Was sind eure Lieblingsregeln?

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Fred
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Re: Was sind eure Lieblingsregeln?

Beitrag von Fred » Sa 31. Aug 2019, 18:03

Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Bei Plug & Play gibt es keine Fertigkeiten, nur Attribute. Die unveränderlichen "charakteristischen" Werte der PCs sind die Schwierigkeiten, gegen die sie bei einer Probe auf ein Attribut würfeln müssen. D.h., die Schwierigkeit einer Probe (also der mindestens zu erreichende Wert je Würfel) ist für den Char immer gleich, aber die Anzahl der benötigten Erfolge ist um so höher, je Schwerer die Probe ist. Die Größe des Würfelpools hingegen wird durch den jeweiligen Körper bestimmt, in dem sich der Char gerade befindet. Es ist also recht simpel.
Wollte man das System aufbohren, könnte man für verschiedene Fertigkeiten verschiedene Schwierigkeiten definieren.

Ich dachte mir, dass man bei einem normalen System mit Attributen und Fertigkeiten ganz einfach alle Attribute bei einem Body Switch ändert, aber die Fertigkeiten unverändert lässt.
In der Tat gibt es im übrigen ja oft Fertigkeiten, die sich auf ein bestimmtes Attribut beziehen, wie du schon geschrieben hast (Stärke+Athletik, Geschicklichkeit+Akrobatik, Intelligenz+"Weisheit" etc.). Es ist eingermaßen plausibel, dass die Fertigkeiten das sind, was den "Geist" des Charakters bzgl. seiner Befähigung ausmacht. Andere Werte - z.B. Moral, Core Values, Tugenden, Willenskraft - blieben ebenfalls unverändert.

Habe dir bzgl. Plug & Play noch eine PN geschickt.

Informat
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Re: Was sind eure Lieblingsregeln?

Beitrag von Informat » So 1. Sep 2019, 08:44

Fred hat geschrieben:
Sa 31. Aug 2019, 18:03
Andere Werte - z.B. Moral, Core Values, Tugenden, Willenskraft - blieben ebenfalls unverändert.
Wobei es ganz reizvoll wäre, wenn der Körper die "Moral" eines Charakters in Richtung eines körperbedingten "Optimums" drängt, z.B. ganz plump in Mäusekörper eher vorsichtig, als Muskelprotz eher rücksichtslos (springt ja eh jeder beiseite), in Raubtier weniger Mitgefühl, ... (so wie in den (meist) Jugendliche tauschen Körper mit anderen Personen mit anderem Geschlecht (eigentlich immer) in anderer Altersgruppe (gelegentlich) Filmen, aktuellste Beispiele, die mir einfallen und so was ähnliches sind, wären Jumanji (in VR) und irgend so ein japanisches Anime (in Träumen)).
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Fred
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Beitrag von Fred » Mo 9. Sep 2019, 17:39

Group Minds sind häufig Themen in der SF. Im SF Rollenspiel sollten sie eine naheliegende (dauerhafte oder temporäre) Option für eine Spielergruppe sein. Ich grüble gerade über Regeln hierfür.

Bevor Chars in den Group Mind gehen, würden sie ggf. bestimmte private Erinnerungen/Geheimnisse aus ihrem Gedächtnis löschen (diese wären aber noch in ihrem Mind Backup vorhanden). Nach Auflösung des Group Minds könnte z.B. eine ANI oder eine Beta-Mind Emulation des Chars dafür sorgen, dass die gelöschten Erinnerungen dem Char wieder zugänglich werden (Überraschung!).

Im Group Mind würde es Boni geben für Teamwork, Kommunikation, Koordination. Telesensorik und Teleoperation mit den Körpern der Gruppenmitglieder wäre möglich, ebenso Skill Share. Geht ein Mitglied k.o. (oder schläft es), kann sein Körper von jemand anderem gesteuert werden (oder?). Der Group Mind verteidigt sich gegen parapsychische Angriffe mit vereinter Willpower.

Demgegenüber stehen die Nachteile: Erleidet ein Mitglied Schmerz, Trauma, Psychosen, Malwareinfektionen der Augmentierungen etc. betrifft es den ganzen Group Mind. Bei plötzlicher Ejection eines Mitglieds oder bei Unterbrechung der Verbindung erleiden alle Mitglieder ein Trauma bzw. bei Teleoperation/Skill Share einen epileptischen Anfall. Die Erinnerungen des Group Minds müssen daher als lokale Kopien in den Gehirnen der Mitglieder hinterlegt werden, damit es nicht zu neuralen Schadenssymptomen kommt (plötzlich fehlende Neuronen!).

Gibt es in einem Group Mind mehr Instanzen (Bewusstseine) als Körper, wird es wahrscheinlich passive Instanzen geben. Oder es gäbe einfache Mehrheitsentscheidungen (ggf. mit Arbitrator und Vetorechten).

Die Erfahrung des Gruppen-Satori könnte süchtig machen und zu Entzugserscheinungen führen. Persönlichkeitsveränderungen sind wahrscheinlich. Group Mind Member kennen Partner wie niemand sonst und könnten perfekte Eidolons erstellen (Verhaltensimulationen).

Die Group Mind Mitglieder könnten die Bandbreite ihrer BCIs regeln. Höhere Bandbreite erhöht die oben erwähnten Boni, lässt aber stärker die Hive Mind Entität manifestieren (ähnlich wie sich eine neue Persönlichkeit herausbildet, wenn die Kommunikation zwischen den beiden Gehirnhälften nicht über den Hirnstamm mit geringer Bandbreite läuft, sondern über den Balken mit hoher Bandbreite). Der Hive Mind hat als NPC natürlich eine eigene Agenda.

Vielleicht gibt es schon gute Group Mind Regeln in irgendwelchen Systemen? Wer kennt was?

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Re: Was sind eure Lieblingsregeln?

Beitrag von Peer » Di 17. Sep 2019, 17:15

Fred hat geschrieben:
Mo 15. Jul 2019, 10:41
Informat hat geschrieben:
So 14. Jul 2019, 21:49
Timer:
Es wird offen ein Würfel ausgelegt oder gewürfelt und jede Runde runtergezählt. Den Spielern ist (normalerweise) klar, was unangenehmes passieren wird, wenn der Würfel bei Null ankommt (z.B. die Verstärkung der Gegner trifft ein). Soll den Druck auf die Spieler erhöhen.
Simpel und klingt effektiv, muss ich mal ausprobieren
an meinem Tisch gibt es 2 Sanduhren, wenn ein Spieler unter Zeitdruck entscheiden muss, läuft die Uhr. Ohne Entscheidung fällt seine Aktion aus. Das gibt echten Druck in solchen Situationen und veringert unnötiges planen und ständig umentscheiden.
Das zweite ist, das ich zum disziplinieren der Spieler manchmal vor dem Beginn der Kampfrunde jeden frage was er diese Runde vor hat. Und das muss er dann entsprechend der Situation umsetzen.
Das beides macht Kämpfe im DnD5 wesentlich schneller als gewohnt.

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Re: Was sind eure Lieblingsregeln?

Beitrag von Fred » Mi 18. Sep 2019, 13:33

an meinem Tisch gibt es 2 Sanduhren, wenn ein Spieler unter Zeitdruck entscheiden muss, läuft die Uhr. Ohne Entscheidung fällt seine Aktion aus. Das gibt echten Druck in solchen Situationen und veringert unnötiges planen und ständig umentscheiden.
Ein Countdown auf einer Digitaluhr ist auch sehr effektiv, letztens erlebt bei einem one-shot

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