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Back to the Roots

Verfasst: Sa 2. Nov 2019, 21:18
von Tom
400+ Seiten sind out.
Eine Anmerkung sei noch erlaubt. »Hackmaster« steht im Ruf, »back to the roots« zu führen, also wieder runter in die Dungeons, dorthin, wo es nur darum geht, wer den Rohstoff für das Hackfleisch liefert: Wir oder sie. Die spinnen, die Amis! Es fußt auf den Regeln der First Edition von AD&D, aber wenn beide Hackmaster-Regelbücher die 400-Seiten-Schwelle anschmerzen, hat das nichts mit »Wurzeln« gemein. Das ist nicht mehr zeitgemäß, wo doch überall abgespeckt werden muss. »Back to the roots« heißt: knappe Rentenkassen, leere Geldbeutel und – dünne Regelhefte. Die neue Genügsamkeit ist In, der Verzicht auf Gewohntes, Ballast abwerfen ist angesagt: lasst uns also die dünnen Heftchen wieder auspacken. Es hat damals eine ganze Menge Spaß gemacht. Warum nicht auch heute?

Let’s roll!
Oder seht ihr das anders? Und wen ja warum.

Re: Back to the Roots

Verfasst: So 3. Nov 2019, 09:36
von Minza
Der Markt und die Community ist imo mittlerweile zu groß und breit gefächert, um von In und Out überhaupt noch zu reden. Selbst wenn es wieder einen Schwung "Oldschool & Light" bei den Publishern geben wird, sind die Gruppen mit schweren 400+ Regelwerken immer noch derart dicht gesät... da kann auch ne kleine Community auf RPG Hipster machen und nur die gaaanz trendigen Spiele auf den Tisch (oder in den Sitzkreis) legen: lenken wird hier keiner mehr die globale Gemeinschaft. Eben weil es diejenigen gibt, die seit Anbeginn auf Light setzen... die nie weg von den Wurzeln waren. Und diejenigen, die sich immer an den großen Wälzern erfreuen können. Und die, die immer mal wieder zu dem und dann zum anderen greifen und sich gar nicht festlegen und keinem Trend folgen wollen.

Insofern: es ist gut, dass wieder vermehrt solche Werke erscheinen, das fördert nur die Diversität in diesem Hobby. Der oben zitierte Text ist dennoch unglaublich albern geschrieben ;)

Re: Back to the Roots

Verfasst: So 3. Nov 2019, 10:54
von Informat
Hab ja schon mehrfach geschrieben, dass mich dicke Regelbücher und kleine Schrift nur noch nerven - ABER die Verlage haben einen treuen Kundenstamm, der gerne regelmäßig "viel" Geld für viel Textwüste ausgibt (siehe Cthulhu 7., Paizo und Pathfinder 2e oder auch das Sammelsurium an D&D5 Hardcovern), und das ist bei Heftchen / Büchern mit zweistelliger Seitenzahl halt noch (?) nicht gegeben. Und wenn man ein System haben will, das lange professionell unterstützt wird, führt an großen Verlagen und bezahlten Mitarbeitern halt scheinbar immer noch kein Weg vorbei.