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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [D&D] KUBELICK'S Runde IN-GAME


Dewsliver
Montag, 29. Mai 2006, 18:53
Hier der IN-GAME Thread für Kubelicks Runde.
Bitte keine out-of-game Posts. Diese in ORGANISATION

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Ssha'buho

http://www.lrz-muenchen.de/~flolaq/Mist/Ssha'buho.jpg



Es regnete schon die ganze Nacht. Der Boden der notdürftig mit Stroh ausgekleideten Hütte hatte sich bereits in zähen Schlamm verwandelt und jeder Atemzug war mühselig in der schwülen Feuchte des Dschungels. Die Dunkelheit der sternenlosen Nacht hatte sich wie ein Vorhang aus absoluter Schwärze über die einsam daliegende Behausung inmitten des Regenwaldes gelegt. Einzig unterbrochen durch flackernde Flammen kleiner Kerzen, die unruhig tänzelnde Schatten an die Wände aus Bambusrohr warfen. Das leise Prasseln der Regentropfen und die monotonen Gebete der Bewohner der Hütte wurden nur von den Schreien einer Frau unterbrochen. Sie lag in den Wehen, aufgebahrt auf einem notdürftigen Bett, inmitten eines Halbkreises aus Männern und Frauen.

Sie alle waren Sklaven. Sklaven eines kaltblütigen Herrn, der weder Mitleid noch Menschlichkeit kannte. Sie waren die Leibeigenen der Yuan-Ti, die wenigen, die ihre grausame Knechtschaft überlebt hatten. Unzählige waren bereits unter den Händen der Schlangenmenschen gestorben oder einem weit subtileren, aber ebenso tödlichem, Feind zum Opfer gefallen, dem Dschungel selbst. Der Großteil unter ihnen war menschlich, doch die meisten waren mehr als das. Ein perverses Ritual der vrael olo, wie ihre Herren sich selbst nannten, hatte ihnen einen Teil ihrer Menschlichkeit geraubt und durch etwas Anderes, Finsteres ersetzt. Es hatte sie zurückgelassen als ein groteskes Zerrbild ihres einstigen Daseins. In ihren Adern floss das dunkle Vermächtnis ihrer Herrn, Körper und Seele vergiftend, und in ihren Köpfen hallte das ständige Zischen der Schlangen wieder, bedrohlich und verlockend zugleich.
Sie beteten in dieser Nacht, Laute hervorstoßend, die nicht für menschliche Kehlen gedacht waren. Rhythmisch, trance-artig intonierten sie Gebete an Sseth, den dunklen Gott der Yuan-Ti. Sie baten um das Leben des ungeborenen Kindes.

Schweißtropfen glänzten auf der ebenholzfarbenen Haut der werdenden Mutter und spiegelten das schwache Kerzenlicht wieder, sie vermischten sich mit den Tropfen, die das undichte Dach nicht abhalten konnte, und rannen zu Boden. Ihre Augen waren weit aufgerissen, ihre geweiteten Pupillen schmal, reptilienhaft. Die Schmerzen waren unerträglich. Doch sie spürtet noch etwas anderes. Angst! Angst um ihr Kind. Der Teil in ihr, der noch menschlich war, wusste es würde in Sklaverei geboren werden. Es gab kein Entrinnen, kein Mitleid. Es wartete nur Leid auf das Ungeborene in ihrem Leib, Leid und Tod.
Eine erneute Wehe, heftiger diesmal, ließ sie sich aufbäumen als eine Welle heftigen Schmerzes durch ihren Körper rollte. Es war soweit. Mit letzter verbleibender Kraft presste sie so fest sie konnte. Dunkelheit umfing sie und der Schmerz ließ nach, wie eine verblassende Erinnerung. Das letzte, was sie hörte ehe sie das Bewusstsein verlor, war die heisere Stimme eines der Männer, leise wie aus weiter Ferne. „Es ist ein Junge...“


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Aufgewachsen in der Knechtschaft der Yuan-Ti lernte Ssha'buho schon früh auf sich selbst Acht zu geben. Sein Leben war geprägt von harter Arbeit, Schmerz und Demütigung unter den Händen seiner Herren, die alles Leben, außer ihrer Rasse, als minderwertig ansahen. Er trug das Vermächtnis seiner Mutter in sich, das Erbe der Schlangenmenschen. Zwar war er menschlich, doch sein Körper war vollkommen haarlos, bis auf Augenbrauen und Wimpern. Seine Augen hatte eine grünliche Farbe und wirkten bei längerer Betrachtung beunruhigend. Er blinzelte so gut wie nie. Auch seine Art zu sprechen war anders, er lispelte ein wenig, was entfernt an das Zischeln einer Schlange erinnerte. Wenn er wütend war oder Angst hatte zeichnete sich ein reptilienhaftes Muster auf der Haut seines Kopfes ab, was er jedoch durch Anstrengung seines Willens unterdrücken konnte.
Schon als Kind war er am liebsten allein und am glücklichsten, wenn keiner der anderen Sklaven in der Nähe war. Sie beunruhigten ihn, sie waren irgendwie anders. Selbst seine Mutter. Wann immer möglich meldete er sich für Arbeiten, die ihn in den Dschungel führen sollten. Hier war es ruhig und friedlich und die Pflanzen und Tiere des Regenwaldes, auch wenn sie manchmal gefährlich waren, hatten nichts von der verschlagenen Bosartigkeit der Yuan-Ti. Er lernte mit ihnen zu leben und sie wurden zu den einzigen Freunden, die er hatte. Manchmal machte er lange Umwege, nur um länger in der Wildnis bleiben zu können, was ihm schmerzhafte Bestrafungen einbrachte.

Doch dies alles sollte sich ändern als er zu einem jungen Mann heranwuchs. Er war nun in einem Alter, in dem sein ausgewachsener Körper in der Lage war das Ritual zu überstehen, das die anderen Sklaven verwandelt hatte. Eines Morgen wurde er von zwei männlichen Sklaven unsanft geweckt und aus der Hütte gezerrt. Sie brachten ihn zu den Steinbauten der Schlangenmenschen und hoben ihn auf einen großen Steinblock, wo sie ihn mit eiserner Kraft festhielten. Eine weibliche Yuan-Ti betrat den Raum, eine Art tönernen Kelch in der Hand. Ihre Schuppen machten ein raschelndes Geräusch als sie über den steinernen Boden auf ihn zu kroch. Ihm war bewusst, wenn er den Inhalt des Kelches trinken würde, würde er ebenso werden, wie die anderen Sklaven. Angst trieb ihm kalten Schweiß auf die Stirn. Er wollte nicht so werden! Er wollte zu den Tieren am Bach, zu den Fischen und Boas und den bunten Vögeln. Er hatte sogar gelernt den Ruf der Vögel zu imitieren und das große Krokodil ließ sich sogar von ihm anfassen.
Er spürte die gespaltene Zunge der Schlangenfrau an seinem Bein, ihre Hand mit dem Kelch schwebte drohend über seinem Gesicht. Die beiden Sklaven, die ihn hergebracht hatten packten ihn und öffneten mit Gewalt seinen Mund.
Er schloss die Augen und stellte sich vor, er sei unten an dem kleinen Bach draußen im Dschungel, bei dem Krokodil, das sich anfassen ließ. Bei den Vögeln...
Plötzlich waren die Hände, die ihn hielten verschwunden. Er hörte Schreie und öffnete die Augen. Was er sah konnte er kaum glauben. Das Krokodil aus dem Dschungel war plötzlich da und hatte einen der Sklaven in seinem gewaltigen Maul und schüttelte seinen Kopf, was tiefe Wunden in den Bauch des Mannes riss. Der andere Sklave und die Yuan-Ti lagen in einer großen Lache ihres eigenen Blutes und über ihnen thronte ein zweites Krokodil.
Noch unter Schock sprang er von dem Block und lief hinaus in den Dschungel, fort von dem Blut, fort von seinen grausamen Herren und seiner Mutter, fort von dem Leben das er kannte.
Die nächsten Jahre seines Lebens sollte er allein im Dschungel verbringen, umgeben von Tieren und Pflanzen und stets auf der Hut keinem seiner früheren Herren zu begegnen. Doch als sie ihm immer dichter auf den Fersen waren, beschloss er den Dschungel zu verlassen und weiter nach Norden zu ziehen, so weit weg wie möglich, denn Yuan-Ti vergaßen niemals einen Feind, und sie hatten Geduld...

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Aussehen:
Haare.........Keinerlei Kopf- oder Körperbehaarung, nur Augenbrauen, Wimpern
Hautfarbe...schwarz mit leichten Grünstich
Augen........grün
Sprache.....mit südlichem Akzent, leicht lispelnd
Größe........etwa 1,70m
Gewicht.....nur etwa 65 kg, schmächtig

kubelick
Montag, 24. Juli 2006, 21:05
die helden von einst (http://www.doder.org/showthread.php?t=947)

Heimdall
Montag, 31. Juli 2006, 17:16
Asuriel

Es klopfte. Ahnric der Köhler schrak aus seinem Traum hoch. Mit einem kurzen Blick auf das Bett neben sich stellte er fest, dass sein Weib Elisa das Klopfen nicht wahrgenommen hatte und fest schlief.
'Wird wohl nur ein Traum gewesen sein' murmelte er und legte seinen Kopf zurück auf das Strohlager, als es erneut klopfte.
Langsam und leise, um Elisa nicht zu wecken, stand er auf. Sie sollte Ihren Schlaf bekommen, die Arbeit im Haus und war anstrengend genug für sie, besonders da sie ihm bald ihr erstes Kind zur Welt bringen würde. Nach einem Blick auf die Schlafende schlich er durch den düsteren Raum in den Wohnraum. Die Fensterläden waren geschlossen und das Feuer im Kamin zu einem matt rötlich leuchtenden Haufen Kohle herunter gebrannt. Es musste mitten in der Nacht sein, etwa um die dritte Stunde.
'Wer in Ehlonnas Namen reißt mich um diese Zeit aus dem Schlaf?' dachte Ahnric. Es klopfte abermals und vorsichtshalber bewaffnete sich der schlaftrunkene Mann mit einem Schürhaken, als er sich der Türe näherte.
Hinter der Türe nahm er ein Geräusch wahr, als ob Metall auf Metall rieb. 'Bewaffnete?' dachte Ahnric. Furcht kroch in ihm hoch. Räuber waren in diesen Zeiten keine Seltenheit, doch was wollten sie von einem Köhler. Und warum sollten sie erst anklopfen bevor sie ihn ausraubten?
Unter der Türe schimmerte ein Lichtschein, anscheinend hatte der Besucher eine Laterne dabei.
Ahnric nahm seinen ganzen Mut zusammen und stellte sich hinter die Türe.
'Wer ist da' fragte er in der Gemeinsprache. Er versuchte so selbstbewusst zu klingen, wie es ihm möglich war.
'In Pelors Namen, wir brauchen Eure Hilfe guter Mann!' kam die Antwort. Der Stimme nach zu urteilen war der Unbekannte gerade erst seiner Jugend entwachsen.
'Mein Herr ist schwer verwundet und ringt mit dem Tode. Ich bitte Euch im um Unterkunft für die Nacht'.
Ahnric schob einen kleinen Riegel an der Türe zurück und öffnete eine Luke.
Licht, heller als eine Blendlaterne, blendete Ihn für und er fuhr zurück. 'Nehmt die Laterne weg, so dass ich Euch sehen kann, Mann' fuhr er sein Gegenüber an. Augenblicklich wurde der helle Schein gedämpft.
'Verzeiht guter Mann, das Licht war das einzige, was uns schützte' entschuldigte sich der Unbekannte.
Vorsichtig lugte Ahnric aus dem Guckloch. Es waren zwei. Offenbar ein Ritter und sein Knappe. Ein junger Kerl, kräftig und von Oeridianischer Abstammung, trug einen älteren Mann auf den Armen. Beide waren gerüstet und trugen das Symbol Pelors auf ihren Wappenröcken. Der ältere war aschgrau im Gesicht seine Rüstung an mehreren Stellen eingedellt. Seine Arme hingen schlaff herab, doch der junge trug ihn ohne große Mühe. Im Hintergrund konnte er zwei Pferde erkennen, die an seinem Schuppen festgemacht waren.
Der junge Mann sah Ahnric in die Augen. Zum zweiten mal in dieser Nacht erschrak Ahnric. Die Augen des jungen Mannes schillerten in vielen Farben, so wie die Perle im Ringe des Priesters, der im vergangenen Sommer ihn und Elisa getraut hatte. Konnte ein Mensch solche Augen haben?
'Guter Mann, bitte lasst uns ein.' Die Stimme des jungen Mannes riss Ahnric aus seinen Gedanken und hastig schob er den schweren Riegel zurück.
'Verzeiht mein Herr, aber zu dieser Stunde ist man besser doppelt vorsichtig hier in der Wildnis' murmelte er, als er die Türe öffnete.
Vorsichtig trug der jüngere seinen Gefährten in die Stube und sah sich suchend um. 'Habt Ihr vielleicht ein paar Decken, auf die ich ihn betten kann?' fragte er.
'Gewiss mein Herr'. Ahnric schloss die Türe und machte sich daran ein Lager für den Bewusstlosen zu richten.
Sorgfältig versorgte der Gast mit den seltsamen Augen seinen Herrn und wandte sich dann Ahnric zu.
'Vielen Dank, dass Ihr uns eingelassen habt, die Wärme Eures Kamins wird ihm sicher gut tun' bedankte er sich. 'Und verzeiht meine Unhöflichkeit, ich habe uns noch nicht vorgestellt. Mein Herr ist Ritter Gheodar, Paladin von Pelor und ich bin sein Knappe, Asuriel'. Der Gast neigte leicht sein Haupt.
'Ahnric' kam die Antwort, 'Köhler, wie ihr sicher festgestellt habt, und in der Kammer dort schläft mein Weib Elisa. Ich bitte Euch, leise zu sein, sie erwartet ein Kind und sie soll sich nicht erschrecken.' Ahnric musterte seine Gäste 'Wollt ihr mir vielleicht erzählen, was Euch passiert ist?' Ahnric bedeutete seinem Gast sich am Tisch niederzulassen und ging in die Küche, um Wasser zu holen. Dort angekommen fiel ihm auf, dass der Wohnraum in ein warmes Licht getaucht war, es allerdings keine Laterne gab. Unsicher blickte er über seine Schulter. Das Licht ging tatsächlich von dem jungen Mann mit den schillernden Augen aus. 'Ehlonna, was habe ich da nur in mein Haus gelassen?' fragte er sich stumm.
'Wir waren auf einer Mission, Kultisten im Grenzgebiet zu jagen. Unser Trupp bestand aus zwölf Rittern samt Troß und wir fanden auch bald die Ruinen, wo sich der Feind niedergelassen hatte.
Wir geben Ihnen die Möglichkeit ihre Sünden zu bekennen und abzuschwören, doch sie wandten sich gegen uns.
Keiner von ihnen überlebte den Tag und mit Pelors Segen tilgten wir Ihre böse Präsenz vom Erdboden. Als wir die Ruinen reinigten, fanden wir Hinweise auf eine größere Gefahr und mein Herr und ich wurden zurückgeschickt, einen Bericht abzuliefern und neue Befehle zu erhalten. Der Rest unserer Truppe sichert inzwischen die Ruinen.'
Asuriel nahm einen Schluck Wasser. 'Habt Dank guter Mann. Wir waren zwei Tage unterwegs, als wir bemerkten, dass man uns folgte. Gestern Abend dann stellten wir uns den Verfolgern, die wohl mit den Kultisten gemeinsame Sache gemacht hatten. Als Sie uns kampfbereit sahen griffen sie ohne Vorwarnung an. Wir erschlugen vier von Ihnen. Der letzte jedoch hatte sich zurückgehalten und beschwor Schatten aus der Dämmerung. Herr Gheodar stellte sich den Wesen, und ich griff den letzten Kultisten an.
Als ich den Häretiker besiegt hatte sah ich meinen Herrn zu Boden gehen, als diese körperlosen Schrecken durch ihn hindurch flogen.'
Ahnric glaubte eine Düsternis durch die Augen seines Gastes huschen zu sehen.
'Ich eilte an seine Seite und flehte Pelor an mir die Kraft zu heilen zu gewähren. Jedoch anstatt meinen Herren zu heilen, wie es die Paladine Pelors können geschah nichts.
Die Schatten machten sich wieder bereit anzugreifen und als mich der erste berührte schien mit seine Grabeskälte geradewegs die Kraft aus dem Körper zu ziehen.
In meiner Not rief ich ich Pelor an. Schlagartig wurde es hell, ein gleißendes Licht hell wie der sonnigste Tag!
Auf die Schattenwesen hatte das eine verheerende Wirkung. Das Licht Pelors vernichtete sie. Was das Schwert meine Herren nicht vermochte, hat mir Pelor gestattet. So konnten wir entkommen, doch meinem Herrn geht es schlecht. Die Berührung der Schatten raubte ihm seine Stärke. Ich konnte seine Wunden versorgen, doch seine Kraft kehrt nur langsam zurück. Das Feuer in eurem Kamin ist auf jeden Fall gut für ihn und er sollte sich bald erholen.'
Das Licht wurde auf einmal schwächer und erlosch schließlich mit einem sanften glühen.
'Nun ich fürchte ich kann zur Zeit keines mehr hervorrufen und ich wäre Euch für ein paar Stunden Schlaf sehr dankbar' Asuriel lächelte den Köhler an.
'Natürlich, verzeiht meine Aufdringlichkeit junger Herr.' Ahnric deutete auf die Eckbank. 'Leider ist das alles, was ich Euch anbieten kann.' Asuriel erwiderte 'Ich Danke Euch guter Mann, das ist mehr als ich zu hoffen wagte, bevor ich zu Eurer Hütte fand' und begann müde seinen Kettenpanzer abzustreifen.
Der neue Tag kam fiel zu rasch für Asuriel, doch er hatte sein Morgengebet unter der aufgehenden Sonne beendet, noch bevor der Köhler aufgestanden war. In der Hütte konnte er seinen Gastgeber reden hören. Er schien seinem Weib die Geschehnisse der letzten Nacht zu erklären.
'Pelor ich danke Dir für Deine Hilfe vergangene Nacht. Wache über meinen Herrn und lass nicht zu, dass der Schatten ihn doch noch verzehrt' Asuriel war noch immer über die seltsame Gabe verwundert.
Normalerweise sollte er bald in den Rang eines Paladins aufsteigen, seine Zeit als Knappe war fast vorbei. Tjalf und Morrigan, die mit ihm die Ausbildung begonnen hatten, zeigten schon erste Fähigkeiten. Tjalf bewies heilende Hände und Morrigan hatte die Gabe Böses zu entdecken genutzt, um die letzten Kultisten aufzustöbern.
Aber noch nie hatte er von einem Paladin Pelors gehört, der Licht hervorrufen konnte. Er würde einmal mehr anders sein als die Übrigen. Ihre ablehnende Haltung ihm gegenüber würde das nicht verbessern.
'Was wird Vater Odilius dazu sagen' grübelte er. Sein Pflegevater hatte immer weisen Rat für Asuriel gehabt, wenn er mal wieder wegen seiner Augen, der golden schimmernden Haut oder seiner unbekannten Eltern gehänselt worden war.
'Diesmal wird es anders sein!' schwor er sich 'das Licht hat meinen Herrn gerettet. Das müssen sie anerkennen, darüber gibt es nichts zu lachen' mit diesen Gedanken machte er sich Mut und bereitete sich darauf vor Hilfe für Herrn Gheodar zu holen und seine Mission zu beenden.

kubelick
Dienstag, 15. August 2006, 19:07
Herkunft
Grobosch rûk Karakaz ist ein junges und anerkanntes Mitglied der Sippe Karakaz, Stammsitz Dûn Karakaz, im Norden des Corusk-Gebirge.

Die Sippe Karakaz begann das Corusk-Gebirge vor beinahe 2100 Jahren zu besiedeln und ihre mächtige Bergfestung Dûn Karakaz auszubauen. Die Anfangszeit war von Schweiß und Blut gezeichnet, denn das Umland musste nicht nur von der feindlichen Fauna, sondern neben den üblichen Goblinoiden auch noch von wilden barbarischen (menschliche) Nomadenstämmen ‚erleichtert’ werden. Der ständige Kampf, die vielen Schlachten und Feldzüge prägten allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens der Sippe. Muße wurde zu einem fernen fast vergessenen Begriff, den die Karakaz’ nur noch von Legenden und Mythen aus weitentfernten Königreichen kannten. So kam es, dass innerhalb weniger Jahrhunderten der Kriegerkult und die überragenden Leistungen der Karakaz weit über den Grenzen des Corusk-Gebirges bekannt waren.

Als dann vor 918 Jahren der Notruf der Verwandten Sippe Barûk eintraf, war es für die Karakaz eine wie Selbstverständlichkeit ein Expeditionscorps unter der Führung des Hochdekorierten Beorûk Fürst rûk Karakaz zur Unterstützung ihrer Büder zu entsenden. Aus den hervorragendsten Verbänden zusammengestellt, brach die 3500 Mann (+ Tross) stake Armee nach südwesten auf.

Mithilfe der ehrenhaften Krieger der Karakaz konnte innerhalb weniger Jahre das Reich der Barûk von der Orkinvasion befreit werden. Unter der Führung von Beorûk Fürst rûk Karakaz hatten die unbezwingbaren Krieger der Karakaz ihren Ruf mehr als überboten und die Erzählungen von ihren ruhmreichen Schlachten wurden eifrig von Barden in fremden Ländern verbreitet. Aber die Kämpfe waren härter als erwartet gewesen und das Expeditionscorps hatte einen mehr als hohen Blutzoll bezahlt. Angeschlagen und vom Kriege gezeichnet wandten sich die knapp 1200 übrig gebliebenen den Heimweg zu. Allerdings sollte der lange Weg nach Hause noch länger und beschwerlicher werden als was sie sich je gedacht hatten.
Die Heldentaten des Karakazschen Expeditionscorps’ im Barûkkrieg waren wie ein rotes Tuch sowohl für die besiegten wie für vom Krieg unberührten Orkstämme. Die ersteren wollten nur einfache Rache, die anderen wollten mit dem Ruhm schmücken, diejenigen gewesen zu sein, die den Nimbus der Unbesiegbarkeit des glorreichen Karakazschen Expeditionscorps’ gebrochen hatte. Von wilden Monsterstämmen von Schlacht zu Schlacht und auf Umwegen durch unbekannte und Gottverlassenen Ländern gejagt zog sich die Heimreise über eine kleine Ewigkeit – sie dachten sie würden nie wieder zurückfinden.

Auf einer Stärke von gerade mal 452 Mann dezimiert, erblickten die Männer des Expeditionscorps’ im Frühling vor 761 Jahren endlich wieder die Toren von Dûn Karakaz.
Sie kehrten aber zu einem riesigen Grab zurück.
In ihrer Abwesenheit waren die Toren der mächtigen Bergfestung überrannt und die glorreichen Hallen von Dûn Karakaz entweiht worden. Das Königreich Karakaz war nicht mehr existent.

Von Wut getrieben stieß der Rest der einstigen Armee in die Reihen der Okkupanten ihrer einstigen Heimat hinein. Die neuen ‚Bewohner’ hatten nichts was sie den wütenden Söhne Karakaz’ entgegensetzen konnten, außer vielfache numerische Überlegenheit. In der unterirdischen Enge konnte diese Überlegenheit aber nicht in vollem Umfang ausgenutzt werden. Nur die unausweichliche Erschöpfung konnte den brutalen Vorstoß der in unzählichen Schlachten gestählten und geprobten Krieger aufhalten. Erst nach über einer Woche ununterbrochener Kampf konnten die heiligsten Hallen mit den letzten Kräften wieder eingenommen werden. Das wichtige Zwischenziel war kaum eingenommen und gesichert, kamen auch schon die Gegenangriffe. Seither kämpfen die Karakaz täglich um ihrer Existenz, nur dann unterbrochen, wenn der Feind wieder zu Kräften kommen und sich neu organiseiren muss.

Obwohl der strahlende Glanz und die einstige Disziplin längst verschwunden sind, bleibt die Tapferkeit und Schlagkraft der Karakaz-Zwerge nach wie vor ihren alten Vorbildern treu. Die Zwerge merkten, dass sie mit normalen Mitteln alleine sich nicht lange würden halten können. Neben den konventionellen Angriffen, schicken die Karakaz kleine Jagdtrupps los, um den Feind den größtmöglichen Schaden zuzufügen. Diese infiltrieren die feindlichen gebieten und schlagen brutal und gnadenlos da zu wo es am meisten schmerzt: in den Versorgungsbereichen, an den Verwundetenstellen und in den Rückzugsräumen der Alten, Frauen und Kinder…



Lebenlauf
Grobosch hatte, wie man sich vorstellen kann, bisher ein gewaltsames Leben. Schon in der frühen Kindheit wurde er für den unausweichlichen Kampf vorbereitet. Als er alt und stark genug war um sich halbwegs vernünftig zu verteidigen, wurde er in den Schlachten als Verwundetenträger eingesetzt. Später wurde er aufgrund seiner hohen Beweglichkeit und guten Motorik einem Jagdtrupp zugewiesen. Anders als seine Kameraden, konnte Grobosch die Verstecke und Rückzugsräume ihrer Feinde nur sehr schlecht ausfindig machen, dafür ist er umso brutaler zu werke gegangen wenn es um das reinen Töten ging. Wenn ihm das Adrenalin in die Muskeln schoss, war kein Feind mehr vor seinen gewaltigen Axthieben mehr sicher, weder Kombattant noch Nichtkombattant – keine Gnade bis alle tot sind…

Als sich die Lage der Karakaz’ mal wieder bedrohlich verschlechterte, sah der Ältestenrat keine andere Lösung als einige der jungen Krieger mit dem Auftrag, eines Tages mit einer schlagkräftigen Armee nach Dûn Karakaz zurückzukehren, in die weite Welt loszuschicken …

Don Espada
Mittwoch, 20. September 2006, 13:44
Buch Der Tausend Schritte

Kapitel 2 Die lange Reise zum Ich
Vers 24

Und siehe, auf den Wiesen stand und wartete Elg.
Und Elg sah, was kommen musste und er wusste, dass es so kommen würde.
Und bei ihm stand Arg, der sein Begleiter war.
Arg aber war voll Zweifel und er sprach zu Elg:
"Wenn du dies alles siehst, gibt es dann keinen anderen Weg?"
Elg aber antwortete:
"Die Wege Farlanghns sind unergründlich,
was die Zunkunft bringt, ist unsicher:
Und dennoch sehe ich uns auf dieser Straße, mein Freund!"

Don Espada
Freitag, 22. September 2006, 08:33
Buch Ween:
Kapitel 5, Vers 1:
Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken,
und meine Wege sind nicht eure Wege!

kubelick
Mittwoch, 4. Oktober 2006, 15:49
Nach dem Kampf mit den Banditen, blieb Asuriel noch etwas auf und beobachtete Grobosch, welcher kurzatmig in die Nacht drein starrte. Seine Kampftrophäe hielt er nah bei sich, die fleischigen Zwergenfinger krallten die blutgetränkten Haare des Banditen. Dessen Kopfloser Körper lag unweit des gefällten Baumes.

Mit den ersten Strahlen der Morgenröte erwachten Asuriel und Hedda. Curly schnarchte noch bei den drei Reitviechern. Als die Sonne weiter stieg und auch der Barde wach wurde, könnten nun Hedda und der Rest deutlich die barbarischen Markierungen an den Baumstämmen erkennen. Rings um die Raststätte waren die Bäume mit hastiger, blutbeschmierter Hand seltsam bemalt. Der Urheber des beunruhigenden Ritus’ schaffte bereits an einem weiteren Kunstwerk. Beim Anblick des Rituals entflog Hedda ein heiserer Schrei des Entsetzens und sie eilte ratsuchend zum Asuriel. Der Zwerg montierte seelenruhig den abgeschlagenen Kopf des Banditen auf einen Ast, den er zuvor in den taufeuchten Waldboden reinrammte. Nun nahm auch Asuriel den abscheulichen Spektakel war. Seine Sanftmut verließ ihn augenblicklich, doch nicht seine Vernunft – er bemühte sich um ein Diskurs mit Grobosch, welcher stur, weiter an der Kampftrophäe zu schaffen machte. Hedda zitierte fleißig mahnende Worte aus dem Buch des Ween und mit vereinigten Kräften konnten schließlich die Beiden den Zwergen dazu bewegen, den Kopf zu den Leichen zu werfen. Hedda sprach ein Segen für die Seelen der Banditen, welche nun einen neuen Weg beschreiten würden und der Paladin, mit erhobenen Hauptes gen Sonne, bat Pelor um Vergebung, schüttete einige Violen Öl über die Leichen, zündete den Haufen mit dem letzten Glut des Lagerfeuers an und sie verließen des unglückliche Ort ohne Reue.

Der Zwerg pirschte vorne weg. Er suchte Spuren, welche die Banditen hinterlassen könnten. Er fand sie. Ihr Weg führte sie weiter nach Norden. Tiefer in den Wald.

Das Geld, welches sie bei den Banditen fanden, würden sie spenden, versprach Asuriel. Dieses Versprechen und die Hoffnung, damit die Seelen der Halunken erlösen zu können, erfreute Hedda.

Don Espada
Sonntag, 8. Oktober 2006, 14:10
Die perlenden Tautropfen im morgenfeuchten Gras und das Sonnenlicht, das schwach durch die Blätter der dichtstehenden Bäume drang, konnten mit ihrer Poesie die Stimmung der Gruppe nicht heben. Stille lag noch über dem Wald, aber die ersten Vogelstimmen zeterten schon darum, ihre Anwesenheit in die Welt zu rufen. Hedda war nicht nach Frühstück zumute. Welch Anblick sich ihr da geboten hatte!
Was bewegte ein denkendes Wesen, derartige Verunglimpfungen mit den Leichen der Gefallenen zu veranstalten? Aber die Zwerge waren schon ein seltsames Volk... Nach einem Morgenmal war ihr nun nicht mehr zumute. Hunger hätte sie ja gehabt, aber die Bilder verscheuchten jeden Gedanken an Essen.

Sie versenkte sich in eine Andacht. Herr der Wege, welche Überaschungen hältst du noch für mich bereit? Reinige meine trüben Wasser durch deine kristallklaren und erfrischenden Gedanken. Begleite mich auf diesen Reisen, wie du mich immer begleitet hast. Sende deinen Schutz mir, aufdass ich sicher gehen mag. Oh, lass mich in eine Zukunft gehen, die mir mehr Freude als Leid anbieten kann.

Wie stehts erfüllte sie nach den Gebeten die Anwesenheit des Gottes wie ein Summen. Wie immer schien ihr ganzer Körper eine einzige Glocke, die nun bereit zum Tönen ist. Wie immer kam der Glockenschlag wie eine Befreiung nach dem Beten und ließ ihr Wesen im Innersten sich erwärmen.

Still, doch mit deutlich vernehmbarem Sinne, begann es in ihr Wort zu werden, Sinn zu werden, Gestalt zu werden. Ein glühender Funke hatte in ihrem Inneren zu singen begonnen. Beglückt lauschte sie der dünnen Stimme, der sich ganz allmählich immer weitere Stimmen hinzufügten, bis ein donnernder Chor ihr ganzes kleines Inneres ausfüllte und sie meinte, vor Glück und Erfüllung bald zu platzen. Die letzte Strophe des Chorals klang aus:
Und nimm die Gaben, dir gegeben/für den Weg sie dir bestimmt/hör den Klang der ewgen Scharen/die zum Guten dir bestimmt/geh und zieh auf deinen Wegen/mach sie zu den meinigen/hilf den Völkern, lehr sie Frieden/was seit eher dir bestimmt, was seit eher dir bestimmt.

kubelick
Sonntag, 8. Oktober 2006, 19:34
Tara (aka Samira) lag auf der Lichtung und zitterte. Was war passiert!? Sie zitterte und zog die Decke enger um sich und die vergangenen Tage zogen erneut an ihr vorbei.

Bis vor ein paar Tagen war sie eine verliebte, junge Frau die kurz davor stand ihren Geliebten zu heiraten und sah einer glücklichen Zukunft entgegen. Als Tochter eines Wirtes einer kleinen Schenke führete sie ein gutbürgerliches Leben. Von der Dunkelheit welche ihr innewohnte ahnte sie bis dahin nichts.

Seit Wochen freute sich Tara auf die Hochzeit mit ihrem Verlobten Marek, einem kleinen unbedeutendem Landadligen. Er besass einige Stücke Land in der nähe der Stadt.

Die letzte Woche vor der Hochzeit verbrachte Tara auf seinem Gutshof. Doch Vor zwei Tagen wurde ihr Leben zum erstenmal bis in die Grundfesten erschüttert. Als sie nach Marek suchte um mit ihm ein wenig Zeit zu verbringen fand sie ihn unter der großen Eiche abseits des Hofs als er sich über die Magd hermachte. Für Tara brach die Welt zusammen und sie rannte heulend zurück zum Gutshof um ihre Sachen zu packen und Marek zu verlassen. Dies wollte Marek nicht akzeptieren, er entschuldigte sich bei Tara, flehte um Verzeihung und bat sie doch wenigstens noch die Nacht zu bleiben da es zu spät wäre um heute noch aufzubrechen. Nichts böses ahnend willigte Tara ein. In der kommenden Nacht kam Marek in ihr Zimmer und wollte sich unter ihre Decke stehlen, doch Tara wollte nicht das er sich zu ihr legte und versuchte ihn aus dem Bett zu treiben. Doch hatte sie keine Chance sich körperlich gegen Marek durchzusetzen. Marek riss ihr die Decke weg und machte sich daran ihr auch die Kleider vom Leib zu reissen. Tara verstand die Welt nicht mehr, wie konnte ihr Marek so etwas antun. Sie weihnte und flehte Marek an er möchte sie in Ruhe lassen doch Marek war wie von Sinnen.

Mehr und mehr wandelte sich die hilflose Verzweiflung und Angst Taras in Wut und eine Kraft von der sie nie auch nur etwas ahnte bahnte sich ihren Weg in Ihr. Eine Macht getrieben von Hass, Wut und Dunkelheit. Tara verstand nicht wie soetwas in ihr stecken konnte!

Als die letzten Fetzen Stoff zu boden fiehlen und Marek sich daran machte Tara zu schänden brach es aus ihr hervor. Eine schwarze, neblige Aura umloderte Tara und ein durch und durch schwarzer Strahl zuckte aus ihren Händen und traf Marek in die Brust.

Entgeistert starrte Marek sie an und hielt sich die Brust. Doch damit nicht genug! Langsam stand Tara auf und bewegte sich in Richtung Kommode. Sie öffnete die oberste Schublade und nahm einen ihrer beiden Dolche herraus. Entsetzen zeichnete sich auf dem Gesicht Mareks ab.

Mit heiserer Stimme welche Marek nicht wiederzuerkennen vermochte sagte sie: "Du wirst leiden für das was du mir angetan hast, für das was du vermutlich schon unzähligen jungen Frauen angetan hast und für das was du mir antuen wolltest!". "Ich werde dafür sorgen das du dies nie wieder tun wirst!"

Mit erhobendem Dolch ging sie weiter zielstrebig auf Marek zu. Er versuchte vergebens sie ab zu wehren doch er hatte ihr nichts mehr entgegen zu setzen. Immer wieder schnitt die Klinge in sein Fleisch, wieder und wieder. Doch sterben lassen wollte Tara ihn noch nicht. Jetzt noch nicht, er sollte leiden und sie tat sich gütlich an ihm.
Unfähig sich zu wehren, unfähig um Hilfe zu rufen erlitt Marek Stundenlang höllenqualen.
Erlösung brachte ihm erst der Morgen als die Magd sein Zimmer betrat um ihn zu wecken. Erst der panische Aufschrei der Magd als sie das Blutbad sah riss sie aus ihrer Trance.

Blutverschmiert stand Tara über Marek. Sie hatte ihm soeben den Todesstoss versetzt.

Erst jetzt begann Tara zu realisieren was passiert war. Sie zitterte, doch sie riss sich zusammen. "Werde jetzt nicht schwach dummes Weib", flüsterte sie sich ein.
Eiskalt nahm sie der wie versteinerten Magd den Krug mit mit Wasser aus der Hand, goss etwas Wasser in die Waschschuessel und begann sich sorgfälltig das Blut vom Körper zu waschen. Sie musste sich reinigen! Doch sie fühlte noch immer diese Verderbniss in ihrem Inneren. Dies war also ein Teil von ihr!

Nachdem sie sich all das Blut abgewaschen hatte kleidete sie sich fertig an und verlies das Haus. Grad als sie den Stall erreicht hatte und sich ein Pferd gesattelt hatte gellten weitere schreie der Magd durch das Haus. "MÖRDERIN!!"

Tara floh.

Gestern ist die Stuhte welche sie zum Flüchten benutzt hatte unter ihr zusammen gebrochen und sie musste zufuß weiter fliehen.

Sie wahr eine Mörderin! Aber er hatte es verdient. Und sie wusste, würde es nötig sein würde sie nun jederzeit zugriff auf diese dunkle ihr Innewohnende Kraft haben. Und noch etwas war anderst. Obwohl es eigentlich dunkelste Nacht war konnte sie sehen. Nicht wie am Tage, aber sie konnte sehen.

Nun sie mag wohl auf der Flucht sein aber sie wahr nicht mehr wehrlos und in ihrem innersten wusste sie sie würde überleben. Tiefe Befriedigung erfüllte sie als sie erkannte das sie nicht wehrlos war, nein ganz im Gegenteil, sie besass Macht und das gefiehl ihr!

kubelick
Dienstag, 10. Oktober 2006, 12:20
Der Zwerg und der quirlige Artist führten die Gruppe mit Vorsicht durch das Dickicht des Waldes. Die Augen des Barbaren, auf der Suche nach den Spuren des entflohenen Banditen, drehten jedes modriges Blatt um. Der Blick des Barden huschte vom Baum zu Baum, prüfte jeden Busch und jede Hecke. Nach einigen Stunden des ermüdenden Marsches, blieb Curly plötzlich stehen mit weit aufgerissenen Augen und angehaltener Luft. Es drangen ein Paar Laute aus ihm heraus, doch der neben ihn marschierende Zwerg verstand nichts. Curly deutete mit seinen kleinen, zittrigen Finger nach vorne, dann brachte er der Zeigefinger mahnend an seinen Mund. Der Paladin, seinen jungen Streitross führend, wie auch die zierliche Klerikerin mit dem Maultier, hatten nun die Zwei eingeholt und schauten in die Richtung, in die Curly lautlos deutete.
»Was hast du gesehen?« fragte der Paladin.
»Ich meine ein Lichtlein gesehen zu haben. Und Tücher. Aufgespannt wie...’
Bevor der Barde zu Ende bericht erstatten konnte, flogen Bolzen. Einer davon streifte die Schläfe des Zwergen und flog weiter in den Wald hinein. Der Zweite fand die Schulter des Paladins und steckte nun darin fest. Curly duckte sich und rannte so gebückt einige Schritte zurück - ein geeignetes Versteck fand er hinter dem Streitross. Zögernd begann er ein Lied welches von den Heldentaten eines rauen Zwergenvolk erzählte, die sich zusammenfanden um eine Herde moosgrünen Orcs zu vertreiben. Von diesen Worten angetrieben, griff Grobosch nach seiner Axt und baute sich mutig ein Paar Schritte vom Paladin auf. Hedda zeterte leise, dabei zog sie ihren Steinschleuder aus dem Rücksack und ging in Kampfstellung.
Die Bolzen flogen wie ein Schwarm aufgeregte Zikaden nun von links und von rechts. Die Rüstung des Zwerges konnte einige Bolzen abwehren, doch zwei zielstrebige Geschoße bohrten sich doch noch durch das schützende Ledergewand durch und nun floss auch Zwergenblut. Wutentbrannt rannte Grobosch dem neuen Strahl der Geschoße entgegen, der aus einem Dickicht von Fichten rechts von ihm kam. Asuriel, die Lage prüfend, sah die Klerikerin unverletzt, sich in Sicherheit hinter einer Hecke bringen; das epische Gesang über die Coruskgebirge, welch sich gegen das Surren der Bolzen behauptete, drang zu ihm aus der Richtung seines Streitrosses. Sich der Unversehrtheit seiner Weggefährten sicher und dem verbissenen Hagel der Bolzen im Moment nichts entgegensetzten zu können, suchte Asuriel Zuflucht hinter einer schlanken Birke. Doch er musste nicht lange warten bis der Bolzenstrahl aufhörte und, mit einem schnellen Blick, erkannte er zwei Gestalten sich aus ihrem feigen Versteck heraustrauen. Sie steuerten direkt auf die Birke zu, hinter der er auf sie wartete.

Der Barbar hörte leise, grimmige Töne unweit von ihm. Entsetzliche Lauten, eine Furcht heraufbeschwörend, ließen die schweißfeuchten Nackenhaare des Barbaren kurz aufsteigen, doch Angst vermochte er nun nicht zu verspüren. Entschlossen, weder auf die Töne noch auf deren erschreckende Wirkung achtend, stiefelte er den Geräuschen entgegen und entdeckte den Urheber der entsetzlichen Worte diebisch hinter einer dicken Fichte lauern. Es bedürfte wenige Axthiebe, um diesen schmächtigen Geschöpf zum schweigen zu bringen. Und als dieser zu Boden sank und der Zwerg sicher war, dass kein Laut mehr aus dessen Kehle ertönen wird, atmete er hastig auf und vernahm das Klirren von Schwertern. Er verließ das kleine Dickicht und die Leiche darin und machte sich auf die Lichtung auf. Dort war eine Schlacht entfacht zwischen Asuriel und zwei Kämpfer. Die Rüstung des Paladins war mit blut überströhmt. Hinter ihm konnte Grobosch den kleinen Barden sehen, wie er mit einem Bolzengeschoß in der Hand nervös rumfuchtelte, seines Ziels unsicher. Bevor Grobosch einen weiteren Schritt machen konnte, fielen der Paladin und einer der Banditen zu Boden. In diesem Moment ließ Curly sein Geschoß frei und der letzte Bandit fiel.

Curly war bestürzt und erstaunt zu gleich. Es war sein Schuss, der den Kampf entschied, die Lage rettete, den Sieg sicherte. Doch Asuriel rührte sich nicht, als der Barde ihn euphorisch schüttelte, gierig von seiner Tapferkeit zu berichten. Vor dem Wirrsal der Gefühle überwältigt, hockte sich Curly neben dem Paladin nieder.

»Nun, tue was!« schrie der Zwerg. »Mach’ ihn wieder gesund« befiel er, unerschrocken.
Curly blickte zu dem Zwerg auf und schien sich wieder zu fangen.
»Jaja« zögerte er. Dann schloss er die Augen und murmelte, dabei fasste er die Hand des Paladins. Hedda schleiche sich leise zu ihnen und wartete. Curly hauchte die letzten Worte des Zaubers aus und legte vorsichtig die Hand Asuriels wieder hin.

Ein leichter Wind tollte durch das Blattwerk, schüttelte dabei einen Kuckuck aus ihrem Halbschlaf und sie flatterte fort, einen ruhigeren Platz suchend. Der Paladin hustete und Curly atmete auf.
»Sei nicht zu eifrig diesen Pfad zu beschreiten,« warnte Hedda Asuriel.
»Froh bin ich, die Wärme Pelors Licht auf meinem Haupt zu spüren« erwiderte er.
»Keine Zeit für Rast. Wir müssen weiter,« zeterte Curly. »Nun habe ich schon den Stoff für den Prolog meines Epos'. Doch der Mittelteil. Der Mittelteil. Gebannt werden sie meinen Worten Lauschen...« Er hoppelte zu den Reittieren und seine ehrgeizigen Worte verloren sich in dem Rauschen des Laubes.

Grogdog
Donnerstag, 12. Oktober 2006, 16:38
Grogdog wuchs beim nomadischen Orkstamm „Kieferknochenbrecher“ auf. Schon als kleiner Orkling war er dort ein Außenseiter: Da seine Mutter Halborkin war, wurde er von den anderen nie als wirklicher Ork akzeptiert.

Nachdem die „Kiefernknochenbrecher“ von einem rivalisierenden Orkstamm bis auf wenige Ausnahmen getötet und versklavt worden waren (Grogdog befand sich zum Zeitpunkt des Überfalles nicht im Lager), machte er sich zu den Ländern seiner menschlichen Vorfahren auf, von denen ihm seine Mutter viel Wundersames erzählt hatte.

Schnell musste er jedoch feststellen, dass auch die Menschen ihn nicht als einen der Ihren akzeptierten – die Reaktionen reichten von Furcht bis offenem Haß und er wurde aus den meisten Ortschaften schnell wieder vertrieben oder gar nicht erst hineingelassen.

Schließlich machte er jedoch die Bekanntschaft eines aufgeschlosseneren Menschen, dessen Wissensdurst und Neugier seine Vorurteile überwinden konnte: Corian, ein Zauberlehrling auf Reisen, unterwegs im Auftrag seines Lehrmeisters zur abgelegenen Ortschaft Fairhill.

Nach einem etwas unglücklichen Zwischenfall in der Stadt Havenhill (die beiden wurden wegen Herumlungerns in Nähe der Stadttore und Landstreicherei von der Stadtwache festgenommen; bei ihrem nächtlichen Ausbruch gingen nicht nur diverse Zellentüren, sondern leider auch ein paar Stadtwachenschädel zu Bruch) schlossen sich dem ungleichen Paar noch zwei weitere Weggefährten an: Roqué Santa Via, ein Wanderpriester des Fharlanghn und der elfische Bogenschütze Lomro.

Im Laufe der nächsten Wochen meisterten die Gefährten einige Gefahren und erwarben sich durch ihren Einsatz die Achtung und das Wohlwollen der Bevölkerung Fairhills. Grogdog erlebte zum ersten Mal in seinem Leben Freundschaft und das Gefühl, gebraucht und aufgrund seiner Taten und nicht seines Äußeren beurteilt zu werden. Er legte etwas von seiner Wildheit ab und erlernte auch den zivilisierteren Umgang mit Waffen – seinen Jähzorn bekam er trotz Allem nie völlig unter Kontrolle.

Diese schönste und unbeschwerteste Zeit seines Lebens nahm jedoch ein jähes Ende, als Grogdog bei der Erstürmung eines Orkbanditenlagers mit seinen Gefährten einem Priester des Orkus gegenüberstand: Dieser sprach nur ein paar Worte und es wurde ihm schwarz vor Augen…

Als er wieder zu sich kam, sah er als erstes das Gesicht von Celeste, der örtlichen Ehlonna-Priesterin. Er fühlte sich schwach und leer.

Nach und nach begriff er, was ihm Celeste und die Miliz von Fairhill erzählten: Bei dem Angriff waren alle seine Gefährten umgekommen.

Ohne seine Freunde hielt ihn aber auch Nichts mehr in Fairhill. Grogdog schloss sich niedergeschlagen der nächsten Gruppe durchreisender Künstler an und zog traurig seinem ungewissen Schicksal entgegen.
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Die Abenteuer der ungleichen Gefährten bis zum Eintreffen in Fairhill sind im ursprünglichen (englischen) Campaign-Log von Kubelick etwas ausführlicher beschrieben: http://p105.ezboard.com/fnecromancergamesfrm2.showMessage?topicID=87.topic

kubelick
Freitag, 13. Oktober 2006, 15:11
Nach einer raschen Kampfbilanz, preschten die Abenteurer weiter nach norden vor. Nach einem kurzweiligen Fußmarsch gelangten sie zu, was wie der Banditenlager aussah. Rings um das vernachlässigte Lagefeuer waren zwischen Bäumen provisorisch aufgespannten Stoffplanen unter welchen Schlafplätze eingerichtet wurden. Zwei einfache Zelte am nordende des Lagers zeugten ebenfalls von Bescheidenheit.

Asuriel näherte vorsichtig eines der Zelte, sein Schwert steuerte voraus. Mit dem Schwert führte er die Plane zur Seite und musterte die spartanische Behausung zunächst am Eingang verweilend. Nichts rührte sich im Zelt. Sich in Sicherheit glaubend, trat Asuriel hinein und machte sich daran nach Hinweisen zu suchen, welche, wie er hoffte, ihm Aufschluss über die Banditenbande geben könnten. Er fand, wie erwartet, gestohlene Güter – Weinfässer, Teppiche – nichts vom grossen Wert. Doch als er einen der Teppiche hob, stiess er auf eine Vertiefung im Boden und schloss daraus, dass diese ein mögliches Versteck für die Wertsachen gewesen sein könnte. Was auch immer sich in der Vertiefung einst befand, wurde jedoch entwendet.

Der Zwerg machte sich im anderen Zelt zu schaffen. Weder Schätze, ja nicht ein mal ein ordentliches Fass Bier konnte er entdecken. Rasch schwand seine Anteilnahme an der Zeltinspizierung und er entschied sich dem Wiederbeleben des Lagerfeuers zu widmen. Als Asuriel, mit gleicher Unzufriedenheit aus dem Zelt hinaustrat, fand er den Zwergen vor dem Lagerfeuer wieder, sein Fass Bier liebevoll umarmend.

Curly, sich auf sein beträchtliches Bardenwissen berufend, verkündete, dass mit großer Wahrscheinlichkeit der Rest des Halunkenpacks sich memmenhaft mit den Schätzen verzogen hätte, geflohen wäre, sich davon machte.
»Wir haben verstanden, Curly. Doch bevor wir die Verfolgung wieder aufnehmen können, sollen wir die Leichen verbrennen.« Hedda unterstützte Asuriels Vorschlag mit einem Gebet und sie türmten erneut die Leichen auf dem Lagerfeuer auf, kippten Öl drüber und zündeten sie an.

Es fing rasch fürchterlich zu stinken und qualmen an. Grau-brauner Rauch stieg über die Bäume hinaus und ließ sich nur schwer vom Wind zerstreuen. Der Zwerg schien weder von der strengriechenden Wolke noch von dem Aufbruchseifer seiner Gefährten Notiz zu nehmen.

»Packe dein Fäßlein auf den Esel und lass’ uns weiter ziehen.«
»Asuriel, ich mache mir Gedanken,« meinte Grobosch.
Der Paladin verharrte und lauschte den sehnsüchtigen Worten des Zwergen.
»Ich mache kehrt und werde Gromp aufsuchen. Womöglich werde ich ihn bei der Druidin, diesem spitzöhrigen Geschöpf –« er spuckte in das Feuer, »– vorfinden. Da braucht er einen seiner Art um nicht beim Anblick dieser widerwertigen Knöcherigkeit tollwütig zu werden.« Er spuckte erneut und rutschte ein wenig herum, um es sich bequemer zu machen.
Asuriel war überrascht jedoch zeigte Verständnis. Er stockte ein wenig doch nach einem Moment ließ er den Zwerg gewähren und mahnte ihn bei seiner Reise vorsichtig und achtsam zu sein. Hedda und Curly nahmen ebenfalls Abschied und, Curly vorausführend, verließen den Banditenlager und schlugen den Weg nach Norden – dahin führten die Spuren, die Curly kurz vorher hinterm größeren Zelt entdeckte.

»Ah, sehe her! Sehe her!« Curly stand gebückt über einer moosigen, schlammigen Stelle im Unterholz. »Dieser Abdruck ist tiefer als jener. Wieso wohl?« Seiner Frage folgte ein listiger, selbstgerechter Blick.
»Behellige uns, Curly« erwiderte Asuriel.
»Ganz einfach: Der Jenige, wer die Spuren hinterließ, ist auf dieser Seite schwerer als auf dieser.« Er deutete mit fachmännischer Gestik und mit ausschweifendem Pomp auf den Schlamm. »Vorsicht, nicht!« Der Gnom breite seine Ärmchen vor dem Schlammhaufen aus und ordnete an, sie mögen ihr Getier mit Bedacht um den Schlamm herumführen. Er wühlte noch ein wenig im Unterholz, schnupperte und murmelte etwas, dann stürzte er vor, mit verrunzelter Stirn und einem mahnenden Blick und fand sich wieder am Kopfende des Trios.

Tomtom
Sonntag, 15. Oktober 2006, 10:42
Was waren es nur für hcktische Tage, dachte sich Tara, als sie nach all der Aufregung nun einmal ein wenig Zeit hatte das vergangene Revuepassieren zu lassen.

Ihre Flucht hatte sie bald in das kleine Dorf Fairhill getrieben. Hier verweilte Tara ein paar Tage und versuchte den ersten Schrecken zu verarbeiten. Doch ihr war klar das sie hier nicht bleiben konnte. Sie wusste ja nicht ob nach ihr gesucht werden würde. Sicher, Marek war nicht solch ein bedeutender Adeliger aber auch seine Familie war sicherlich an Genugtuung interessiert.

So schloss sich Tara kurz darauf einer Gruppe von Artisten an welche in Richtung von Endshome unterwegs war. Eine Stadt welche noch weiter östlich lag, weit weg von ihrem Zuhause.

Ein weitere Ausgefallener Reisebegleiter war ein groooooßer, massiger Kerl. Er war ganz grün und strotzte vor Waffen. Zu beginn hatte Tara ein wenig Angst vor ihm aber obwohl er in dem Dorf unter viel aufhebens verabschiedet wurde kümmerte sich keiner der Artisten weiter um ihn.

Wie Tara wärend der gemeinsamen Reise Richtung Endhome herrausfand hies dieser komische grüne Geselle Grogdoc und war ein Halbork.
Nun, Tara wusste wohl das sie in der Lage wäre sich selbst zu beschuetzen aber sie schätzte doch den zusätzlichen Schutz den Grogdoc scheinbar bieten konnte.

So war es nicht weiter verwunderlich das sie sich ihm anschloss als er schon vor erreichen ihres Zieles die Reisegruppe verlassen wollte da er etwas "interessantes" erspäht hatte was er untersuchen wollte.

Dieses "interessante" Etwas stellte sich als ein grosses Portal da welches in die Hügel hinein führte und dessen Vorplatz von gebeinen übersäht war.

Grogdoc schien besonderes Interesse an all den feinen Reliefs und verzierungen dieser Stätte zu haben. Warum war Tara nicht wirklich klar, von wahrer Kunst konnte man ihrer Meinung nach hier nicht sprechen.

Als sie eine kurze Rast im kühlen und düsteren Eingangsbereich dieses Gewölbes eingelegt hatten bemerkte Tara zwei Reiter die sich ihnen näherten.

Es war ein seltsames "Paar". Vorne weg ritt eine wirklich Prachtvolle Erscheinung, ein Ritter auf seinem edlen Ross! Tara war irgendwie beeindruckt. Der zweite Reiter war weit weniger Eindrucksvoll. Es war ein einfaches Maultier auf dessen Rücken eine kleine Person, vermutlich ein Kind, hinter diesem Ritter her kam. Ausserdem schien noch ein zweites Kind auf dem Rücken des Esels zu sitzen.
Grogdoc schien der Aufzug des Ritters nicht zu gefallen, denn er nahm seine übermächtige Streitaxt vom Rücken und posierte mit ihr vor den Ankömmlingen.

Es stellte sich schnell herraus das uns diese Reisenden nicht übelgesonnen gegenüber standen. Der eindrucksvolle Ritter war ein Paladin Pelors und hatte ganz komische Augen wie Tara befand. Auf ihre Frage was er denn sei und was er mit seinen Augen gemacht habe gab er ihr aber keine Antwort. Die Reiter auf dem Maultier entpuppten sich recht bald als eine kleine, liebevolle Halblingdame welche den Glauben der Göttin der Wege verbreitete und als ein kleiner quierliger Gnome mit einer Laute welchen Tara sofort in ihr Herz schloss.

Nachdem man sich vorgestellt hatte kam herraus das diese kleine Illustre Gruppe auf der Suche nach einem Banditen war welcher die Gegend hier in Angst und Schrecken versetzt hatte und welcher mit großen Reichtümern auf der Flucht war.
Curly, so hiess der Barde, konnte recht schnell bestätigen das der gesuchte wohl in den Gängen in den Berg hinein verschwunden war und so entschloss man sich gemeinsam diese Gewölbe zu untersuchen.

Tara reizte dieses Abenteuer ... und auch der Reichtum den sie dabei erwerben könnte! Sie hatte sich mit dem Paladin besprochen und jeder Schatz der nicht sicher einem Besitzer zugeordnet werden könnte wuerde ihnen gehören.

Ein kleines Problem gab es allerdings noch. Dieser lackierte Paladine! Sie musste sehr vorsichtig mit ihm sein, denn würde er etwas über ihre Vergangenheit und ihr Wesen wissen ... so würde dies sicher kein gutes Ende nehmen. Aber noch war sie nicht verzweifelt und machte sich Hoffnungen das sie ihn von ihren guten Seiten noch zu überzeugen wüsste.

So vereint machten sich Tara, Grogdoch und ihre neuen "Freunde" auf den weg die Gewölbe zu erkunden und dem Banditen das Handwerk zu legen.

Doch schon auf den ersten Metern in die Gewölbe hinein wurden sie belehrt hier größte Vorsicht walten zu lassen!
Kaum waren die ersten Schritte getan wurden sie auf dieser teuflisch gefährlichen Treppe von drei monströsen Ratten angegriffen! Bei diesen Kämpfen verloren Azuriel, der Paladin, und Grogdoc, ein beachtlicher Kämpfer, des öfteren den Halt und stürzten die Treppe wieder hinunter. Doch nach einem langen und harten Kampf und der Tatkräftigen Unterstützung durch Hedda, Curly und Tara gelang es diese Bestien als auch die Treppe zu bezwingen.

Doch es wurde nicht leichter. Kaum war das Ende der Treppe erreicht wurden sie von einer Meute biestiger Hunde angefallen welche aber schnell Erkennen mussten wer hier die Oberhand führen würde.
Nach diesem kurzen Intermezzo durchsuchten sie den ersten Raum welchen wir dort vorfanden und wurden prompt erneut überrascht. Diesmal von einem Ghul. Doch auch dieser verliess die Welt schneller wieder als er das geschehen beeinflussen konnte.

So abgekämpft und erschöpft wurden die leichen noch durchsucht und die Reichtümer die man fand wechselten die Besitzer. Seher erstaunlich war ein mehr als gut erhaltenes Flail welches sich aber dennoch als nichtmagisch herrausstellte. Der süssliche Saft den Grogdoc ausgetrunken hatte schien auch nicht gitig gewesen zu sein. Und so zogen sich die Helden zum Fusse der Treppe zurück um dort ihr Nachtlager auf zu schlagen.

Geweckt wurden sie recht unsanft von zwei Javelins welche dazu gedacht waren sie zu töten!
Der Ork welcher diese warf hatte aber keine lange Freude an seiner Tat den Grogdoc zerfetzte ihn gekonnt.

Hier stand sie also!
Geweckt von einem Javelin, beschützt von einem Paladin dem sie nicht traute, einem riesigem Halbork der so lammfromm er auch war wahrlich ausrasten konnte, umsorgt von der kleinen Hedda und umtanz von dem kleinen quierligen Curly an den Stufen hinein ins Abenteuer!

Aufgeregt was dieser neue Tag wohl an neuen spannenden Ereignissen für sie bereithalten würde legte Tara ihre Rüstung an und wappnete sich für das ungewisse.

Grogdog
Dienstag, 17. Oktober 2006, 13:16
Grogdog hat neue Gefährten gefunden. Die sind lustig.

Da ist Asuriel, der hat ganz komische Augen. Asuriel kämpft mit einem Schwert. Grogdog hat ihm schon gesagt, dass eine Axt viel besser ist, aber Asuriel hört nicht auf Grogdog. Dafür hat er Grogdog einen Trick gezeigt: Öl aus kleinem Fläschchen ist viel besser zum auf Axt und Rüstung schmieren als Butter! Grogdog macht das jetzt immer!

Samira ist eine Menschenfrau mit ganz roten Haaren. Die versteckt sich immer hinter Grogdog und zaubert manchmal seltsame Schattendingse und wirft die wie Speere. Aber Grogdog kann das nicht genau angucken, weil die Dingse sind immer ganz schnell verschwunden.

Hedda ist eine kleine Frau, die wie ein kleiner Menschling aussieht. Aber Hedda ist auch eine Priesterin von Falfalagn wie Rokke und hat Grogdog auch schon gesundgezaubert wie Rokke.

Dann gibt es noch Kurrli, der singt immer so komische Sachen und will, dass Grogdog sich bei seinen Füßen hinlegt. Kurrli zaubert auch manchmal , aber nicht wie Corian.

Hedda und Asuriel haben Grogdog ganz viele Regeln gegeben: Grogdog soll nicht so laut schreien, Grogdog soll nicht unvorsichtig sein, Grogdog soll keine Ogerköpfe auf Stangen stecken, Grogdog soll abwarten und nicht gleich Sturmangriffe machen….

Grogdog findet Regeln doof. Wenn es so viele Regeln gibt, darf Grogdog gar keinen Spaß mehr haben. Grogdog soll immer erst nachdenken. Nachdenken macht aber Kopfschmerzen!

Don Espada
Dienstag, 17. Oktober 2006, 16:41
Abendgebet
O Herr,
du begleitest mich auf meinen Wegen. Dein Wille erfüllt sich durch mein Handeln, ich bin dein Werkzeug. Bleibe mir gewogen, ich bin deine dir unwürdige Dienerin.

Heute, o Herr der Wege, war ein Tag, den ich nicht missen möchte in meinem Leben. Hat er mir doch vieles gelehrt. Unter anderem, dass meine Demut noch nicht ausreicht, um dir gerecht zu werden. Daran, o Herr, werde ich weiterhin arbeiten müssen. Doch sei nicht zornig auf mich, sondern schenke mir deine Gnade auch weiterhin.
Heute haben wir einen Oger getötet. Es war ein böses Wesen, aber auch ein böses Wesen hat ein Recht auf Leben. Wir haben dieses Leben genommen, ohne es zu müssen. Dafür trete ich im Büsserhemd vor dich, o Herr. Deine Strafe wird gerecht sein und mit Freuden werde ich sie ertragen.
Oder aber du hast sie mir in weiser Vorausssicht schon zukommen lassen. Wir haben nämlich neue Begleiter.

Einen Halborg, der kein Org ist. O nein, Herr, das ist er gewiss nicht. Er ist sehr stark. Stark wie ein Baum. Auch was seine Schnelligkeit betrifft, wird unser guter Curly viel zu preisen haben. Schade, dass dies nicht für seinen Verstand gilt. Warum prüfst du mich dermaßen, o Herr? Deine Wege aber, dies ist gewiss, sind unergründlich.
Als er den Oger angriff, bemerkte ich, dass auch seine Fähigkeit, Schläge einzustecken, groß ist. An ihm werde ich schon bald, das weiss ich, meine Heilkünste verbessern durch die viele Übung, die sich mir bieten wird.
Schenke ihm Einsicht in die Benutzung von Zahnbürsten, damit sich sein Atem bessert.

Samira, eine Zauberin hat sich uns angeschlossen. Sie ist verängstigt, das merkt man. Welches Schicksal hat die Welt ihr zugedacht? Du weisst es, o Wegbereiter der Armen und Geschundenen. Ich schließe auch sie in meine Gebete ein und hoffe, dass die Ungerechtigkeiten der Welt ihre Seele nicht zerschneiden mögen.
Schenke ihr eine Zunge, damit sie ihr Herz darauf tragen möge.

Dies sind unsere neuen Gefährten.

Der Quell an Wissen und Legenden, der in unserer Mitte weilt, ist sicher auch eine deiner Prüfungen an meinen Langmut. Dafür danke ich dir. Eigentlich bräuchten wir ein fahrendes Publikum, um seine Wünsche nach Anerkennung zu stillen. Bis wohin reicht die Seelsorge eines Priesters, o Herr? Ich kenne deine Antwort: sie soll unerschöpflich sein. Bis dahin ist es für mich ein langer Weg. Nun denn, der Gute ist es mir auch wert.
Schenke ihm Freude, damit sich sein Herz zu dir erhebt.

Aber du wirst mich auf diesem Weg führen, wie es schon Ween vorhergesagt.

O Herr,
du begleitest mich auf meinen Wegen. Dein Wille erfüllt sich durch mein Handeln, ich bin dein Werkzeug. Bleibe mir gewogen, ich bin deine dir unwürdige Dienerin. Lass deine Wege auch die meinigen sein. Areschmira.

Tomtom
Dienstag, 17. Oktober 2006, 16:58
Und so begann ein weitere Tag in Taras neuem Leben als Abenteurerin.

Die erste Aufregung des Tages, ein weckender Javeline, war schnell vergessen.
Curly sorgte gleich zu beginn des Tages für große Aufregung. Er hatte eine Vision! Von Sonnenlich das wie Gold von den Bäumen auf ihn herniederregnen würde. Tara war sich völlig sicher das sie am Vorabend keine Pilze gegessen hatten welche solch irren Halluzinationen auslösen hätten können! Curly war völlig davon überzegt von einem Gott in seinen Träumen besuchtworden zu sein. Hedda gab ihr Bestes um Curly zu beruhigen und ihm bei der Deutung seiner Träume zu helfen. Doch nichts wollte Curly so wirklich zufriedenstellen. Schließlich kristallisierte es sich für Tara herraus! Curly woltle einfach mehr Aufmerksamkeit! Er wollte verhätschelt und bejubelt werden! ... Nun sie war bereit dazu ihm mehr Anerkennung zu zollen.

Aber noch wärend Hedda versuchte Führung von ihrem Gott zu erhalten um Curly zu helfen gab Grogdoc Alarm!
Ein gewaltiger Fleischberg bewegte sich auf die Gruppe zu. Grogdoc schien zu wissen worum es sich dabei handelte. Wie Tara später erfuhr war dieser unansehliche Fleischklops ein Oger.
Wie von Sinnen stürmte Grogdoc sofort nach dem er Alarm geschlagen hatte auf diese mächtige Kreatur zu und versuchte sie mit einem Sprungangriff, welcher leider fehlschlug, zu überwältigen. Der Oger wehrte sich mit allen Kräften doch nach kurzen Schlagwechseln mit Grogdoc und der Unterstützung von Tara und Azuriel musste er sich geschlagen geben und segnete das Zeitliche.

Nachdem die erste Gefahr durch den Oger gebannt war durchwühlte Tara voller neugier die Taschen dieses ungewöhnlichen Wesens und untersuchte selbigstes auf das genaueste!

Die gefundene Beute übergab sie zur gemeinsamen Verwaltung an Azuriel.

Curly und Hedda diskutierten dann weiter die Probleme der Traumdeutung wärend Grogdoc den überlangen Langspeer für Tara zurechtstutzte. Nun hatte Tara auch endlich eine richtige, eigene Waffe.

Mittlerweile hatte sich Grogdoc darum bemüht vorbeikommende Banditen abzuschrecken indem er das abgetrennte Ende des Langspeers in den Boden rammte, dem Oger den Kopf abschlug und selbigen auf den in den Bodengerammten Spiess spikte.

Tara wollte auch etwas erschreckendes tun und versuchte sich darin Grogdoc garfürchterliche Angst einzujagen. Doch das Ende vom Lied war nicht ein ängstlicher Halbork sondern eine bibbernde und vor panischer Angst zitternde Tara als Grocdoc ihr eine wahre Lektion in der Kunst des Furchteinflösens erteilte!

Als Azuriel den mächtigen Schrei hörte und die panische Tara am Boden kauern sah begann er sofort mit einer Schimptirade.

Als Hedda und Azuriel kurz Grogdocs Kunstwerk gewahr wurden fuhren sie aus ihrer Haut und brüllten Grogdoc an das er wieder nur dummes Zeug machen wuerde und verdonnerten ihn dazu das grässliche Werk und die Reste des Ogers in den Strassengraben zu werfen.

Schwer angeschlagen, durch die Visionen Curlys verwirrt und durch die Hinweise Azuriels, ihnen würde bald der Proviant ausgehen, ermuntert, beschlossen die Gefährten sich in die vermeintliche Sicherheit des südlich gelegenen Wäldchens zurückzuziehen. Dort wollte man die Verwundeten pflegen sowie ein wenig auf die Jagdt gehen um den Proviant aufzustocken sowie entscheiden wie man nun weiter vorgehen wolle.

Die trügerische Sicherheit einer nahegelegenen Crypta wurde bald zu einer nahezu tötlichen Falle! Der Eingang besagter Crypta war von einer heimtückischen Pflanze verwachsen welche Azuriel nahe an den Rand des Todes und seinen Endgültigen Weges zu seinem Gott brachte. Nur das unglaubliche Kampfgeschick Grogdocs und ein paar glückliche Treffer Taras welche die dunklen Mächte ihrer Seele entfesselte konnten das allerschlimmste noch abwenden.
Und selbstverständlich sollte man Curly's aufopfernden Einsatz nicht vergessen wie er in panthomimischer Höchstform Tara dazu brachte Azuriel mit einem Heiltrank, welchen er selbst persönlich sponsorte, wieder in das Reich der Lebenden zurückzuholen.

Nach dem auch diese Gefahr überwunden war konnten sich die Gefährten nun in die Crypta zurückziehen und dort in Sicherheit lagern und ihre nunmehr schwerverwundeten gesundpflegen.

So verging ein weiterer spannender Tag in Taras Leben als Abenteurerin. Und was würden die nächsten Tage bringen? Eine Jagdt um Proviant zu sammeln? Die Rückkehr zu den Katakomben welche unermässliche Schätze versprachen? Nun sie fieberte gespannt auf den Tag hin an welchem ihre Gefährten wieder genesen wären und bereit sich erneut mit ihr in ein Abenteuer zu stürzen.

Heimdall
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 19:44
Tag 4 im Erntemond des Jahres 591CY, Gottestag

An den Großgebietigen, Ritter Soloman von Pelor.

Hoher Herr,
mit Freuden übernahm ich die mir zugeteilte Aufgabe unseren Bruder Bidewen von Penpidi samt der heiligen Schriften nach Endhome zu geleiten und nun kann ich Euch die Erfüllung meiner Aufgabe mitteilen.
Bruder Bidewen erwies sich als äusserst gelehrig und die Kraft Pelors ist in ihm, wie er mehrfach während und nach Überfällen auf unseren kleine Gruppe bewies.
Der Händler, dem wir uns auf Eure Weisung anschlossen erwies sich als äusserst Profitgierig und setzte unser Leben leichtfertig aufs Spiel indem er einen Ladung annahm, die er nur rechtzeitig liefern konnte, indem er einen gefahrvollen, wenig genutzten Weg durch das Gebirge einschlug.
Zum Glück überredete dieser Sindridil zwei Zwerge unsere Fahrt zu begleiten und uns zusätzliche Kampfkraft geben sollten.
Tatsächlich wurden wir unterwegs mehrfach angegriffen, Goblins, wilde Wölfe und Humanoide mit Flügeln waren unsere Gegner.
Tatsächlich haben alle Beteiligten Ihr Leben Bruder Bidewen zu verdanken, der mehrmals Pelors heilendes Licht auf uns herabrief.
Gegen Ende unserer Reise ereilte Ihn allerdings ein Traumgesicht, das unseren jungen Bruder zutiefst erschreckte.
Er fürchtete dem Licht nicht würdig zu sein und nur durch weise Worte, die mich Vater Odilo zu Zeiten lehrte konnte ich Bruder Bidewen aus seinen düsteren Gedanken reissen.
Wir haben nun Endhome erreicht und Vater Beamus hat sich Bidewens angenommen.
Ich war zutiefst Erschüttert ob des desolaten Zustandes, der sich mir im Pelor Tempel zu Endhome bot. Ihn wieder im Licht erstrahlen zu lassen ist eine grosse Aufgabe und hier kann alle Hilfe gebraucht werden.
Ich werde hier in Endhome auf weitere Befehle warten und entsende die besten Wünsche. Bitte richtet Ritter Gheodar aus, dass ich Ihn in meine Gebete einschließe auf dass er die Kälte und Dunkelheit besiege.

Im Namen des Lichtes Pelors
Euer getreuer Diener, Asuriel

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...keine Luft...eine Welt voller falscher Farben...Krachen wie von brechenden Ästen...stechender Schmerz in der Brust...Kälte...ein gleissender Blitz....Dunkelheit...Stille

Wann hatte alles angefangen falsch zu laufen?
War er in den Augen Pelors schuldig für das wahnsinnige Morden seiner Gefährten? Hätte er nicht so lange zögern dürfen den Banditenanführer zu jagen?
War er verantwortlich dafür, dass die Zwerge sich von der Gruppe getrennt hatten?
War er ungehorsam seinen Oberen gegenüber, dass er nicht in Endhome geblieben war und neue Befehle abwartete?
Sollte das die Strafe Pelors dafür sein, dass er nicht immer in der ersten Schlachtreihe stand sondern zögerte und Gefahren abwägte, bevor er sich in den Kampf begab?
War es falsch gewesen diese seltsame junge Frau mit Namen Samira und Ihrem dunklen Talent zu begleiten?

Bald würde er hoffentlich Erlösung erfahren, er konnte das Helle Licht sehen und spürte die Ranken, die Ihm den letzten Lebensfunken aus dem Leib quetschten fast nicht mehr.

Asuriel...ASURIEL!
Luft strömte in seine Lungen ein warmes Gefühl riss Ihn aus der Dunkelheit und im Licht nahm er einen Schemen wahr. Ein unbekannter Geruch lag in der Luft – warm, süsslich und nicht unangenehm.
Der Schemen nahm Gestalt an, Rote Haare berührten seine Wange und er erkannte das Gesicht Ihrer neuen Begleiterin, Samira.

‚Er ist bei Bewusstsein’ wie aus großer Ferne drangen ihre Worte durch das rauschen in seinen Ohren. Fasziniert stelle Asuriel fest, dass sich Ihre Lippen nicht bewegten bis die Töne in seinem Kopf ankamen.

Geschwächt und mit rasenden Schmerzen richtete er sich auf, um diesem beunruhigenden und trotzdem faszinierenden Wesen zu entkommen. Mit einem Mal drangen alle Geräusche um ihn herum auf Ihn ein. ‚Bei Pelors Gnade’ stieß er aus und sank auf die Knie, als Ihn die Ohnmacht beinahe wieder ereilte.
Der Halbork stand vor der Krypta, die Sie als Lager gewählt hatten, die tödlichen Ranken waren überall verstreut.
’Grokdok – warte’ röchelte er ‚falls da drinnen noch etwas lauert werde ich Euch nicht helfen können’
Doch seine Worte verhallten ungehört. Wie schon am Morgen, als der ohne Zweifel mächtige Mischling einen Oger fast im Alleingang erschlagen hatte.
‚Pelor verzeih mir, aber ist es nicht auch Gnade und Vergebung, die Du uns lehrst’
mit diesen Gedanken begann der junge Paladin ein Gebet, in dem er um Erleuchtung bat, wo Feigheit begann und Vorsicht endete.
Wieder beschämte Ihn der Halbork indem er zusammen mit Samira die Krypta erkundete während er selbst wie ein geprügelter Kobold am Boden kniete.
Als dann auch noch Curly, der Gnom um Ihn herumhüpfte und rief es ist alles Sicher komm herein war ein Punkt erreicht, an dem Asuriel am liebsten dieses Geschöpf des Chaos an seiner dürren Kehle gepackt hätte um Ihn...
Müde und mir schmerzverzerrten Gesicht sank Asuriel in einer Ecke zusammen, den Gnom hatte er mit irgendeiner bissigen Bemerkung verjagt und endlich kam der Schlaf über Ihn....

Don Espada
Freitag, 20. Oktober 2006, 17:55
Flashback

"Dennoch", der Onkel hatte Mühe, die Pfeife im kalten Oratorium des
verwahrlosten Klosters zu entzünden.

"Dennoch wissen wir wenig über jenen Ween, der all diese guten
Ratschläge niedergeschrieben hat.
Es heißt in alten Schriften, die ich selbst nicht lesen durfte und
deren Inhalt mir lediglich berichtet wurde, dass Ween vielleicht
sogar mal einer der größten Kritiker unseres verehrten Gottes war.
Mir wurde unter der Hand angedeutet, dass sich Farlanghn gar
direkt mit ihm getroffen hat, und zwar in der Form eines Steintrolls,
der eine Brücke bewachte. Wenn das stimmt, wundere ich mich
nicht, dass Ween ein so devoter Anhänger und Chronist geworden ist.
Aber was hat der Gott in ihm gesehen? Wir können nur Vermutungen
anstellen...

Sicher ist hingegen, dass Ween sich nach diesem Gespräch in das
Apfelblütental zurückgezogen hat. In einem berühmten Streitgespräch
im Kloster Amba Resh zwischen Kalahe und Bruder Kurf von Rag,
dessen Abschrift erhalten geblieben ist, wird von Kurf vermutet,
dass es sich bei diesem Tal um eine Alegorie handelt..."

"Was issn eine Ale-gorie?" fragte das kleine Mädchen unter seinen
braunen Strähnen hervor, während es sich dem Bohnenauslesen
widmete. Das Wort ging ihr sichtlich schwer über die Lippen.

"So etwas wie ein Bild.", antwortete der Onkel. Seine Pfeife
brachte er hier nicht in Gang.

"Hach, verflixte Kälte! Die Feuchtigkeit dieser modrigen Gemäuer
kriecht mir in alle Knochen!" Es klang schon fast verzweifelt.

Keine Antwort des Mädchens, es fühlte sich hierzu wohl nicht
verpflichtet. Der alte Mann stand von seinem Schemel auf und
richtete den Docht der Kerze, deren Licht darauf heller erstrahlte.

"Es bedeutet, dass es das Tal vermutlich gar nicht gibt. Und ich kenne
auch keine Karte, auf der ich es je verzeichnet gesehen hätte. Aber
das will nichts heissen, sooo viele gute Karten,", er zog das O gedehnt
in die Länge, "die jene Beschreibung auch wirklich verdient hätten,
habe ich in meinen über siebzig Jahren auch noch nicht gesehen."

Er ging zur Wand und klopfte den Pfeifenkopf dagegen. Moos löste sich,
und Mörtel.
"Elendes Kloster! Könnten wir bloß weiterreisen!"

"Onkel, was ist denn passiert, nachdem Ween das Tal gefunden hatte?"
Das kleine Mädchen sortierte weiter nach Kräften die Bohnen in zwei
Schalen.

"Nun," brummte der Onkel abgelenkt, während er in seinen Taschen nach
trockenem Tabak suchte.
"Zuerst hat er sich wohl niedergelassen. Es wird berichtet, dass er sich
ein Lager gebaut hat. Daher kommen wohl auch die Ratschläge aus dem
Buch >>Lagerungen und Lagerfeuer, ein heiliger Ratgeber<<. Na ja, und
das Kapitel >>Wie ich Überfälle auf Lager verhinderte<< im Göttlichen
Reisealmanach des Ween.

Tja, und dann heisst es, Ween sei geprüft worden. Die Fir Olugard sind
erschienen und haben den Weisen Ween nach aller Kunst geplagt.
Davon erzählt und das Kapitel >>Die Kunst der löcherfreien Bedeckung<<
aus dem selben Werk. Erzähl es nicht weiter, aber ich finde, es ist nicht
das stärkste Kaptel des guten Ween."

Tomtom
Dienstag, 24. Oktober 2006, 10:58
Nachdem die Gefährten nun die Crypta betreten hatten und das "gefährliche" Loch in der Ecke mit einem Sargdeckel verschlossen hatten begaben sie sich zur Ruhe.

Grogdoc war so erschöpft das er direkt einschlief, Azuriel schlief den Schlaf der gerechten um seine Wunden auszukurieren und auch Hedda und Curly begabensich zur Nachtruhe.
Alleine Tara wachte über sie alle. In ihren Umhang gehüllt saß Tara umgeben von der ihr vertrauten Dunkelheit und blickte hinaus in die Nacht. Sie wusste nicht warum sie ncihts hören und sehen konnte doch plötzlich vielen gigantische Ratten über sie her. Sie konnte sich kaum zur Wehr setzen doch sie gab ihr bestes! Wie von sinnen Schrie sie um ihre Gefährten zu wecken! Und wie sie schrie! In kürzester Zeit waren all ihre Gefährten wach und stürzten sich auf die nicht enden wollende Flut von Ratten.

Nur eine winzig kleine Unachtsamkeit ... ein kurzer Moment der Schwäche! Doch dieser reichte aus um Tara zu Fall zu bringen. Gerade als sie ihren Zauber wirkte sprang sie die Ratte direkt vor ihr in einer mörderischen Attacke an und streckte Tara nieder.

Völlige Schwärze umfing Tara. Es war nicht so wie man sich erzählte ... man würde sein Leben erneut an sich vorbeiziehen sehen wenn man stirbt! ... Da war einfach nur leere.

Tara wusste nicht wie lang sie dort auf dem Boden lag. Doch das erste was sie sah als sie wieder zu sich kam war eine mehr oder weniger gebratene Ratte die ihr Grogdoc an einem Spiess vor die Nase hielt. Tara kämpfte sichtlich gegen den Brechreiz an und schaffte es irgendwie sich nicht direkt zu übergeben. Doch dann merkte sie das sie Ausgehungert war! Sie musste etwas essen. Und eigentlich sah die Ratte ja garnicht so schlimm aus ... wenn man sich vorstellte dies wäre vielleicht ein Hühnchen!?
Ohne viel darüber nachzudenken schnappte sich Tara die Ratte und begann sie zu verschlingen. Wir wollen hier nicht von genussvoll verspeisen sprechen, denn Grogdoc war wirklich der wohl mieseste Koch den Tara je kennengelernt hatte ABER ... die Ratten wahren weitestgehend durchgebraten ... was ein Glück!

So gestärkt sollte es nun weiter gehen.
Tara fühlte sich nach wie vor beschissen! Sie wollte eigentlich nur hier bleiben und sich erholen.
Aber diese Ruhe wollte ihr nicht vergönnt sein! Angestachelt von den Erreignissen der letzten Nacht machte sich Azuriel mit der Hilfe von Grogdoc an dem Loch in der Ecke zu schaffen ... und unser großer, dicker Freund hatte selbstverständlich nichts besseres zu tun als hinuter zu springen!

Schweren Mutes raffte sich Tara auf und folgte ihrem Beschützer. Was soltle sie auch sonst tun!? Ohne ihr war der gute Grogdoc einfach hilflos und verloren. Er würde sicher wieder irgendeine Dummheit anstellen und in sein Verderben rennen.

So begannen die Gefährten die Gänge unter der Crypta zu erkunden. Dies war "schnell" erledigt. Nach wenigen Schritten fanden sie eine Stählerne Tür sowie einen Gang der nach Süden ind leicht nach oben führte und einen weiteren der nach Norden und leicht nach unten führte.

Curly, Tara, Grogdoc und Asuriel untersuchten die Stahltüre. Sie wahr mit reliefartigen Darstellungen einer aufgehenden Sonne, einer untergehenden Sonne, einen Halbmond und einem Sichelmond verziert.
Curly war nicht in der Lage das Schloss dank seiner Fingerfertigkeit zu öffnen. Er erzählte irgendetwas von großer Kunst und seine Finger seien dazu da Instrumente zum klingen zu bringen und nicht schmierige Türen zu überwinden!
Azuriel war auch sehr schnell am Ende seines Wissens und auch Tara konnte nicht viel nützliches Beitragen.

Noch wärend Tara und Azuriel die Tür weiter untersuchten hörten sie plötzlich eine nervtötende Stimme rufen:"Alarm! Alarm! Eindringlinge!"
Entsetzt wirbelten Tara und Azuriel herum und sahen einen Goblin im Kreuzgang zappeln. Sofort stürmte Azuriel auf den Goblin zu und Tara entfesselte ihre Kraft und schoß einen dunklen Strahl auf den Goblin ab und traf ihn mitten durch den Kopf. Doch der Goblin zappelte und schrie weiter.
Als Azuriel um die Ecke stürmte stellte sich dieser "Goblin Überfall" als ein kindischer Streich Grogdocs herraus der die in den Gängen gefundenen Goblinleiche aufgehoben hatte und damit herrumwedelte.

Es war klar! Die Tür würde nicht weichen und wenn wir Grogdoc weiter unbeaufsichtigt lassen würden ... so würde er nur weiterhin Dummheiten anstellen.
So liessen sie Grogdoc seinen Willen und er versuchte die Tür einzurennen. Als er gegen die Tür knallte kam es zu einer gewaltigen Explosion welche Grogdoc die Augenbrauen versängte. Hierbei kam es zu kurzen Analogien zu einem gewissen Barden Namens Michael Jackson. Curly hatte noch nie etwas von ihm gehört und behauptete sofort dieser möchtegern Barde könne es nie im Leben mit ihm aufnehmen!
Auch wenn die Falle wohl ausgelöst wurde, so war dem Einrennen der Tür kein Erfolg beschieden. So zog Grogdoc seine Reserveraxt hervor und begann mit selbiger auf die Türe einzuprügeln bis sie durch seine mächtigen Schläge aus den Angeln flog.

Was sie dort fanden war einfach unglaublich! In diesem Kellerloch war ein kleines Paradies! Das Zentrum des Raumes urde beherrscht von einem erhabenem Brunnen, der rest schien wie die Alysischen Felder selbst und in einer Ecke stand ein prächtiger Birnbaum.
Tara wahr überwältigt. Soviel schönheit in solch einem Loch! Und sie war am Ende ihrer Kräfte. Sie wollte keinen Schritt mehr gehen doch der Brunnen war so verlockend. Sie beugte sich vor und trank in gierigen Schlücken von dem köstlichen, klaren Wasser.
Als sie trank durchfuhr sie eine Kraft und Frische wie sie sie noch nie zuvor verspürt hatte. All der Schmerz schien vergessen und sie fühlte sich als könne sie Bäume ausreissen!
Nachdem sie getrunken hatte und sie nicht schlagartig tot umfiel, nein ganz im Gegenteil man ihr die Kraft und Gesundheit förmlich ansah, da traten auch ihre Gefährten vor und tranken von dem Heilenden Wasser. Vorsorglich leerte sie geschwind ihren Wasserschlauch und füllte ihn mit dem wohltuenden Wasser dieser Quelle.
Nachdem sie nun von neuer Kraft durchflossen wurde sah sie sich den Birnbaum etwas genauer an. Die Birnen sahen einfach nur köstlich aus ... so verlockend! Tara streckte eine Hand aus, pflückte eine der Birnen und Biss ein großes Stück herraus. Der Saft lief ihr den Hals herunter aber es war ihr egal ... diese Birnen waren das köstlichste was sie je gegessen hatte. Als Grogdoc sie verwirrt ansah gab sie ihm etwas von der Birne ab und er verschlang sie auf einen Happs.

Nun frisch gestärkt und voller Tatendrang begannen Tara und Grogdoc nach den Schätzen dieser Cathacomben zu suchen. Doch scheinbar gab es hier nichts weiter zu holen. Als Grogdoc nun auch noch nach vergrabenen Schätzen suchen wollte bremmste ihn Tara. Solch ein Paradies konnte man einfach nicht zerstören.

Auf dem Rückweg wollten sie dann ncoh den südlichen Gang erforschen ... doch Grogdoc blieb schon nach den ersten Metern stecken und Tara musste sich durch seine "Vorräte" wühlen um an das Seil heran zu kommen um Grogdoc aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Tara versuchte alsdann Curly davon zu überzeugen doch den nördlichen Gang zu erkunden! Aber was für ein Feigling Curly doch war. Er wollte nur gehen wenn wenn Tara dicht hitner ihm ginge. Oder ob dies Möglicherweise andere Gründe hatte! Tara wollte nicht weiter darüber nachdenken. Es schauderte sie.

Die Untersuchung des nördlichen Ganges brachte nur hervor das es hier in das Rattennest führte welches aber mitlerweile verlassen war.

Bevor die Gefährten die Gewölbe wieder verliessen pflückten sie noch 17 Birnen und verschlossen danach den Ramu wieder so gut es ging mit der eingeschlagenen Stahltüre.

Zurück in der Crypta entschied man sich den Rest des Tages noch hier zu rasten und zur Jagd zu nutzen um am nächsten Morgen erneut zu den Katakomben weiter nördlich aufzubrechen.

Die Rückkehr in die Crypta war jedoch mit einem leicht unangenehmen Erlebnis verbunden. NEIN! kein erneuter Überfall oder ähnliches. Es STANK ... schlimmer als in jeder Latrine die Tara je betreten hatte. Doch was war passiert! Grogdoc unser überdimensionales Kleinkind wollte es mal wieder richtig machen und lag doch völlig daneben! Er hatte in aller Früh als es noch keiner bemerkte in einen der Sarkopharge gepinkelt!
Als Azuriel dies erfuhr kam er nahe an einen Tobsuichtsanfall herran. Er putzte Grogdoc herunter wie ein kleines Kind und befahl ihm alles sauber zu machen. Doch Grogdoc woltle nicht und schmollte. Ihm waren all die Regeln zu blöd und anschreien fand er auch blöd und überhaupt war alles blöd! So verzog er sich in eine Ecke und schmollte.

Tara tat Grogdoc leid, aber ihr war klar das es wichtig war das er zumindest die wichtigsten Regeln des Benehmens unter Menschen lernte. Vielleicht sollte sie sich doch noch mehr um ihn kümmern?

Nun ja ... dies war ein Problem um das sie sich Morgen kümmern wollte. Heute abend zählte nur das sie noch am Leben war!

Und morgen ... könnte sie sich um die Erziehung Grogdocs kümmern und die Reichtümer der anderen Stätte erkunden.

So ging ein weitere Tag in Taras neuem Leben zuende.

Grogdog
Mittwoch, 25. Oktober 2006, 13:20
Saliah kann nicht gut Nachtwache halten! Grogdog hat geschlafen und da hat Saliah geschrien und Grogdog ist aufgewacht. Aber da waren schon überall große Ratten und haben Saliah totgebissen.

Saliah muss Grogdog früher wachmachen!

Grogdog ist wütend geworden und hat die Ratten totgemacht. Aber Saliah war doch nicht tot, hat nur so getan. Sehr listig! Doofe Ratten sind drauf reingefallen!

Dann hat Grogdog wieder geschlafen.

Am Morgen hat Grogdog dann ganz viele leckere Grillratten gemacht. Aber nur Saliah hat das gegessen.

Asuriel hat gesagt, er will nicht essen, sondern lieber Hunger haben, dann wird ein Geist sauber. Das heißt „fasten“. Grogdog versteht das nicht. Dann hat Grogdog eben mehr Ratten für Grogdog!

Hedda hat Grogdog dann ein bisschen gesundgezaubert, aber Rokke kann das besser! Armer Rokke.

Dann ist Grogdog in das Loch gesprungen und da war ein Gang mit toten Goblins und Ratten und einer Tür aus Eisen. Kurrli hat gesagt, dass da ein Schatz ist und die Prinzessin immer den Schatz hinter der Eisentür versteckt.

Dann haben alle die Tür angeguckt und gesagt, Grogdog soll warten und nicht die Tür aufhaun. Ganz lange haben die geredet und geguckt und geredet. Grogdog hat die toten Goblins angeguckt und zwei Kurzschwerter und Silberlinge gefunden.

Aber dann haben die immer noch die Tür angeguckt und geredet. Grogdog hat einen lustigen Witz gemacht: Mit dem toten Goblin hat Grogdog alle erschreckt!

Dann haben die endlich nicht mehr geredet und Grogdog durfte die Tür aufmachen. Die ging aber nicht auf und plötzlich war ein Feuer in Grogdogs Gesicht! Asuriel hat gesagt, das ist ein Falle und da ist immer eine Falle bei der Schatztür.

Warum hat Asuriel das nicht vorher gesagt? Hedda wollte Grogdog nicht gesundzaubern, weil Grogdog immer so unverdingsens ist. Grogdog kennt das unverdingsens nicht und ist auch nicht so. Hedda ist doof.

Kurrli hat Grogdog dann gesundgezaubert, aber mit einem Lied. Trotzdem war Grogdog nicht richtig geheilt.

Dann hat Grogdog die Tür mit der Orkaxt kapuutgehaun. Da war aber gar kein Schatz. Kurrli hat Grogdog angelogen!

Da war nur ein Brunnen und ein Birnenbaum und ganz helles Licht. Aber das Wasser und die Birnen waren lecker. Grogdog ging es dann auch viel besser.

Dann ist Grogdog in dem Rattengang steckengeblieben. Die Ratten sind viel kleiner als Grogdog. Kurrli ist dann da reingegangen, weil Kurrli auch so klein ist wie eine Ratte.

Dann hat Ausriel noch mit Grogdog geschimpft, weil Grogdog in das Steinbett gepinkelt hat. Immer schimpft Asuriel! Das kommt, wenn man hungrig ist. Grogdog hat auch schlechte Laune, wenn er hungrig ist. Asuriel soll lieber was essen und nicht so viel schimpfen.

Don Espada
Donnerstag, 26. Oktober 2006, 08:54
Flashback

Eine kleine Schale mit rotem Pulver. Sie wickelt sorgfältig das darum gewundene Tuch ab. Es ist blau und vom Gebrauch schon faserig. Auf das Tuch, das ordentlich auf den gereinigten Waldboden gelegt wird, stellt sie die Schale. Der Deckel kommt in einer abgezirkelten Bewegung dahinter. Hedda ist zufrieden, alles sieht gut aus.
Eine weitere, kleinere Schale, deren Inneres glasiert ist, wird aus der Tasche hervorgezogen. Ein kleines Häufchen des roten Pulvers darauf schichten, so ist es recht. Nun mit großer Vorsicht ein wenig von der Rinde darüber in Form eines Zeltes aufgestellt. Alles sieht wunderbar aus.
Hedda geht zum Feuer und klaubt mit einem Instrument ein wenig Glut daraus. Nun kniet sie vor der Schale.

Du bist unser einziger Gott, das göttliche Prinzip.
Du bist das männliche und das weibliche Prinzip.
Das Universum entsteht durch das weibliche und das männliche.
So wie zwei Blumen ein Geruch sind,
so wie zwei Instrumente einen Ton spielen,
so wie zwei Lippen ein Wort bilden,
so entsteht das Unversum durch dich.

Hedda legt die Kohle auf das Schälchen und sofort beginnt sich ein roter Rauch zu verbreiten, der sehr wohlriechend ist.

O unser Gott, wir bitten dich am heutigen Morgen und an allen Tagen
um deinen Beistand. Halte deine schützende Hand über uns auf unseren Wegen.
Mache unsere Reisen sicher und zeige uns den richtigen Pfad.
Du bist der Herr der Wege. Areschmira.

Der Onkel und Hedda stehen aus ihrem Gebet auf. Er legt seine Hand auf den Kopf des kleinen Mädchens.
>Die wichtigsten Rituale beherrscht du nun. Farlanghn ist zufrieden!<

kubelick
Dienstag, 31. Oktober 2006, 14:04
Der Wald begann sich zu lichten. Die Bäume standen nun vereinzelnd da, als hätten sie sich in der Finsternis der Nacht schüchtern von einander abgewandt. Dass die Bäume weniger wurden erfreute Asuriel, denn nun konnte das Licht Pelors ungehindert herunterscheinen, ihn mit Zuversicht begleiten, den Schatten des Misstrauens verjagen. Er hielt an um auf sein Ross zu steigen, da der Weg deutlich zu sehen war. Hedda und Curly taten dasselbe: Hedda nahm die Zügel ihres Ponys. Curly umklammerte Heddas Taille und erlaubte sich ab und an belehrende Hochmut.
»Gute Frau, so haltet doch die Zügel straffer! Das Vieh ist ganz verwirrt!« Er zappelte und zeterte hinter ihr, doch ihr Blick ruhte auf dem Weg, als war es Farlahghan selbst, der das Tier führte.

Nach einem kurzen Trab, stets nach Norden gerichtet, ließen sie den Wald hinter sich und blickten auf einen Weg, der weit im westen begann und sich südlich, den Fluss entlang, durch den Wald Richtung Endhome wandte. Asuriel erkannte ihn als der Weg der Narren, welchen sie mit Sindridil, den geschmähten Caravanführer, vor einigen Tagen folgten, um nach Endhome zu gelangen.

Doch bevor er sich entsinnen konnte, merkte er in der Ferne eine Gestalt, die vor einem Hügel stand und ihm zuwinkte. Bald darauf trat aus dem Hügel eine weitere Gestalt, merklich größer als die erste. Die zweite hatte etwas auf dem Köpfe und sie winkte nicht. Stattdessen schien sie sich mit Bedacht und einem großartigen Streitaxt der berittenen Gruppe begegnen zu wollen. Asuriel trabte mit Vorsicht weiter den Gestalten entgegen und je näher er auf sie zuritt, desto mehr erkannte er. Neben den zwei Gestalten sah er zwei steinerne Pfeiler, breit wie ein stattlicher Ritter und hoch wie zwei solche, vor dem Hügel aus dem Boden wachsen. Dazwischen war ein Holztor, der offen war und aus welchem, vor kurzem, die massige Gestalt mit Strohhut hervor trat.

Das Zusammentreffen erfolgte friedlich. Die weibliche Gestalt, die anfänglich der Gruppe zuwinkte, starrte großäugig den Paladin an, seine güldige Augen reizten ihr Verstand und Neugierde. »Wie zwei Dukaten, « dachte sie. »Ja, zwei Sonnen, die sich im stillen Teich spiegeln.« Doch lang verweilte sie nicht in der angenehme Wärme ihrer Vorstellung. Es hopste Curly vom Maultier herunter und verbeugte sich aufgeblasen vor ihr.

»Werte Gebieterin, smaragdäugige Fremde! Oh Freud und Wonne, dieser Anblick in mir weckt! Ein Lied der Freude könnt’ ich fortan singen, wenn ich hätte Dudelsäck...«
Curly verharrte plötzlich und lächelte verlegen und zog sich verbeugend zurück.

kubelick
Dienstag, 31. Oktober 2006, 14:04
Die Gestalt mit dem löchrigen Strohhut, der schon bessere Tage erlebte, stellte sich knapp als Grogdog vor und trotze der Behauptung, er sei ein Orc. Bald zog er seinen Strohhut tiefer über die feuchten Augen, nuschelte ärgerlich etwas von der »gelben Sau« und verschwand daraufhin durch das Holztor. Ein Hauch unheimlicher Kälte, Ranzigem und Abgestandenem entflog der düsteren Gewölbe worin Grogdog sich zurückzog.

»Nun wisst ihr, wo wir uns hier befinden?« fragte Curly.
Asuriel wandte sich vom Portal ab und Curly zu.
»Nun gut, dass ihr mich zu eurem Freund zählen dürft. Die riesige Truhe meines Wissens beschwert die Tiere nicht, verlangsamt das Vorankommen nicht, und doch ist sie von ungeahnter Kostbarkeit, und pralgefüllt. Zuweilen ist sie bedrohlicher als ein erfahrener Kämpfer und listenreicher als ein Dieb. Nützlicher als jeder Heiltrank und obendrein unterhaltend!…«
»…und es verlangsamt uns doch…« rügte Hedda leise.
»Nun, hier walteten ähnliche Kreaturen, wie die soeben dorthin verschwundene.«
»Wie meinen?« bohrte sie weiter nach.
»Orcs, Orcs, oh du Mädchen der Wege! Sehe her, das unansehnliche Steingebilde hier. Sehe her, dieses widerwärtige Maul. Und hier!« Curly sprang angewidert zur Seite und deutete auf Knochenreste, welche zerstreut am Boden vor dem Tore lagen. »Was glaubt ihr, wer das war? Ein Bär, ein Wolf? Oh nein!«

Samira lugte durch das Tor und rief nach ihrem Gefährten. Grogdog saß unmittelbar hinter dem Portal, vor seinen Füßen begann eine Steintreppe, leicht nach oben führend.

»Gefahren, Monster und Ungeheuer darin versteckt!« Curly sprang weiter von Knochenhaufen zu verwittertem Schädel, bekümmert und belehrend. Ihn überkam eine seltsam starke Mitteilsamkeit. Er hoffte umzukehren. Hoffte sie mit der Darbietung ein wenig zu erschrecken, nur soviel es nötig war nicht rein zu müssen.

»Habt ihr hier Gestalten gesehen? Vielleicht als wären sie in Eile, gar auf der Flucht?« fragte Asuriel Tara.
»Nein, mein Herr.«
»Curly, sei so gut und nutz deine Talente um herauszufinden, ob die Banditen sich dahin verdrückten.«
»Wer ich? Wie denn das? Ein Künstler bin ich und kein Wachmeister und kein Waldläufer oder Ratenfänger. Wie, so sagt mir, werter Asuriel, sollte ich das anstellen?«
»Ihre Bescheidenheit übermahnt euch beim Anblick einer Bedrohung?«
»Ihr nennt mich feige? So hört - Ich gehe jetzt rein.« Curly machte ein Schritt Richtung des Tores.
»Hört Ihr mich? Ich gehe nun da rein, « und zeigte auf das Tor. »Ich gehe jetzt.«
»Nach Spuren sollst du suchen, Curly. «
»Gewiss, da gehe ich rein, da rein, um nach Spuren zu suchen und so Gott will finde ich dort mein Verderb…« Dann verschwand er. Dumpf hallten noch seine Aus- und Zurufe.

Der Aufstieg.
Hedda und Asuriel musterten die Verzierungen der Steinpfeiler, als ein wenig Ruhe nach Curlys Abtritt einkehrte. Grausige Götzenbilder schmückten die Säulen, plump gearbeitete orkische Gesichter grinsten ihnen entgegen. Doch das gründliche Untersuchen der Pfeiler war durch Curlys Wiedererscheinen unterbrochen. Er trat schweißbedeckt heraus, die kleine Hand über die Augen haltend, von der Mittagssonne geblendet. Er schnappte nach Luft, als hätte er schwere Arbeit verrichten müssen.
»Und? Hatten Ihr Spuren finden können?« fragte der Paladin.
»Gewiss, gewiss.«
»Dann ist das beschlossen – « sprach Asuriel in die Runde, » – wir gehen rein. Den Auftrag müssen wir zu ende führen.«

Nach dem sie die Tiere an einem unweit stehenden Ahornbäumchen festgebunden und ihnen etwas Futter gegeben, stiegt die Vier durch das Portal. Darin erklärte Asuriel mit einfachen Worten dem Halbork ihren Plan und selbstauferlegten Auftrag. Dieser sprang mit unerwarteter Flinkheit auf die Füße, seine Axt bereit, und machte sich schon die Treppe hinauf, bevor Asuriel zum Ende seiner Erläuterung kommen könnte. Doch die steinerne Treppe, mit Dreck und Geröll bedeckt, offenbarte das Alter der vor ihnen liegenden Höhlen: Mit jedem Schritt bröselte der Stein unter ihren Füssen – der Aufstieg wurde zu einem müßigen Unterfangen. Sie sahen das Ende der Treppe – sie hörte bald nach einer leichten Rechtsbiegung auf.

Als Grogdog etwa die Mitte der Treppe erreichte biss ihn etwas in die Wade, und noch bevor er sehen könnte was es war, donnerte seine Axt hernieder und ein großer Brocken des Gesteins flog gegen die Wand. Der Hieb brachte den Halbork ins schwanken, er verlor das Gleichgewicht und kullerte nach unten, an Asuriel vorbei. Der Paladin sah im Geröll einige Treppenstufen vor sich Bewegung und stieg ohne Hast in ihre Richtung. Seine Mühe wurde entlohnt, doch seinem Beispiel wollte Grogdog nicht folgen. Einige Male nahm er Anlauf, und je mehr er sich anstrengte, desto weniger kam er voran, desto wütender wurde er. Asuriel warnte die anderen vor Ratten, die vor- und um ihn herumhuschten und gierig nach ihm schnappten. Und als er dachte, es könnte nicht finsterer werden, als er sich mit dem Gestank abgefunden hatte, wurde sein Herz erneut beunruhigt. Ein Pechschwarzer Strahl, aus den eignen Reihen, flog an ihm vorbei und traf eine der Ratten. Er schob sein Verdacht auf später auf und merkte Grogdogs vorsichtigeres Vorrankommen und bald darauf standen sie Seite an Seite und konnten die Ratten, von welchen beide bereits unzählige Bissen trugen, überwältigen.

Die Treppe wurde von halborkischen Hieben stark in Mitleidenschaft gezogen, dennoch, mit Bedacht und Geschick, erlangten sie deren Ende und traten in eine rechteckige Hülle hinein, aus welcher zwei Gängen - nach Norden und Osten - abgingen. Einen genaueren Eindruck konnten sie sich jedoch nicht verschaffen, denn bereits beim ihrem Betreten überfielen sie zwei hündische Wesen, Zähne gefletscht, ihnen unmissverständlich feindlich gesonnen.

Eins, zwei, vielleicht drei Mal zischte der Axt Grogdogs durch die faule Lüfte, bevor die Hunde zum Boden sanken. Im Licht der Laterne von Hedda sahen sie auf dem Boden, bespritzt mit Blut der Hunde, einen roten, fünf-ellen breiten Mosaikteppich von grober Arbeit, welcher, in der Mitte des Raumes beginnend, in die Gänge fortschlängelte.

Grogdog
Dienstag, 31. Oktober 2006, 16:19
Grogdog kann viel besser Nachtwache halten als Saliah. Grogdog hat gleich die Spinnen entdeckt und alle wachgeschrien und die Spinnen totgehaun!

Dann wollte Grogdog Hedda mit einer Spinne erschrecken. Aber Hedda hat gar nicht hingeguckt. Doofe Hedda!

Am Morgen wollte Grogdog aufstehn und ist gleich auf die Nase gefallen. Hedda hat Entschuldigung gesagt, weil sie Grogdog die Füße zusammengebunden hat.

Dann ist Asuriel weggeritten zu einer Druhdin.

Grogdog hat das Rattenloch zugemacht und ganz viele Bäume gefällt und eine Tür gemacht und eine Palisade.

Dann ist Asuriel zurückgekommen und wollte Grogdogs schöne Palisade mit dem Pferd kaputtmachen! Aber die Palisade war zu stark für das doofe Pferd.

Dann hat wieder Saliah Nachtwache gehalten und alle aufgeweckt, aber da war gar nichts. Grogdog hat auch draussen geguckt. Da war auch nichts. So kann man nicht schön schlafen!

Dann hat Salia Grogdog wieder geweckt! Aber da war eine ganz große Ameise schon aus dem Bodenloch gekrabbelt und hat auf Grogdog gespuckt. Grogdog ist böse geworden und hat die Ameise mit der Axt gehaun. Dann hat die Ameise Grogdog mit den Zähnen gepackt und ganz stark gequetscht und alles ist ganz dunkel geworden.

Aber Hedda hat Grogdog wieder gesundgezaubert und Asuriel hat die Ameise mit seinem großen Schwert totgemacht. Asuriel soll immer das große Schwert nehmen. Oder eine große Axt wie Grogdog! So ein Schild ist doof - da kann man gar nicht richtig zuhaun mit nur einer Hand und einem ganz kleinen Schwert. Und außerdem sieht man gar nicht, wo man hinhaut, weil das doofe Schild ist immer im Weg! Grogdog hat das schon ausprobiert. Schildse sind nur für Feiglinge!

Die Ameise schmeckt aber auch ganz gut.

Dann sind alle zu der anderen Höhle mit der Treppe gegangen am nächsten Tag. Grogdog und Asuriel haben da eine Statue umgeschmissen