
"Mehr Wein!" verlangt Doromir.
Die Menge jubelt.

musquetaire
Donnerstag, 11. Mai 2006, 23:04
(nix)

kubelick
Samstag, 13. Mai 2006, 01:05
(nix)
adnanas früchte. soso. ein wahrer veganer nach dem tode?
:wingrin:

musquetaire
Sonntag, 14. Mai 2006, 00:27
adnanas früchte. soso. ein wahrer veganer nach dem tode?
:wingrin:

It's good to be the king ;)

kubelick
Dienstag, 16. Mai 2006, 00:55
Zaghaft, wie das lauwarme Licht eines Vollmondes hinter den trägen Wolkenschiffen hinaussegelt, begann ich wieder einen Willen zu vernehmen. Der leere Raum füllte sich mit Empfinden. Alsbald ballten sich meine Hände zu Fäusten und verlangten nach meiner Kette. Nach dem zischelnden Lied, das sie singt, wenn ich sie durch die Lüfte schwinge.

Ich kann nicht genau sagen, was mich bewegte wieder am Geschehen teilzunehmen. Ob es das piepsige Dauergequassel der Elfin war, das mich in den gewaltigen Jähzorn gedrängt hat? Oder der dazugestoßene, verstoßene, vermeintliche Verbrecher Doromir und sein manisches Gegrunze über einen Axt Mythun? Dieses arglose Geschöpf erinnert eher an einen Zwergen – dauernd zu den Späßen aufgelegt und zu jedem Schabernack bereit.

Die bisherige Etappe der Reise vernahm ich nur schattenhaft, da mein Blick nach innen gekehrt. Mein bruchstückhafte Erinnerung an den Verlauf der Eskapaden, säht Verwirrung: Unsere Ziele sind ungewiß, mir zumindest. Wo doch nur ein Paar ereignisvolle Tage vergangen sind, scheint es wie Jahre zu sein, seit ich in dem kleinen Wäldchen den Pfeilhagel abbekam. Die Drei aus der Kaschemme sind sich allmählich vertraut geworden. Sie verständigen sich fast ohne Worte. Manchmal zanken sie sich, wie ein altes Ehepaar.

Der Himmel weinte oft während unserer Reise. Das finstere Grau kroch vom Himmel herunter mir in die Knochen. Als an einem solchen Abend Gilean sich auf die Suche nach einem trockenen Rastplatz aufmachte, wurden wir heimtückisch von drei Orcs überfallen.

Die Elfin sprang rasch in die Nähe der Widerlinge. Das Überraschte mich ein wenig. Doch ich sah, daß sie gut kämpft, wenn man ihr zu Seite steht. Ihren hinterhältigen Stich plazierte sie ohne Umschweife. Der Halb-Orc Doromir, die Spaßkanone und ich fielen über die ehrenlosen Bösewichter her. Drei Orcs gegen sechs von uns – taktisch keine kluge Entscheidung gewesen uns herauszufordern.

Das Lied meiner Kette, verweilte noch in der Luft, als der Kampf längst entschieden war und nur ein Orc atmete, jedoch nicht mehr stand. Ich rief Gilean zu, unwillig einen entwaffneten die Kehle durchzuschneiden. Er verlangte, ich solle ihn nicht töten: lebend könnte er uns vielleicht von Nutzen sein, zumal wäre es feige und ungerecht. Seine Gottheit mißbilligt solch Verhalten.

Der siechende blutverschmierte Orc, der widerliche Hauch Todes um ihn wie ein Schwarm Fliegen, kam zu sich, um sich augenblicklich unseren Drohungen und Befragungen auszusetzen. Er blieb dennoch zunächst stumm. Ich hielt ihm den abgeschlagenen Kopf seines Kumpels vors Gesicht und drohte dasselbe mit ihm anzustellen. Gilean protestierte empört, war fast weibisch pikiert und hat sich eschofiert über mein Vorgehen.

Auch bei Doromir war die Heiterkeit verflogen. Trotz Rat- und Rastlosigkeit, ließen wir eine Weile Ruhe einkehren. Zu vernehmen war lediglich ein leises Intonieren der Elfin Ilavia, (die Neue, die sich edelmütig in Kämpfen zurückzieht) sowie ihre sanfte Handbewegung, einer schläfrigen Dornfingerweibchen ähnelnd. Das graziöse Spektakel faszinierte den Orc und besänftigte ihn. Seine Grimasse entspannte sich und er schein bereitwillig zu sein unsere Fragen zu beantworten. Aus seinen Grunzbrocken erfuhren wir ein wenig über den Führer seines Klans, welches die Gegend in Schrecken versetzt.

Unsere Neugierde befriedigt, sprach Gilean dafür als nächstes den Orc freizulassen. In seinem Zustand könne er kein Schaden einrichten, meinte der Kleriker. Diese Verkündung löste eine zermürbende Debatte aus – die Gemüter von Erschöpfung launenhaft. Keiner zeigte Einsicht und die Rastlosigkeit gefolgt von Ungeduld beherrschten die Launen erneut. Ich hatte mit dem Orc nichts mehr zu schaffen, so war mir recht, dieses widerwärtige Monster fort zu jagen.

Doch es kam anders. Sobald die Fesseln in den Matsch fielen, schlug der Orc in die Flucht. Der Jagdtrieb Taskos und Thurells, welche zu uns stießen, (Bekannte Doromirs, vermutlich) veranlaßte sie, hinter ihm her zu rennen. Islanna sprintete voran und der Kleriker beschwor aus dem feuchten Waldboden Dunst herauf.

Obschon ich vor wenigen Minuten entschlossen war, diesen Orc zu töten, erschien mir die Lage jetzt nicht mehr so eindeutig zu sein. Mit ambivalenten Gefühlen stürzte ich in den Nebel, mit dem einzigen Ziel, den Orc vom Verderben zu retten. Als ich aus dem Nebel heraustrat, sah ich Tasko und Thurell, blutrünstig auf dem Orc einschlagen. Diese troslose Kampflust verwirrte mich, doch ich mußte den Orc weiterhin Schutz leisten. So wurden die Weggefährten meine Feinde.

Es gelang uns nicht, den Orc zu retten. So wurden drei Leichen am Abend begraben. Tasko und Thurell, welche sich gegen unsere Freundschaft entschieden hatten, wurden mit dem Orc unter die aufgeweichte Erde gebracht.

Vor dem Schlaf entsann ich mich der Worte meines Meisters »Es braucht nur einen, einen Krieg zu beginnen, aber es braucht mindestens zwei, einen Krieg zu beenden.«

yennico
Freitag, 19. Mai 2006, 23:00
Die verbliebenen Hobgoblins ziehen nach dem Kampf mit ihrer Beute Richtung Süden. Als sie außer Hörreichweite platzt Elavia der Kragen. „Ilnanna und Vheranion! Was hatte euch geritten. Seid ihr von allen Geistern verlassen gewesen. Ihr zwei habt euch benommen wie zwei dumme, ungebildete Orks. Eure Handlungen spotten eurer Intelligenz.

Die Hobgoblins hatten sich unsere unbewacht zurückgelassenen Pferde angeeignet und Islana wollte oder musste mit den Hobgoblins sprechen und verhandeln. Sie hatte die Hobgoblins auf die damals noch nicht bekannten Kobolde gehetzt und wollte nun die Hobgoblins von einen Angriff auf die Kobolde abhalten. Um mit den Hobgoblins reden zu können mussten wir alle uns in Reichweite dieser Übermacht begeben. So lange die Hobgoblins uns nicht feindlich gesinnt sind, ist noch alles in Ordnung, aber wenn nicht. Ilnanna, ihr wisst wie doch wie hoch die Sieges- oder Überlebenschancen einer Minderheit im offenen Gelände gegen eine Übermacht stehen. Selbst nach Islanas Lügengeschichte waren die Hobgoblins uns noch neutral gesinnt. Da hätten wir noch ohne Pferde wieder abziehen können. Doromir hatte dann die gute Idee durch einen Sieg bei einer Herausforderung des stärksten Hobgoblins ohne weiteres Blutvergießen die Pferde zurück zugewinnen. Der Boss der Hobgoblins ging darauf ein, aber bei einer Niederlage von Doromir wären wir die Sklaven der Hobgoblins geworden. Noch immer waren die Hobgoblins uns nicht feindlich gesinnt. Bis hierhin lief alles wunderbar.

Das Duell verlief nicht so wie wir uns gewünscht hätten. Es schein als würde Doromir verlieren. Ilnanna und Vheranion hat euch da die Angst Sklave zu werden das Gehirn vernebelt oder warum habt ihr die unausgesprochenen Regeln des Duellkampfes nicht beachtet?

Ilnanna, ich kenne euch als eine Frau, die das Kriegshandwerk erlernt hat. Ich habe euch bei euren Übungen beobachtet, es scheint ihr habt Disziplin. Ich weis nicht bei wem Ihr eure Kampffertigkeiten gelernt habt, aber selbst ein Söldner mit noch etwas Ehre kennt den Codex eines Duells oder die Regeln eines Kampfes zweier Ritter um ihre Ehre. Ein guter Lehrmeister bringt diesen seinen Schülern auch bei. Oder habt ihr eure Kampffähigkeiten von einem Gladiator gelernt. Einige von ihnen beherzigen aber auch den Codex, denn so sind sie beim Publikum beliebter.

Vheranion, ihr seid überaus intelligent und habt sicher viele Bücher studiert. Eurer Meister hat euch sicherlich in viele Gebiete der Magie eingewiesen. Sehr wahrscheinlich hat er euch die Regeln eines Magierduells beigebracht? Diese sind in den Regeln eines Duells zweier Kämpfer nicht unähnlich. Oder seid ihr nur ein Mannes der Schrift und gelten für euch nur alle niedergeschriebenen Regeln und unausgesprochene Regeln bzw. Übereinkünfte zählen für euch nichts?

Ilnanna und Vheranion warum habt ihr die unausgesprochenen Regeln eines Duells mit Füßen getreten. Einmischung von Außen ist in einem Duell strikt untersagt und wird normalerweise schwer bestraft. Die andere Seite in dem Duell sieht eine Einmischung von Außen definitiv als Provokation an und fühlt sich dann möglicherweise auch nicht mehr an die Regeln gebunden.

Vheranion glaubt ihr nicht, dass es bei diesem Zauber auffällt wenn ihr ihn zaubert. Verpufft der Zauber wirkungslos, merkt das Opfer dass man auf ihn einen Zauber legen wollte. Wäre euer Zauber erfolgreich gewesen, hätte der Boss nur schreien müssen: ich sehe nichts mehr und jeder hätte geahnt, dass da Magie im Spiel war. So hätten allen Hobgoblins uns als Feinde angesehen und der Kampf wäre unvermeintlich.

Ilnanna, ihr gingt noch plumper zu Werke. Ihr habt einfach den im Duell stehenden Boss angegriffen. Auch wenn ihr nicht getroffen habt, so war für jeden ersichtlich, dass ihr versucht habt von Außen in das Duell einzugreifen. Das konnte von den Hobgoblins nur Bruch des Codexes gewertet werden und somit wurden sie uns feindlich gesinnt. Ihr zwei seid für diese Hobgoblins ehrlose Personen.

Was wäre denn gewesen, wenn Doromir die Herausforderung verloren hätte? Doromir wäre entweder tot oder läge im Sterben. Vielleicht hätten die Hobgoblins, da Doromir sich achtbar geschlagen hat, Gilean Doromir nach dem Kampf heilen lassen. Ein guter Kämpfersklave bringt viel Geld. Wir alle wären ihre Sklaven gewesen, hätten unsere gesamte Ausrüstung verloren und wären sonst wo hin gebracht worden. Das wäre auf jeden Fall besser gewesen als in einem möglichen Kampf mit dem Hobgoblins alle zu sterben.

Der Kampf lief aber auf unerwarteter Weise nicht so ab, wie man es vorher vermutet hätte. Wir alle sind nicht gestorben. Großer Dank gebührt Mielikki. Sie hatte Gilean den richtigen Zauber verliehen und er hat ihn weise eingesetzt. Die restlichen Hobgoblins haben dankenswerter Weise auf meine Ansprache gehört und haben den Kampf eingestellt. Ich erzähle Euch lieber nicht, was für einen Vorschlag ich ihnen gemacht hätte, hätten sie die Kampfhandlungen nicht eingestellt hätten.

musquetaire
Samstag, 20. Mai 2006, 14:20
Doromir, nachdem er Elavia aufmerksam zugehört hat:

"Elavia, halt mal. Deine Wut ist berechtigt und verständlich, erlaube mir einige vielleicht wichtige Ergänzungen, die Dir vielleicht die Aktionen unserer Freunde und Gefährten im besseren Licht erscheinen lassen.

1) Wir wussten nicht, wie viele Hobgoblins da sind.
Entscheidender Fehler. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wer von uns sie zuerst gesehen hat. Ich glaube ich war das. Ich war am Rande dieser Grotte, und habe eben eine grottenschlechte Sicht gehabt.
Ich habe nur einige Schatten gesehen, danach habe ich - ach, so stürmisch - mich und uns wieder einmal ins Verderben hineingestürzt.
Die Gefährten haben auch versäumt, mich nach der Anzahl zu fragen, ich hätte dann die Feinde aufmerksam gezählt.

So standen wir vor ihnen, und erst dann merkten wir, das es nicht 2-3 Pferdediebe sind, die wir problemlos erledigen können, sondern dass es eine kleine Armee ist.

Also - eigentlich mein Fehler.

2) Wir (alle) haben die falsche Entscheidung getroffen.
Wir hätten sie weiterziehen lassen müssen. Wir waren zu gierig, und haben versucht, uns das einzige Fortbewegungsmittel für die vielen schweren Sachen, die wir so rumtragen, zu sichern.

Da muss ich wieder ausholen: teilweise meine Schuld, dass die Pferde unbeobachtet blieben. Meine Ungeduld hatte die anderen vorangetrieben, die Pferde an der erstbesten Stelle unbeaufsichtigt zu lassen. Das war mit ein Grund, wieso ich den Fehler zurecht bringen wollte.

Hier war es also eigentlich auch mein Fehler.

3) Sklaverei war für keinen von uns eine Lösung
Ab dem Augenblick, wo der Kampf alles entscheiden sollte, war uns im Herzen allen klar, dass:
- ich gewinnen muss
oder
- wir uns den Weg freikämpfen müssen
oder
- wir dabei als freie Menschen sterben werden

Und zwar in dieser Reihenfolge! Schauen wir mal, was danach geschehen ist:

Ich kriegte eine Schlag, von dem ich einen zweiten nicht mehr bei Bewusstsein überleben konnte.
Mir wurde klar, dass ich allein nicht mehr gewinnen kann. Ob das richtig oder falsch war, können wir jetzt nicht mehr sagen, ich habe aber die Panik gekriegt und bat den Freund Vheranion, mir zu helfen.

Er sah mich an, sah die Furcht in meinen Augen, und wusste, dass ich den Kampf schon verloren hatte. Er traf seine Entscheidung schwer, aber ich schätze ihn um so mehr für seine selbstlose, halsbrecherische Aktion. Obwohl er wusste, dass er gegen Ehrencodex handelt, hat er sich für mich entschieden!

ICH war wieder die Fehlerursache. So war allen klar, dass ich nicht mehr gewinnen kann.
So kamen nur noch Plan B oder C in Frage: zu kämpfen, oder zu sterben.
Wir sind freie Leute, und Sklaverei ist so ziemlich das Schlimmste, was wir uns vorstellen können.

In dem Augenblick sind mir alle zu Hilfe gesprungen; angefangen mit Ilnanna, was mich sehr verwundet hat.
Ich muss sagen, ich hatte sie bisher falsch eingeschätzt; das sie so selbstlos sich zu meiner Hilfe reingestürzt hat, und dabei sich fast ihren Leben für mich geopfert hat, werde ich nie vergessen!
Ilnana, Du magst deinen "guten Ruf und Ehre" vor diesen schmutzigen Hobgoblin - Pferdedieben verloren haben, aber heute hast Du einen Freunden gewonnen!

Und genauso ihr alle, nicht zuletzt Du, Elavia. Du musst mit uns Geduld haben; wir werden von Deiner Erfahrung lernen, und auch durch Fehler werden wir Erfahrung für die Zukunft sammeln.
Du siehst also, das ich eigentlich die Hauptschuld trage. Zürne nicht ihnen sondern mir.

Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr mich deswegen nicht aus der Gruppe ausstoßen würdet; ich werde in der Zukunft versuchen, solche grobe Fehler zu vermeiden.

Eines soll uns allen aber klar sein: heute haben wir der Welt gezeigt, das wir entweder zusammen frei leben, oder im Kampf sterben wollen.
Viele Monde wird man noch Lieder über den heutigen Kampf und unsere mutigen Taten singen!
Wir beugen uns nicht vor Pferdediebe!
Wir werden uns nicht vom erstbesten Monster versklaven lassen!
Wir werden nicht stumm in Vergessenheit geraten!

Ilnana und Vheranion, euer "Fall" hat mich tief in Eure Blutschuld gebracht. Dank Euch bleibe ich frei, und am Leben.
Ihr habt wegen mir eure Prinzipien beiseite gelassen - mein Leben gehört Euch!"

kubelick
Samstag, 20. Mai 2006, 19:49
Werte Mitstreiterin,

Ihr möget an meiner Ehre zweifeln. Dies sei Euch freigestellt. Doch Ihr urteilt mit engstirnigem Vermögen eines normativen Ursprungs. Der Ehrencodex, welcher Ihr als maßgebend hochlobt, sei bei romantischen Paladinen und idealismus-gesteuerten Rittern Dogma. Ich hingegen urteile situationsbedingt, die Kameradschaft ist hierbei meine Richtlinie für alle Entscheidungen. Ehrenkodex, wie jede indoktrinierte Unbiegsamkeit führt niemals zu Wahrheit. Definierte Handlungsweisen, wie sie in einem Kodex jedweder Art niedergeschrieben, festgehalten sind, werden nie für jede Situation passend sein denn sie sind nicht wandelbar. Mein Meister sagte mir:

Das Weiche besiegt das Harte, das Schwache triumphiert über das Starke. Das Geschmeidige ist stets dem Unbeweglichen überlegen.

Was einem Ehrenkodex zugrunde liegt, dessen wesentliche Werte, welche auf Moral und Wohlwollen basieren, steuern auch meine Taten. Die Prozedur des Kräftemessens, ist in meinen Augen ein Irrtum. Irrtümer verwirren den Geist, betrügen ihn. So war meine Auffassung, daß auch Doromir begehrlich seine vermeintliche Stärke dergestalt zur Schau zu stellen, sich in Irrtum befand. Ein womöglich letzter, wenn nicht einer ihn daran hindere.

Ihr seht, nun, lediglich die eigene Fehleinschätzung ist beschämend, jedoch lehrreich und keinesfalls vergeblich. So erfuhr Doromir die Freundschaft und ich die Klarheit der Furchtlosigkeit, denn mich leitete eine höhere Macht.

musquetaire
Samstag, 20. Mai 2006, 19:52
Sie hat so schön geredet :)
... was hat sie gesagt?

Fulk
Sonntag, 21. Mai 2006, 16:21
.....

musquetaire
Sonntag, 21. Mai 2006, 18:24
Wartet ab, ich krieg Euch noch, ihr &$&)/$&%§ Hobgoblins!

Chyralis
Sonntag, 21. Mai 2006, 20:38
Ah, Gilean, ich habe folgende Anmerkungen:

Deine Liste scheint mir weitesgehend vollständig zu sein, was denke ich noch auf den Pferden war, sind einige small studded leather Rüstungen, light shields, ein Haufen scale mails und eine greataxe. Aber das ist eigentlich ziemlich egal, da was davon nicht an die Dorfbewohner gegangen ist, jetzt auch weg ist.
Wobei am meisten tut es mir um die beiden Tauben leid, die werden jetzt wohl doch im Kochtopf landen.

Die Barmittel aus dem Beutel belaufen sich auf 100 GM / Person, die zwei toten Goblins in der Höhle hatten noch 5 SM.
Die MW greataxe von Thouril hatte mal Doromir, das MW short sword von Tasco habe ich, die beiden Bögen hatten Doromir und Ilnanna, ob sie sie später ausgetauscht haben müssen sie selbst wissen. Die Eichenschwert Sachen habe ich Doromir gebeten mitzunehmen, ob er es gemacht hat, weiß ich allerdings nicht.
Bei dem Halbelfen haben wir noch ein MW Rapier gefunden, das ich jetzt verwende, den Illusionstrank dachte ich habe ich irgendwo in meiner Tasche, aber vielleicht auch nicht.
Was von mir auf den Pferden geblieben ist, ist meine alte Lederrüstung und mein Schlafsack, dafür habe ich die Schmuckstücke der Schauspieler gerettet ;)

yennico
Montag, 22. Mai 2006, 16:21
"Doromir seht nicht Fehler wo keine sind und vorallem nicht bei Euch.
Es war egal, wie viele Hobgoblins bei den Pferden waren, denn Islana wollte auf jeden Fall mit ihnen reden beziehungsweise verhandeln. Geiz war vielleicht bei Euch der Antrieb für die Herausforderung, aber Islana hätte sich es nie verziehen, wenn die Hobgoblins auf Grund ihrer Lüge die Kobolde angegriffen hätten und einige von den Kobolden ums Leben gekommen wären. Die toten Kobolde hätten Islana wahrscheinlich Alpträume verursacht.

In der Auseinandersetzung mit den Hobgoblins hattet ihr die besten Voraussetzungen, denn entweder hättet ihr gewonnen und alles wäre wahrscheinlich gut geworden oder ihr hättet den Kampf verloren und wäret sehr wahrscheinlich in das Reich der Toten entflohen. Eher unwahrscheinlich, da jeder selber mit Kämpfen beschäftigt gewesen wäre, aber vielleicht hätte auch jemand eure Flucht aus diesem Leben verhindert und ihr wäret als Sklave aufgewacht. Euer Stolz wäre durch die Niederlage gegen den Hobgoblin Boss zwar verletzt, aber ihr hättet immer noch Eure Stärke und euer Leben. Wenn euch das Sklavendasein nicht gefallen hätte, hättet ihr immer noch rebellieren können, so dass sie nur Euch töten.

Ihr habt keine Schuld an den Aktionen von Vheranion und Ilnanna, denn diese beiden haben einen eigenen Willen und können selber denken. Nur sie selbst müssen sich für ihre Aktionen vor sich selbst und den Göttern verantworten."

musquetaire
Montag, 22. Mai 2006, 19:07
Doromir kratzt sich am Kopf und sagt:

"Ja, so gesehen stimmt es. Wo sie Recht hat, hat sie Recht.
Keine Einwände."

musquetaire
Dienstag, 23. Mai 2006, 09:20
Nachdem die übliche NPC - Trauer - Zeit vorüber ist, habe ich Thurell in einer etwas permanenteren Grabstätte verlegt: dem Friedhof (http://www.doder.org/forumdisplay.php?f=14).
Thurell, du hast uns Mut und Kraft gegeben, das zu tun, was man mit Leuten wie Dich tun muss. Farewell.

yennico
Dienstag, 23. Mai 2006, 12:24
Die weitere Ausrüstung der verstorbenen Entertainer Truppe: (ohne Standard-Ausrüstung wie Backpack, Bedroll, etc..)
Lantos:
3x Entertainer´s Outfit
1x Noble Outfit
Leather Armor
Longsword
Light Crossbow
Soap
Harp
1x Ring

Lorannas:
4x Entertainer´s Outfit
1x Noble Outfit
Leather Armor
2x Dagger
Light Crossbow
Disguise Kit (nun bei Islana)
Soap
2x rings
1x necklace
1x earrings

Üstos:
MW Scale Mail
MW Longsword
MW Handaxe
Heavy Steel Shield
Light Crossbow

Das normale Chainshirt der Banditen schleppt Doromir noch mit sich rum, oder hat es auf seinem Pferd oder dem Packpferd gelassen.
Die toten Goblins in der Höhle hatten nichts weiteres dabei.
Wer welchen Bogen mit Str +4 übertragung genommen hat weis ich nicht, Ilnanna und Doromir dürften einen tragen.
MW Kurzschwerter: Islana dürfte nach dem Tod des Hobgoblins zwei davon besessen haben, ob sie diese später wegen besserer Waffen dann auf das Packpferd gepackt hat, weis ich nicht.
Die MW Mace war heavy
Alle Shields waren alle steel shields
Das eine Mithril Chain Shirt hat Doromir, das andere hat Islana.
Alle Orks aus dem Lager hatten Greatclubs und Scale mails.
Die restlichen Menschen im Lager hatten Scale Mail, Light Steel Shield , Longsword und Light Crossbow.

musquetaire
Dienstag, 23. Mai 2006, 16:47
Das normale Chainshirt der Banditen schleppt Doromir noch mit sich rum
Ja.



Wer welchen Bogen mit Str +4 übertragung genommen hat weis ich nicht, Ilnanna und Doromir dürften einen tragen.

Ich glaube Doromir... Ilnana?

yennico
Dienstag, 23. Mai 2006, 23:29
Elavia mustert Ilnanna genau.
„Werte Ilnanna,
Eure Wortwahl und Sprache steht in starken Kontrast zu eurer Kleidung und eurer Ausrüstung. Eure Ausrüstung und Kleidung lassen eher auf eine Ausbildung bei einem Gladiator schließen, aber eure Wortwahl beweist, dass ihr eine höhere Bildung genossen habt.

Ich muss euch berichtigen, Ehrencodices findet man nicht nur bei Paladinen und Rittern. Die verschiedensten Gruppierungen, seien es Orden, Berufsstände oder sonstige Gruppen von mehreren Personen, die etwas auf Ehre halten, können beziehungsweise haben einen Ehrencodex. Selbst Händler oder bestimmte Fraktionen von Dieben haben einen Ehrencodex.
Auch ist nicht jeder Codex niedergeschrieben, sondern kann auch nur mündlich weitergegeben werden. Codices können nur Richtlinien sein, der einzelne wird sie unterschiedlich auslegen.

Es ist interessant, dass ihr die Kameradschaft und Freundschaft zu euren Freunden höher als jeglichen Ehrencodex wertet. Vielleicht wertet ihr sie sogar höher als ein Gesetz.
Solange ihr nur euer eigenes Leben riskiert, wird keiner bestreiten, dass einem Freund zu helfen eine noble Tat ist. Die Tat ist nicht mehr nobel, wenn ihr um einen Freund zu retten das Leben anderer unbewusst oder gar bewusst aufs Spiel setzt. Zum Glück ist es in diesem Fall ja noch ein Mal gut gegangen, wer weis wie es das nächste Mal endet.
Auch wenn die Motive edel sind, sollte man immer sich den Konsequenzen seines Handels oder Nichthandelns bewusst sein.

Wenn euch so viel an Doromir Freundschaft und Kameradschaft liegt hättet ihr ihm auch anders helfen können ohne gleich das Leben aller anderen Gruppenmitglieder zu gefährden. Ihr hättet ihn überzeugen können, dass ihr eine Herausforderung nicht für die geeignete Vorgehensweise haltet. Falls ihr ihre Sprache sprecht, hättet ihr mit den Hobgoblins über die Regeln der Herausforderung verhandeln können. Ihr seid klug, euch fallen bestimmt noch weitere Möglichkeiten der Hilfe ein.“

musquetaire
Donnerstag, 25. Mai 2006, 02:51
Doromir versucht nicht mehr, die Tränen aufzuhalten.
Er kniet nieder zum leblosen Körper, und schneidet eine Locke ab.

"Die werde ich immer bei mir tragen", sagt er, "ich werde dich nie vergessen."
Danach steht er auf, und wendet sich zu den Anderen:

"Islana hat uns verlassen."

Fulk
Donnerstag, 25. Mai 2006, 19:03
...+1. Eintrag
* Im Bergwerk *
Wir befinden uns im Koboldbergwerk. Vheranion und Ilnanna vertragen den stechenden Geruch hier scheinbar nicht und wirken recht apathisch. Ich weiß nicht, wie ich ihnen helfen könnte, es scheint jedenfalls keine Vergiftung zu sein. Möglicherweise eine Allergie.
Wir verbrachten die letzte Nacht vor dem Eingang zum Bergwerk. Noch vor Tagesanbruch kamen die Kobolde zu uns und verlangten, dass wir ihnen unsere Waffen aushändigen und uns die Augen verbinden lassen sollten, während sie uns zum Gang mit den Steinstatuen führen würden. Ich wollte meine Waffen eigentlich nicht hergeben, aber Doromir und Islana überredeten mich und es zeigte sich, dass es kein Fehler war. Ein paar der Kobolde sind seitdem unsere Aufpasser.
Islana ging voran zu den Statuen und trat prompt noch in eine Koboldfalle (eine Sense). Durch viel Geschick konnte sie ihr knapp ausweichen. Unsere Koboldbegleiter hielten es scheinbar nicht für nötig uns davor zu warnen. Keine gute Basis für die anstehende gemeinsame Unternehmung, wie ich finde.
An den Statuen fand Islana eine weitere Falle. Eine Kugel aus ätzender Säure materialisierte sich und explodierte jedes Mal, sobald man versuchte an den Statuen vorbei zu gelangen. Um die Falle zu entschärfen versuchten wir erfolglos die Statuen zu verrücken. Danach zerstörten wir (d.h. eigentlich Doromir) sie, trotzdem war die Falle noch aktiv. Letztlich gelang es Islana mit Hilfe ihres Werkzeugs und Unterstützung von Rugis die Falle zu entschärfen. Sie löste sie dabei einige Male aus. Dank Mielikki konnten die Verletzungen aber schnell heilen.
Etwas weiter hinten fanden wir zwei Runen an der Wand. Elavia erklärte uns, dass diese eine Reise zu anderen Ebenen unterbinden würden. Genaueres konnte sie uns nicht sagen.
Doromir hatte heute Geburtstag und war bester Laune. Die Kobolde sangen Lieder und Doromir durfte zur Feier des Tages die Statuen zerschlagen.
Jetzt übernachten wir hier hinter den Runen und hoffen, dass das, was hier vielleicht gebunden ist, nicht vorbeikommt um uns zu fressen.

...+2. Eintrag
* Spinnen gegen Islana *
Islana sieht übel aus. Doromir meint sie wäre tot, aber ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Auch Elavia und Rugis wirken sehr beunruhigt - ich nehme an aus Anteilnahme an Islanas Gesundheitszustand.
Morgens kamen wir aus dem Gang in eine Höhle in deren Mitte eine Brücke über einen tiefen Abgrund führte. Die Höhle war von beeindruckender Größe, ich konnte weder die Decke noch den Boden unter der Brücke sehen. Letztere war nur 3m breit und hatte kein Geländer. Zum Glück hatte Elavia ihre Laterne dabei. Ich hatte furchtbare Angst rechts oder links in die Schwärze zu stürzen, deshalb kroch ich nur. Die anderen, besonders Doromir, machten sich über meine Höhenangst lustig. Als wir mitten auf der Brücke waren, sahen wir zwei Steinwesen (Gargoyle) auf uns zufliegen. Sie stritten lautstark in einer mir unbekannten Sprache. Als sie näher bei uns waren, führten wir eine kurze Unterhaltung in Gemeinsprache mit ihnen. Sie erzählten uns, dass sie die Wächter dieses Ortes seien. Dass sie nicht von hier weg könnten und falls doch hätten sie vor Unruhe zu stiften. Und dass sie gerade darüber diskutiert hätten wer zuerst vom Fleisch der Elfe essen dürfte. Nett! Dann griffen sie uns an. Lange Rede, kurzer Sinn, einen der beiden konnten wir töten, der andere entkam zunächst. Er griff einige Zeit später wieder an, konnte Islana packen, aber dank Doromir nicht davontragen. So war es an mir den Gargoyl letztlich zu töten. Ein schlechtes Gewissen habe ich deswegen nicht.
Wir überquerten die Brücke und kamen zu unzähligen kleineren Steinsarkophagen, die über- und nebeneinander angeordnet eine Wand bildeten. Elavia erkannte, dass sie mit Illusions- und Universalmagie verzaubert waren.
Kurz darauf hörten wir ein Schreien, dem wir folgten. Wir trafen auf mehrere zerstörte Sarkophage und zwei Geister, die dort auf uns warteten und angriffen. Doromir und Elavia flohen, ich betete zu Mielikki und bat die Geister zu vertreiben, was bei einem der beiden gelang. Den anderen besiegten Islana und ich im Nahkampf. Einer der Geister ließ eine besonders schöne heavy pick zurück in Farbe und Form eines kupferfarbenen Drachens. Mielikki teilte mir mit, dass diese Spuren von Evocation-Magie ausstrahlt. Ferner fand Islana eine Perlenhalskette zwischen den zerbrochenen Sarkophagabdeckungen.
Auf unserem weiteren Weg stießen wir auf fünf Spinnen. Dank Mielikki hatten wir die plötzliche Eingebung, dass es sich bei der nichtmagischen Viole, die einst Tasko und Thourell gehörte, um ein Antitoxin handelt. Islana bat mich darum und ich gab es ihr. Doromir und Islana führten den Kampf in der ersten Reihe, wobei Islana rechts vor Doromir stand. Der Platz neben Doromir war frei. Hinter ihm in der zweiten Reihe standen ich mit der Kette und daneben Rugis mit seiner Armbrust, dahinter war Elavia. Durch unsere ungünstige Aufstellung konnten unsere Frontliner von drei statt zwei Tieren angegriffen werden, wobei Islana in Reichweite aller drei war. Erschwerend kam hinzu, dass die Spinnen ein Netz auf uns warfen wodurch wir uns nur noch sehr langsam (wenn überhaupt) und weniger geschickt bewegen konnten. Der Kampf verlief zunächst eigentlich nicht schlecht für uns, dann wurde jedoch Islana getroffen und sank bewusstlos zu Boden. Wie schwer ihre Verletzungen waren konnte ich auf die Entfernung nicht richtig einschätzen. Leider wendeten sich die Spinnen jetzt nicht zuerst der drohende Gefahr, d.h. dem Rest der Gruppe, zu, sondern bissen Islana nochmals. Sie sieht seitdem recht leblos aus, hoffentlich nur eine Art Stasis durch das Spinnengift. Alle anderen überstanden den Kampf recht gut. Doromir sieht zwar etwas geschwächt aus, aber ich bat Mielikki heute morgen um genau die richtige Magie für einen solchen Fall.
Für Islana können wir im Moment nicht mehr tun als abzuwarten und zu beten.

musquetaire
Donnerstag, 25. Mai 2006, 21:57
Kobolde wieder. Diese Wichte! Was? Waffen abgeben? Schon gut, die Waffe bin ich. Hier.
Einen Sack auf den Kopf? In Ordnung.
Es ist Finster? Islana, bist du das? Wo führen die uns hin? Finster. Wonach stinkt der Sack? Oje, was habt ihr bloss drin transportiert? Pfui so was. Ich sag nichts, sonst denken die noch, dass ein Weichei bin. Pfui. Rattengeräusche?

Endlich Luft. Meine Waffen! Eine Falle. Gut geduckt, Islana. Die Statuen. Ich brauche einen Stein. Nein, noch grösser. Ich sagte GRÖSSER. Der ist gut. Humpff! Au Mann, woraus sind diese Statuen gemacht?

Eine Falle? Echt? Holt eine Ratte her. Lauf Ratte, lauf, nee, falsche Richtung, dorthin musst du laufen, zwischen den Statuen. (>PUFF<) :) Guck an, es ist echt eine Falle. Lustig, wir brauchen mehr Ratten. Was?
Gut, wir brauchen eine Spitzhacke. Au ja, Glück auf, jetzt bin ich dran. Singt mir ein Bergbauerlied, ihr Kobolde.
(Viele Stunden später). Was, auch die linke Statue? In Ordnung.
(Weitere Stunden später) Die ist auch hin. Gut, jetzt hast Du die Falle entschärft. Schlafen? In Ordnung, aber vorher muss ich euch was sagen:
Ihr habt vielleicht gesehen, dass ich die letzten Tage gegrinst habe. Es ist nähmlich soweit: im Mitten des Sommers, bei Mittelmond, wenn die Äpfel schon reif sind doch die Birnen noch sauer... ich habe heute Geburtstag!! :D
Jetzt geht es aber schlafen. Der Tunnel ist feucht, und warm. Hmmmm ich schliesse die Augen und spüre die Wand leicht vibieren. Das sind bestimmt die Kobolde im anderen Gang bei der Arbeit. Sie graben. Graben bestimmt Schätze. Tief, im Berg. Schätze.
Ja, so, Schätze...
noch tiefer...
noch tiefer...

musquetaire
Freitag, 26. Mai 2006, 21:55
Alle wieder wach? Dann gehen wir in der Richtung, der Nase nach.
Was ist das für ein Weg? aus Stein, drunter Schlucht, oben wird's dunkel...hey! Wo ist Gilean? Was? Da unten? Gilean, du bist kein Wurm, steh auf! Höhenangst? Was ist das?

Moment! DAS SIND GARGOYLS. Axt. Schild. So, jetzt reden wir.
Immer wieder dasselbe, zuerst reden, dann handeln. Bla bla bla töte sie, Doromir. Was sagen die Viecher? Schätze? Bewachen Gräber? GRÄBER. SCHÄTZE. Der Tag fängt gut an. Wenn ich sie jetz noch töten dürfte... was? Sind wir soweit? Au gut. Humpf! Hacke hacke hacke. SCHMERZ. JETZ REICHT'S, ICH BIN WÜTEND!
Gilean!! Tut weh, hier. Gib mir mal die Flasche mit Minzgeschmack. (Glup glup). Geiles Zeug. Ich liebe dich, Gilean. Nein, echt, ich werde meinen Erstgeborenen Gilean nennen.
Blöde Viecher. Bleibt stehen, fliegt nicht so rum!
(einige Minuten später) Blödes Viech. Flieg nicht so rum!
(etwas später) Der sitzt jetzt auf einem Sockel und sieht immer gesünder aus. So kann es endlos weitergehen!!

Hier, mein magischer Bogen, probier's du mal, Islana. Jetzt gib wieder her. Jetzt du. Jetzt ich. Jetzt du.
(viele Male später). Der packt Islana und will mit ihr wegfliegen!! Haltet ihn auf!!! Ich pack seine Füsse, haltet mich am Gürtel fest!!
(Handgemenge). Ich halte ihn nein ich verliere ihn ich hab in wieder haut zu! haut zu! Reiss dich weg, Islana! Haut zu, der entwischt mir!
Jetzt iss gut. Was war das für ein blödes Viech, hat mir meine Rüstung mit schwarzem Blut beklekert.

Ein Ring. Islana, du klaust immer alles weg, jetzt gib her, hab's mir verdient. UI, der sieht gut aus auf meinem Finger. Mir wird so komisch, es ist als ob im Bauch etwas kribbelt. Bestimmt vom Essen. Scheiss Kobolde Fressen. Wo kann ich hier kurz für kleine Barbaren? Keiner guckt, vielleicht einfach schnell... Nee, die gucken wieder her. "Ja, nach rechts, ich bin dabei! Klar doch, habe alles gehört, ich bin einverstanden. Guter Plan!"

Wie immer, Dormir, kannst Du vor, Doromir, geh mal hin, Doromir, schau ob ales sicher ist. Die und deren Pläne.
Plan A: wir labern in allen Sprachen, die wir beherschen.
Plan B: wir rechnen alles zusammen stundenlang, um zu sehen, wie reich wir sind.
Plan C: Wir verlieren fast alles.
Plan D, mir D von Dorormir: Doromir, kannst bitte gucken, der Chef von denen braucht Sterbehilfe. Ja, der ganz Grosse.

Überall nur Särge. Die zwei sind offen... was ist das für ein Geräusch. Was ist das für ein Wesen??! FRATZE!
ANGST. Ich renne weg. ANGST. ANGST. ANGST. ANGST. ANGST. ANGST. Wer rennt da mit? Es ist Elavia. Hey, Elavia, netter Tag, wieso rennen wir? Komm las uns zurückgehen. Geh du vor, ich muss kurz was überprüfen. Die ist weg, jetzt aber schnell mal für große Barbaren.
Uff, viel besser. Die tiefe Schlucht hat jetzt noch ein Geheimniss :) .
Was war hier los? Alles klar, ihr habt wieder versucht, mit jemanden zu sprechen. Irgendwie müsst ihr an eurer Kommunikation etwas ändern. Unser Stamm hat sich mit den Feinden zuerst verpügelt, danach erst mit ihnen über Frieden verhandelt. Ihr macht es anders rum.

Was trägt Islana rum? Ui ui ui, was ist das für eine Spitzhacke? Die hat einen Edelstein dran, ist so groß, wie ein Apfel im August! Und diese wunderschöne Farbe. Und der Griff erst! Ein wunderbares Wesen dran! Was ist das für ein Wesen, Islana? Was ist ein Drache? Wieso lacht ihr? Kann ich die Hacke haben? Bitte? In Ordnung, weil du's bist.

So, jetzt aber, rein im Gang. Was wohl um die Ecke ist? SPINNEN! Ich schiesse gleich los, bevor die wieder loslabern. Ui die sind schnell. Ein Schritt zurück, um die Waffe vorzubereiten. Islana, jetzt bist du vorn, so habe ich das nicht gemeint. Hack hack hack. Blödes Netz. Blödes Viech. Ich muss vorn, Islana ist verwundet, nur wie komm ich hin? Nein, Gilean, sie ist echt verwundet, kommst Du hin? Blödes Netz. Islana! Islana ist unten. Blöde Spinnen, nicht mehr zubeisen, die ist unten!!

ISLANAAAA! Ich bringe alle Spinnen um! Ich bringe alle um! ISLANA! Endlich, alle Spinne tot. Gilean, du warst hinten, du wustest nicht, wie schlimm es war, werfe dir nichts vor. Ich schaue besser mal selber nach, ob sie noch lebt. Lass mich zu ihr.

Ich knie vor ihr nieder, und schaue sie mir an. Ihr Blick ist starr. Geh nicht, Islana! Nicht jetzt. Nicht so. Wir brauchen dich! Ihr Gesicht wird unklar. Was ist das? Tropfen Tränen von meinen Augen? Ich werde doch nicht weinen! Ein Barbar weint nicht. Ein Barbar weint nicht.

yennico
Dienstag, 30. Mai 2006, 14:58
"Ich würde gerne diese Mine sofort verlassen, denn es ängstigt mich hier. Hier hausen greuslige Untote, bei denen meine Magie nichts auszurichten vermag.

Ich werde mich der Mehrheit beugen müssen, denn alleine möchte ich nicht durch alle Kobolde müssen. Wer weis ob die sich bei so einer günstigen Gelegenheit noch an die Vereinbarung halten.

an Gilean gerichtet:
Wenn wir aus der Mine ganz rausgehen, werden die Kobolde uns sehr wahrscheinlich nicht mehr reinlassen.
Ich glaube aber, dass wir die Vereinbarung mit den Kobolden schon erfüllt haben. Unsere ausgehandelte Vereinbarung bestand darin, dass dass wir uns um die vermutlichen Gargoyles kümmern. Die Gargolye-Statuen sind nun zerstört. Islana, Friede ihrer Seele, hat die Falle dort hoffentlich endgültig entschärft. Dann haben wir noch zwei Gargoyles getötet. Von Untoten war in unserer Vereinbarung nie die Rede. Meint ihr nicht auch, dass wir die Vereinbarung hinreichend erfüllt haben?

Ich muss anerkennen, die zur Ruhebettung von gequälten Seelen ist ein löbliches Motiv, auch wenn ich mich von Untoten eher fern halten würde. Wir sollten aber nicht zu lange hier unten verbringen, so dass aus Islana nicht auch eine gequälte Seele wird, weil ihre Seele von hier unten den Weg ins Reich der Seelen nicht findet.

Ich kenne mich mit Tieren nicht aus, sind Spinnen generell von Natur aus böse?

Das es dort große Schätze gibt, haben die Gargoyles erzählt. Meint Ihr man konnte denen trauen?"

Nach Eichenschwert gefragt, antwortet Elavia: "Die Eichenschwerts sind eine impilturische Adeligen-Famile. Wie reich oder einflussreich sie entzeiht sich meiner derzeitigen Kenntnis. Sofern ihr Hauptsitz nicht in Lyrabar ist, werden sie dort wahrscheinlich einen Zweithaus haben."

Auf die Frage: "Wo die nächst größere Stadt ist" schweigt Elavia betroffen und scheint in Gedanken versunken.
"Eine Stadt wäre ein Traum. Mal wieder so richtig gut dinieren, in echten Betten statt auf dem harten Erborden nächtigen. Guter Bardenmusik lauschen und vielleicht sogar dazu tanzen. ...
Ich wollte es Euch vor Islana nicht sagen, aber wir haben die Landesgrenze von Impiltur überschritten. Wenn sie es gewusst hätte, wäre sie vielleicht nicht mehr mit zurückgekommen. Derzeit befinden wir uns im Land "The Vast".
Hier kenne ich mich nicht wirklich aus, ich kann Euch also nur mit meinem stark rudimentären Wissen weiterhelfen.
Es entzieht sich meiner Kenntnis, aber es könnte durchaus sein, dass dieser Fluss der Fire River ist. Wenn dem so ist, wird man an seinen Ufern irgendwann sicher eine Siedlung finden. Wie weit dieses entfernt ist, enzieht sich meiner Kenntnis.
Ich muss euch vorwarnen: Dieses Land hat keine zentrale Regierung und keine zentrale Gesetzgebung. Man ist also der Willkür der einzelnen Regenten der Stadtstaaten ausgeliefert.
Die nächste impilturanische Stadt dürfte wohl Filur sein. Sie liegt süd-östlich von Gordak. Die nächste implituranische Siedlung dürfte Oakridge sein. Vielleicht gibt es in einem Nachtbartal noch eine bewohnte zwergische Minensiedlung, denn in den Earthfast Mountains wird Bergbau betrieben.

kubelick
Mittwoch, 31. Mai 2006, 01:27
Meine Verfassung ist ein Jammerteil. Seit wir diese Hülle betratten, krümmen sich meine Eingeweide. Der Kopf wattig vor dumpfen Schmerz. Ich fürchte die Rückkehr der Teilnahmslosigkeit, welche mich vor einiger Zeit, in ihren Bann, hineinsaugte. Sie greift mich und will mich mit sich reißen. Mein Willen dieser Umarmung zu widerstehen löst sich auf, versickert in der miefigen Dunkelheit des Berges, vermengt sich mit dem Gestank der Koboldextrementen.

Die Windungen, endlos kreisende Gänge – der infernalische Staub kriecht in meine Nase und verdirbt mich. Erneut betrachte ich den Tod, wie er meine Weggefährten an der Hand nimmt und mit sich wegführt. Ohne Eile. Ohne Hast. Mit grausamer Grazie schleicht er mit der Seele meiner Kameraden davon.

Elavia vermutet, hinterfragt. Fast hätte ich, aufgewühlt vom Kampf und dem bitter-süßlichen Requiem, der für mich ertönte, mich verraten. Meine Worte waren unachtsam gewählt. Sie entzogen sich der Kontrolle meiner Skrupel und, frei-frohlockend, ja arrogant, sprudelten sie aus mir heraus, direkt aus dem Herz. Doch nun halte ich inne.

Ich kehrte zu der Lüge der Tarnung zurück und fand die Maske wieder. Mein Meister würde mich verhöhnen, ja wegstoßen.

Der Halb-Orc Doromir ist ein Geschöpf der Theatralik. Dramatisch, voller Weh- und Demut versprach er mir seine Freundschaft, bis in den Tod. Nun locken seinen frivolen, luft-leichten Geist die Schätze, die so schnell zu Staub zerfallen. Für sie ist er bereit sein Versprechen zu vergessen. Ich spuckte ihm vor die Füße um meinen Hohn Ausdruck zu verleihen, barbaren-gleich, vulgär.

Mit Schmerz und Brechreiz begegne ich den Trauer, welcher mich sediert. Die Elfin wurde zu Tode erstochen. Ich sah, wie ihr zarter Körper zusammenfällt, das letzte Atem huscht empor. Flieht vor dem Verderben, das ihr Körper augenblicklich übermannt.

Chyralis
Mittwoch, 31. Mai 2006, 10:16
Alystin Destana

(Archiveintrag 147-0 / Geheimdokument)
Juristische Untersuchung zu einer Genealogie durch einen Tyr Anwalt


Vorgeschichte

Folgende Ereignisse wurden rekonstruiert, konnten jedoch bislang nicht belegt werden:

1) Alystin Destana ist eine Nachkommin des für ausgestorben geglaubten Geschlechts Destana, einer niederen, aber sehr loyalen Adelsfamilie aus Impiltur.
2) Bis auf unbekannte Überlebende sind alle Mitglieder der Familie Destana während der Feierlichkeiten zur Geburt von Alystin einem Großbrand in ihrem Hauptwohnsitz zum Opfer gefallen (bewiesen).
3) Nach Aussagen von Augenzeugen (Bediensteten), die entkamen, wurden in den Flammen Kreaturen gesehen, die der Beschreibung nach einigen bekannten Teufeln ähneln.
4) Alle Augenzeugen sind in der Zwischenzeit verstorben oder nicht mehr auffindbar.
5) Das gesamte Eigentum sowie die Ländereien des Geschlechts Destana sind in den Besitz des Geschlechts der Randorer übergegangen, auf Grund von damals offenen Schuldverschreibungen.
6) Weder die Schuldverschreibungen noch der ausführende Richter konnten zu späterem Zeitpunkt gefunden werden.
7) Es wurden Dokumente gesichtet, die belegen, dass zwischen dem Geschlecht Destana und dem Geschlecht der Randorer in der Vergangenheit mehrfach kriegerische Auseinandersetzungen wegen Grenzstreitigkeiten bestanden. Diese wurden vor 52 Jahren gesetzlich geschlichtet.
8) Der spätere Ziehvater von Alystin war Stallknecht bei der Familie Destana, er hat sie im Sterben als Kind der Familie Destana bezeichnet (bezeugt).
9) Alystin wird ihren Nachnamen bis zur Klärung der Angelegenheit nicht öffentlich benutzen.

Die Betroffene hegt an den damaligen Ereignissen einige mehr oder weniger begründete Zweifel. Es steht der Betroffenen daher zu, gegebene Ereignisse zu einer Theorie zu vereinigen, die ohne Beweise jedoch nicht ohne strafrechtliche Folgen öffentlich bekannt gegeben werden darf. Besagte Theorie ist im Folgenden wiedergegeben:

Es zeichnet sich heraus, dass sich die Randorer gegen die Destana verschworen haben, um ihren eigenen Besitz zu erweitern. Sie haben sich dazu mit Teufeln verbündet, die bei günstiger Gelegenheit (einer Familienfeier und möglicherweise meiner Geburt) das Haus in Brand steckten und alle Mitglieder der Familie töteten. Augenzeugen und Flüchtlinge wurden danach aufgespürt und ausgeschaltet. Die Schuldverschreibungen waren voraussichtlich gefälscht und der Richter bestochen, damit eine unanfechtbare Übernahme des Besitz möglich war. In anderem Fall wären entsprechende Dokumente voraussichtlich auch heute noch auffindbar.
Um mich zu retten, hat mich meine Mutter vielleicht bei dem Angriff in die Hände des Stallknechts gegeben, der dann mit mir geflohen ist.



Zur Person

Kindheit

Die Beschreibung der Kindheit beruht auf persönlichen Aussagen und gilt damit als bewiesen.

1) Alystin ist in Obhut von Grumblar, einem älteren Hirten und langjährigen Stallknecht der Familie Destana, aufgewachsen.
2) Sie lernte von ihm, wie man Tiere hütet und diese versorgt, sowie sich ihr Brot auf ehrliche Weise zu verdienen oder dieses von der Natur zu erlangen.
3) Insgesamt betrachtet führte sie ein zwar armes aber glückliches Leben. Sie war ehrenhaft, mutig und jederzeit hilfreich zu Mensch und Tier.
4) Mit 12 Jahren veränderte sich ihr Leben schlagartig durch den Tod ihres Ziehvaters. Dieses Ereignis ist auf Grund der Bedeutung in ihren eigenen Worten wiedergegeben:

Eines Abends war eines der kleinen Ferkel, die wir hüteten davon gelaufen und ich musste seine Spur eine ganze Zeit lang verfolgen. Ich kehrte erst Stunden später zurück und es war schon dunkel. Als ich mich unserem Lager näherte, stach mir ein seltsamer Geruch in die Nase. Ich beschleunigte meine Schritte, soweit es das Ferkel zuließ, bis ich das Lager erblicken konnte. Es war ein fürchterlicher Anblick. Eine große hässliche Gestalt mit Fledermausflügeln stand über Grumblar, der stark blutete und unter der Folter der Kreatur stöhnte. Vor Schreck ließ ich das Ferkel wieder los, das panisch davonrannte, doch dann fasste ich Mut, nahm eine Stock und lief schreiend auf die Kreatur zu, um sie zu vertreiben und Grumblar zu retten. Nachträglich gesehen war das natürlich reiner Wahnsinn und leider verschlimmerte es die Situation auch noch drastisch. Grumblar fuhr vor Verzweiflung zusammen als er mich sah und schrie, ich solle fliehen so schnell ich kann, dann brach er unter dem Hieb der Kreatur zusammen. Diese wandte sich daraufhin mir zu, denn aller Voraussicht nach wollte er mich zu seinem neuen Spielzeug machen.
Alles weitere ging dann wie in einem Traum vor sich, ich erinnere mich erst wieder daran, dass ich die Hand des sterbenden Grumblar hielt. Neben mir war einer der Ritter, die ich bislang auch nicht bemerkt hatte. Dieser versuchte das Leben von Grumblar durch das Auflegen seiner Hände zu retten, während Grumblar seine letzten Worte an mich richtete. Er nannte mich dabei ein Kind der Familie Destana und bestritt, dass er mein Großvater sei, wie ich ein Leben lang glaubte.
Leider war die Hilfe des Ritters nicht von Erfolg gekrönt. Grumblar hauchte nachdem er mir alles erzählt hatte, was ihn belastete, scheinbar erleichtert und selig seinen letzten Atemzug aus. Auch wenn sich einige seiner Wunden wieder geschlossen hatten, hatte ihn das Gift der Kreatur dahingerafft.
Die Ritter waren auf der Durchreise und es ist der Götter Wille, das sie genau in diesem Moment zur Stelle waren, sonst hätte die Kreatur auch mein Leben genommen. Ihr Anführer tröstete mich und er bot mir an, ihn zu begleiten und sein Knappe zu werden, da er gesehen hatte wie mutig ich Grumblar verteidigen wollte. Sie halfen mir sogar alle Schweine zu finden und an die richtigen Höfe zurückzubringen.


Ausbildung

Die Ausbildung fand im Orden statt und ist daher an entsprechender Stelle dokumentiert. Hier nur eine kurze Zusammenfassung:

1) Sie hat sich aus dem Triumvirat Tyr anvertraut, um der Gerechtigkeit zu dienen.
2) Alystin erhielt eine eingehende Ausbildung als aufrechte Streiterin für die gute Sache.
3) Sie hat sich intensiv um die Geschichte ihrer Herkunft gekümmert.
4) Sie hat ein starkes Interesse an der Bekämpfung von Teufeln gezeigt. In Zusammenhang mit ihrem möglichen Hintergrund ist sie davor gewarnt worden, Rache zu suchen. Der Gerechtigkeit wird man auf diesem Weg niemals gerecht.
5) Die Ausbildung wurde mit Ende des 19. Lebensjahr abgeschlossen.


Aktivitätsbereich

Einsatzgebiet nach der Ausbildung:

1) Alystin hat erbeten sich zum Teil selbstständig der Jagd nach bösen Außenweltlern zu widmen, da sie vermeiden will, dass sich Schicksale wie das ihrer Familie wiederholen.
2) Sie hat vom Orden folgenden Auftrag erhalten: Überprüfung von Gerüchten über Aktivitäten von Bane-Anhängern im Norden von Impiltur.
3) Alystin hat auf Grund ihrer Aufgaben Lyrabar vorübergehend verlassen.


Erscheinungsbild

Zur weiteren Identifizierung wird im Folgenden eine Beschreibung von Alystin abgelegt:

Alystin ist eine hochgewachsene, schlanke und gut trainierte Frau. Sie ist ca. 1,85 m groß, hat braune Augen, dunkelbraunes langes Haar und leicht gebräunte Haut. Ihre Gesicht strahlt hinter weiblicher Schönheit, Ruhe und Entschlossenheit aus.
Sie trägt Plattenrüstung, Schild und Langschwert mit dem Zeichen Tyr's und ist auf einem gepanzerten Streitross unterwegs.
Besondere Kennzeichen: Ein kupferstückgroßes schwertförmiges Muttermal auf dem rechten Handrücken.

Dewsliver
Mittwoch, 31. Mai 2006, 12:56
Vheranions Kopf war leer, bis auf ein dumpfes, fernes Pochen. Alles schien wie in dicken Nebel gehüllt, selbst die von den Wänden der Höhle wiederhallenden, Geräusche klangen seltsam fern. Der Schmerz blieb aus und auch der Zorn.
Das einzige, was die Leere durchbrach, war ein immer wiederkehrendes Bild. Gliedmaßen, in unnatürlichen Winkeln verdreht. Haut, zu blaß um noch Leben in sich zu tragen. Augen, die starr einen Punkt fixierten, der nicht existierte, den er vergebens versuchte zu finden, indem er dem leblosen Blick folgte.
Dann noch etwas anderes, ein Geruch. Beißend, wie Schwefel und doch anders. Ein Geruch, der nicht in diese Welt gehörte. War das der Geruch des Todes? Er war noch ein Kind als er das letzte Mal etwas derartiges gerochen hatte. Ein Kind, zusammengekauert in einer Ecke und über ihm stand der leibhaftige Tod, der mit klauenbewehrten Finger nach ihm griff , um ihm das Leben zu entreißen.
Doch der Tod hatte versagt. Oder hatte er das? Das zitternde Kind aus dem Labor seines Meister, es war in jenem Augenblick vor vielen Jahren gestorben.
Und nun triumphierte der Tod erneut. Die Gier mit der er das Leben verschlang, ließ Vheranion schauern. Schlimmer noch war die Hilflosigkeit, die er beim Anblick des leblosen Körpers Islanas verspürte.
Doch ihn würde er nicht kriegen! Er würde seinen kalten Klauen nicht zum Opfer fallen. Sollten sie versuchen nach ihm zu greifen, er würde sie abtrennen mit einem einzigen machtvollen Streich. Und er würde dem Tod ins Gesicht lachen, ihn verhöhnen, seinen jämmerlichen Versuch verspotten.
Islana mochte tot sein, der kleine Junge, der er einst war, mochte tot sein, aber Vheranion würde ewig leben... EWIG!

Kalt! Ihm war kalt. Ein Zittern ging durch seinen ganzer Körper. Er spürte, etwas an seinem Rücken. Jinx, dessen kleiner Körper sich unruhig bewegte! Die Geräusche schienen jetzt deutlicher. Stimmen! Vertraut! Elavia, die mit ruhiger Stimme zu den anderen sprach. Vheranion schluckte, seine Kehle war trocken vom Staub der Höhle und seine Augen brannten als ob er eine lange Zeit nicht geblinzelt hätte. Er verspürte einen leichten Brechreiz seinen Hals hochkriechen. Ein Blick in die Gesichter seiner Kameraden ließ ihn die Trauer, die sich darin wiederspiegelte, spüren. In seinem Inneren war lediglich Leere. Leere und... Entschlossenheit. Er hatte eine Aufgabe, ein Ziel. Und er würde nicht aufgeben. Seine Suche hatte ihn an diesen verlassenen Ort geführt und er war entschlossen herauszufinden warum.
Vheranion richtete sich auf und zog seinen Rucksack fest, Jinx’s leises Quieken hallte kaum merklich von den Wänden der Höhle wieder wie der ferne Hilferuf eines verängstigten Kindes...

musquetaire
Donnerstag, 1. Juni 2006, 16:40
Dormir und Ilnana singen mit der Hand zum Herzen, weinend, am Abend vor Islanas Feuer:

"Erstaunliche Islana,
wie süß war Deine Stimme,
der einen Schuft wie mich rettete!
Ich war verloren,
Du hast mich gefunden,
War blind,
aber jetzt
sehe ich."

Das Feuer knistert; die Funken, vom Gesang und von Islanas Wärme emporgetragen tanzen immer höher und verlieren sich in dem Sternenhimmel.

kubelick
Samstag, 10. Juni 2006, 15:05
Recap: 1.tag (http://p105.ezboard.com/fnecromancergamesfrm8.showMessage?topicID=50.topic )
(der letzte kommentar im post, bitte. und noch was: in dem forum gibt es einige post mit spoilers. also, nicht lesen.)

kubelick
Mittwoch, 14. Juni 2006, 02:30
Recap 2: later than evening (http://p105.ezboard.com/fnecromancergamesfrm8.showAddReplyScreenFromWeb?to picID=50.topic&index=6)

musquetaire
Donnerstag, 15. Juni 2006, 23:52
Bastians neueste Tagebucheinträge (http://www.doder.org/showpost.php?p=13070&postcount=3)

musquetaire
Freitag, 7. Juli 2006, 08:37
Liebe Mutter, lieber Onkel Bobo,

ich hoffe, ihr findet jemanden der Euch diesen Brief vorlesen kann. Tra'an kommt nicht in Frage, er ist ein blöder Säufer und will dafür Lederkleider umsonst von Euch bekommen. Vielleicht fragt ihr Melissa, ich hoffe sie versteht diese Schrift.
Ansonsten bleibt wohl doch nur Tra'an übrig, in dem Fall: Hallo Tra'an, ich hoffe es geht Dir gut.

Ich bat Ilnanna, unsere Gefährtin, Euch diesen Brief zu schreiben. Mama Du wirst es nicht glauben, sie ist eine GROßE Prinzessin. Sie kommt aus einem Land, weit weit weg von hier, und sie wird eines Tages das Königreich ganz alleine regieren. Dieses, oder sie hat zu viele Schläge auf den Kopf...
Sie hat gesagt, dass sie dieses nicht weiter schreiben will.

Wie abgemacht, erzähle ich Dir, Onkel Bobo, ein - zwei Tage aus meinen Leben als Held, als wärst Du dabei gewesen, um Dich an Deiner Jugend zu erinnern.

Vheranion erfuhr in Oakridge, das ein Mädchen namens Darrynn seit einige Wochen fehlt. Sie hatte weiße Haare und rote Augen. Ihre Stiefmutter bat uns, sie herauszufinden wo sie ist und ob es ihr gut geht.
Wir suchten im Wald, wo sie das letzte Mal gesehen wurde, kämpften gegen einige Monster und gewannen. Alystin ist gut mit der Spuren Suche!
Wir fingen einen Goblin lebendig um es auszufragen, Gilean wollte es zum Guten konvertieren, Alystin wollte es befragen und töten, also habe ich es getötet, was eine echt endlose Diskussion über mehrere Stunden startete, was Gut und was Böse ist. Wie gut es ist, böse Kreaturen böse zu bestrafen, oder wie böse ist, den Guten nichts Gutes machen zu wollen.

Das Ganze ging so weit, das Gilean Alystin nicht heilen wollte, und lieber den Goblin geheilt hat, bevor ich es getötet habe. Ehrlich gesagt hat mich die Diskussion gelangweilt.
Hah! Böse Monster müssen sterben!

Danach überraschten uns im Schlaf sechs Goblins, die wir auch besiegten. Komisch das Ilnanna, die damals Wache schob, nicht hell genug war, ...
Das will sie auch nicht weiter schreiben.

Wir reisten weiter und kamen ins Vorgebirge. Dort sahen wir wie ein Ogre Pärchen von höheren Terrain Latschenkiefern ausriss. Leider bemerkte das Pärchen uns und wollte uns als Mahlzeit verspeisen.
Vheranion machte Ilnanna groß! imponierend! danach kämpften wir alle heldenhaft. Ich tötete einen Oger; Ilnanna sank verwundet in das Reich der Träume. Vheranion zauberte einen Angriffszauber, der den letzten Oger tötete.

Beim weiblichen Oger fand sich eine grauer magischer Beutel. Ilnanna musste reingreifen und zog eine lebende Ratte raus.

Nach kurzer Suche fanden wir das Lager der Oger. Nach dem sich Alystin herangeschlichen hatte und sich überzeugt hatte, dass in der Höhle niemand mehr sei, nahmen wir die Höhle als Schlafplatz in Besitz. Dort fanden wir neben Gobline Knochen und wenig Goldtsücken noch ein magisches Armband und magisches Amulett. Vheranion identifizierte alles:
Der Beute ist eine Bag of tricks (gray) Aus ihr kann man kleine Tiere rausholen. Das Armband sind Bracers +1 und die Amulett ist ein Pyhlactery of Faithfulness (Gesinnung LG)
Die Bracers sind wohl nur für Vheranion was und das Amulett kann nur Alystin tragen.

Am morgen gingen wir weiter, bergauf. Die Spuren des Mädchens waren jetzt schwerer zu finden. Plötzlich: ein Goblin. Er stand auf einen Stein, gebot uns nicht weiter zu gehen.

Ich verhandelte mit ihn, Du kennst mich, früher oder später mussten wir kämpfen.

Es waren insgesamt 6 Goblins im Hinterhalt, Gilean zauberte seine Wolke, und heilte mich andauernd. Ich war grottenschlecht, meine einzige Freude war, das Alystin genauso schlecht war.
Ilnanna aber war die beste, war wieder groß, dank Vheranion, und machte alle bis auf den letzten platt, den wir zwei gefangen nahmen (sie hielt ihn und ich verpasste ihm meinen wuchtigen Kinnhaken).

Wir sprachen mit dem Goblin, ich versprach ihm Freiheit und er erzählte uns, das das Mädchen bei den Goblins als Herrscherin ist. "Sie glaubt, sie wäre unsere Herrscherin", sagte er. Er wollte uns nur hinführen, wenn wir ihm als Gefangene, mit gebundenen Händen und ohne Waffen folgen. Ilnanna versprach, dieses zu tun, wenn wir in der nähe des Goblin Lagers kommen.

Dort angekommen schliefen wir erst mal. Der schlecht verbundene Goblin verschwand in der Nacht, als wir einigen Wölfen nachguckten.
Am nächsten Morgen fanden wir die Goblins. Wir näherten uns mit einer weißen Fahne, die uns Vheranion aus einem Bedroll gezaubert hat. Das war viel besser, als Ilnannas Idee, ihre Unterhosen als Fahne zu verwenden....
Ich darf das nicht kommentieren.

Die Wache ließ uns ewig warten, bis die Herrscherin kam. Es war das Mädchen Darrynn! Komische Muskeln zierten ihr kindliches Leib; die Goblins scheinen ihr zu gehorchen.

Kurz gesagt, sie hasst das halbe Oakridge, sie hat eine ellenlange Haßliste mit Namen, denen wir die Zungen abschneiden sollen, ansonsten überfällt Sie das Dorf. Sie hasst die Leute, die Sie als Mädchen wegen ihrer Andersartigkeit verpönt haben.
Sie scheint die Goblins gut organisiert zu haben. Sie hat irgendwo orkische Hilfe (und?) Wesen, die sie zur Umwandlung verholfen haben. Ihre Stiefmutter interessiert sie nicht die Bohne. Sie ist von Hass erfüllt, wir haben ihr nichts einreden können.
Sie plant einen Großangriff auf Oakridge. Sie gab uns mit, den Leuten, die ihr nichts getan haben zu raten, Oakridge schleunigst zu verlassen.
Was sollen wir nur tun?!

So, das war's. Wie Du siehst, Onkel Bobo, bin ich jetzt ein Held.

Am Ende des Briefes werde ich unser Familienzeichen mit Rot auf dem Brief zeichnen. Falls der blöde Tra'an an seinen Saufen doch gestorben ist und Euch keiner den Brief lesen kann, werdet ihr daran wissen, das ich lebe und wohlauf bin - wie abgemacht.

Ansonsten danke ich Dir, Tra'an, das Du so nett warst, diesen Brief vorzulesen. Verlange bitte nicht zu viele Sachen dafür, sonst haue ich dich, ich schwör's!

Liebe Grüße,
Doromir

PS wir haben Tasco und Thurell getötet. Ich habe Mythun noch nicht gefunden.

(ein rotes Zeichen)

yennico
Montag, 10. Juli 2006, 20:26
Als ihr nach dem Gespräch mit Darrynn Kriegsrat haltet und über die Ereignisse der letzten Tage diskutiert, rufen sich euch folgende Tatsachen ins Gedächtnis:

Darrynn

Sie ist deutlich stärker als ein menschliches Mädchen im gleichen Alter. In wie weit ihr Körperbau ihre echte Stärke betont oder verschleiert war nicht ersichtlich.
Sie ist nicht sehr charismatisch, daher wird sie den Stamm wohl entweder mit Stärke, Einschüchterung, Intelligenz oder einer Mischung aus mehreren Faktoren führen.
Sie hat den letzten Stammeshäuptling besiegt und sich zur Königin ausgerufen. Falls es im Stamm noch mächtigere Personen als Darrynn gibt, scheinen deren Interessen mit denen der Königin derzeit übereinzustimmen.
Sie sieht sich als Königin des Stammes an, aber es scheint eine Fraktion zu geben, die sie nicht als Königin akzeptiert. Wie groß diese Fraktion im Stamm ist wisst ihr nicht.
Sie stand beim Gespräch hinter bzw. zwischen acht bewaffneten Goblins. Sie hatte scheinbar keine Angst, dass sich die alle zusammen gegen sie verbünden.
Die Goblins, gegen die ihr bisher gekämpft haben waren ungewöhnlich mutig, selbst in Unterzahl flohen sie nicht. Dieses kann bedeuten, dass sie ihre Königin mehr fürchten als den eigenen Tod.
Nach ihren eigenen Angaben zählen Orcs zu ihren Freunden/Verbündeten. Ob dieses stimmt wisst ihr derzeit nicht. Es stellt sich aber die interessante Frage, warum ist Darrynn nur Königin der Goblins und nicht etwa Chefin der Orks.


Ogerpärchen

Die Oger lebten zwischen den Goblins und Oakridge. Sie jagten auch Goblins. Nun sind sie tot.


Oakridge

Oakridge ist ein mit einer Palisade befestigter Weiler.
Rund um den Weiler liegen bestellte Getreidefelder.
Im Norden des Weilers liegt die Ruine der Mühle an dem Fluss.
Vom Weiler bis zum Wald im Süden ist eine halbe Stunde Fußweg. Bis zu dem Punkt, an dem das letzte Holz geschlagen wurde ist es eine dreiviertel Stunde Fußweg.
Als ihr den Weiler verließt befanden sich im Dorf noch zwischen 20-40 Warswords.


Militärische Taktik

In wie weit Darrynn und ihre Verbündeten Ahnung von militärischer Taktik haben ist euch nicht bekannt. Darrynn wurde von einem Waldläufer trainiert.
Ob es Darrynn´s oberstes Ziel ist wisst ihr nicht, aber sie möchte bestimmte Dorfbewohner bestrafen. Nur dieses Ziel durchzusetzen dürfte sich für Darrynn schwer gestalten, denn sie wird wohl kaum jeden Goblin und deren Verbündeten sagen können, wen sie alles töten dürfen und wen nicht
Von ihrem Lager in den Bergen braucht die Goblin Armee mehr als einen Tag.
Bis zum Waldrand können sich die Goblins relativ unbemerkt an Oakridge heranschleichen. In den hochstehenden Getreidefeldern dürfte das Verstecken für wenige Personen auch noch möglich sein.
Je nach Armeezusammensetzung kann sich die Taktik ändern, aber mit schwachen Goblins dürfte ein Frontalangriff auf das befestigte Oakridge eher ausgeschlossen sein. Daher dürfte die offensichtliche Taktik eine Belagerung sein.
Auch ohne eine Belagerung können die Goblins die Strasse nach Süden, den einzigen Handelsweg aus dem Wald heraus blockieren.
Was Darrynn noch an Verbündeten hat, wisst ihr nicht, aber derzeit könnt ihr mit Goblins, Bugbears und Orcs rechnen.
Orcs mögen grelles Tageslicht nicht so gern.

musquetaire
Freitag, 21. Juli 2006, 00:03
(Sternenklare Nacht in der Hochebene Mogh. Die Grillen zirpen. Mehrere Pferdewagen, ein knisterndes Lagerfeuer. Im Vordergrund steht ein rotes Zelt, verziert mit gegerbten Lederstücke. Vor dem Zelt sitzt eine rothaarige Frau mit langen Lederrock, und reinigt einen Topf. Sie summt dabei ein schläfriges Lied.
Ein hässlicher, jedoch gut gekleideter Halbork verlässt das Zelt. Er schaut sich kurz um, gähnt, danach setzt er sich neben der Frau. Er starrt ins Feuer und beginnt zu reden, als würde zum Feuer sprechen.)

Bo'Balt: Er ist eingeschlafen. Ich habe ihm beim Schlafen kurz zugeschaut.
Elisa: Wie geht es ihm?
Bo'Balt: Der Junge ist gesund.
Elisa: Du weist, was ich meine.
Bo'Balt: Ich glaube, er hat wieder die Träume.
Elisa: Armer Doromir... Das hast Du davon, Du mit deinen Geschichten!
Bo'Balt: Du erzählst doch auch Heldengeschichten.
Elisa: Das ist anders. Ich erzähle über Helden. Du erzählst auch über orkische Greueltaten!
Bo'Balt: Doromir und ich stammen von stolzen Kriegern ab, wir müssen die Geschichten unseres schwarzen Blutes kennen.
Elisa: Laß die Abstammung ruhen. Mein Mann ist wegen den Orks gestorben!
Bo'Balt: Doromir kann zwischen Gut und Böse unterscheiden. Er muss das Böse kennen - er muss sich vor den finsteren Orcs hüten lernen. Hätte mein Bruder, Trathnar dieses selber gewußt, wärst Du heute nicht alleine.
Elisa: Trathnar... sein Name tut noch weh.
Bo'Balt: Darum erzähle ich diese Geschichten.
Elisa: Doch die mit Mythun ist echt ein Unsinn. Wann waren Orks und Menschen befreundet? Du bringst den Jungen durcheinander!
Bo'Balt: Er muss unsere Legenden kennen. Niemand ist so alt, um die Legenden bestätigen oder anfechten zu können. Ich meine nur, es kann alles schon so geschehen sein, wie die Legende erzählt.
Elisa: Legenden... Vergiss aber nie, was Du mir versprochen hast! Du wirst dem Jungen keine Geschichten über...
Bo'Balt: Ruhe! ich glaube, ich höre etwas. Sei still!
(Eine Stimme murmelt aus dem Zelt. Der Halbork steht auf, geht ins Zelt, um gleich danach wieder herauszukommen. Er spuckt grimmig in das Feuer und setzt sich wieder zurück.)
Bo'Balt: Fast hättest er DICH gehört. Er war halbwach, hat wieder die Träume. Er redet im Schlaf.
Elisa: Armer Doromir!
Bo'Balt: Bald stehen die zwei Monde am Himmel. Es geht ihm immer recht schlecht um diese Zeit.
Elisa: Vergiss nicht, Du hast mir versprochen.
Bo'Balt: Ich gab Dir mein Wort und stehe dazu; Du kennst aber meine Meinung dazu. Alle Geschichten sind sinnvoll; früher oder später...
Elisa: Diese nicht. Nicht jetzt.
Bo'Balt: Eines Tages könnte ihm dieses Wissen sein Leben retten.
Elisa: Aber bis dahin könnte ihn dieses Wissen sein Leben kosten.
Bo'Balt: Du solltest ihm mehr vertrauen. Der Junge ist mutig und stark.
Elisa: Genau das ist die größte Gefahr.
Bo'Balt: Wir alle gehen unseren Weg. Wir können nicht anders. Wir sind was wir sind.
Elisa (lächelt): Er nicht. (Sie gähnt.)
Vergiss dein Versprechen nicht. Ich gehe jetzt schlafen.
Bo'Balt: Ich lösche noch das Feuer. Gute Nacht!
Elisa: Gute Nacht.

(Die Frau geht in das Zelt. Der Halbork gießt einen Eimer Wasser über das Feuer, welches zischend erlöscht. Es wird augenblicklich recht finster; die Sterne und zwei sehr dünne Mondsichel bleiben die einzigen Lichter.
Man hört noch ein Rascheln aus der Richtung des Zeltes, danach nur noch das Zirpen der Grillen.)

kubelick
Freitag, 21. Juli 2006, 13:02
Unser Versprechen und Vorhaben, das einvernehmlich getroffene Vereinbarung zwischen den Kobolden und den Eidechsen-Geschöpfe, den Damm zu zerstören ohne den Kobolden, in der daneben liegende Mine Schaden zuzufügen, jedoch das Tal wieder mit Wasser zu füllen, hatten wir erfolgreich eingelöst, bzw. zum Ende gebracht. Dies vollbracht, zogen wir weiter. Zwischenzeitig, bevor das Tal unter Wasser verschwand, verbrannten wir den zarten, leblosen Körper der Elfin Islana. Die Asche zog davon auf den Böen des Westwindes. .

Doch unsere kleine Gruppe erhielt ein neues Mitglied. Eine holde Maid, ihr Geist und Denken unbeugsam, ihr Urteil so geschwind wie es auch nüchtern ist. Sie ist Kämpferin eines Ordens, dessen Codex sie sich beugt. Ihre Einstellung, ihr eigenes Urteilvermögen mischen sich nicht ein. Taub ist sie, wenn Ihr eigenes Gefühl zu ihr spricht.

Mit ihr, auf ihrem Streitross uns führend, zogen wir richtung Oakridge. Dort versprachen wir uns, auf die wieder einzutreffen, welche wir vor nicht allzu lange Zeit aus dem Joch der Sklaverei befreiten.
Kurz vor dem Dorf überfielen uns Hobgoblins. Doch der Kampf war kurz. Wir sammelten die, welche sich vor Furcht ergaben, um sie nur wenige Augenblicke danach, wie mir schien, grausam vor den Stadtmauern zu exekutieren. Die Ordenskämpferin machte einen hastigen Prozess auf den Marktplatz. Urteilte über Recht und Unrecht, führte die Gefangene ohne Umschweife ab und erlöste die Hobgoblins von ihrem Boshaften Schicksal. Sie war gewissenhaft wie auch gewiss in ihrem Urteil. Zu keiner Zeit vernahm ich ein zittriges Zweifel in ihren Augen.

Dort nun rastend, übermahnten mich in der Entspannung der Sicherheit, rührende Träume. Ein halbwüchsiges Geschöpf besuchte mich im Geiste zur mitternächtlichen Stunde. Ich spürte, ich wusste, ihn sollte ich aufsuchen. Am Morgen danach, fand ich ihn. Ein Schmied ist er. Doch was ich sah, verstörte und verwirrte mich erneut. In seine Schmiede empfang er mich mit geisterhaften Ketten, welche sich an seinen Händen festgemacht, nach links und rechts von ihm, ins nichts verliefen. Sie schienen ihn nicht zu behindern. Doch ich wusste, es sei nicht rechtens, wie er da stand. Ich rief meine Kameraden, mein Geist und Urteilsvermögen durchdrungen von Unglaubwürdigkeit. Sie sahen nichts.

Ziellos lief ich im Dorf herum, nach dem Sinn suchend. Andere bejubelten unsere Rückkehr, bemühten sich ihrem Dank Ausdruck zu verleihen. Doch ich zog mich zurück, mein Verstand verrannte sich, nach der Bedeutung dieser entsetzlichen Vision gierend. Oh wie groß war mein Begierde dies zu verstehen. In der Unruhe verwechselte ich Habgier und Wohlwollen. Ich dachte, dieses Geschöpf ist auf irgendeiner Art mit mir verbunden. Ich muss ihn freilassen, ihm die Freiheit schenken. Ich irrte.

In der Nacht ruhte mein Geist. Meine Gier schlief ein und wachte nicht auf mit mir in der früh. Mit dem Einbruch des neuen Tages, der Geruch des Festes noch in der Luft, verstand ich, der Sinn offenbarte sich so klar, wie der Weg der Wolke: das Geschöpf wird sich selbst befreien in dem er mich beschenkt. Ich stelle nur die Aufgabe nicht seinen Erlöser, dar.

So ging ich zu ihm und bestellte eine Waffe. Ich brachte, mit dem Einverständnis meiner Wegbegleiter, die erbeuteten Rüstungen und desgleichen, und bat ihn, mir eine Kette daraus zu schmieden. Ich warte nicht. Ich verweile nicht. Denn mein Meister lehrte mich, dass der Sinn sich nie in dem Nichtwirken offenbaren wird.

yennico
Dienstag, 25. Juli 2006, 18:08
Des Nachts stolpern die Helden durch den dunklen und düsteren Wald. Sie haben Angst um ihr Leben und sind auf der Flucht. Goblin oder gar schlimmer Bugbear Scharfschützen werden fast hinter jedem Baum vermutet. Ein Schatten eines Baumes, der durch ein wenig Mondlicht erzeugt wird, das an dieser Stelle durch das Blätterdach fällt, wird schnell in der Dunkelheit zum echten Monster. Eine leichte Windböe, die Blätter bewegt, lässt die Helden zusammenzucken und sich wachsam umsehen. Manchmal meint man gar der Wald ist ein Freund oder gar ein Verbündteter der Goblin. Das Erreichen des Dorfes erscheint ihnen als einzige Rettung. Sobald sie hinter der Palisade sind denken sie wären sie erstmal in Sicherheit.

Während sie mit den anderen durch den Wald stolpert, drängen sich Ilnanna Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit auf. Darrynn und ihre Verbündeten wollen scheinbar Krieg mit dem Dorf. Krieg! Krieg hat Ilnanna schon im Königreich ihres Vaters miterlebt. Krieg ist grausam. Schreckliche Bilder von mit Leichen übersäten Felder haben sich ebenso wie andere grausame Bilder Ilnanna in das Gedächtnis gebrannt und kommen nun wieder hoch. Vor ihrem inneren Auge sieht sie auch vom Feind angesteckte Getreidefelder und Bilder von durch den Krieg verursachten Hungernden. Auch eine Belagerung einer Stadt hat Ilnanna schon miterlebt. An diese Ereignisse von damals muss sie denken, als sie ihre Gedanken sie nun wieder auf ihre Rettung: das Dorf Oakridge führen.

Ein Satz ihres Meisters klingt noch in ihren Ohren. Knowledge is Power.
Die Goblins nutzen fast all ihre Vorteile, aber sie hatten nur maximal einen Tag Zeit die ganzen Hinterhalte vorzubereiten. Wie wussten sie welchen Weg wir nehmen? Na ja bei unser derzeitigen Reisegeschwindigkeit ist ein leicht gerüsteter Goblin schneller. Oder nutzen sie andere Möglichkeiten oder benutzen sie für das Aufspüren gar Magie?

kubelick
Mittwoch, 26. Juli 2006, 00:39
Nach dem gesprächslosen, angespannten Abendessen, verkroch ich mich in meine Gemächer. Ich nahm den Stickrahmen und spannte ein Stück Leinen darauf, bat die Kammerzofe mir das Nadelzeug und zusätzliche Kerzen zu bringen. Beim Abendbrot trank ich zwar einige Kelche Wein doch Müdigkeit verspürte ich nicht. Es war sehr ruhig, still im ganzen Schloss. Ab und an hallten hastige Schritte die Gänge herunter.

Die Fenster waren schwarz. Die Nacht dahinter lau und stickig. Ich roch die Feuer, die einige Meilen vom Schloss nun immer brannten. In der Nacht.
Ein leises Klopfen. Es war nicht die Kammerzofe. Meine Mutter trat rein.
»Was gedenkst du zu sticken, mein Kind?« bemühte sie sich. Ihr Mund war schwach und zittrig. Schon beim Essen lief ihr von Zeit zu Zeit der Wein herunter.
»Wie geht es Ihnen?« frage ich. Ich hoffte auf eine ehrliche Antwort. Hoffte, ihr Herz war in dieser späten Stunde weich geworden. Da wir alleine waren. Die Schnüre der Etikette könnten ein wenig gelockert werden.
Sie setzte sich in einen Sessel und faltete ihre Hände in den Schoß. Starrte sie eine Weile an.
Es klopfe erneut.
»Fort mit dir.«
Ich schickte die Magd weg. Ich wollte diesen zerbrechlichen Moment der Vertrautheit nicht stören. Meine Mutter, eine wahrhaftige Königin. Sie wurde als solche geboren. Sie kannte keine Entspannung. Keine andere Rolle. Keine andere Aufgabe.
Sie erschrak ein wenig als ich die Magd fortschickte. Ihre Hände griffen in die Rockfalten, zerknüllten den Stoff. Sie fasste sich und ließ locker. Ebnete den Stoff um ihre Knie und faltete erneut die Hände zu einem Kelch. Ihr Blick blieb jedoch matt, ihre Wangen waren in den letzten Tagen eingesunken, ihre Haut teigig geworden.

Heute horchte ich in ein Gespräch zwischen den Stalljungen, als ich mit Vita ausreiten wollte. Sie flüsterten von einem Boten, der vom König fast erwürgt worden war, als er die Nachricht überbrachte. Ich ließ sie auspeitschen. Solch ein unrühmliches verhalten kannte ich von meinem Vater nicht. Für solche Lügen sollten sie büssen.
Doch mein Herz ziehte sich zusammen wie eine Hand um den Schwertgriff, als Vater nicht zu Abendessen erschien. Es hieße, er beratschlagt mit seinen Ministern.

»Mein Kind,« fing sie an, »dass du dir einen Mann suchst...« Ich verstand nicht wovon sie sprach.
»Wozu bist du so stark? Die Seide spannt schon um die Ärmel, liebes ....« Ihre Worte, ihre Augen wirkten entrückt, in der Ferne, in der Vergangenheit.
»Ein Kind musst du zeugen. Das Königshaus...Die Linie....Zeige mir den Rahmen. Was bist du ungeschickt. So wird das nie was werden.....« Sie zerrte den Stickrahmen aus meinen Händen, zeterte Unverständliches.
»Mutter, was ist geschehen?« Sie fummelte immer noch mit dem Leinen, zog und riss daran, versuchte ihn aufzuspannen.
»Du verstehst nichts, dummes Mädchen« sie riss weiterhin an dem Leinen.
»Wärst du Mutter, würdest du solch törichte Fragen nicht stellen. Ah, was ist das nur für ein Stoff, wo hast du das her?« Sie erhob sich aus dem Sessel und ging zu der Truhe, die zwischen den Fenstern an der Wand stand, öffnete sie und wühlte darin, schmiss Stofffetzen auf dem Boden, seufze, zeterte leise.
»Mutter. Weshalb besucht Ihr mich? «
Sie hörte für einen Augenblick auf, noch über die Truhe gebeugt und dachte, wie es mir schien nach, wühlte nun in ihren Gedanken. Dann schloss sie die Truhe und setzte sich auf sie.
»Mein kleines Mädchen. Mein starkes kleines Mädchen. Seit Tagen hatten wir keine Nachricht mehr von Feros. Der Bote.....« sie fasste sich erneut. Ich sah wie die Förmlichkeit, die Steifheit sie stützte, »...der heute kam, schlechte Nachrichten vom Feros.....«
»und Zeros...« unterbrach ich sie.
Sie schüttelte ihr Haupt. Ein, zwei Mal. Dann war wieder still. Sie ging wieder zum Sessel, nahm den Stickrahmen in die Hände und prüfte ihn.
»Nur du bleibst, mein Kind.« Sie streckte mir den Rahmen entgegen und verließ das Zimmer.

Dewsliver
Donnerstag, 27. Juli 2006, 15:32
Karte von Oakridge (courtesy of kubelick):

http://www.lrz-muenchen.de/~flolaq/Mist/oakridge.jpg

musquetaire
Freitag, 28. Juli 2006, 08:46
Die Stepppe Shaalhoond unter der hochsommerlichen Mittagshitze. Die Gräser sind gelb und ausgetrocknet, der Boden ist bröcklig und hart.
In der Mitte geht der Weg nördlich Richtung Hochebene Mogh, und weiter zum entfernten Kupfergebirge und Khopet-Dag.
Am Rande des Weges steht eine einzelne Eiche, riesig und alt. Neben Ihr stehen einige Pferdewagen; unter dem riesigen Schatten dieses einzigen Baumes liegen nebeneinander viele Menschen und Tiere im Mittagsschlaf. Nichts regt sich.
Elisa liegt auch hier, zwischen ihrem vierjährigen Sohn Doromir und ihrem Mann Trathnar. Elisa und Doromir scheinen die einzigen zu sein, die noch wach sind. Der Grund ist die Wissbegierde des Kleinen.
"Warum sind wir hier?"
"Damit wir uns ausruhen."
"Wieso gehen wir nicht weiter?"
"Es ist zu heiß; wir werden am Abend weiter gehen, bis zu dem Mata - Wald den wir morgen früh erreichen werden."
"Was ist ein Wald?"
"Das sind viele Bäume, so wie der hier."
Der Junge macht große Kulleraugen.
"Boah, das gibts nicht! Wo kommen so viele Bäume her? Wohnen dort reiche Leute?"
Elisa lacht.
"Nein, der gute Geist des Waldes hat die Bäume vermehrt. Er hat Samen gepflanzt, die dann zu Bäume geworden sind."
"Ich bin hungrig."
"Trink etwas Milch."
"Ich will richtiges Essen."
"Nimm einen Apfel."
"Ich will richtiges Essen. Wieso machen wir kein Feuer?"
"Wir haben kein Holz."
"Wir können einige Äste vom Baum abschneiden, um damit Feuer zu machen."
Mit einen Ruck steht Trathnar auf und verpasst dem Jungen eine schallende Ohrfeige. Ein vom Schall erschrockenen Vogelschwarm explodiert aus der Baumkrone heraus, bildet eine schwirrende schwarze Traube die einige Male um den Baum herumdreht, um sich danach wieder auf die Eichenäste niederzulassen.
"Sag das nie wieder! Willst Du meinen Schatten verschinden lassen? Oder seinen? Willst Du, das wir auch nächstes Jahr Schatten haben?"
"Trathnar! Sei nicht so brutal wie dein Bruder Bo'Balt!"
Trathnar seufzt und legt sich wieder hin. Er schließt die Augen und murmelt:
"Du hast recht, es tut mir leid. Der Junge muß aber lernen."
"Doromir" sagt Elisa zum weinenden Kind. Doromir unterbricht sein Weinen, schluchzt und sagt "ja, Mutter?"
"Wir schneiden dem Baum keine Äste ab. Wir nehmen nur das, was er uns gibt. Dieses Jahr wollte er uns keine Äste geben. Wir nehmen nur das, was er uns gibt. Bitte merke dir das."
"Ja, Mutter." Er seufzt. "Ich bin hungrig."
"Trink etwas Milch. Wir werden morgen essen, beim Mata - Wald."
"Warum sind wir hier?"
"Damit wir uns ausruhen."
"Wieso gehen wir nicht weiter?"
"Weil es zu heiß ist."

Dewsliver
Freitag, 18. August 2006, 12:48
Karte von Darkwood. Courtesy of kubelick.

http://www.lrz-muenchen.de/~flolaq/Mist/darkwood.jpg

Fulk
Mittwoch, 30. August 2006, 00:49
Im Schlafsaal der Herberge ist es laut, Dorfbewohner haben eine Leiche gefunden und machen daher Radau. Gilean wacht auf, das schlechte Gefühl, das ihn am gestrigen Nachmittag befiel, ist noch immer da - ja hat sich sogar noch verstärkt. Eigentlich hatte er sich für heute vorgenommen einige Zauber zu wirken um gegen das Gefühl anzukämpfen, diese Möglichkeit wurde ihm offenbar verwehrt.
Er steht auf, zieht sich an, legt Rüstung und Ausrüstung an. Grüßt die anderen freundlich. Dann macht er sich auf den Weg zum Wald (nicht all zu weit hinein) - ein angenehmerer Ort als der Schlafsaal um ungestört zu Mielikki zu beten.
Doch während seines Gebets muss er feststellen, dass Mielikki die geistige Verbindung zu ihm eingeschränkt hat. Wie kann das sein? Hat er doch vor kurzem noch mitgeholfen, dass die Natur nicht durch das Gift aus den Mienen geschädigt wurde und verhindert, dass der Wald von Oakridge angezündet wurde. Jetzt war er dabei die Zerstörung des hiesigen Waldes zu stoppen, ganz so wie Mielikki es ihm geheißen hatte. Und das sollte nun der Dank für all die Aufopferung sein?
Gilean kann es nicht fassen und Tränen der Wut steigen in seine Augen. Dann fasst er einen Entschluss: Er sieht sich nach einem Baumstumpf im Wald um (oder einem größeren Stein falls er keinen findet). Platziert sein hölzernes Heiliges Symbol darauf, nimmt seine Waffe und zerschmettert es. Anschließend spült er die Reste mit seinem Urin in den Dreck der Natur. "Bitte, gern geschehen, Mielikki!". Spricht es und rammt sich seinen Dolch in die Brust. Beim ersten Mal scheitert er noch an seinen Rippen, doch der zweite Stich sitzt. Gilean sackt zusammen und mit starren Augen haucht er "Malar!".

musquetaire
Freitag, 1. September 2006, 13:18
Wenn ich wandere hin und dort
Beim Reiten von Ort zu Ort
Kann nur eine Sache tun:
Suchen nach der Axt Mythun.

(Refrain / höchst atonal, wie vom Wolf geheult):
MYTHUUUUN! MYTHUUUUN! MYTHUUUUN!
MYTHU-U-U-UUUN!

Und jetzt alle zusammen!

musquetaire
Samstag, 16. September 2006, 20:49
Liebe Mutter, lieber Onkel Bobo,

ich hoffe, Tra'an liest Euch auch diesen Brief. Hallo Tra'an, und danke.
Ansonsten, wenn der blöde Säufer wieder einmal zu dicht ist, oder wenn er für seine Frau die Wahrsagerin in die Stadt musste, wartet einfach bis er es Euch lesen kann.

Onkel Bobo, ich bin sehr nahe daran, Ruhm und Reichtum zu erreichen!
Eine Zeit lang wollte ich das durch eine Ehe mit einer Prinzessin erreichen, so, dass ich König werde, doch ich habe es mir jetzt anders überlegt - obwohl sie davon gar nicht so abgeneigt war, wie mir ihre barbarischen Hochzeitsspiele deuteten.
Fast hätte ich ihr auch einen Kinnhaken verpasst, um das Ehegelübde dadurch zu besiegeln, doch danach viel mir ein, das es viel würdigere Methoden für einen Krieger gibt, König zu werden.

Zum Beispiel MYTHUN! Erinnerst Du dich, ich hatte Dir geschrieben, dass Vidma, die Wahrsagerin mir gesagt hatte, in diesen Wäldern könnte ich Mythun finden. Sie hatte recht! Ein paar Leute hier haben es mir bestätigt, und ich eile hin, um die mächtige Axt zu finden.

Wir hatten in der letzten Zeit nur Probleme. Zuerst ging Gilean in den Wald, er muss dort etwas sehr schlimmes erlebt haben, und hat sich das Leben genommen. Danach ging die Prinzessin in den Wald, und wäre nicht ein zwielichtiger Kleriker da gewesen, wäre Ihr Leben für immer verloren gewesen.
Der Wald war böse. Ich habe mich gar nicht mehr getraut, in den Wald alleine zu gehen! Ihr könnt Euch vorstellen, welche Schwierigkeiten dieses für das erledigen der normalen Bedürfnisse ergeben hat!

Doch etwas anderes bedrückt mich. Die Quelle des Bösen, die den Wald zerstörte, war nur durch das richtige Ordnen einiger riesigen magischen Steinblöcken zu bändigen. Als ich das erste Mal eines dieser Steine anfasste, durchfuhr ein Stoß meinen ganzen Körper.
Seither geht es mir etwas komisch; es ist, als ob ich etwas vergessen habe, nur kann ich mich nicht daran erinnern. Kennt Ihr das Gefühl? Als ob man etwas sagen will, nur das Wort will nicht raus.
Etwas scheint sich in mir unaufhörlich zu regen - es kitzelt und kribbelt. Ist bestimmt die Vorfreude, Mythun bald zu finden.

So, das wars. Onkle Bobo, falls Du einen Steckbrief über mich siehst, glaube nicht daran was drauf steht beziehungsweise reisse es weg, bevor es Mutter sieht. Du weisst, wie empfindlich sie ist.

Ansonsten hoffe ich, dass es Euch gut geht. Wie immer signiere ich mit unser Zeichen in Rot, damit ihr wisst das es mir gut geht, falls der dumme Säufer Tra'an Euch den Brief nicht lesen konnte.

Euer Doromir
(ein rotes Zeichen)

yennico
Dienstag, 26. September 2006, 16:18
Gordak
Beschreibung:
Gordak ist ein kleines Dorf an den südlichen Ausläufern der Earthspur Mountains. Im Norden des Dorfes liegen die letzten Ausläufer des Gebirges, die von einem Gebirgswald bewachsen sind. In Nähe dieses Waldes steht eine vereinzelte Holzhütte. Zwischen der Holzhütte und dem Dorf liegen die Felder der Bauern, die das ganze Dorf umrunden und nur von der Straße durch das Dorf zerschnitten werden. Die markantesten Gebäude des Dorfes sind ein Tempel und ein hoher Turm. Der Tempel, der Chauntea geweiht ist beherbergt auch einen Schrein von Ilmater. Der große Turm wird nach dem darin derzeitig wohnenden Magier Okaran Okaran´s Zinne genannt. Neben den zwei Gasthäusern, der Kupferkessel und der Gildentaverne das Rote Rad bieten ein Schmied, ein Krämerladen, ein Schneider und eine Gärtnerei ihre Waren und Dienstleistungen in diesem Dorf an. Das Dorf wird von einer aus Menschen und Zwergen gemischten Dorfwache hinter einer Palisade mit Wehrgang bewacht und verteidigt.

Personen:
Offizielle Personen
Bürgermeisterin Adgund
Die Bürgermeisterin ist eine Frau in den End-Vierzigern mit blonden schulterlangen Haaren, die von ein paar silber-weißen Strähnen durchzogen sind. Ein Teil der Haare wird hinter jedem Ohr in einem kleinen Zopf gebändigt. Sie trägt edle hochgeschlossene mit Stehkragen versehene dunkel-weinrote, aber figurbetonte Kleidung. Diese Kleidung kann sie sich von ihrer Figur her auch leisten, denn sie ist eher etwas zu dürr als übergewichtig. Sie ist nicht als hübsch zu bezeichnen, denn in ihrem Gesicht spiegelt sich ihr starker Willen wieder und es weist auch ein paar herrische Züge auf.

Lorris
Die erfahrene Kämpferin Lorris ist in den Dreißigern und war bis zu dem gewaltsamen Tod des alten Kommandant der Dorfwache vor vier Jahren eine reisende Abenteurerin. Ihre Abenteuergruppe fing die für den Tod des Kommandanten Verantwortlichen, aber dabei verlor Lorris fast ihre gesamte Gruppe. Wegen ihres Pflichtbewusstseins und dem Verlust ihrer Freunde nahm sie das Amt des Kommandanten an. Lorris baute die Dorfwache weiter aus und band Zwerge mit in den Dienst mit ein. Nach einiger Zeit holte ihre Vergangenheit sie wieder ein und sie übergab wegen einer noch ungeregelten Privatangelegenheit für eine längere Zeit das Oberkommando der Wache an Vidur, ihrem Stellvertreter und dem noch einzigen verbliebenen Mitglied ihrer Abenteurergruppe. Nach dem die ehemalige Abenteurerin diese Angelegenheit, über die sie nicht spricht in Ordnung gebracht hatte, kehrte sie nach Gordak zurück. Avancen von potenziellen Liebhabern weist Lorris immer selbstbewusst und brüsk zurück. Die starke und burschikose Frau mit der aschblonden Löwenmähne trägt im Dienst immer eine messingfarbene Full Plate und kämpft mit einem Zweihänder.

Vidur

Rithor
Rithor ist nicht in Gordak geboren, sondern stammt aus einem Ilmater Kloster im Süden von Impiltur. Über seine Vergangenheit vor dem Eintritt in das Kloster will er nicht sprechen und weicht dem Thema mit der Aussage: Ilmater führt nun seine Schritte aus. Im Kloster hat er die Lehren des Crying Gods gelernt und verinnerlicht. Da er der Gewalt nicht ganz entsagen konnte wurde er ein Paladin dieses Gottes. Seine Reise durch Impiltur führte ihn nach Gordak. Hier ließ sich der junge Paladin nieder um das Dorf und den Ilmater Schrein zu beschützen. Der Hauptgrund für ihn dürfte aber gewesen sein, dass er glaubt in der Bürgermeisterin seine richtige Person der Minne gefunden zu haben. Die Bürgermeisterin genießt seine Aufmerksamkeit, aber sie bliebt ihm gegenüber sonst kalt. Diese Kühle zieht den jungen Heißsporn noch mehr an. Im Kampf gegen das Böse rüstet er sich mit seinem blank geputzten Langschwert, seinem blitzenden Schild und seiner gewienerten Splint Mail. Rithor ist mittelgroß, Anfang zwanzig und trägt sein rotes Haar im Prinz Eisenherzschnitt. In Gesicht sind auch einige Sommersprossen zu finden. Wenn man genau hinschaut sieht man, dass an seinen Handgelenken einige Narben über den Pulsadern zu sehen sind.

“Kupferkessel“
Hagbart Goldbeard
Zwergischer Besitzer des Kupferkessels

Taria
Köchin des Kupferkessels

Luza und Irka
Luza und Irka sind die beiden Schankmaiden des “Kupfkessels“. Dass Luza und Irka Mutter und Tochter sind sieht man äußerlich inzwischen fast nicht mehr. Luza ist eine leicht übergewichtige Frau in den Vierzigern mit gewaltigen Vorbau und hellbraunen Haaren. Sie dreht ihre Haare immer zu einem Dutt zusammen. Sie ist sehr resolut und selbstbewusst, aber sie trägt ihre Kleidung meist eine Nummer zu klein, so dass sich ihre Körperformen immer abzeichnen. Die Dorfbewohner haben es inzwischen aufgegeben, sie deswegen zu necken, denn derjenige bekommt von ihr entweder eine entsprechende Antwort oder eine Ohrfeige. Sie möchte es nicht wahrhaben, dass sie nicht mehr 20 ist und sie an Gewicht zugelegt hat. Dieser Tick wird dadurch etwas verstärkt, dass ihre Tochte Irka fast ihr Ebenbild vor 30 Jahren ist, damals als sie noch jung und schlank war. Nach dem Irkas Vater schon länger tot ist, wartet sie im “Kupferkessel“ auf einen Märchenprinzen, der sie errettet.

Irka ist gerade 15 geworden, aber in vielen Dingen gleicht sie ihrer Mutter vor 30 Jahren. Sie trägt auch die tief ausgeschnittene Blusen und kurze Röcke wie ihre Mutter, nur steht diese Kleidung ihr. Sie ist offen und fröhlich und bei allen beliebt. Für ein kurzes Gespräch zwischen Schankmaid und Gast reicht es, aber bei einem längeren Gespräch wird ersichtlich, dass sie einfach gestrickt ist. Den größten Teil ihres Geld, das sie im “Kupferkessel“ verdient steckt sie in Bleichmittel für ihre Haare. Ihre langen wasserstoffblonden Haare trägt sie meistens offen oder gelegentlich in einem Pferdeschwanz zusammengebunden. In den letzten Monaten hat sie ein kleines Bäuchlein bekommen. Ob dieses von einer Schwangerschaft herrührt oder es nur ihr Frustessen ist, ist noch nicht bekannt. Auch sie möchte vom Märchenprinzen errettet werden, aber sie glaubt so langsam nicht mehr daran.

Gardo
Hablingischer Barde, der fast zum Inventar des Kupferkessels gehört. Er ist der Urheber des derzeit im Kupferkessel beliebten Liedes.

Gäste des “Kupferkessels“
Balan, Terko, Palir und Nort, Farmer
Den Stammtisch der Farmer ist besuchen meistens Balan, Terko, Palir und Nort.
Alle vier haben wettgegerbte Haut und tragen einfache Kleidung. Bis auf Palir sind sie im Schnitt Mitte bis Ende Dreißig. Palir scheint gerade Erwachsen geworden zu sein. Balan ist der dickste der vier. Über seinen Gürtel wölbt sich ein beträchtlicher Bauch. Er trinkt des öfteren auch mal einen über den Durst und muss von den anderen Farmern dann nach Hause geschleppt werden. Er ist jähzornig und wird leicht laut, wenn er etwas getrunken hat, aber gegenüber seinen Farmerfreunden ist er spendabel. Terko hingegen ist hager. Sein Augen liegen tief in den Höhlen und er oft einen alten Strohhut auf. Er scheint etwas abergläubisch zu sein, denn überall wo er hingeht, nimmt er seine Mistgabel mit. Hinter seinem Rücken haben die Dorfbewohner Terko einen Spitznamen gegeben: Vogelscheuche.
Das auffälligste an Palir ist sein blonder Vollbart und die langen blonden Locken, die seinen Kopf noch zieren. Würde er keine einfache Farmerkleidung an haben, so könnte man in diesem jungen Mann, etwas edleres vermuten. Er hat erst vor kurzem den Hof von seinem toten Vater übernommen. Nort ist der große Schweiger an dem Tisch. Er hat eine dunklere Hautfarbe als die anderen Dorfbewohner. Sein Haar ist rabenschwarz und er hat dunkle Augen. Wenn er mal redet, was selten ist , hört man in seiner Sprache einen deutlichen Dialekteinschlag, der es schwer macht ihn zu verstehen.

Divis
Divis, ein kleiner untersetzter Mann ist einer von Impilturs fahrenden Händlern. Eigentlich immer trägt er einen Reisemantel mit vielen Taschen unter dem man eine Samtweste hervorschimmern sehen kann. Als Waffe baumelt ein Morningstar an seinem Gürtel. Sein Alter würde man auf Anfang Vierzig schätzen. Das rotbraune Haar, das seinen Kopf bedeckt geht schon deutlich zurück, auch wenn er die kahlen Stellen vorne mit den langen Haaren von hinten zu verdecken versucht. Sein Gesicht wird an den Seiten von langen Koteletten umrahmt. In einem Gespräch ist er anfangs reserviert, aber er wärmt sich schnell auf und nach kurzer Zeit übernimmt er das Gespräch, das oft in einem Verkaufsgespräch endet. Er ist ein harter Verhandlungspartner, dem man auch schon mal nachsagen kann er wäre geizig. Seine Waren transportiert er in Kisten mit einem von Pferden gezogenen Wagen Zu seinem Schutz und dem seiner Waren hat er zwei Bodyguards, Thorlbarr und Mondil angeheuert.

Thorlbarr
Den Halb-Ork Thorlbarr kennen die PCs auch schon von ihrem ersten Besuch in Gordak. Er war es, der nach zwei Siegen das dritte Mal im Armdrücken gegen Ilnanna nur knapp verloren hat. Er ist außerdem der männliche Protagonist aus dem Lied, das derzeit der Kneipenschlager des Kupferkessels ist. Thorlbarr erfüllt alle Klischees, die man an einen Halb-Orkischen Barbaren stellt. Er ist überaus stark und nicht besonders schön. Seine falls vorhanden vorhandene Intelligenz verbirgt er. Trotzdem gibt er sich gegenüber einigen Frauen machohaft. Auf Grund seine muskulösen Oberarme erhält oft keine Widerworte, sondern wird einfach ignoriert. Auf die Frage eines Bekannten warum er die Frau, die so toll in Gordak gewesen sein soll, nicht geheiratet hat, hat Thorlbarr geantwortet, das er dieses getan hätte, wenn ihre Hauer nicht viel zu klein gewesen wären. Thorlbarr´s Haare sind schwarz, lang und fettig. Seine Gefühl an Sauberkeit scheint er von seinen orkischen Vorfahren vererbt bekommen zu haben, denn seine Stiefel stehen von Dreck und Staub. Als Waffe benutzt Thorlbarr eine Großaxt, die er immer in seiner Griffweite hat und seinen Körper schützt er mit einer Scale Mail. Er arbeitet derzeit als Bodyguard für den Händler Divis.

Mondil
Der ältere Mensch, der Divis zweiter Bodyguard ist hört auf den Namen Mondil. Während Thorlbarr der Mann fürs Grobe zu sein scheint, ist Mondil der Mann für die Taktik. Die Waffen seiner Wahl sind ein Bastardschwert und ein schweres Metall Schild. Den restlichen Körper schützt er mit einer alten, aber sehr gepflegten Scale Mail. Unter seiner Rüstung verbergen sich Oberarme, die sich im Umfang nur wenig vor denen von Thorlbarrs unterscheiden. Mondil ist zwar erst in den späten Dreißigern, aber schon früh ergraut, denn sein ehemals schwarzen Bart ist schon deutlich angegraut. Das auffälligste an ihm sind seine stahlblauen Augen, mit deren Blick er wahrscheinlich schon das ein oder andere Mannsbild ein paar Schritte rückwärts hat gehen lassen. In Gesellschaft ist er meistens schweigsam und beobachtet nur ruhig die Umgebung. Alkohol trinkt er überhaupt nicht.

“Rote Rad“
Kalim
Die meisten Bewohner von Gordak halten Kalim, den Besitzer des “Roten Rades“ für einen exzentrischer Langweiler. Seine physische Erscheinung ist durchschnittlich, aber er kleidet sich in weite edlere Kleidung, als es sich für so ein Dorf gehört. Meistens trägt er eine Gehstock und einen Anzug. Seine eigentlichen Haare versteckt er unter einer Perücke aus weißen Haaren. Es ist bekannt, dass er sich an jedes Gesetz des Dorfes hält, auch wenn er ansonsten etwas unnahbar und arrogant gilt. Weiterhin hält sich das Gerücht, dass er nur über Beziehungen in Lyrabar diese Stellung in diesem Gildengasthof erhalten hat, denn zuerst war er mit seiner Stellung gar nicht zufrieden. Anfangs meinte er, er müsse mit dem “Kupferkessel“ konkurrieren und hat deshalb den alten Koch gefeuert und einen neuen aus Lyrabar geholt. Seit dem läuft es mit dem “Roten Rad“ auch etwas besser, aber inzwischen weis Kalim auch, dass er mit dem “Kupferkessel“ in Sachen Preis und Essensqualität nicht mithalten kann und versucht dieses inzwischen auch nicht mehr, weil er sich nun darauf spezialisiert hat, die etwas betuchteren Reisenden und die Oberen des Dorfes insbesondere die Bürgermeisterin mit gehobenen Speisen zu verköstigen. Er versucht einen gewissen Grad an Luxus in dieses Dorf zu bringen.

Tossian
Tossian ist der extra aus Lyrabar geholte Koch des “Roten Rades”. Er ist ein Pefektionist und Sauberkeitsfanatiker. In seiner Küche muss alles an seinem Platz sein und alles muss picobello sauber sein. Die meiste Zeit sieht man ihn in seiner blitzblanken Kochuniform rumlaufen. Der durchschnittlich große Tossian ist Ende Zwanzig und trägt sein blondes Haar immer so kurz, dass es unter seine Kochmütze passt. Taria, die Köchin des “Kupferkessels“ bewundert er für ihre Leistung für so viele Leute so durchschnittliches gutes Essen zu kochen. Er kocht lieber für wenige exquisite Gäste und für die dann ausgezeichnet. Leider hat er bei einigen seiner Gäste öfters das Gefühl, dass sie seine Kreationen nicht zu schätzen wissen.

Gäste des “Roten Rades”
Jintzar
Jintzar ist wie Divis einer der Implituranischen Kaufleuten, aber er hält nichts von Bescheidenheit. Seine Meinung nach kann man mit Prunk seinen Gegenüber beeindrucken und beeinflussen. An Hand seiner erlesenen Kleidung kann man sehen, dass Jintzar Geld hat. Seine Ausrüstung ist stets meisterlich gefertigt. Unter seinem Samtmantel, von denen er sicher mehrere hat erkennt man eine Silberkette, die um seinen Hals hängt. Seine Unterkleider sind ebenfalls aus Samt und die Füße stecken in Schnabelschuhen. Die hellbraunen Haare sind recht kurz geschnitten und lugen unter einem Zylinder hervor. Er gehört nicht wie Divis als einzelner Kaufmann der Impilturansichen Kaufmanngilde an, sondern ist Mitglied in einem Impilturanischen Handelhauses. Sein Auftrag für sein sein Handelshauses ist es die Waren des örtlichen Schmiedes zu prüfen und wenn die Qualität stimmt zu kaufen und somit einen neuen Lieferanten zu erschließen. Sein pferdegezogener Wagen ist derzeit noch leer. Er leistet sich derzeit mit Kegur nur einen Bodyguard.

Kegur
Dieser grimmig dreinschauende Krieger arbeitet als Jintzar´s Bodyguard. Mit seinen zwei Metern ist Kegur von der Körperstatur schon ohne Waffe furchteinflössend. Eine große Narbe quer rüber über sein Kinn verziert Kegurs Gesicht. Seine braunen Augenbrauen sind recht buschig über den kalten grünen Augen. Er schweigt meistens, da er weis, dass er meistens den Mund zu halten halt und Jintzar nur mit wichtigen Dingen belästigen soll. Der Bodyguard steht seinem Arbeitgeber in Punkto Qualität in nichts nach. Seine Scale Mail und seine Waffen, neben einer Guiserme ein Kurzschwert und eine Armbrust sind von meisterlicher Qualität.

Too be continued...

yennico
Donnerstag, 28. September 2006, 12:14
Die restlichen Personen aus Gordak beschreibe ich wenn ich diese oder nächste Woche Zeit dazu finde.

Personen aus dem Tempel
Joadra
Oberste Chauntea Priesterin

Tentia und Ralliana
Priesterin der Chauntea

Orlin
Hüter des des Ilmater Schreins

Arkanes
Okaran
Magier des Dorfes

Handwerker und Dienstleistungen
Ruus, der Holzfäller
Dieser große und sehr starke Mann ist den PCs seit ihrem ersten Besuch in Gordak bekannt, denn er verursachte den Aufruhr im Kupferkessel, denn die PCs zu schlichten versuchten. Ruus ist Ende Zwanzig und hat neben wettergegerbter Haut harte Gesichtszüge. Sein braunes Haar und seinen braunen Bart trägt er kurz. Nicht umsonst steht seine Holzhütte außerhalb des Dorfes am nähesten am Wald, denn er gilt als temperamentvoll und leicht reizbar. Im sozialen Umgang ist er nicht geübt und er ist ungehobelt. Die Dorfbewohner vermeiden es ihn zu reizen, da dann gelegentlich seine Wut mit ihm durchgeht. Dieses ist besonders gefährlich wenn er seine große Holzfälleraxt in den Händen hält. Die einzige Person, die ihn dann oft ohne Waffengewalt beruhigen kann ist seine Frau Millid.

Millid, Ruus Frau
Millid ist das Rätsel dieses Dorfes. Sie war eines der Kinder eines reichen Farmers aus dem Dorf und je älter sie wurde, desto schöner wurde sie. Sie wuchs zur Dorfschönheit heran und hätte jeden jungen Burschen des Dorfes haben können. Wie sie Ruus kennen und lieben gelernt hatte ist nur das Geheimnis der beiden. Es wird gemutmaßt, dass die beiden sich auf einen heimlichen Ausflug in den Wald begegnet sein mussten. Millid ist deutlich jünger als Russ und als ihr Vater erfuhr, dass seine Tochter einen mittellosen Holzfäller heiraten wollte, hat er sie enterbt. Millid heiratete trotzdem Ruus und ihr Vater starb wenig später voll Gram. Das Paar lebt schon mehrere Jahre glücklich zusammen, aber ein Kindersegen ist dem Paar bisher verwehrt geblieben. Millid ist gerade 20 geworden und ist schön wie nie. Einige männliche Dorfbewohner sind neidisch auf Ruus. Ihre langen blonden Haare trägt sie offen über einen schlichten und einfachen, aber sauberen braunen Kleid. Des öfteren holt sie ihren Mann von seinen Besuchen im Kupferkessel ab.

Tatnir
Der Pferdehändler des Dorfes Gordak ist der alte Tatnir. Trotz seines Alters von jenseits der 50 zähmt und reitet er, sofern er wilde Pferde bekommt diese Pferde noch selber zu. Sein langes graublondes Haar hängt oft ihm ungekämmt bis auf die Schultern. Die brauen Augen blinzeln unter den Strähnen, die ihm ins Gesicht hängen wachsam hervor. Tatnir´s ganzer Körper ist sehr sehnig und hat kein Gramm Fett an den Knochen. Das große Laster, dem Tatnir frönt ist das Kautabak kauen. Dieses verfärbt seine wenigen noch verbliebenen Zähne gelb. Beim Reden entblößt er des öfteren sein gelben Zahnstummel. Es geht das Gerücht er hänge an seinen Pferden mehr als an seiner Frau. In der letzten Zeit ist er etwas betrübt, denn die Postkutschen aus Darkwood und Oakridge, denen er Pferde zum Wechseln gegeben hat sind seit längerem überfällig.

Gildur
Zwergischer Schmied

Tellor
Besitzer des Krämerladens in Gordak

Willik
Assistant von Tellor

Ling
asiatische aussehende Gärtnerin

Tazian
Halbling Schneider

Slash.T
Freitag, 29. September 2006, 15:29
Die Handelskarawane, falls man die kleine Gruppe Reisender überhaupt so bezeichnen konnte, näherte sich dem Dorf Gordak über die letzten Ausläufer der Earthspur Mountains. Durch die lichten Bäume war zunächst nur ab und zu ein metallisches Aufblitzen zu erkennen. Teile von Rüstungen und an einem von Pferden gezogenen Wagen die in der tiefstehenden Sonne leuchteten.

===

Was die Bewohner von Gordak veranlasste den Reisenden zumindest einen Augenblick mehr Aufmerksamkeit zu widmen, als sie es sonst einer Gruppe Händler getan hätten lag weniger an dem Händlern, seinen Leibwächtern oder den Waren die sie beförderten, sondern an einem der Begleiter.
Auf einem leichten Reitpferd sitzend wirkte der Elf, der selbst für die Verhältnisse seiner Rasse zierlich gebaut war, als wäre sein Tier etwas zu groß für ihn. Seine schulterlangen braunen Haare und seine gebräunte Haut ließen ihn wie einen Waldläufer erschienen. Ein Eindruck zu dem der über der Schulter baumelnde Köcher mit Pfeilen nur beitrug.
Trotz dieser durchaus gewöhnlichen Erscheinung schien der Elf von einer Aura die unbedingte Aufmerksamkeit zu erheischte umgeben zu sein. Manche Leute mochten sagen, dass seine scharf geschnittenen elfischen Gesichtszüge ihn für menschliche Augen einfach zu schön erscheinen ließen, aber vielleicht steckte doch etwas mehr dahinter...
Während der Händler und seine Leibwächter den Gasthof "Das rote Rad" als Unterkunft ausgewählt hatten, machte sich der Elf, nachdem er sich bei einem der anwesenden Dorfbewohner erkundigt hatte auf den Weg zum "Kupferkessel".

Slash.T
Sonntag, 8. Oktober 2006, 14:33
Jerenn Silberrose wurde als Sohn eines angesehenen Bogenmachers im nördlichen Aglarond geboren. Schon früh wurde er von seinem Vater in die Kunst der Herstellung von Bögen jeglicher Art eingewiesen um in der elterlichen Werkstätte mitarbeiten zu können. Neben Jerenn arbeiteten dort noch sein älterer Bruder Cassian und einige Gesellen.
Jerenn zeigte jedoch für das Handwerk wenig Interesse und verbrachte seine Tage lieber in der örtlichen Taverne um dort, seine natürliche Ausstrahlung und sein Charisma nutzend, mit den Schankmaiden zu schäkern.

Aithne Silberrose, Jerenns Vater, der sich in jüngster Zeit aus den Tätigkeiten in der Werkstatt zurückgezogen hatte und seine Aufgabe in der Erweiterung seines Geschäfts sowie der Herstellung von Bögen von Meisterhand für außergewöhnlich wichtige (und zahlungskräftige) Kunden sah, betrachtete das Treiben Jerenns mit großem Missfallen und beschloss daher, seinen jüngsten Sohn mit auf seine Reisen zu nehmen um ihn besser kontrollieren zu können.

So kamen Vater und Sohn eines Tages auch in die Stadt Furthinghome, wo der alte Aithne bereits während früherer Besuche Kontakte geknüpft hatte. Der Rat der Stadt Furthinghome hatte beschlossen die Zahl der Schützen innerhalb der Stadtwache zu erhöhen, so dass eine größere Anzahl von Bögen benötigt wurde.
Aithnes Geschäftspartner war ein immer etwas grimmig aussehender zwergischer Waffenschmied namens Ton Steinzahn.
Jerenn, der von seinem Vater angewiesen worden war sich nicht in das Gespräch einzumischen registrierte, dass trotz kleiner leicht abfälliger Bemerkungen zwischen den beiden über die Natur von Elfen und Zwergen ein gutes Verhältnis zu herrschen schien und Aithne einen entspannten Eindruck machte. Dies änderte sich jedoch als ihm Ton mitteilte, dass ein weiterer Händler, angeblich aus Impiltur, die Schützen mit seinen Waren beliefern wollte. Gerüchteweise, so war von Ton Steinzahn zu erfahren, wurde behauptet die Bögen des Impilturers seien mit Magie so verbessert worden, dass es unmöglich sein sollte mit ihnen das Ziel zu verfehlen.

Trotz einer solchermaßen brodelnden Gerüchteküche schaffte es der impilturische Händler ein Vergleichsschießen zwischen seinen Langbögen und denen aus der Fertigung der Familie Silberrose zu arrangieren. Diese sollte am darauf folgenden Tag auf dem Marktplatz von Furthinghome stattfinden.

Auf dem Marktplatz waren Zielscheiben in unterschiedlichen Größen und Entfernungen vom Schützen, dem Hauptmann der bestehenden Schützentruppe aufgestellt worden. Zahlreiche Zuschauer hatten sich versammelt um dem Wettschießen beiwohnen zu können, für den Stadtrat war sogar eine kleine Tribüne aufgebaut worden.
Nach zahlreichen Schüssen bei denen kein Bogen sich als überlegen zeigte, wurde beschlossen ein letztes Schießen auf die kleinste der verfügbaren Zielscheiben mit einem Durchmesser von wenig mehr als einer Elle über eine Distanz von 300 Schritten so lange Durchzuführen, bis ein Bogen als zielgenauer ermittelt worden wäre.
Der erste Schuss wurde von einem Bogen aus dem Hause Silberrose durchgeführt. Der Pfeil zischte quer über den Platz um den unteren Rand der Zielscheibe zu streifen und in einem der dahinter aufgebauten Sandsäcke stecken zu bleiben. Aus der Menge war ein Aufstöhnen begleitet vom triumphierenden Gelächter von Donnert Lunk, dem impilturischen Händler, zu hören.
In Jerenns Brust breitete sich ein beklemmendes Gefühl aus. Das erste Mal bereute er nicht so viel Arbeit und Mühen wie von seinem Vater gefordert in seine Arbeit gesteckt zu haben. Wäre es vielleicht nicht dazu gekommen, hätte der Pfeil sein Ziel gefunden wenn er mehr und sorgfältiger in Werkstatt gearbeitet hätte? Er konnte erkennen dass ein Vater, obwohl er keine Miene verzog auch unter der Anspannung litt. Der nächste Schuss mit dem Bogen Donnert Lunks würde die Entscheidung bringen.
Der Hauptmann der Bogenschützen griff zu dem impilturischen Bogen, legte einen Pfeil auf und visierte das Ziel an. Der Bogen spannte sich als der Schütze die Sehne immer weiter nach hinten zog, so als ob er den Pfeil noch über die Grenzen des Marktplatzes hinaus senden wollte. Im Augenblick der größten Bogenspannung, kurz bevor der Pfeil die Sehne verlassen wollte, drang aus dem Holz des Bogen plötzlich ein scharfes Knacken - und er zerbrach.
Aufruhr brach unter Zuschauern los, sogar einige der Edlen sprangen von ihren Tribünenplätzen auf. Das Raunen der Menschenmenge wurde jedoch vom Aufschrei des Impilturers übertönt:"Verfluchst seiest Du, Aithne Silberrose. Deinen Bögen sollen zerbrechen genau wie die meinen!". Und damit verschwand Donnert Lunk.

Die Auswirkungen dieses Ausrufs zeigten sich bereits wenig später. Alle in der Werkstatt von Aithne Silberrose neu gefertigten Bögen zerbrachen bei ihrem ersten Schuss, egal wie viel Sorgfalt man bei ihrer Herstellung walten ließ.
Aithne wusste sich nicht anders zu helfen, als nach einem Magier zu suchen der in der Lage war den Fluch aufzuheben der auf ihm und seiner Handwerkskunst lag. Eine Suche die sich als sehr zeitaufwändig und teuer erwies. Und während dessen verbreitete sich der schlechte Ruf der Silberros'schen Bögen über Aglarond...

Um die Familie über Wasser halten zu können mussten alle Familienmitglieder sich Arbeiten außerhalb ihres angestammten Betätigungsfeldes suchen. Jerenn wurde als Gehilfe bei einer befreundeten Magierin namens Yocasta Eichenwald untergebracht, die sich leider als unfähig erwiesen hatte den Fluch zu brechen.
Jerenn der seiner neuen Herrin in Haushalt und magischen Labor zur Hand ging, imitierte eines Tages zum Scherz einige der Gesten mit denen Yocasta ihre Magie wirkte und rief damit einen kleinen Zauber hervor. So auf das Talent ihres Gehilfen aufmerksam geworden, beschloss sie ihm eine Ausbildung in magischen Grundlagen zukommen zu lassen.
Durch seine neu erworbenen Fähigkeiten mit Selbstbewusstsein und neuer Hoffnung erfüllt, beschloss Jerenn seine Herrin zu verlassen und sich auf die Suche nach dem Impilturer der so viel Unglück über seine Familie gebracht hatte zu machen.
Seine Reisen führten ihn von Aglarond über zahlreiche Umwege schließlich nach Impiltur. Immer auf der Suche nach Donnert Lunk...

yennico
Mittwoch, 11. Oktober 2006, 14:24
Die Helden brachten Ilnannas Leiche ins Dorf. Eine Zeit kam in das Dorf eine Reiterin in einer schwarzen Full Plate. Alystin spürte in der Reiterin keine böse Absicht. Sie stellte sich als Kenora, Priesterin des Helms vor und wurde gefragt, was sie hier mache, worauf sie antwortete sie gehe Hinweisen auf Bane Aktivitäten nach. Die Helden erzählten ihr dann, dass sie die Baneanhänger schon getötet haben. Kenora vertrat die Meinung, dass man keine magischen Gegenstände von Bane existieren lassen soll, da ihn ihnen etwas von Banes Macht gespeichert bleibt. Die Priesterin ahnte, dass die Helden magische Gegenstände von Bane an sich genommen hatten, aber sie wusste nicht wie viele oder welche. Es stellte sich heraus, dass Kenora so mächtig war, dass sie Ilnanna raisen kann. Dafür verlangte sie einen Betrag. Die Helden verkauften ihr bzw. dem Gnome Händler einige magische Gegenstände u.a. die Bane Rüstung, Doromirs Mithril Chain Shirt, Gileans magsiche Ausrüstung, etc. um auf die gewünschte Summe zu kommen. Die Summe war aber geringer als man normalerweise für so einen Zauber bezahlen würde. Vheranion brachte das Bane Schwert in Sicherheit und Kenora erfuhr von diesen Schwert scheinbar nichts. Nach dem Kenora die Bane Rüstung in der Schmiede zerstört hatte, erklärte sie sich bereit Ilnanna am nächsten Morgen von den Toten wiederzuerwecken. Die Helden sahen die ganze Zeit bei Kenora kein Heiliges Symbol und bei der Wiedererweckung durfte keiner der Helden zuschauen. Ilnanna kehrte aus dem Reich der Toten wieder zurück und gab Kenora folgendes Versprechen: Sie würde immer mit den Feinden von Bane zusammenarbeiten. Danach lies Kenora Ilnanna durch Caliss, den Ilmater Cleric wieder ganz heilen.

Die Helden fragten Kenora, ob sie ihnen beim Steinkreis helfen könne und sie erklärte sich bereit sie zu begleiten. Sie nahm aber auch ihr Pferd mit, da sie gegebenenfalls von dort aus weiter reiten wollte. Beim Steinkreis angekommen und vom Steinkreis überrascht offenbarte sie den Helden, dass sie wegen der Mächtigkeit des Portals besser ihrer Vorgesetzten informiere und verabschiedete sich. Beim Abschied flüsterte sie Ilnanna ins Ohr, dass sie nicht ihr sondern der dunklen, schwarzen Sonne danken soll. Diesen Satz verstand Ilanna nicht und fragte bei Alystin und Caliss nach. Diese konnten ihr sagen, dass diese Worte als Namen der Gottheit Cyric gebraucht werden.

Die Helden schafften es in mehreren Tagen den Steinkreis wieder ganz aufzustellen. Ihre Reise in ihr Startdorf Gordak verlief bis auf den letzten Tag ereignislos. In der letzten Nacht wurden sie von acht Orks überrascht und angegriffen. Nach harten Kampf waren die Helden Sieger.

In Gordak angekommen betraten einige Gruppenmitglieder den Kupferkessel und hörten dort ein Spottlied des dortigen Barden über gewisse Ereignisse in der jüngeren Vergangenheit, die sich in dieser Kneipe zugetragen haben. Als der Barde Ilnanna sah stoppte er mit seinem Gesang und Ilnanna sah unter den Gästen der Kneipe auch den ihr bekannten Halbork Thorlbarr. Von den Gruppenmitglieder nächtigten nur ein Teil im Kupferkessel. Vheranion schlief im Roten Rad, während Caliss und Alystin im Chaunteatempel mit Ilmaterschrein unterkamen.

Im Dorf erfuhren die Helden, dass die Bewohner des in der nähe gelegenen Dorfes Ossington seit längerer Zeit nicht zum Markt in Gordak erscheinen seien. Doromir wollte nach Ossington, weil dort in der Nähe ein legendärer Axtheld gestorben sei und überredete den Rest der Truppe mitzukommen. Am nächsten Morgen wollte die Heldengruppe nach Ossington aufbrechen, aber es kam alles ganz anders. Am darauffolgenden Tag morgens litten Ilnanna und Rizeen wie auch einige andere Bewohner des Dorfes unter Montezumas Rache. In der Nacht war aber ein noch größeres Unglück passiert, denn jemand war in den Tempel eingebrochen und hatte alle heiligen Symbole geklaut. Vheranion konnte auch nicht aufgefunden werden. Nachforschungen führten folgendes ans Licht: Vheranion hatte sich ein Pferd gekauft und ist früh morgens Richtung Süden aufgebrochen ohne sich von seinen Begleitern zu verabschieden.

Vheranions Tat ärgerte alle anderen Gruppenmitglieder und Alystin nahm mit den örtlichen Gesetzeshütern Kontakt auf, da Vheranion sich vor einem Mordprozess in Lyrabar drückte. Während sie einen Steckbrief ausstellen lies erfuhr sie dass Vheranion in Gordak schon mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war und nur wegen der Fürsprache des örtlichen Magiers seiner Strafe entgangen sei. Alystin besuchte den Magier Okaran und erfuhr vom Magier, dass Vheranion vom Magier Okaran in der Vergangenheit den Auftrag bekommen hatte nach Norden zu gehen und dort eine Kiste einen befreundeten Magier zu überbringen. Okaran zeigte sich enttäuscht, dass Vheranion, als er wieder in Gordak weilte ihn nicht über den Verlauf seines Auftrages informiert hatte. Nach dem es Ilnanna wieder besser ging erzählten sie und Doromir alles über ihre Erlebnisse im Norden und erhielten dafür noch ein Mal Geld.

In dieses Dorf war auch ein elfischer Sorcerer mit einer Karawane gereist. Dieser interessierte sich für Alystin, weil sie eine Vertreterin der Gerechtigkeitsgottheit ist. Der Elf schilderte ihr ein rechtliches Problem, bei dem Alystin dem Elfen aber nicht helfen konnte.

Wegen dem schlechten Essen vom Vorabend gab der zwergische Wirt des Kupferkessels, all denen Gästen, die erkrankt waren ein Freiessen und ein Freibier. Leider litten am nächsten Tag wieder einige Leute an Montezumas Rache. Der Wirt Hagbart kam auf Thorlbarr und Doromir zu und schnauzte beide an, was sie in seinem Vorratskeller gemacht hätten. Beide verneinten dort gewesen zu sein. Hagbart beharrte auf seiner Aussagen, denn außer den beiden seien im Dorf keine weiteren Orks oder Halborks. Er wisse genau, dass einer dieser Rasse in seinem Keller gewesen sei, denn wenn Vertreter dieser Rassen in seiner Nähe sind müsse er immer Niesen. Dieses war im Keller der Fall gewesen. Doromir und der dazugekommene elfische Sorcerer Jerenn erklärten sich bereit das ganze aufzuklären. Sie fanden heraus, dass am Vorratsbierfass manipuliert wurde und dass das Schloss am äußeren Zugang in den Keller geknackt wurde.

yennico
Freitag, 13. Oktober 2006, 18:58
Durch den Verlust zweier seiner Kameraden traurig gestimmt, erreichten Deior und seine Gefährten die Palisade des Dorfes Gordak. Das Dorf verhieß Annehmlichkeiten wie gutes Essen, ein weiches Lager und eine Nachtruhe ohne Wache. Auf diesen “Luxus im Abenteurerleben“ hatten sich neben Deior auch die anderen verbliebenen Gruppenmitglieder nach der anstrengenden Reise gefreut, aber alles kam ganz anders. Deior, Barras und Taark erzählten der Wache am verschlossenen Palisadentor, dass sie von Orks angegriffen wurden und im Kampf zwei Mitglieder ihrer Reisegruppe verloren hatten. Diese Leichen wollten sie im Dorf bestatten lassen. Die grimmigen Wachen ließen sie und ihren Karren zögerlich ins Dorf, aber sagten, dass die Reisenden sich auf Befehl der Wachenkommandantin Lorris hin im Dorf nicht frei bewegen dürften. Mit autoritärer Stimme befahlen sie weiterhin, dass die Gefährten sich in das erste Haus des Dorfes an der linken Straßenseite zu begeben hätten. Auf die Frage nach einer Begründung für dieses Verfahren, antworteten die Wachen, dass es nur zu ihrem eigenen Schutz und dem der Dorfbewohner wäre. Sie wären unter Quarantäne gestellt worden, denn die Orks hätten sie vielleicht mit einer Seuche infiziert haben können. Dann würden sie so enden wie die Personen im Seuchenviertel“, das die Reisegruppe in der Ferne hinter einen provisorisch errichteten hohen Holzaun sehen konnten. Durch einen bewachten Durchgang wurden sie gerade Zeuge, wie Essensrationen an Personen mit wilden Zuckungen gereicht wurden. Das Haus, in das sich Deior und seine Gefährten begeben sollten, stand etwas abseits der anderen Häuser und alle Hausöffnungen mit Ausnahme der Tür waren mit Brettern vernagelt. Es sah aus wie ein Gefängnis.

Während des ganzen Weges zum Haus zeterte Barras. „Wie könnt ihr es nur wagen mich einsperren zu wollen. So etwas Erniedrigendes hat man mit mir noch nie gemacht. Ilmater hat mich hier hin geführt und ich würde lieber das Leid der Kranken lindern, als eingesperrt zu werden.“ Sein Zetern ersparte Barras den Rest des Weges zum Haus, aber er wurde von den Wachen in das Seuchenviertel geleitet, wo er zu blieben hatte. Deior und Taark wurden im Haus eingesperrt. Auf die Frage wie lange sie hier bleiben müssten, antwortete der kleinere der Wache: „Erst mal einen Tag, danach entscheidet Joadra oder wenn er wieder da ist Caliss über die weitere Dauer.

Nachdem Deior und Taark das Haus betreten hatten wurde die Tür hinter ihnen geschlossen und beide hörten wie ein schwerer Balken benutzt wurde um die Tür zu verriegeln. Deior fing an die Räume zu untersuchen, während Taark im Zimmer umherlief. Bei seiner Suche im Haus, dass nur aus zwei Räumen bestand fand Deior mit Ausnahme von Essen alle häuslichen Gegenstände. Taark erinnerte Deior an ein eingesperrtes Tier und er befürchtete, dass Taark dieses Gefängnis nicht lange aushalten würde.

Na ja wenigstens eine ruhige Nachtruhe auf einen mehr oder weniger weichen Nachtlager würde es für Deior und Taark geben. Falls man bei den Gedanken möglicherweise mit einer gefährlichen Krankheit oder Seuche infiziert zu sein überhaupt Schlaf finden würde.

musquetaire
Samstag, 14. Oktober 2006, 16:43
Oh Ilnanna, oh Ilnanna, say, have you met Ilnanna?
Ilnanna The Tattooed Lady.
She has eyes that folks adore so,
and a torso even more so.

La-la-la...la-la-la.
La-la-la...la-la-la.

When her robe is unfurled she will show you the world,
if you step up and tell her where.
Oh Ilnanna The Queen of Tattoo.
You can learn a lot just being there!

La-la-la...la-la-la.
La-la-la...la-la-la.

Oh Ilnanna, oh Ilnanna, say, have you met Ilnanna?
Ilnanna The Tattooed Lady.
When her muscles start relaxin',
up the hill comes a guy taxing.
Oh Ilnanna The Queen of them all.
You can learn a lot from Ilnanna!

La-la-la...la-la-la.
La-la-la...la-la-la.

She once swept Thorlbarr clear off his feet.
The ships on her hips made his heart skip a beat.
And now the old boy's in command of the fleet,
for he went and (...) Ilnanna!

I said Ilnanna...
Oh Ilnanna The Champ of them all.
(He said Ilnanna...)
They said Ilnanna...
We said Ilnanna, la, la!

yennico
Donnerstag, 18. Januar 2007, 02:00
Ich gehe nicht davon aus, dass noch gegebenefalls fehlende Journaleinträge der PCs gemacht werden, daher kann dieser Thread auch ins Archiv.